Total War: Three Kingdoms - Test, Strategie, PC - 4Players.de

 

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Total War: Three Kingdoms (Strategie) von Sega
Großer Ärger im alten China
Strategie
Entwickler: Creative Assembly
Publisher: Sega
Release:
23.05.2019
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ab 46,99€

ab 54,99€
Spielinfo Bilder Videos
Wie heißt der Kaiser von China? Genau diese Frage versuchen die "drei Reiche" bei Total War: Three Kingdoms mit Waffengewalt auf dem Schlachtfeld zu beantworten. Gelingt den Briten von The Creative Assembly die Rückkehr zum historischen Schlachtgemälde oder enttäuscht der Ausflug in die chinesische Antike?

Der Kaiser ist tot, lang lebe der Kaiser! 
China befindet sich in Aufruhr. Um 200 nach Christus tobt am Gelben Fluss eine brutale Auseinandersetzung zwischen den drei Teilreichen der Wu, Wei und Chu, die nach dem blutigen Ende der Han-Dynastie erneut vor einer Ära des Konfliktes stehen. Warlords greifen nach der Macht, lokale Fürsten versuchen ihren Anspruch auf den Kaiaserthron mit dem Sieg auf dem Schlachtfeld zu untermauern und im Aufstand der gelben Turbane erheben sich Bauern und Arbeiter gegen ihre Herren. 
Diese so genannte „Zeit der drei Reiche“ ist die berühmteste Periode der chinesischen Antike. Und die romantisierte Rezeption dieses großen Konfliktes, der erst 280 n.Chr. mit der Gründung der Jin-Dynastie endete, ist ein sprudelnder Quell von Heldensagen und epischer Schlachtgeschichten, bei der vor allem die mit scheinbar übermenschlichen Kräften gesegneten Heerführer im Mittelpunkt der Erzählungen stehen. Total War: Three Kingdoms ist dabei nicht das erste Videospiel, das sich mit dieser Zeit beschäftigt: Auch die Musou-Action der Dynasty-Warriors-Reihe inszeniert dort Massen-Kloppereien mit historischen Helden und Anführer wie Liu Bei oder Cao Cao. 
The Creative Assembly hat sich bei der Gestaltung des aktuellen Total War an genau dieser Romantisierung jener Ära orientiert und rückt die Verklärung mit dem neuen Romance-Modus in den Fokus. Standen bei den bisherigen historischen Ablegern vor allem die Nationen und Fraktionen im Vordergrund, sind es in China nun die Anführer, die, ähnlich wie bei den Fantasy-Schlachten der Warhammer-Reihe, als starke Einzelkämpfer porträtiert werden. Die Helden führen zudem keine komplette Armee, sondern nur noch ein sechs Formationen starkes Gefolge in die Schlacht, dessen Einheiten von ihrem Heerführer abhängen – so können nur bestimmte Anführer z.B. Kavallerie, Speerträger oder Bogenschützen-Formationen ausheben. Für Armeen mit schlagkräftiger Schere-Stein-Papier-Aufstellung müssen so bis zu drei unterschiedliche Helden zusammen mit ihrem Gefolge ins Gefecht ziehen. 
Die kulturelle Barriere 
Am Spielprinzip der Reihe ändert sich aber auch in China wenig. Typisch Total War zieht man mit seinen Armeen über eine gigantische Weltkarte, errichtet in seinen Siedlungen Gebäude, verbessert Einrichtungen, hebt Armeen aus und managt Familie, Fraktion, Diplomatie und den neuen Spionage-Bildschirm, der die nervigen Agenten frühere Teile adäquat ersetzt. Schlachten werden im typischen 3D-Ablauf geschlagen, in dem man die Kontrolle über tausende Krieger übernimmt, die in großen Formationen aufeinandertreffen. So weit, so wie immer, auch wenn im alten China die Heerführer mit komplexeren Fähigkeitenbäumen, umfangreicheren Ausrüstungs-Slots und frischen Beziehungsgeflechten, die ihre Laune und damit ihre Effizienz beeinflussen, stärker im Fokus der Mechanik stehen.       
Doch das eigentliche Problem entsteht für mich bei Total War: Three Kingdoms schon deutlich früher. Durch meine stark westlich geprägte historische Bildung, welche die kulturellen und zivilisatorischen Errungenschaften in Fernost gerne großzügig ausspart, ist die Zeit der drei Königreiche für mich ein schwarzes Wissens-Loch. Liu Bei, Cao Cao, Lü Bu? Wei, Wu, Chu? Youbeiping, Youzhou, Liaoxi? Die ungewohnte Phonetik der chinesischen Namen, das bestenfalls rudimentäre Wissen über die Topographie des gigantischen Kaiserreiches um 200 und stilistisch viel zu ähnliche Charakter-Porträts und Fraktions-Flaggen führten in den ersten zehn Stunden zu einer anhaltenden Verwirrung. 
Dazu kommt gerade in der Anzeige der Diplomatie-Ereignisse eine fürchterlich unübersichtliche Darstellung. Wer hat mir da grade den Krieg erklärt? War ich mit diesem Reich nicht gerade noch verbündet? Und wer zur Hölle ist dieser Typ?  Wäre nicht alleine schon die Orientierung auf der riesigen Karte eine Herausforderung, führt die fehlende visuelle Unterscheidbarkeit der Fraktionen zu einem Wust aus Missverständnissen. Es ist vor allem das etwas unglückliche Artdesign, dass mich stolpern lässt. Wenn sich die Anführer zweier Fraktionen nur durch einen Umlaut unterscheiden, dann sollte es doch mehr als nur ein anderer Bart im Porträt sein, der eine Unterscheidung zwischen Freund und Feind zulässt.
Der Kaiser ist tot, lang lebe der Kaiser! 

China befindet sich in Aufruhr. Um 200 nach Christus tobt am Gelben Fluss eine brutale Auseinandersetzung zwischen den drei Teilreichen der Wu, Wei und Chu, die nach dem blutigen Ende der Han-Dynastie erneut vor einer Ära des Konfliktes stehen. Warlords greifen nach der Macht, lokale Fürsten versuchen ihren Anspruch auf den Kaiaserthron mit dem Sieg auf dem Schlachtfeld zu untermauern und im Aufstand der gelben Turbane erheben sich Bauern und Arbeiter gegen ihre Herren. 

Diese so genannte „Zeit der drei Reiche“ ist die berühmteste Periode der chinesischen Antike. Und die romantisierte Rezeption dieses großen Konfliktes, der erst 280 n.Chr. mit der Gründung der Jin-Dynastie endete, ist ein sprudelnder Quell von Heldensagen und epischer Schlachtgeschichten, bei der vor allem die mit scheinbar übermenschlichen Kräften gesegneten Heerführer im Mittelpunkt der Erzählungen stehen. Total War: Three Kingdoms ist dabei nicht das erste Videospiel, das sich mit dieser Zeit beschäftigt: Auch die Musou-Action der Dynasty-Warriors-Reihe inszeniert dort Massen-Kloppereien mit historischen Helden und Anführer wie Liu Bei oder Cao Cao.

China ist ein gigantischer, unverbrauchter Schauplatz - mit kulturellen Hürden.
China ist ein gigantischer, unverbrauchter Schauplatz - mit kulturellen Hürden.
The Creative Assembly hat sich bei der Gestaltung des aktuellen Total War an genau dieser Romantisierung jener Ära orientiert und rückt die Verklärung mit dem neuen Romance-Modus in den Fokus. Standen bei den bisherigen historischen Ablegern vor allem die Nationen und Fraktionen im Vordergrund, sind es in China nun die Anführer, die, ähnlich wie bei den Fantasy-Schlachten der Warhammer-Reihe, als starke Einzelkämpfer porträtiert werden. Die Helden führen zudem keine komplette Armee, sondern nur noch ein sechs Formationen starkes Gefolge in die Schlacht, dessen Einheiten von ihrem Heerführer abhängen – so können nur bestimmte Anführer z.B. Kavallerie, Speerträger oder Bogenschützen-Formationen ausheben. Für Armeen mit schlagkräftiger Schere-Stein-Papier-Aufstellung müssen so bis zu drei unterschiedliche Helden zusammen mit ihrem Gefolge ins Gefecht ziehen.

Die kulturelle Barriere

Am Spielprinzip der Reihe ändert sich aber auch in China wenig. Typisch Total War zieht man mit seinen Armeen über eine gigantische Weltkarte, errichtet in seinen Siedlungen Gebäude, verbessert Einrichtungen, hebt Armeen aus und managt Familie, Fraktion, Diplomatie und den neuen Spionage-Bildschirm, der die nervigen Agenten frühere Teile adäquat ersetzt. Schlachten werden im typischen 3D-Ablauf geschlagen, in dem man die Kontrolle über tausende Krieger übernimmt, die in großen Formationen aufeinandertreffen. So weit, so wie immer, auch wenn im alten China die Heerführer mit komplexeren Fähigkeitenbäumen, umfangreicheren Ausrüstungs-Slots und frischen Beziehungsgeflechten, die ihre Laune und damit ihre Effizienz beeinflussen, stärker im Fokus der Mechanik stehen.

Wie immer wechselt die Strategie zwischen Kampagnenkarte und 3D-Schlachten.
Wie immer wechselt die Strategie zwischen Kampagnenkarte und 3D-Schlachten.
Doch das eigentliche Problem entsteht für mich bei Total War: Three Kingdoms schon deutlich früher. Durch meine stark westlich geprägte historische Bildung, welche die kulturellen und zivilisatorischen Errungenschaften in Fernost gerne großzügig ausspart, ist die Zeit der drei Königreiche für mich ein schwarzes Wissens-Loch. Liu Bei, Cao Cao, Lü Bu? Wei, Wu, Chu? Youbeiping, Youzhou, Liaoxi? Die ungewohnte Phonetik der chinesischen Namen, das bestenfalls rudimentäre Wissen über die Topographie des gigantischen Kaiserreiches um 200 und stilistisch viel zu ähnliche Charakter-Porträts und Fraktions-Flaggen führten in den ersten zehn Stunden zu einer anhaltenden Verwirrung.

Dazu kommt gerade in der Anzeige der Diplomatie-Ereignisse eine fürchterlich unübersichtliche Darstellung. Wer hat mir da grade den Krieg erklärt? War ich mit diesem Reich nicht gerade noch verbündet? Und wer zur Hölle ist dieser Typ?  Wäre nicht alleine schon die Orientierung auf der riesigen Karte eine Herausforderung, führt die fehlende visuelle Unterscheidbarkeit der Fraktionen zu einem Wust aus Missverständnissen. Es ist vor allem das etwas unglückliche Artdesign, dass mich stolpern lässt. Wenn sich die Anführer zweier Fraktionen nur durch einen Umlaut unterscheiden, dann sollte es doch mehr als nur ein anderer Bart im Porträt sein, der eine Unterscheidung zwischen Freund und Feind zulässt.

Kommentare

sSaT schrieb am
Wortgewandt hat geschrieben: ?
Heute 09:19
Sevulon hat geschrieben: ?
17.05.2019 15:11
Althalus hat geschrieben: ?
17.05.2019 13:44
Mir persönlich macht es jedoch Probleme, vor allem beim Aussprechen oder Hören die Namen auseinander zu halten.
Das geht nicht nur dir so und die Chinesen scheinen sich der Problematik auch durchaus bewusst zu sein, weshalb mittlerweile quasi jeder auch einen westlichen (selbstgewählten) Namen trägt. Von meinen Kollegen in unserer Tochterfirma in Shanghai stellt sich bspw. niemand als Zhang Wei, Li Lee oder Su Shi vor, sondern als George, Stella, Linda etc. obwohl sie alle Chinesen sind.

Ok, das ist absolut bescheuert. :) In welchem Unternehmen arbeitest du, dass sich Menschen anderer Kulturen derart unterwerfen und anpassen sollen, damit die westliche Herrscherrasse klarkommt? Und wenn du mir jetzt sagst, dass das mittlerweile Usus in den Unternehmen ist, dann ... hm ... fehlen wir die Worte und ich schäme mich für unseren Kulturkreis.
Die haben sich angepasst, weil ihre Kollegen aus der "Hauptfirma" Schwierigkeiten hatten.
Sowas nennt sich Rücksichtnahme und ist vermutlich auch produktivitätsfördernd. In anderen Worten, die hatten vermutlich keinen Bock mehr, dass sich die Kollegen dauernd verhaspeln. Chinesen ticken da vermutlich nicht so wie wir im Westen mittlerweile und heulen rum, sondern wollen, dass die Angelegenheit vorankommt.
Zum Spiel: Setting habe ich durchaus Interesse dran. Ich werde sicherlich auch unter den selben "rassistischen" (lol) Problemen leiden wie viele andere auch, aber ich finde China sehr interessant.
Leider habe ich mittlerweile auch ein bisschen die Schnauze voll von CA. Seit Jahren tut sich fast nichts bei den Spielen. KI wird wieder Scheiße sein, die Engine bringts schon lange nicht mehr, und gegen Endgame-Langeweile haben die immer noch nichts gefunden. Kann mich nicht erinnern, wann ich mal eine TW-Partie wirklich bis zum absoluten Sieg gespielt habe.
Wortgewandt schrieb am
Sevulon hat geschrieben: ?
17.05.2019 15:11
Althalus hat geschrieben: ?
17.05.2019 13:44
Mir persönlich macht es jedoch Probleme, vor allem beim Aussprechen oder Hören die Namen auseinander zu halten.
Das geht nicht nur dir so und die Chinesen scheinen sich der Problematik auch durchaus bewusst zu sein, weshalb mittlerweile quasi jeder auch einen westlichen (selbstgewählten) Namen trägt. Von meinen Kollegen in unserer Tochterfirma in Shanghai stellt sich bspw. niemand als Zhang Wei, Li Lee oder Su Shi vor, sondern als George, Stella, Linda etc. obwohl sie alle Chinesen sind.

Ok, das ist absolut bescheuert. :) In welchem Unternehmen arbeitest du, dass sich Menschen anderer Kulturen derart unterwerfen und anpassen sollen, damit die westliche Herrscherrasse klarkommt? Und wenn du mir jetzt sagst, dass das mittlerweile Usus in den Unternehmen ist, dann ... hm ... fehlen wir die Worte und ich schäme mich für unseren Kulturkreis.
Sarkasmus schrieb am
Marobod hat geschrieben: ?
17.05.2019 12:33
Und weshalb? Weil ich menschen schon immer unterscheiden konnte? Weil ich mich um meine Umgebung kuemmerte? Ich mag nen Interesse an Asien haben, aber das reicht nicht aus um zu sagen : "Ja , aber ..." Es ist einfach nur bequem oder faul und irgendwie auch rassistisch zu behaupten,"die sehen alle gleich aus" Merkwuerdigerweise erkennen mich auch Asiaten wieder,mit denen ich nur selten zu tun habe und kommen direkt auf mich zu. So einfach lasse ich keinen vom Haken,nicht bei solch rassistischer Aussage.
Ganz ehrlich, wenn ein Indonesier und ein Philippiner vor mir stehen würden und sie mir nicht sagen würden, aus welchem Land sie sind.Würde ich rein vom äußerlichen, nicht erkennen aus welchem Land sie sind oder ggf sogar aus dem gleichen Land sie kommen.
Wenn ein Koreaner, Japaner und Chinese in einer Bar zusammen was trinken und du würdest mir sagen, dass alle 3 aus dem gleichen Land kommen, ich würde es dir sofort glauben.
Ich sag jetzt nicht das alles gleich aussehen, aber ich könnte jetzt auch nicht sagen Asiaten aus verschiedenen Länder vom rein äußerlichen Unterscheiden zu können.
qkiazd schrieb am
Veteran of Gaming hat geschrieben: ?
Gestern 01:14

Wo ist da etwas rassistisches? 8O
Also bitte ! Heutzutage ist es schon rassistisch braune Schuhcreme zu verwenden und sexistisch sich nicht selber den Schnidel zu stutzen. Also bitte bei jedem SJW Blödsinn artig stramm stehen und betroffen nach unten gucken oder hirnlosen Unfug von SJW Trollen einfach ignorieren, es ist genauso weltfremder Blödsinn, wie bei AFD & Co. Trollen. :roll:
Ich habe schon Schwierigkeiten Chinesen von anderen Asiaten (Ausnahme Japaner) zu unterscheiden. Sinnvolle Beiträge und SJW Dünnschiss kann ich dagegen mittlerweile sehr gut unterscheiden. :lol: :mrgreen:
Bin absolut bei dir.
Man muss nur googeln "warum sehen alle Asiaten gleich aus" um zu sehen, dass die Asiaten mit Europäern die gleichen Probleme haben. Dies bekommt Marabod nur nicht mit, da er eine Asiatin als Partnerin hat, welche er reglmässig um sich hat, die ihm von ihren Alltagsproblemen vielleicht auch von Akzeptanz erzählt und er vmtl. auch öfters die Verwandschaft in Asien besucht.
Man muss nicht immer gleich ein Rassist sein, nur weil man mit etwas nicht gleich zurechtkommt.
Ich fand die Oberfläche des Spiels übrigens optisch toll, auch wenn sie etwas zu verschachtelt ist.
Veteran of Gaming schrieb am

Wo ist da etwas rassistisches? 8O
Also bitte ! Heutzutage ist es schon rassistisch braune Schuhcreme zu verwenden und sexistisch sich nicht selber den Schnidel zu stutzen. Also bitte bei jedem SJW Blödsinn artig stramm stehen und betroffen nach unten gucken oder hirnlosen Unfug von SJW Trollen einfach ignorieren, es ist genauso weltfremder Blödsinn, wie bei AFD & Co. Trollen. :roll:
Ich habe schon Schwierigkeiten Chinesen von anderen Asiaten (Ausnahme Japaner) zu unterscheiden. Sinnvolle Beiträge und SJW Dünnschiss kann ich dagegen mittlerweile sehr gut unterscheiden. :lol: :mrgreen:
schrieb am

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