LUNA - The Shadow Dust - Test, Adventure, Nintendo Switch

 

Test: LUNA - The Shadow Dust (Adventure)

von Jan Wöbbeking



LUNA - The Shadow Dust (Adventure) von Application Systems Heidelberg / Coconut Island Games
Zauberhafter Turm
Entwickler:
Release:
13.02.2020
13.02.2020
13.02.2020
22.10.2020
Erhältlich: Digital (GOG, Steam, App Store (iOS))
Erhältlich: Digital (GOG, Steam, App Store (iOS))
Spielinfo Bilder Videos
Ein hell erleuchteter Mond, ein mysteriöser Turm und ein kleiner Junge mit Hasenohrmütze auf wichtiger Mission: LUNA - The Shadow Dust sorgt mittlerweile auch auf der Switch für entspannte Knobelstimmung. Bereits auf dem PC wusste das fantastievolle Point-and-Click-Adventure mit seinem bezaubernden Grafikstil zu begeistern. Kann die Switch-Umsetzung die Atmosphäre ebenso einfangen? Das erfahrt ihr im Test.

Geheimnisvolle Reise zur Turmspitze

In dunkler Nacht fällt ein kleiner Junge wie leblos vom Himmel. Kurz bevor er den Boden berührt, erreicht ihn eine blaue Flamme, die ihn umhüllt und vorsichtig nach unten trägt. Der Junge erwacht und folgt der Flamme zu einer ungewöhnlichen Tür. Er öffnet sie und betritt damit einen Turm, dessen Räume voller Rätsel stecken. Mit dieser Prämisse begann bereits im Februar auf dem PC seine außergewöhnliche Reise zur Turmspitze. Auch in der Switch-Umsetzung verlangt jedes seiner Zimmer das Lösen eines Rätsels. Die ersten Hindernisse überwindet die Hauptfigur problemlos allein.

Doch nach kurzer Zeit wird ihm ein niedliches Katzentier an die Seite gestellt, das ihn als spielbarer Charakter begleitet und neue Wege eröffnet. Kisten müssen verschoben, Musik kreiert und unterschiedliche Jahreszeiten genutzt werden, um sich so Tür für Tür, Treppe für Treppe nach oben durchzuschlagen. Dabei lässt sich in den detailreichen Räumen viel entdecken, jedoch nur mit dem Notwendigsten interagieren. Auch auf ein Inventar oder unterschiedliche Interaktionsmöglichkeiten wurde verzichtet. Rätsel lassen sich nur innerhalb eines Raumes lösen und sind dann auch endgültig abgeschlossen. Mehr inhaltliche Feinheiten bespricht der Test des PC-Originals, hier konzentrieren wir uns darauf, wie gelungen das Adventure für Nintendos Hybrid-System umgesetzt wurde.

Rührend, aber ohne Berührung

Wheeze the juice!
Schalter, Rad und Kätzchen-Plateau: An dieser Saftpresse erscheinen diverse Interaktionmöglichkeiten, zu denen man teils in Trippelschritten mit dem Steuerkreuz schreitet.
Eine vertane Chance ist der fehlende Touchscreen-Support, obwohl das PC-Original mit der Maus gesteuert wird - und obwohl die Entwickler einst eine Touch-Bedienung für die Umsetzung andeuteten. Stattdessen wurden die Eingaben etwas umständlich auf Stick, Knöpfe und Steuerkreuz (für feine Schritte) umbelegt. Neuerdings werden Hauptfigur und Kugelkatze nämlich direkt gesteuert. In der Nähe von Interaktionsmöglichkeiten erscheinen kleine Hotspot-Symbole. Zwischen ihnen wechselt man zum Teil, indem zusätzlich die ZL-Taste gehalten wird. Nach einigen Minuten Gewöhnung kommt man ins System hinein; diese Art der Umsetzung ist trotzdem ein wenig schade, da das Original auch bei der Steuerung von seiner schlichten Eleganz profitierte.

Allgemein wirken die filigranen Zeichnungen und Symbole auf dem Schirm der Switch zunächst ein wenig winzig, was aber schon nach kurzer Zeit kaum noch negativ auffällt. Auf einem 4K-Fernseher mit 65 Zoll Diagonale sieht die hübsch gezeichnete Kulisse in 1080p allerdings noch erfreulich scharf aus.

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