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Game Developers Conference - GDC Studie zum Stand der Spiele-Industrie: Gewinn durch digitale Verkäufe steigt, mehr Entwicklungen für Konsolen und eSports als Chance

Game Developers Conference 2015 (Events) von UBM Tech
Game Developers Conference 2015 (Events) von UBM Tech - Bildquelle: UBM Tech
Zum dritten Mal wurden mehr als 2.000 (nordamerikanische) Entwickler im Vorfeld der Game Developers Conference 2015 (GDC) von den Veranstaltern zu aktuellen Themen in der Spiele-Branche befragt. Die Umfrage unter den Entwicklern, die auch die letztjährige Konferenz besucht hatten, zeigt einige Trends auf, wie z.B. erhöhte Einnahmen durch Digitalverkäufe sowie Mikrotransaktionen und der allgemeine Anstieg der Entwicklung von Spielen für Konsolen.

Plattformen: PC, Konsolen und Mobile

Laut der Umfrage sind PC und mobile Plattformen weiterhin führend bei Entwicklern, aber PlayStation 4 und Xbox One holen auf. 26 Prozent der befragten Entwickler gaben an, aktuell an einem Spiel für PlayStation 4 zu arbeiten - im letzten Jahr waren es nur 14 Prozent. Bei Entwicklungen für Xbox One verbesserte sich der Wert von 12 Prozent im letzten Jahr auf 22 Prozent in diesem Jahr (Doppelnennungen durch Multiplattformentwicklungen mitgerechnet). Auf die Frage, für welche Plattform zukünftig ein Spiel plant sei, gaben 29 Prozent der Entwickler PlayStation 4 und 24 Prozent für Xbox One an (2014: 20 Prozent für PS4 und 17 Prozent für Xbox One).

56 Prozent der Entwickler arbeiten aktuell an einem Spiel für PC und 50 Prozent an einem Titel für Smartphones oder Tablets (Werte aus dem letzten Jahr: 53 Prozent für PC und 52 Prozent für mobile Plattformen). Das Interesse an mobilen Plattformen ist leicht gesunken: 53 Prozent der Entwicklern gaben an, ihr nächstes Spiel für PC zu entwickeln, aber nur 48 Prozent für Smartphones oder Tablets.

Mehr Gewinn bei digitalen Verkäufe und Mikrotransaktionen statt im klassischen Handel

Bei der Frage, über welche Vertriebswege die Entwickler den meisten Gewinn verzeichnen konnten, gaben 29 Prozent der Befragten den direkten Verkauf an Konsumenten über digitale Kanäle an. Für 21 Prozent der Entwickler stellen Mikrotransaktionen die Haupteinnahmequelle dar. Nur 13 Prozent gaben an, den Großteil ihres Gewinns über den klassischen Handel erzielt zu haben. Bei 19 Prozent der Entwickler gab es 2014 entweder keinen Gewinn, es handelte sich um gemeinnützige Unternehmen oder sie konnten keine Angaben dazu machen.

Die befragten Entwickler sollten in der Umfrage außerdem ihre Gewinne von 2014 mit dem Jahr zuvor vergleichen: Für 41 Prozent fiel der Gewinn größer aus als 2013 und nur neun Prozent gaben an, weniger verdient zu haben. Bei 20 Prozent der Entwickler blieb der Gewinn konstant und 28 Prozent konnten keine Angabe dazu machen.

Über 40 Prozent der Entwickler konnten 2014 steigende Gewinne verzeichnen und neue Mitarbeiter einstellen. Was die Mitarbeiteranzahl eines Entwicklerstudios anbelangt, gaben 44 Prozent der Befragten an, mehr Personal eingestellt zu haben. 15 Prozent der Spiele-Schmieden mussten verkleinert werden und ein Prozent das Unternehmen komplett schließen. Bei 38 Prozent der Entwicklerstudios blieb die Mitarbeiteranzahl 2014 konstant.

eSports
 
12 Prozent der Entwickler arbeiten ihrer Ansicht nach aktuell an einem eSport-Spiel (ein wettkampforientiertes Multiplayer-Spiel), während 79 Prozent eSports als langfristiges zukunftsfähiges Geschäftsmodell wahrnehmen.

"Twitch macht es einfach, Wettkämpfe online zu übertragen und promintente Events wie Evo erreichen mehr und mehr Publikum", so ein Entwickler.

"Ein Spiel als eSport zu konzipieren bedeutet es zu einem Hobby zu machen und sich mit dem Titel mehr als nur beim einmaligen Durchspielen zu beschäftigen", schrieb ein anderer Entwickler. "Das Spiel wird Teil des Lebens eines Spielers und das auf eine Art und Weise, die über das eigentliche Spielen hinausgeht."

Die Umfrage "State of the Industry" wird jährlich durchgeführt. Ausgerichtet von UBM Tech Game Network, findet die GDC 2015 vom 2. bis 6. März im Moscone Convention Center in San Francisco statt.

Quelle: Game Developers Conference, UBM Tech Game Network

Kommentare

sphinx2k schrieb am
Ist halt zum einen die Frage ab wann zählt man als Entwickler dort. Und wenn ich mich an die Berichte der letzten GDC erinnere wo es mehr als genug Vorlesungen zum Thema "Wie man nen Whale ausnimmt" gab sind die Besucher dort zum Teil ohnehin etwas fragwürdig.
12 Prozent der Entwickler arbeiten ihrer Ansicht nach aktuell an einem eSport-Spiel (ein wettkampforientiertes Multiplayer-Spiel), während 79 Prozent eSports als langfristiges zukunftsfähiges Geschäftsmodell wahrnehmen.
Das sagt doch viel aus. Wir hätten gerne ein Stück von dem Kuchen ab, haben aber noch nicht die richtige Idee wie wir das Ausnutzen können.
Sir_pillepalle schrieb am
Ich freue mich auf die Flut qualitativ hochwertiger "free2play" E-Sports-Titel mit "optionalem" Cashshop.
schrieb am

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