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Alone in the Dark: Trailer 6


Trailer 6
Fazit Alone in the Dark, 18.06.2008:

Wie kann man so einen Einstieg durchwinken? Wie kann man solche Sprachaufnahmen abnehmen? Und wie kann man solche Dialoge schreiben? Ich habe mich auf das gro√üe Comeback eines Klassikers gefreut und wurde herbe entt√§uscht. Erst k√ľrzlich habe ich mit Metal Gear Solid 4 erlebt, was grandiose Regie an Faszination entfachen kann - man fiebert mit, man taucht ab und versinkt in einer glaubw√ľrdigen Spielwelt. Jetzt zeigen die Eden Studios, was grausame Regie an Frustration ausl√∂sen kann - man bleibt emotional kalt, man wird immer wieder durch stupide Spr√ľche rausgerissen und flucht √ľber all das, was sonst noch die Atmosph√§re vernichtet - Trial&Error-Fahrten, KI-Aussetzer und eine Musik, die mir ohne auf die Spannungskurve zu achten einen Tusch nach dem anderen serviert. Das Tragische daran ist, dass dieses Alone in the Dark ja durchaus einige kreative Ideen und Spielmechaniken bietet: Ich mag die Kombinationsvielfalt, die kleinen R√§tseleinlagen, das aktive Kampfsystem und den sinnvollen Einsatz von Physik und Feuer. All das sorgt daf√ľr, dass man zwischendurch Spa√ü im apokalyptischen New York haben kann! Aber f√ľr alles Gute liefert dieses Spiel dann wieder etwas Schlechtes: Die Steuerung ist insbesondere, aber nicht nur auf Wii fummelig, die Kamerafahrten amateurhaft und b√∂se Clippingfehler st√∂ren eine Kulisse, die in ihren besten Momenten vernebelt gruselig, in ihren schlechtesten wie ein bewegtes Wachsfigurenkabinett wirkt. Am Ende bietet dieses Abenteuer zu viel Beliebiges, zu wenig Dramatisches: Man klettert, man l√∂scht, man ballert, man rast, aber das Herz klopft nicht. Aus der versprochenen Wiedergeburt von Alone in the Dark ist trotz guter Ans√§tze und einiger kreativer Ideen letztlich eine Totgeburt geworden. Denn statt spannendem Survival-Horror gibt es einen undefinierbaren Action-Race-Kletter-Kuchen mit viel zu vielen, teilweise schlecht dosierten Zutaten. Hoffentlich war das der letzte Auftritt des Edward "Ich-erschie√ü-dich-pers√∂nlich" Carnby.

Update vom 17. Dezember 2008:

Sorry f√ľr den sp√§ten Nachtest, aber das Weihnachtsgesch√§ft hat uns √ľberrollt. Und Alone in the Dark birgt auch in der "erweiterten" Variante auf PlayStation 3 keine nennenswerten √úberraschungen - sprich: Die Spielerfahrung gleicht der auf Xbox 360 und entt√§uscht damit alle, die auf packenden Survival-Horror gewartet haben. Trotzdem hat sich die Spielmechanik etwas verbessert: Die Kamera ist weiter weg positioniert und erlaubt √ľber den Einsatz des rechten Analogsticks endlich eine freie Rundumsicht, w√§hrend der Blickwinkel auf der Xbox 360 noch an die Schulter gebunden und damit eingeschr√§nkt war. Sind die zickigen Perspektiven damit komplett verschwunden? Nein, manchmal wechselt die Ansicht in die altbekannte Enge; es gibt nur weniger st√∂rende Momente. Au√üerdem l√§sst sich der Held zu Fu√ü als auch in den Vehikeln vom Auto bis zum Motorboot besser steuern, weil sich Letztere etwas schwerer anf√ľhlen. Man kann zudem leichter durch das Inventar navigieren und es gibt eine neue Actionszene auf Schienen. Aber all das kann die gro√üen Schw√§chen in der Dramaturgie nicht aus der Welt schaffen - dazu h√§tte man nicht Steuerung und Benutzeroberfl√§che verfeinern, sondern die ganze Regie √§ndern m√ľssen. Unterm Strich gewinnt die PlayStation 3 mit den Fortschritten jedoch knapp das plattforminterne Rennen um ein Prozentp√ľnktchen. Wer echten Weihnachtshorror sucht, sollte sich allerdings Dead Space kaufen oder in irgendeiner Gl√ľhweinzone mit der ganzen Familie shoppen gehen.



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