The Council: Angespielt: Narratives Abenteuer rund um die Secret Society im Jahr 1793 - 4Players.de

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3D-Adventure
Entwickler: Big Bad Wolf
Release:
2018
2018
2018

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Angespielt: The Council

The Council (Adventure) von Focus Home Interactive
The Council (Adventure) von Focus Home Interactive - Bildquelle: Focus Home Interactive
Bei Big Bad Wolf (aus Bordeaux) befindet sich in Zusammenarbeit mit Focus Home Interactive und Cyanide Studio das narrative, episodische Abenteuer The Council für PC, PS4 und Xbox One in Entwicklung. Insgesamt fünf Episoden sind in Planung, wobei der erste Teil am 13. März 2018 an den Start gehen wird. Grundlegend vergleichen die Entwickler ihr narratives Abenteuer mit Titeln von Telltale Games. Aber es soll mehr Interaktionsmöglichkeiten bieten und das "Social Influence System" soll dynamische interaktive Unterhaltungen basierend auf der Reputation und der Klasse des Hauptcharakters ermöglichen. In den Dialogen getroffenen Entscheidungen sollen sich auf den Verlauf der Handlung auswirken.

Die erste Episode von The Council trägt den Titel "The Mad Ones" (Die Verrückten) und spielt im Jahr 1793. Als Spieler übernimmt man die Kontrolle von Louis de Richet - einem Mitglied der Secret Society. De Richet wurde von dem rätselhaften Lord Mortimer auf seine private Insel vor der Küste von England eingeladen, da seine Mutter kürzlich auf der Insel verschwand. Zu de Richet gesellen sich eine Reihe illustrer Gäste, darunter Napoleon Bonaparte und George Washington, Präsident der neu gegründeten Vereinigten Staaten von Amerika. Zu der Gesellschaft gehören noch Emily Hillsborrow, Giuseppe Piaggi, Elizabeth Adams, Johann Von Wöllner, Jacques Peru und Gregory Holm. Jede Figur soll ihre eigenen (versteckten) Interessen im Sinn haben.

Wie entscheidet man sich, um aus der misslichen Lage zu kommen?
Wie entscheidet man sich, um aus der misslichen Lage zu kommen?

Erkundet werden die mysteriöse Insel und das große Anwesen aus der Verfolgerperspektive, wobei die Kamera ziemlich nah am Protagonisten klebt. Man kann sich umschauen, Gegenstände sammeln, kleine Rätsel lösen, Hinweise (u. a. auf den Verbleib der Mutter) finden und Dialoge mit anderen Charakteren führen. Bevor man die Insel betritt, muss man sich für eine von drei Charakterklassen entscheiden: Diplomat (Politik, Etikette, Sprache), Okkultist (Manipulation, Wissenschaft) oder Detektiv (Psychologie, Logik, Fragen stellen). Je nach Klassenwahl und den damit verbundenen, schrittweise verbesserbaren Fertigkeiten (15 an der Zahl) können in den Gesprächen bestimmte Optionen ausgewählt oder Aktionen durchgeführt werden. Die Nutzung solcher Fertigkeiten zur Überredung oder Überzeugung, aber auch das Aufbrechen von verschlossenen Türen, kosten Aktionspunkte, die limitiert sind und sich ggf. mit konsumierbaren Objekten auffüllen lassen. Manche Figuren lassen sich zum Beispiel dank der Fähigkeit „gute Etikette“ überreden. Da viele Charaktere „immun“ gegen bestimmte Talente sind, offenbaren die unterschiedlichen Skills unterschiedliche Spielverläufe anhand der Dialogentscheidungen.

Die Fertigkeiten von de Richet können verbessert und ausgebaut werden.
Die Fertigkeiten von de Richet können verbessert und ausgebaut werden.

Außerdem lassen sich die Charaktere, mit denen man interagiert, gelegentlich auf Informationen am Charakter selbst untersuchen - diese Hinweis-Suche auf dem 3D-Modell geschieht unter Zeitdruck. Auch die Suche nach Hinweisen in der Umgebung ist sinnvoll, da man so mehr Informationen über die Charaktere und mehr Gesprächsoptionen erhält  - quasi mehr Interaktionsmöglichkeiten durch die Erkundung der Umgebung. Wobei nicht alle Hinweise hilfreich sein sollen. Man muss die richtigen Informationen finden und sie bei den richtigen Leuten nutzen.

Und dann gibt es noch die Konfrontationen in Gesprächen. Hierbei liefern sich die Personen Wortgefechte in Dialogform, die ebenfalls mit einem Zeitlimit pro Antwort versehen sind. Man muss schnell entscheiden, was man antworten will und ob Fertigkeiten eingesetzt werden sollen. Gibt man in der beschränkten Zeit keine Antwort, wird eine zufällige Antwort ausgewählt. Nur beim letzten Schritt wird der Dialog so lange wiederholt, bis die „korrekte“ Antwort ausgewählt wurde.

Bei Konfrontationen muss man unter Zeitdruck Antworten geben.
Bei Konfrontationen muss man unter Zeitdruck Antworten geben.

Eigenwillig und gewöhnungsbedürftig ist das Charakterdesign hinsichtlich der Kopfform und der Gesichtszüge. Zudem sind in den Gesichtern bei Nahaufnahmen gelegentlich störende Clipping-Fehler zu sehen (Mantel im Gesicht etc.), während in manchen Szenen die Figuren über ein eher unecht wirkendes Puppenantlitz verfügten. Dafür konnte die filmische Inszenierung (Kamerawechsel, Schnitte, Kameraführung) in dem kurzen Abschnitt, den ich anspielen konnte, schon stärker überzeugen.

Nach der ersten Stunde weckte The Council durchaus mein Interesse. Der Schauplatz und die Charaktere sind unverbraucht, die Inszenierung ist größtenteils gelungen und die verbesserbaren Fertigkeiten mit Einfluss auf die Dialoge und die Handlungsmöglichkeiten wirkten clever bis elegant. Allerdings muss das Spiel beweisen, dass die Geschichte zu fesseln vermag. Einige technische Macken konnte die im Februar angespielte Version nicht verbergen.

Einschätzung: befriedigend

Letztes aktuelles Video: Rethinking Narrative Adventure


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