Flinke Insektenroboter
Das Beste an ihnen ist, dass sie meist zusammen mit den „Watchers“ auftauchen. Dabei handelt es sich um kleine schwebende Drohnen mit zwei sichelförmigen Tragflächen. Man sollte sie möglichst nicht links liegen lassen, sonst beamen sie ruck-zuck eine neuen Knight auf’s Schlachtfeld – oder unterstützen ein noch kämpfendes Exemplar aus der Luft mit einem Schild. Auch die kleinen Crawler durfte ich nicht aus den Augen lassen, da sie in zerklüfteten Gebirgen einfach an den Wänden empor krabbelten. „In Halo 4 musst du noch mehr in Bewegung bleiben als früher“, bringt O’Connor es auf den Punkt, „man kann sich nicht mehr so einfach hinter einen schützenden Felsen zurückziehen, um in Ruhe das Schild zu regenerieren, sonst klettert im Handumdrehen ein Crawler auf den Gipfel und deckt dich von oben mit Schüssen ein.“
Kampf um den Sandkasten
Achtung, Crawler im Anmarsch: Die neuen Robo-Krabbler und die schwebenden Watcher bringen Dynamik ins Spiel.
Unter technischen Gesichtspunkten hat mich das Gezeigte aber nicht beeindruckt. Die Felsmassive und die dazwischen wuchernde Botanik wirken vor allem aus der Nähe etwas detailarm. Vielleicht muss sich das neu gegründete Team erst einarbeiten und an die komplett überarbeitete Engine gewöhnen. „Wenn du die Engine einem Bungie-Programmierer von vor zehn Jahren zeigen würdest, würde er schon noch Teile davon wiedererkennen, aber über die Jahre hat sich viel verändert“, erklärt O‘Connor.
Sauber aber detailarm
Auch die mittelgroßen Schlachtfelder machen die Gefechte spannender: Hier haben wir uns beim zweiten Anlauf an der Seite entlanggearbeitet und kamen deutlich schneller ans Ziel.
Ein Vorteil der neuen Engine ist die solide Technik: Dank nativer 720p-Auflösung, mit FXAA geglätteter Kanten und einem neuen HDR-Modell sehen die Panoramen sehr sauber aus und liefen bisher stets flüssig. Auch beim Sound gibt es Neuigkeiten: Da der bisherige Halo-Komponist weiter für Bungie arbeitet, wurde diesmal Neil Davidge engagiert. Er war vorher u.a. Teil der Band Massive Attack und schaffte es mit seinem Remix von Suzan Vegas Tom’s Diner 1990 an die Spitze der deutschen Charts.
