The Callisto Protocol - Test, Action-Adventure, PlayStation 5

 

Test: The Callisto Protocol (Action-Adventure)

von Boris Connemann



The Callisto Protocol: Das brutalste Spiel aller Zeiten?
Das brutalste Spiel aller Zeiten?
Release:
02.12.2022
02.12.2022
02.12.2022
02.12.2022
02.12.2022
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Bereits im Vorfeld brüsteten sich die neu gegründeten Striking Distance Studios damit, mit The Callisto Protocol eines der gruseligsten Spiele aller Zeiten erschaffen zu wollen. Das große Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr, denn Firmengründer Glen Schofield war einer der treibenden Kräfte, die es möglich gemacht haben, dass Dead Space im Jahr 2008 unter der Flagge von EA erschien. Bei vielen Horror-Fans hat die monströs gute Raumstation-Horror-Hatz bis heute einen festen Platz im schwarzen Herz. Nach dem Aus der Serie hat Kreativ-Direktor Schofield seine besten Leute, namentlich sind das Animator Chris Stone, Entwicklungs-Chef Steve Papoutsis und das Technik-Ass Mark James einfach in das neue Studio mitgenommen. Für das wichtige Sound-Design kam Hollywood-Tonspezialist David Farmer (Ant-Man, King Kong, Avengers: Endgame) dazu. Mit diesen gebündelten Kräften und rund 100 Mitarbeitern entstand in etwas mehr als nur drei Jahren der geistige Nachfolger der Dead Space Serie unter der Schirmherrschaft von Krafton. Kann The Callisto Protocol in die großen Fußstapfen treten, die Isaac Clark einst an Bord der Ishimura hinterlassen hat? Hier kommt der spoilerfreie Test zum neuen Horror-Spiel.

Ein Tag zum Vergessen


Nach einem System-Ausfall stürzt Jacob Lee mit seinem Raumfrachter auf den Mond Callisto zu.
Nach einem System-Ausfall stürzt Jacob Lee mit seinem Raumfrachter auf den Mond Callisto zu.
Für den erfahrenen Frachtpiloten Jacob Lee sollte es der letzte, äußerst lukrative Auftrag vor dem Müßiggang sein. Einfach eine Kiste Medikamente transportieren, abliefern und sich die Taschen mit Callisto Credits vollstopfen – hört sich in der Tat nach einer ganz einfachen Sache an. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Durch einen unglücklichen Zwischenfall an Bord des rostigen Raumfrachters geht es geradewegs in Richtung der Oberfläche des lebensfeindlichen Jupiter-Mondes Callisto – und zwar im Absturz-Modus. Der tote Mond ist die Heimat für das Super-Max-Gefängnis Black Iron, aus dem es kein Entkommen gibt. Für Jacob kommt es nach dem Einschlag noch dicker, eine Patrouille unter der Leitung des sadistisch-herrischen Einpeitschers Corporal Ferris schmeißt den gebeutelten Piloten direkt in eine der schmutzigen Zellen des Riesenknasts. Dass dies erst der Anfang eines rund zwölfstündigen Albtraums für Jacob und den geneigten Spieler am Gamepad sind, wird schneller klar, als einem lieb sein kann. Immer noch von einem chirurgischen Eingriff benommen, wacht Jacob in seiner Zelle auf und traut seinen Augen und Ohren nicht: Überall lodern kleine oder größere Feuer, aus der Ferne gellen markerschütternde Schreie und zutiefst verzweifelte Rufe durch die Dunkelheit, die nur vom Licht der Scheinwerfer des Wachturms durchdrungen wird. Dank eines schwer angeschlagenen Sicherheitssystems kann Jacob die Zellentür einfach zur Seite schieben, er hat nur einen Gedanken: Raus hier! Und zwar so schnell, wie möglich.

Der Abgrund starrt zurück


Vom eingeatmeten Rauch hustend, stolpert Jacob durch das ihn umgebende Chaos, das wie die schlimmste  
Jeder Schritt sollte mit Bedacht gewählt werden, da hinter allen Ecken der Tod lauern kann.
Jeder Schritt sollte mit Bedacht gewählt werden, da hinter allen Ecken der Tod lauern kann.
Version des ersten Kreises der Hölle wirkt – ihm wird schnell bewusst, dass Flammen, zuckend vor sich hin stammelnde und meist funktionsunfähige Sicherheitsroboter sein kleinstes Problem darstellen. Die meisten der einstigen Knast-Kollegen sind augenscheinlich dem Wahnsinn verfallen, stürzen sich auf wimmernde Überlebende, um ihnen das Gesicht vom Schädel zu reißen, die Gliedmaßen vom Körper zu trennen, sich in ihren Eingeweiden zu suhlen – oder alles zusammen. Natürlich bleibt auch Jacob nicht von den Angriffen der oft schnellen und blutgierigen Einst-Menschen verschont, kann aber ganz gut mit einem angespitzten Brecheisen – das später durch einen durchschlagskräftigen Elektro-Schock-Stab ersetzt wird – umgehen. Auch die Bar-Fights in seiner Jugend machen sich jetzt bezahlt: Per R2-Taste holt Jacob zu einem Schlag aus, der den monströsen Jungs die Glocken im aufgeweichten Hirn erklingen lässt. Gelingt es ihm, alle Schläge einer Serie durchzubringen, geben die frühen Gegner klein bei und dazu auch gerne einen Arm, ein Bein oder den halben Kopf ab.

Meist sind die blutigen Burschen ebenso schnell mit dem Austeilen. Mit dem entsprechenden Können des Spielers am Gamepad ist Jacob aber in der Lage wie ein Box-Profi unter den Schlägen hindurchzutauchen oder einen Teil des eingehenden Schadens abzublocken. Dafür wird der linke Stick entweder nach rechts, links oder nach hinten gezogen, das Zeitfenster für dieses Manöver ist recht großzügig, dennoch fängt man sich des Öfteren die ein oder andere Schelle ein. Die Defensiv-Manöver können nicht als Trockenübung studiert werden, nur im 1:1 gegen einen Feind sind die Eingaben wirksam. Eine Anzeige im Nacken von Jacob gibt jederzeit Auskunft über den Stand der Lebensenergie, im roten Bereich genügen ein oder zwei Treffer und der Spieler wird Zeuge der widerwärtigsten und gleichzeitig wunderbarsten Todesanimationen, die es jemals in einem Third-Person-Shooter zu sehen gab. Selbst erfahrenen Horror-Freaks dürfte ob der gezeigten Szenen nicht nur einmal die Kinnlade aus dem Gesicht fallen – während Jacob das Gleiche oder weit Schlimmeres widerfährt. Nicht selten ertappt man sich dabei, dass ein neuer Gegner-Typ erst einmal in aller Ruhe die Früchte seine Metzger-Ausbildung an der Spielfigur abspulen darf, damit auch keine der zahlreichen und extrem blutigen Maßnahmen verpasst wird. Und das zurecht, denn der teuflische Spaß, den die Entwickler bei der Erstellung der optisch überzeugenden und in aller Härte dargestellten Tötungs-Varianten wohl hatten, ist förmlich zu spüren. Nicht zuletzt dienen die brachialen Kills dazu, dem Spieler noch mehr Angst einzujagen als er sowieso schon hat. Woher die kommt? Nun ja, die Grafiker, Animatoren und auch die Sound-Designer haben in The Callisto Protocol einen unglaublich guten und absolut preisverdächtigen Job abgeliefert.
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Kommentare

MENSCHENFEIND86 schrieb am
Dachte ich mir.
Danke für die schnelle Antwort ?
Mal was positives: die englische synchro ist wirklich gut gelungen und ich wundere mich das die Grafikabstriche im Performance Modus trotz meines Oled Tvs nicht allzu sehr auffallen. Trotzdem ist der Season Pass gleich zum Start eine Frechheit. Hätte eigentlich gerne den Wellen Modus gespielt aber sehe nicht ein so ein Prozedere zu unterstützen. Lasse mich schon genug von der Spieleindustrie melken aber verar..... lass ich mich dann doch nicht allzugerne ?
greenelve schrieb am
MENSCHENFEIND86 hat geschrieben: ?23.01.2023 22:13 neues Spiel+. Kam das jetzt in den letzten Tagen durch ein Update hinzu oder hat sich mein Spiel einfach nur seltsam aufgehangen? Ich kanns leider nicht sagen?
Ja ist neu per Patch.
MENSCHENFEIND86 schrieb am
Muss mich verbessern.
Habe das Spiel gerade nochmal gestartet um die Englische synchro und den Permonance Modus zu testen. Jetzt erscheint plötzlich doch ein neues Spiel+. Kam das jetzt in den letzten Tagen durch ein Update hinzu oder hat sich mein Spiel einfach nur seltsam aufgehangen? Ich kanns leider nicht sagen?
MENSCHENFEIND86 schrieb am
Sooo, dann schreibe ich mal meinen ersten Kommentar hier beim neuen 4Players.
Hab das Spiel vor kurzem abgeschlossen und kann diese Wertung absolut nicht nachvollziehen. War absolut kein schlechtes Spiel. Vor allem die Grafik und der Gore Faktor hat voll überzeugt. Jetzt kommt aber das grosse ABER und für mich ist absolut nicht nachvollziehbar warum ein angeblicher Spiele Redakteur darauf nicht eingeht bzw einen sogar zum sofortigen kauf animieren will. Und zwar war ich bitter enttäuscht als ich merkte das ich ohne den absolut überteuerten und wohl gleich nach Spielstart erhältlichen Season Pass gar nicht das volle Spielergebniss hatte. Es gibt Nicht mal ein neues Spiel+. Fühle mich ziemlich abgezockt und werde das Spiel sofort wieder verkaufen da ich mit Season Pass sonst 110? ausgeben würde.
Und Dead Space war definitiv in allen Bereichen besser bis auf den Nahkampf und der Zeit geschuldeten Grafik.
herrgottsaggrament schrieb am
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Was erwartest du heutzutage....der Typ vor dir hat die plausiblen räume gelobt....plausible räume!!!!! Er ist bestimmt Fakir und schläft auf Stacheln.
[/quote]
Ich erwarte mir heutzutage gar nichts mehr, bei dem Bockmist der fabriziert wird - 90% Kinderkram, Remakes ohne Ende die schlecht umgesetzt werden bis auf wenige, Verschiebungen ohne ende, endlose Ankündigungen um Laune zu machen,
Neue Games die hauptsächlich auf Grafik setzen, die verbuggt sind und, oder keinen Inhalt bieten und und und ...
Ich erwarte mir gar nichts, ich warte nur, bis ein Top Entwickler mal ein gutes Game bringt und das kann dauern, bei der Entwicklungszeit.
Ich erwarte mir nichts, da hast du was falsch verstanden. Ich sehe nur wie eine Game-Schwemme den Markt mit Mist überflutet, stelle fest und hab meine Meinung dazu.
Glücklicherweise gibt es Entwickler - die ich an einer Hand abzählen kann - die g'scheites Zeug machen und gute Arbeit leisten. Auf diese kann man sich verlassen ohne irgendwelche Gameplay-Vids zu sehen, die alles über ein Game sagen.
schrieb am