Nioh 2 - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 5

 

Test: Nioh 2 (Rollenspiel)

von Jörg Luibl



Nioh 2: Das dämonische Japan für PS5 und PC
Dämonen mit 120fps
Entwickler:
Publisher: Koei Tecmo
Release:
05.02.2021
13.03.2020
05.02.2021
Erhältlich: Digital (PSN, Steam)
Erhältlich: Digital (PSN), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Steam)
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ab 59,99€

ab 31,54€
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Im März 2020 konnte Nioh 2 auf PlayStation 4 sehr gute Unterhaltung für alle Freunde von Dark Souls, Sekiro & Co inszenieren. Das Kampf-Abenteuer von Team Ninja überzeugte mit freier Charakterentwicklung, vielfältigen Kampfmanövern und coolen dämonischen Fähigkeiten. Und kaum ein Jahr später ist ein Remaster da: Jetzt könnt ihr also auch auf PC und PS5 ins alte Japan reisen, um euch mit Yokai und Samurai zu messen. Ob sich der blutige Ausflug lohnt, verrät der Test.



Der komplette Kampf

Warum Nioh 2 trotz zu viel Beute, technischer Defizite und einer etwas bemühten Story unseren Gold-Award einheimsen und für viele Stunden motivieren konnte, habe ich in diesem Test erläutert. Ich fasse nur kurz zusammen: Jede der neun Waffengattungen fühlt sich anders an, hinzu kommen nützliche Samurai-, Ninja- und Zauber-Techniken. Besonders hervorzuheben sind die coolen Yokai-Fähigkeiten inklusive dämonischer Verwandlung sowie die brachialen Wuchtkonter. Die herrlichen Finisher sorgen zudem für reichlich blutiges Hack&Slay-Flair.

Übrigens: Man darf vor der Bezeichnung "Masocore" keine allzu große Angst haben - Sekiro: Shadows Die Twice ist letztlich schwieriger. Aber man sollte Respekt haben: Denn diesen Unterschied wird man nur erkennen, wenn man diese Art der Kampf-Abenteuer von Bloodborne bis The Surge 2 gewohnt ist, zumal es hier keine wählbaren Stufen gibt. Wer mal kurz in dieses Subgenre der "Soulsikes" reinschnuppern will, ist hier fehl am Platz. Man muss sich schon voll reinknien in die Charakterentwicklung sowie das Kampfsystem und einige Areale sowie Bosse mehrmals wiederholen.

Viel drin im alten Japan

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Es geht blutig und brachial zur Sache in Nioh 2.
Und das kann man jetzt im kompletten Paket endlich auch auf dem PC sowie der PS5. Was ist drin? Zum einen alle drei Erweiterungen, wobei es nach "Der Schnüffler des Tengu" und "Dunkelheit in der Hauptstadt" gerade der letzte DLC vom Dezember in sich hat: Denn "Der erste Samurai" erhöht den Anspruch für Veteranen in kniffligen Missionen und fügt tatsächlich noch einen Schwierigkeitsgrad hinzu - Team Ninja wollte sein Hardcore-Versprechen wohl noch einlösen.

Aber bevor ihr euch in diese Gefilde kämpft, müsst ihr erstmal die Kampagne mit ihren 40 Stunden plus X meistern. Dabei habt ihr wie heutzutage üblich die Wahl zwischen verschiedenen Modi, darunter 4K in 60fps. Und ihr könnt, einen entsprechenden Bildschirm vorausgesetzt, sogar in 120fps loslegen. Hinzu kommen Widescreen-Kompatibilität, HDR- und 144Hz-Monitor-Support.

Nioh 2 sah auf der PS4 richtig gut aus, man konnte auf PS4 Pro auch mitten im Spiel zwischen einem Actionmodus für eine höhere Bildrate bei 60fps sowie hübscherer Kulisse bei 30fps wählen. Aber selbst in Ersterem lief es nicht immer sauber und in Letzterem gab es manchmal Texturprobleme. Damit ist jetzt auf PC und PS5 weitgehend Schluss, denn Nioh 2 läuft super flüssig, sieht einen Tick besser aus und profitiert natürlich von schnelleren Ladezeiten, auch wenn nicht alles auf Hochglanz poliert ist. Man erreicht hier nicht die grafische Qualität eines Demon's Souls, aber dieses alte Japan bietet vor allem mit den Verwandlungen und Dämonen einige Hingucker.

Guter Service aus Japan

  • Nioh in vier Varianten:

    Nioh 2: Complete Edition (PS4, PC Steam)
    Nioh 2: Remastered Complete Edition (PS5)
    Nioh: Remastered Complete Edition (PS5)
  • Nioh Collection (Inhalte von Nioh & Nioh 2, PS5)
Auch wenn das akustische und haptische Feedback des DualSense-Controller leider nur marginal unterstützt wird, kann sich der Service sehen lassen: Auf der PS5  kann man nicht nur seine Spielstände von der PS4 laden, sondern auch online mit anderen PS4-Helden loslegen, um die kooperativen Funktionen zu nutzen. Zudem kann man kostenlos auf die jeweilige PS5-Version (Remaster oder Complete) aufrüsten, wenn man entweder das Grundspiel Nioh 2 oder die Complete Edition bereits auf PS4 gekauft hat. Team Ninja haut ja insg. vier Editionen raus - im blauen Kasten seht ihr nochmal alles, auch das Remaster des Vorgängers Nioh sowie beide Titel im Paket.

Allerdings erlaubt man leider kein plattformübergreifendes Spiel mit dem PC. Dort läuft Nioh 2 technisch sehr gut, empfohlen werden vom Entwickler "nur" ein Intel Core i7 6700k, 16 GB RAM sowie eine GeForce GTX 1660 oder besser und es lässt sich einwandfrei komplett mit Gamepad spielen - was ich für diese Art der Kampf-Abenteuer auch dringend empfehle, zumal die Alternative hier sehr schlecht von Team Ninja umgesetzt wurde. Auf der nächsten Seite folgen die technischen Eindrücke am PC von Marcel sowie die Kritik an der mangelhaften Steuerung mit Maus und Tastatur.
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Kommentare

Hamurator schrieb am
Skidrow hat geschrieben: ?
05.02.2021 17:46
@4consoleplayers
Also ich finde, ihr solltet die PC Version noch deutlicher abwerten. Ich habe das Spiel heute installiert und wollte dann meinen Logitech Wingman Extrem Digital per Gameport anschließen, bis ich dann entsetzt feststellen musste, dass dieser Joystick nicht unterstützt wird!
Wer mir nicht glaubt, dem kann gerne ein Beweisvideo auf VHS schicken!
Ich kann leider diesen VHS-Hippies nicht trauen. Bestimmt trollst du uns! #TeamBetamax
nawarI schrieb am
Caparino hat geschrieben: ?
06.02.2021 21:52
Theoretisch ist die Maus und Tastatur Steuerung den Gamepad sogar überlegen. Das Manko des Targetings wird beim Gamepad bloss mit den Autoaim kaschiert. Hätten die Spiele ein Standartmässigen Strafen (seitwärtslaufen) wie PC Shooter könnte man auf dem PC wohl auch ohne Autoaim auskommen und ein auf Pseudopro machen. So muss man eben immer erst sein Ziel Aufschalten um Strafen zu können.
Das ist so ein Punkt, wo ich nicht verstehe, wieso die Souls-Spiele daran festhalten. Spielfigur schlägt in die Richtung wo Spielfigur hin guckt. Das finde ich komplett dämlich.
God of War 2018 und sogar Oblivion auf der PS3 hatte eine Quasi-Shooter-Steuerung, also dass die Figur da hin schlägt, wo die Kamera hin zeigt. God of War hat sogar ein Autoaim, aber bei God of War hab nichts davon gewusst und ich hab das Spiel super ohne Autoaim gezockt.
Sowohl auf PC als auch auf Konsole wären die Spiele besser, würde die Figur einfach dort hin schlagen, wo ich hin gucke.
TemerischerWolf schrieb am
Ich komme ursprünglich vom PC, mag aber mittlerweile Controller lieber.
<3 Davon abgesehen ist der Dual Sense der Hammer! <3
TemerischerWolf schrieb am
Geiles Game und schöner Test!
Vielleicht hole ich es mir tatsächlich...obwohl ich mit den Launchtiteln noch nicht mal durch bin.^^
Caparino schrieb am
Theoretisch ist die Maus und Tastatur Steuerung den Gamepad sogar überlegen. Das Manko des Targetings wird beim Gamepad bloss mit den Autoaim kaschiert. Hätten die Spiele ein Standartmässigen Strafen (seitwärtslaufen) wie PC Shooter könnte man auf dem PC wohl auch ohne Autoaim auskommen und ein auf Pseudopro machen. So muss man eben immer erst sein Ziel Aufschalten um Strafen zu können.
schrieb am

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