The Bard's Tale 4: Barrows Deep - Test, Rollenspiel, PC - 4Players.de

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The Bard's Tale 4: Barrows Deep (Rollenspiel) von Deep Silver
Zurück nach Skara Brae
3D-Rollenspiel
Publisher: Deep Silver
Release:
Q4 2018
Q4 2018
18.09.2018
Q4 2018
Q4 2018
Alias: The Bard\'s Tale IV
Spielinfo Bilder Videos
Warum ich The Bard's Tale 4: Barrows Deep sofort nach der Ankündigung über Kickstarter unterstützt habe, verrät mein Rückblick ins Jahr 1985. Das Abenteuer von Interplay war das erste digitale Erlebnis, das meine Faszination an Rollenspielen weckte. Damals war ich zwölf Jahre alt, jetzt bin ich 45 und erlebe Fantasy im Zeitalter von The Witcher 3, Divinity 2: Original Sin oder Legend of Grimrock 2. Welche Wirkung hinterlässt die moderne Weiterentwicklung dieses Klassikers von Brian Fargo und InXile Entertainment? Mehr dazu im Test.

Die Nostalgie ist das eine,...

...aber das Spielerlebnis etwas ganz anderes. Wenn ich mich wehmütig an den Klassiker The Bard's Tale zurück erinnere, weil er in mir in jungen Jahren eine Neugier entfachte, die bis heute meine Zuneigung zu Rollenspielen prägt, kann das nichtsdestotrotz auf die knallharte Wirklichkeit eines erwachsenen Spielers treffen. Ganz einfach, weil ich über drei Jahrzehnte die Weiterentwicklung von 2D zu 3D, von schematischem D&D über Baldur's Gate bis zu offener Welt mit Entscheidungen erlebt habe. Technik und Regie haben sich radikal verändert. Oder anders: Wenn ich den Klassiker von 1985 als 45-jähriger spiele, muss ich nach einer Stunde ausmachen.

The Bard
The Bard's Tale IV: Barrows Deep wurde über Kickstarter mit 1,5 Millionen Dollar finanziert. Es soll nächstes Jahr auch für PS4 und Xbox One erscheinen.
Aber das Team um Brian Fargo bietet ja mit The Bard's Tale 4: Barrows Deep kein Remake an, wie aktuell für die Trilogie, sondern eine Fortsetzung als komplett neues Rollenspiel. Das soll zwar Fans des Originals ansprechen, indem bekannte Elemente der Story, Schurken und Labyrinthe wiederkehren - es gibt einige tolle Déjà-vus! Aber vor allem geht es um eine moderne Präsentation und ein stark verändertes Spieldesign, in dem die Erkundung, die Fähigkeiten, die Rätsel als auch das Kampfsystem ganz andere Wege gehen.

Wo ein Legend of Grimrock 2 oder auch ein Wasteland 2 die Klassiker der alten Zeiten klar zitieren und auf edle Art modernisieren, geht InXile Entertainment hier deutlich weiter, schneidet alte Zöpfe ab und designt vieles komplett anders. In der Theorie ist das gar nicht verkehrt, wenn man die Wurzeln dabei nicht aus den Augen verliert.

Ernüchterung im Einstieg

Ist dieser riskante große Schritt gelungen? Nein, zumindest nicht so, dass ich erneut in dieser Fantasywelt versinken könnte. Schon nach der ersten Stunde war meine Nostalgie verflogen. Dass ich keine eigene Party, sondern nur einen Charakter aus bescheidener Auswahl (Barde, Magier, Kämpfer, Gauner aus nur vier Völkern, die lediglich drei klassische Werte mit Stärke, Konstitution sowie Intelligenz besitzen) erstellen konnte, war lediglich ein kleiner Dämpfer - damals hatte ich Stunden damit verbracht, meine Gruppe auszuwürfeln. Jetzt schließen sich zunächst vorgefertigte Helden an, bevor man später weitere eigene erstellen kann, so dass maximal sechs Platz finden. Der dramaturgische
dfg
Die ersten Schritte in Skara Brae sind ernüchternd. Hier ein Blick in die Abenteurer-Gilde, wo man weitere Gefährten erstellen kann.
Vorteil ist natürlich, dass die vorgefertigten Abenteurer ihren eigenen Charakter immer wieder in der lebendigen Party-Kommunikation zum Ausdruck bringen können.

Aber im Einstieg wurde ich zunächst von Story, Kulisse, Technik und Sammelkram ernüchtert. Gerade weil sich dieses Abenteuer an der Oberfläche so an moderner offener Welt und Regie orientiert, wirken die Anbiederungen als auch Defizite im direkten Vergleich umso stärker.

Wenn ich Skara Brae in Echtzeit erkunde, erscheint diese Stadt mit ihren Bewohnern spröde, statisch und künstlich. Nicht nur weil das Spiel selbst auf potenteren Rechnern hinsichtlich der Bildrate wackelt, es einige ärgerliche Bugs gibt (siehe "Patchplan") oder es hinsichtlich Mimik und Gestik veraltet ist. Oder weil ich plump schon aus der Distanz blinkende Kisten zerdeppern darf, um Zutaten für überflüssiges Handwerk zu horten, um Suppen, Tränke, Waffen etc. zu erstellen. Warum muss man diesen "modernen" Murks auch in dieses Abenteuer stopfen? Und wenn man schon so früh ein so volles Inventar mit Krimskrams hat, warum kann ich es nicht mal nach Waffen, Ausrüstung, Nahrung etc. sortieren? Immerhin kann man die gerade zu Beginn penetranten blauen Weg- und Zielmarkierungen abstellen...

Kommentare

Rufus1247 schrieb am
Bin jetzt fast durch und ich muss sagen es gilbt nochmal richtig Gas. Zum Glück hatte ich keine größeren Bugs und die Questlinie war auch nicht verbugt. Ich habe es nicht bereut mich von dem anfänglichen Würgereiz nicht abhalten zu lassen weiter zu spielen ... :D
SALZHERZ schrieb am
Erstmal ein Kompliment an die wunderbaren reviews, die klare Sprache und vor allem die fantastische Fachkompetenz von Jörg und Kollegen. Ich liebe jedes Epilog Video.
Mein Problem ist ausnahmsweise die Grafik, spezifisch die Gesichter. Aus vielen lets play videos sind non-human Gegner oder Gegner mit Masken zu sehen. Das hat den Grund das die Gesichter wirklich "nicht funktionieren". Und das macht aber einen gewaltigen Teil des Artwork aus, geführt für mich jedensfalls.
@Jörg, ich habe Bards Tale 1 geliebt, was war ich stolz auf meine Monks (critical hit for 1 dmg, kills red dragon...).
Aber was ich hier sehe, höre und verstehe ist eine halbgare Entwicklung, die den Fokus falsch gesetzt hat.
Der Anspruch mag zu hoch gewesen sein, aber daran muß man sich jetzt messen lassen.
Ich hätte gerne auf Grafik Komplexität verzichtet wenn dafür ein einheitlich gutes Artwork und ein tiefes Skill/Perk System umgesetzt worden wäre.
Wirklich schade. (aber es gibt ja mit Pillars of Eternity 2 Futter zuhauf).
Nochmal Dankeschön für die wirklich besten Tests auf dem Markt, auch in amerikanischen Publikationen sucht man diese Kompetenz vergeblich.
4P|T@xtchef schrieb am
Metroman hat geschrieben: ?
26.09.2018 15:36
Angesichts der Bewertung von 70% frage ich mich, wie 4Players überhaupt mit verbuggten bzw. unfertigen Releases umgeht.
Grundsätzlich testen wir nach dem offiziellen Release das, was wir vorliegen haben - und warten nicht extra ab, bis es einen Patch gibt. In diesem Fall habe ich das Spiel allerdings auf zwei Rechnern gar nicht zum Laufen gebracht, auf einem anderen dann schon. Also konnte ich erst ab diesem Zeitpunkt loslegen; da war es kein Desaster, sondern lief relativ stabil. Die dann noch vorgefundenen Bugs sind natürlich in die Wertung mit eingeflossen. Ich schreibe ja im Fazit, was alles zu einer guten Wertung mit 75% plus X fehlte.
Wir testen grundsätzlich nicht nach. Aber sobald The Bard's Tale IV auf PS4 und Xbox One erscheint, vermutlich Anfang nächsten Jahres, wird es einen weiteren Test geben, in den der Status quo etwaiger Patches natürlich einfließt.
Todesglubsch schrieb am
bohni hat geschrieben: ?
26.09.2018 16:13
Darum wunderte es mich nur, warum man es weglässt eine eigene Party zu erstellen, aber Rätsel hinzufügt, wo diese doch eigentlich nicht zur Spielreihe gehörten.
Balancing-Gründe. Ich mag's auch lieber, wenn ich meine Party direkt von Anfang an planen kan - aber da würde vermutlich nur auffallen, wie relativ beschränkt das neue Charaktersystem ist. Gibt ja "nur" vier Klassen. Hier hätte ich mir mehr erhofft. Hurz, da hat ja der durchschnittliche japano-Crawler mehr zu bieten.
bohni schrieb am
@Hirbel666 genau das meinte ich - nach dem Review ist das kein Bard's Tale sondern was anderes.
Und es gibt schönere Dungeon Crawler, wie z.B. Grimrock.
schrieb am

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