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Sony-CEO: "Kutaragi war unkommunikativ"

Sony Interactive Entertainment (Unternehmen) von Sony
Sony Interactive Entertainment (Unternehmen) von Sony - Bildquelle: Sony

Das Wall Street Journal geht in einem Artikel näher auf Howard Stringer ein, seines Zeichens Vorsitzender und Geschäftsführer von Sony. Der gebürtige Brite (und mittlerweile auch Inhaber eines US-Passes) ist der erste Nicht-Japaner an der Spitze des Elektronikkonzerns.

Unter den Problemen, die Stringer zu meistern hatte, seit er Mitte 2005 die Leitung des Unternehmens übernommen hatte, stachen zwei heraus. Als extrem teuer erwies sich die Rückrufaktion, bei der Sony unzählige Laptop-Akkus austauschen musste, die sich unter bestimmten Umständen stark erhitzten und sogar Feuer fangen konnten.

Das zweite Sorgenkind ist die PlayStation 3, die später als geplant und zudem nicht weltweit gleichzeitig erschien. Ein Problem sei für Stringer gewesen, dass viele Manager - in japanischen Firmen nicht ungewöhnlich - aus Angst vor dem Gesichtsverlust lieber Probleme unter den Teppich kehrten, anstatt an die Chefetage Bericht zu erstatten. So war Stringer beispielsweise erst von Michael Dell (Gründer von Dell Inc., die auch Akkus von Sony beziehen) über die Probleme mit den Notebook-Batterien in Kenntnis gesetzt worden.

Als Ken Kutaragi im vergangenen Dezember in den Vorstand aufstieg, und Kaz Hirai als neuer Geschäftsführer von Sony Computer Entertainment (SCE) benannt wurde, vermuteten viele, dass die Maßnahme eigentlich dazu diente, den Schöpfer der PlayStation fortan aus dem operativen Tagesgeschäft rauszuhalten.

Kutaragi sei in der Firma geradezu berüchtigt gewesen für seine Widerwilligkeit, sich mit seinen Chefs oder den Leitern der anderen Abteilungen auszutauschen. Auch hatte er das Führungspersonal bei anderer Gelegenheit vor den Kopf gestoßen. So war beispielsweise zum US-Launch der PSP kein Vertreter von Sonys Elektroniksparte eingeladen worden, obwohl diese die Hardware produziert.

Und jene Gruppe war es auch, die von Kutaragi öffentlich kritisiert wurde, als Sony im September 2006 eingestehen musste, nicht so viel PS3s zum Launch liefern zu können wie ursprünglich geplant. Der damalige Leiter von SCE hatte gesagt, dass "die Qualität der Produktion" gesunken sei.

Laut einer anderen Quelle soll er zudem das Entwicklungsbudget für die Konsole überzogen haben, ohne Stringer darüber zu informieren. Und obwohl dieser Kutaragi nahegelegt hatte, öfter mal mit den Leitern der anderen Sparten zu dinieren, habe der dies nur einmal im Jahr gemacht. Seine eigenen Bemühungen, den Mann zu einer stärkeren Zusammenarbeit zu bewegen, umschreibt der Vorsitzende von Sony folgendermaßen:

"Ich aß öfters mit ihm zu Abend als mit meiner Frau, und das ist wirklich nicht sehr gesund/normal."

Außerdem war es Kutaragi, der Stringer mit dem Vorschlag überraschte, den Preis der PS3 in Japan vor Launch auf unter 50.000 Yen bzw. etwa 320 Euro (20GB-Fassung) zu senken. Der stimmte zu, um einen möglichst guten Launch zu garantieren, scheint die Entscheidung aber mittlerweile zu bereuen, da die Verluste dadurch natürlich wuchsen. Das Minus der Spielesparte könnte zum Abschluss des Geschäftsjahres (31. März) Schätzungen zufolge zwei Milliarden Dollar betragen.


Kommentare

johndoe-freename-105511 schrieb am
Das ist richtig und ich finde das sowieso merkwuerdig, dass man hier eine Person so bloßstellt.
Dennoch: wenn Kutaragi so eine Verantwortung zu tragen hat und er aus Angst vieles unter den Teppich kehrt, dann kann das Folgen haben, die nicht nur am Image kratzen.
Ich denke, Harrison moechte mit dieser Aussage, die festgefahrenen Strukturen aufbrechen, weil er es auch anders gewoehnt ist.
Andere Laender, andere Sitten.
Balmung schrieb am
Harrison ist aber nicht Kutaragi und ersterer redet auch extrem viel Stuss. Jetzt alles auf Kutaragi abzuwälzen ist auch nicht fair. Bei einer so großen Firma wie Sony kann nicht nur ein Einzelner schuld sein.
Crasher15 schrieb am
Also, dieser Kutaragi, ich hätte jetzt nicht gedacht das das so ein wiederwilliger Einzelgänger ist.
Da ist es jetzt auch ein bisschen weniger wunderlich woher so manch dämmliche Sony Aussage hergekommen ist.
Wie oben schon gesagt ist das sehr schlecht fürs Geschäft, wenn in einer solchen Firma, wo es um ein Milliarden-Produkt geht die Leute nicht zussammenarbeiten.
johndoe-freename-88043 schrieb am
So doof sind die Amis nun auch nicht, immerhin haben wir ihnen Lost, Heroes, Battlestar Galactica, Rome, Deadwood und vieles mehr zu verdanken. :lol:
Eisregen121 schrieb am
Beklekle hat geschrieben:Ach deswegen so komische Schlagzeilen über PS3 und so.. die Amies sind ja an der Macht und da ist ja immer alles super und toll.
[IRONIE ON]
Das nenne ich mal einen Produktiven Beitrag. Deine Argumentationen und Beispiele lassen kaum Spielraum für Spekulationen. [IRONIE OFF]
Ich bin ja auch kein USA freund, aber absichtlich, ohne scheinbar ein wort verstanden zu haben was in den Raum zu stellen, dass so aussage kräftig wie ein Käse Brot ist, zeugt von nicht mehr Intelligenz, als das land das du Kritisiert hast.
schrieb am

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