Resident Evil 4 - Test, Action, Nintendo Switch - 4Players.de

 

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Resident Evil 4 (Action) von Capcom / Ubisoft (PC)
Ein Meilenstein des Survival-Horrors
Survival-Horror
Entwickler: Capcom
Release:
kein Termin
23.03.2005
12.07.2009
15.08.2010
15.07.2009
kein Termin
30.08.2016
21.05.2019
15.01.2010
30.08.2016
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ab 11,16€
Spielinfo Bilder Videos
Capcom verwandelt die Switch gerade in ein muffeliges Zombie-Paradies: Neben den technisch überholten Neuauflagen von Resident Evil und dem inhaltlichen Sequel Resident Evil Zero bringt man mit Resident Evil 4 auch den Klassiker auf die Nintendo-Konsole, der 2005 eine wichtige Zäsur innerhalb der Reihe markierte. Wir haben Leon S. Kennedy ein weiteres Mal begleitet...

Zeitloser Klassiker?

Warum Resident Evil 4 mit seinen mechanischen Veränderungen so wichtig für die Reihe gewesen ist und was Leon bei seinem Trip nach Südeuropa alles erwartet, erfährt man in Jörgs Test der Gamecube-Version. Hier soll es in erster Linie darum gehen, wie die Umsetzung für Switch ausgefallen ist, die auf den Remaster für PS4 und Xbox One basiert, die Mathias in seinem Nachtest unter die Lupe genommen hat.

Wie schon bei den anderen Umsetzung ist Capcom auch bei Resident Evil 4 die Portierung auf Switch generell geglückt. Zwar erkennt man vor allem beim Spielen am Fernseher bei manchen Texturen immer noch Spuren des ursprünglichen Ausgangsmaterials, das mittlerweile fast 15 Jahre auf dem Buckel hat. Aber da der Titel damals mit einer phänomenalen Kulisse glänzte, kann sich die Grafik auch heute noch sehen lassen und wirkt längst nicht so veraltet wie bei anderen Spielen aus dieser Zeit. Dazu tragen selbstverständlich auch die leichten HD-Verschönerungsmaßnahmen bei, doch darf man einfach kein aufwändiges Remake im Stil von Resident Evil 2 erwarten, das quasi von Grund auf modernisiert wurde. Dafür wirken manche Texturen dann doch etwas zu grob und die überwiegend flüssige Darstellung kommt in manchen Arealen ebenfalls an ihre Grenzen. Eindrucksvoller wirkt die Umsetzung für mich im Handheld-Modus: Durch den kleineren Bildschirm fallen die grafischen Alterserscheinungen weniger auf. Dazu wirkt alles deutlich schärfer und die Farben kommen kräftiger rüber. In beiden Modi erfolgt die Darstellung übrigens im 16:9-Format, das erst bei der späteren PS2-Umsetzung angeboten wurde. Das GameCube-Original bot nur ein 4:3-Bild.

Da fehlt doch was

Dass die Switch-Version auf der technisch besseren PS4-/One-Fassung und nicht der Wii-Umsetzung basiert, bringt aber nicht nur Vorteile mit sich. Denn ein entscheidendes Feature fehlt dadurch: die Bewegungssteuerung! Auf Wii konnte man auf Wunsch noch mit dem Messer fuchteln oder einem Pointer zielen, wodurch sich der Spielverlauf erfreulich frisch angefühlt hat. Man stelle sich vor, Capcom hätte auch für die Switch-Version diese optionale Bewegungssteuerung implementiert, die mit den Joy-Cons ohne Zweifel noch präziser ausgefallen wäre als bei der Vorlage. Leider hat man diesen Mehraufwand nicht betrieben, doch besteht zumindest noch ein kleines Fünkchen Hoffnung, dass das Feature per Patch nachgereicht wird. Davon abgesehen hätte die Sensibiliät der Steuerung bei Kameraschwenks oder der Bedienung des Fernglases etwas geringer ausfallen dürfen.

Der Zahn der Zeit


Obwohl Resident Evil 4 heute als Meilenstein gilt, sollte man aber nicht vergessen, dass es spielmechanisch ein paar Altlasten mit sich herum schleppt, die man heute nur schwer akzeptieren kann und teilweise auch damals schon störten. So ist es u.a. nicht möglich, sich mit gezogener Waffe zu bewegen, denn zum Zielen und Schießen muss man an einem Fleck verharren. Das trägt zwar wunderbar zur Panik bei, wenn von allen Seiten Gegner auf einen zuströmen, wirkt aber nicht mehr zeitgemäß. Gleiches gilt für den übermäßigen Einsatz von Reaktionstests und hektischem Knopfgehämmer. Nicht zu vergessen die damals schon nervige Babysitter-Sniper-Sequenz, bei der man Ashley beschützen muss. Für mich erwies sich damals außerdem der mysteriöse Händler mit seiner Auswahl an Waren als Immersions-Killer. Fragwürdig erschien mir auch, dass abgeschossene Krähen Granaten oder andere Gegenstände hinterließen, die auch noch mit einer farbigen Aura auf sich aufmerksam machten.

Dem gegenüber standen jedoch abwechslungsreiche Schauplätze, eine packende Atmosphäre und mitunter großartige sowie spektakulär inszenierte Bosskämpfe. Dass Action hier stärker im Vordergrund steht als bei vorherigen Teilen konnte man schon damals akzeptieren, zumal es als Kontrast immer noch genügend ruhige Momente für die leichten Rätseleinlagen und Erkundung gibt.

Kommentare

Heinz-Fiction schrieb am
Zu Gamecubezeiten war RE4 für mich lange Zeit das beste Spiel überhaupt. Aber damals war ich halt auch noch nicht mal alt genug, das Spiel überhaupt spielen zu dürfen. Die Ansprüche haben sich verändert. Ich hab RE4 aus Nostalgiegründen letztens nochmal komplett durchgeschaut. Selber spielen tu ich das nicht mehr, denn es gibt einfach zu viele nervige Elemente mittlerweile. Und mein Gott, ist die ganze Story trashig von vorn bis hinten. Man darf das Spiel nicht ernst nehmen
greenelve schrieb am
SaperioN hat geschrieben: ?
26.05.2019 22:28
Gut analysiert ;)
Danke sehr. :winkhi:
Bei Starcraft kenn ich mich eben aus. :Häschen:
greenelve schrieb am
SaperioN hat geschrieben: ?
25.05.2019 09:22
Zumal bei Resident Evil 4 kaum kritisiert wird das zum Ende hin das Game zur Ballerorgie mutiert, weil der vorherige Teil außergewöhnlich gut war.
Ich denke das liegt auch daran das nach der Anspannung der ersten zwei Drittel ballernd durchatmen möchten.
Das merk ich auch an Starcraft 2, das Spiel ist super aber es wird auf Dauer einfach zu stressig ;)
Resi4 ist ein gutes Beispiel für modernen Horror, positiv wie negativ. Das Spiel wurde seinerzeit als Terror-Bombe beschrieben und das trifft es. Man wird ständig gehetzt und Panik ausgesetzt. Das steigert sich von anfänglich wenigen Gegnern bis zu immer größeren und gefährlicheren Ansammlungen, denen man mit immer mehr und besseren Waffen gegenübersteht. Der Auftakt im Dorf mit dem Kettensägenboss ist ein überspitzter Vorgeschmack und Einleitung dessen, was den Spieler erwartet (um direkt all die Neuerungen und Unterschiede zu den Vorgänger Resi Teilen zu verdeutlichen und in besster Horror-Manier wird man direkt ins kalte Wasser geworfen).
Ein Junkie braucht eine immer stärker wirkende Dosis, um einen neuen Kick zu spüren. Ab dem Dorf steigert es sich quasi durch das gesamte Spiel hindurch. Bis es zum Moment auf der Insel gefühlt zu einer Baller-Orgie verkommt. Gefühlt, denn man hat sich nach all den Stunden an den Terror gewöhnt: Areal betreten, von Gegnern gehetzt werden, Gegner besiegen, neues Areal betreten.
Dabei ist die Insel objektiv gruseliger. Umgebung wird teils dunkler und Gegner haben rot leuchtende Augen, mit Iron Maiden usw. werden völlig neue Gegner eingeführt. Wobei ich mir grad nicht sicher bin, ab welcher Stelle die Regeneratoren kommen. Aber afair auch erst nach dem Schloss, sprich im letzten Drittel.
Das Problem von Resi4 - und warum sich der Schluss anders anfühlt - ist schlicht die Gewöhnung.
Die Insel ist zudem militärischer geprägt, um dem Mehr an verfügbaren Waffen gerecht zu werden, als Verkörperung der Ein-Mann-Armee und Zuspitzung des gewaltsamen...
SaperioN schrieb am
greenelve hat geschrieben: ?
23.05.2019 15:02
SaperioN hat geschrieben: ?
23.05.2019 11:38
Auffällig ist, dass die meisten Horrorfilme gruselig beginnen (RE1) und dann zum Ende des Films hin zur Baller- Renn oder Action Orgie verkommen (RE4/5/6) .
Das zeigt natürlich auch, das viele Spieler nicht durchgehend Horror haben wollen.
Mit RE2 Remake ist Capcom ein super Balance gelungen.
Es ist eine Entwicklung innerhalb der Werke:
Zu Beginn hat man wenig Waffen und starke Gegner. Gegner sind das Hindernis und durch die wenigen Waffen fürchtet man sie.
Um das Hindernis zu überwinden, gibt es mehr Waffen. Gleichzeitig werden mehr Gegner eingeführt, damit es wieder zu Angst kommt.
Die Spirale steigert sich, bis es zur Orgie verkommt.
Beispiel Walking Dead: In der 81. Folge werden Zombies reihenweise niedergemäht. Ist verständlich. Als greenelve habe ich 80 Folgen lang gesehen, wie Zombies gemetzelt werden. Das wird langweilig, für mich wie die Hauptfiguren. Alles nur noch Routine. Ergo die Steigerung.
Bieten Spiele im letzten Drittel zu viele Waffen und zu viele Gegner, wird der fehlende Horror kritisiert.
Oder es gibt kein effektives Mittel gegen die Monster. Aber das wird gerade in Spielen immer wieder kritisiert, denn auch das Weglaufen und Verstecken wird auf Dauer langweilig. "Ich weiß, wie das geht, mit einer Waffe würde das jetzt schneller gehen. So nervt das nur noch".
Ein anderes Beispiel ist die Steuerung. In Resi4 kann man nicht gleichzeitig zielen und rennen. Das schränkt ein, benachteiligt den Spieler - und wird als schlecht und nervig kritisiert. Auch wenn gerade erst dadurch die Spannung bei Konfrontationen entsteht.
Spieler wollen Horror, sie wollen nur keinen nervigen Horror. Dabei sind Einschränkungen wie Waffen und Kontrolle dazu, um Angst zu erzeugen.
Ich denke das Resident Evil 6 genau aus diesen Gründen ein anderes Bild abgegeben hätte, wenn die ersten Abschnitte gruselig gewesen wären.
Wären beide Parteien (action und Horror) bedient gewesen.
Zumal bei...
schrieb am