Mittelerde: Mordors Schatten: Drakonische Vertragsklauseln für YouTuber und LetsPlayer - 4Players.de

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Action-Adventure
Publisher: WB Games
Release:
20.11.2014
kein Termin
kein Termin
30.09.2014
20.11.2014
02.10.2014
02.10.2014
Vorschau: Mittelerde: Mordors Schatten
 
 
 
Keine Wertung vorhanden
 
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Test: Mittelerde: Mordors Schatten
81

“Unterhaltsam inszenierte Mittelerde-Action mit interessantem Nemesis-System sowie gelungener, wenngleich mitunter wirr erzählter Rache-Geschichte.”

Vorschau: Mittelerde: Mordors Schatten
 
 
Test: Mittelerde: Mordors Schatten
81

“Unterhaltsam inszenierte Mittelerde-Action mit interessantem Nemesis-System sowie gelungener, wenngleich mitunter wirr erzählter Rache-Geschichte.”

Test: Mittelerde: Mordors Schatten
81

“Unterhaltsam inszenierte Mittelerde-Action mit interessantem Nemesis-System sowie gelungener, wenngleich mitunter wirr erzählter Rache-Geschichte.”

Leserwertung: 67% [6]

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Mittelerde: Mordors Schatten - Drakonische Vertragsklauseln für YouTuber und LetsPlayer

Mittelerde: Mordors Schatten (Action) von WB Games
Mittelerde: Mordors Schatten (Action) von WB Games - Bildquelle: WB Games
In einem Video auf The Escapist hat Jim Sterling öffentlich gemacht, unter welchen Bedingungen u.a. YouTuber und LetsPlayer bereits vor der Veröffentlichung von Mittelerde: Mordors Schatten eine PC-Version erhielten.

Sterling ging Hinweisen von TotalBiscuit (WTF Is...) nach, denenzufolge die Muster nur zur Verfügung gestellt wurden, wenn sich die Videomacher dazu bereit erklärten hätten, das Spiel offiziell zu vermarkten. Eine solche Abmachung sei nicht ungewöhnlich - die Einzelheiten des Vertrags allerdings schon.

Weil Rock, Paper, Shotgun den Bedingungen nicht zustimmen wollte, hätte selbst der namhafte Blog kein frühes Muster erhalten. Die Agentur Plaid Social Labs kümmerte sich laut Sterling um die Abwicklung des Vertrags.

Den Einzelheiten der Vereinbarung nach sollten Zuschauer in den Videos ausdrücklich zum Kauf angehalten und durch einen Link auf die offizielle Webseite verwiesen werden: "Videos enthalten eine deutliche Aufforderung und einen klickbaren Link in der Beschreibung. [...] Twitch-Streams enthalten die Aufforderung fünfmal", zitiert Sterling das Dokument. Und weiter: "Videos stellen das Spiel in einem guten Licht dar. Videos dürfen keine eventuellen Fehler zeigen. Videos müssen auf die Handlung des Spiels eingehen."

Interessanterweise hätten aber weder Bücher, Filme noch Charaktere aus Der Herr der Ringe sowie Der kleine Hobbit erwähnt werden dürfen. Die Videos hätten sich zudem über weite Strecken dem Nemesis-System widmen müssen - der Vertrag schlage gleich vor, dass Videomacher auf die unterschiedlichen Orks sowie das Beschaffen von Informationen über deren Stärken und Schwächen eingehen.

Pikantes Detail: "Das Unternehmen muss das YouTube-Video absegnen... mindestens 48 Stunden, bevor es online gestellt wird." Vorgeschlagene Änderungen hätten umgesetzt werden müssen. Die Zusammenarbeit mit Plaid Social Labs hätte übrigens ganz offiziell in der Beschreibung des Videos erwähnt werden sollen - aber erst unter dem Link zur offiziellen Webseite sowie der Aufforderung zum Kauf.

Sterling merkt schließlich an, dass Plaid Social dafür bekannt sei, derartige Partnervereinbarungen zu forcieren anstatt unabhängige Berichterstattung zu fördern. TotalBiscuit würde aus diesem Grund nicht mehr mit Plaid Social zusammenarbeiten. Auf Hintergründe geht Sterling allerdings nicht ein.

Letztes aktuelles Video: Schmiede deine Rache-Trailer


Quelle: The Escapist

Kommentare

Wulgaru schrieb am
Und genau das meine ich ja. Die Regeln sind noch nicht gefestigt. Scheinbare moralische Codes die hier gebrochen werden, sind nicht in Beton gegossen. Wenn Lets Player das nach wie vor hobbymäßig machen würden oder mit Spenden die ihnen ihre Aufnahmematerial finanziert, wäre diese Meldung für mich skandalträchtig....obwohl nicht einmal dann. Denn am Ende des Tages stellt der Publisher die Frage: Willst du dieses Spiel vorab letsplayen?
Der Letsplayer hat für meine Begriffe sogar die größere Verantwortung in dieser Sache. Der Publisher will nur Werbung machen, ob er nun Spots dreht oder Lpler dafür gewinnt ist nahezu das gleiche. Das einzige was ich zukünftig für notwendig erachte ist eben ne Kennzeichnung von sowas. Dafür gibt es natürlich keine richtigen Regelungen und liegt vor allem in der Eigenverantwortung der lpler.
Was die Sache angeht, das so große lpler noch größer gemacht werden...ist wieder ein zweischneidiges Schwert. Die meisten lpler kommunizieren ja immer noch diesen Idealismus nach außen und wenn du klein genug bist, ist es wirklich nur dein Hobby...aber dann sollte man auch nicht neidisch sein, wenn der große Fisch eben per Publishervertrag sein Spiel vorab bekommt. Man kann nicht beides haben und wenn man unterhaltsam ist, kann man nach wie vor in wenigen Monaten recht groß werden. Das ist noch nicht Wikipedia.
crewmate schrieb am
Wulgaru, ich habe nicht geschrieben, das Warner das nicht darf.
Ich habe nicht geschrieben, das soetwas noch nie passiert ist
Ich habe geschrieben, das es untypisch ist. Was ist los mit dir?
Denn in Wahrheit findet ein Wettstreit um die Aufmerksamkeit der Let's Player statt. Sowohl von großen AAA Publishern und gerade bei kleinen Indi Studios. Sowohl Microsoft als auch Sony haben von Beginn an Twitch in ihre Heimkonsolen integriert. Sony hat unter hochdruck an einer Lösung für Capture Karten gearbeitet. Da gab es ein Problem mit dem HDMI Dings. Und inzwischen kann man eine Capture Karte an die Playstation 4 anschließen.
Klar gab es schon kontroverse Brand Deals. Zum Release der xbox One gab es einen Skandal, weil Microsoft Netzwerke wie Machinima umworben hatte. Der Brand Deal durfte aber nicht angezeigt werden und hatte ähnliche Bedingungen wie jetzt M:SoM. Ein Hashtag war das einzige Indiz, das was im Busch war. Machinima musste mit den Konsequenzen leben und hat viele Abonnenten verloren.
Die Entwickler von Guns of Icarus Online umwarben vor ein paar Monaten noch das YT Netzwerk Polaris für ein großes PvP Event. Das Event lief aber ohne solche Auflagen ab. Ebenso Insurgency. Denn das ist die Regel.
Viele Let's Player werden inzwischen wie die großen Magazine gehandelt, gerade von Indi Publishern wie Devolver Digital.
Ich sehe das insgesamt aber auch Kritisch, wenn YouTuber AAA Spiele vorab bekommen. So werden die reichen mal wieder reicher. Auf der anderen Seite jedoch haben die großen Magazine diesen Vorteil seit Beginn der Industrie. Und damit hatte niemand ein Problem.
Wir befinden uns hier zweifellos in einer Übergangsphase, in der sich vieles Verändert. YouTube ist keine 10 Jahre alt und dieses ganze Let's Player Phänomen besteht auch erst seit ein paar Jahren.
Wulgaru schrieb am
Ich habe das mit den Bugs tatsächlich überlesen, aber da nen Vertragsbruch geltend zu machen, halte ich bei nem Stream ebenfalls nicht für durchsetzbar. Trotz allem sind Bedingungen wie einen bestimmten Spielmodus zu präsentieren oder nicht über dieses und jenes zu reden, etwas was ich für normal halte wenn man sowas in die Finger bekommt.
Warum sollte das ein Publisher nicht dürfen? Der Lets Player darf ein Spiel spielen was niemand sonst bekommt. Ihn da irgendwie zum benachteiligten zu konstruieren, halte ich für ziemlich seltsam. Ich glaube zudem keine Sekunde das bisher kein Publisher solche Auflagen für Lets Player benutzt hat. Selbst wenn es ein Novum wäre, ist das eben etwas was sich als Testballon für Publisher etabliert oder nicht. Es ist nun noch keine 10 Jahre her, da gab es Lets plays wie sie heute sind nicht und Geld verdienen konnte man schon gar nicht. So zu tun als wenn bei diesem Geschäft schon alle Regeln abgesteckt sind, halte ich ebenfalls für fragwürdig. Es ist kein Idealismus mehr auf den man sich berufen kann, wenn ich damit Geld verdiene.
crewmate schrieb am
Dieses Vorgehen ist aber absolut untypisch. Branddeals existieren, aber nicht in dieser Form, mit so einer Härte. Zumal die Bedingungen auch absolut unrealistisch sind. Gerade bei einem Stream können Bugs nicht zensiert werden. Es ist ungeschnittenes, Live ausgestrahltes Gameplay.
Wulgaru schrieb am
Ich finde das jetzt nicht wirklich schlimm. Es ist nicht so das hier Lets Player gegängelt werden. Sie haben die Möglichkeit vor der Veröffentlichung ein Spiel zu präsentieren, was ihnen allein dadurch hohe Klicks und Geld bringt. Wieviel das ist, hängt natürlich von der Größe des Lets Players ab, aber Fakt ist schlicht, dass diese Leute hier ein Privileg genießen mit dem sie auch noch Geld verdienen. Sie umgehen einen Wettbewerb mit "normalen" Lets Playern und haben einen langfristigen Vorsprung was dieses Spiel angeht. Das der Publisher daran Bedingungen knüpft ist seine freie Entscheidung, aber für meine Begriffe win win.
Wenn ich das richtig verstehe darf man das Spiel nun normal lets playen und daher sehe ich absolut nicht wo hier der Skandal ist. Wenn überhaupt müssen sich Lets Player fragen was ihnen Integrität im Vergleich zu Klicks bedeutet. Ich finde durch diese News wird ein Bild konstruiert das den Publisher als den bösen und den Lets Player als den guten hinstellt. Wir haben hier aber schlicht eine geschäftliche Vereinbarung.
schrieb am

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