Pandemic Legacy - Season 1 - Brettspiel-Test, Brettspiel, Spielkultur - 4Players.de

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Pandemic Legacy - Season 1 (Brettspiel) von Z-Man Games, Asmodee
Panik von Paris bis Tokyo
Rollenspiel (Koop-Abenteuer)
Entwickler: Rob Daviau, Matt Leacock
Release:
21.10.2015
Spielinfo Bilder Videos
Ihr wollt nur mal schnell die Welt retten? Dann Finger weg von Pandemic Legacy! Das knallharte Brettspiel von  Rob Daviau und Matt Leacock verlangt nicht nur clevere Planung von bis zu vier Spielern, sondern hinterlässt dauerhaft Narben, zerrissene Karten und eine Spur der Zerstörung zwischen Washington und Tokyo. Warum wir es Freunden von kooperativer Taktik wärmstens empfehlen, verrät der Test.

Kooperativer Wettlauf um Heilmittel

Nein, das darf doch nicht wahr sein! Wir waren soooooo knapp davor, das letzte Heilmittel zu finden. Und jetzt das: Ende Gelände, Spiel verloren. Warum? Weil es in Seoul zu einem Ausbruch kam, der sich auf die benachbarten Städte ausgeweitet und dort wiederum für Chaos gesorgt hat – diese verdammte Kettenreaktion hat unsere bis dato gut koordinierten Pläne zunichte gemacht. Schaut man sich die Weltkarte an, erkennt man bereits eine Spur der Zerstörung anhand der Sticker, die neben verseuchten Städten kleben. Trotzdem werden wir es nochmal versuchen, denn ein Spiel steht hier nur für einen Monat – wir haben also eine Schlacht, aber noch nicht den Krieg gegen die Pandemie verloren.

Der Sanitäter hat schon etwas abbekommen: Zwei Narben sorgen für Handicaps, aber eine Sonderfähigkeit schützt ihn.
Der Sanitäter "Jack" hat schon etwas abbekommen: Zwei Narben sorgen für Handicaps, aber eine Sonderfähigkeit schützt ihn.
Moment mal: Sticker? Ja, viele bunte Sticker. Ähnlich wie in Risiko Evolution, das ebenfalls von Rob Daviau konzipiert wurde, verändert sich die Welt permanent. Sobald Panik in einer Stadt ausbricht, weil man einen vierten Stein gleicher Farbe dort platzieren müsste, klebt man einen weißen Sticker auf die Karte, der die Intensität symbolisiert. Kommt es hier zu weiteren Ausbrüchen, folgen gelbe, orange oder üble rote Sticker der totalen Zerstörung bei Panikstufe 5. Werden die irgendwann entfernt? Nein, ihr müsst in allen folgenden Partien mit den Konsequenzen leben – auch euer Charakter.

Narben und Sonderfähigkeiten

Pandemic Legacy ist komplett auf deutsch bei Asmodee erschienen. Es kostet knapp 50 Euro und ist für zwei bis vier Spieler ausgelegt.
Pandemic Legacy ist komplett auf Deutsch bei Asmodee erschienen. Es kostet knapp 50 Euro und ist für zwei bis vier Spieler ausgelegt. Es gibt eine blaue und rote Ausgabe, die inhaltsgleich sind.
Eure Spielfigur war in Seoul als die Seuche ausbrach? Pech gehabt, denn jetzt müsst ihr eine von zwölf Narben wie z.B. „Schlaflos“ oder „Schuldgefühl“ aussuchen und auf eure Charakterkarte kleben – diese sorgen dann für kleine Nachteile wie etwa weniger Handkarten oder häufigeres Abwerfen. Vorsicht: Wenn man die dritte Narbe hinnehmen muss, stirbt man, also bloß nicht zu nah ran an Städte mit vielen Viren! Aber keine Bange, man kann auch etwas gegensteuern. Wichtig für die Balance ist, dass es auch sechs Sonderfähigkeiten mit positiven Folgen gibt; wer etwa „Bärbeißig“ wählt, ist in Zukunft immun gegen Narben und kann demzufolge nicht sterben - cool.

So gewinnen die fünf wählbaren Spezialisten noch mehr Konturen und Persönlichkeit. Zwar versucht man als Team zu gewinnen, aber jeder schlüpft in die Rolle eines Experten von der Forscherin bis zum Generalisten, die ein bis zwei exklusive Aktionen hinsichtlich der Bewegung oder dem Kartenzug ausführen können. Nur der Sanitäter darf z.B. ohne Heilmittel alle Virensteine in einer Stadt entfernen – die anderen nur einen. Ziel des Spiels ist es, Gegenmittel zu allen Epidemien zu erforschen, hinzu kommen Aufgaben und Ereignisse, die man nicht zufällig, sondern von einem klar strukturierten Stapel zieht, der also einer gewissen Regie folgt. Es gibt aber nicht nur einen erzählerischen Rahmen, sondern auch einige tolle Überraschungen und dramaturgische Wendepunkte.

Kommentare

mrcrispy schrieb am
Kann mir jemand sagen, ob Pandemic Legacy schon ausverkauft ist?
Wenn ja: Ist schon bekannt, wann das Spiel wieder verfügbar ist?
MfG Basti
Z2000 schrieb am
Numrollen hat geschrieben:@Z2000: Diese "Dann geh halt 1x nicht ins Kino" Taktik hat noch nie gezogen. Wenn man danach geht dann trinke ich nicht mehr, rauche nicht mehr, hab kein Handy mehr, gehe nie wieder ins Kino usw.." :P
Ich habe mit 100? Brettspiel (Hauptspiel+addons) schon mehr als 200 Stunden hinter mir. Heisst das jetzt das alles was darunter ist P/L scheisse ist?

Ich habe nie gesagt anstelle Kino das Spiel kaufen, aber vom Erlebnis Typ her ist das Spiel eher vergleichbar mit dem Kinoabend, da es eine "einmalige" Sache ist.
Legency ist wie ein Konzertbesuch während das normale Spiel wie eine CD ist. Klar kannst du ACDC für 15? immer wieder höhren aber nicht vergleichbar mit einem Konzertbesuch :mrgreen:
Numrollen hat geschrieben:Es ist fakt das für 1x durchspielen das ganze teuer ist. Wegwerfmentalität in der die Story ja Abzweigungen und das "Zerreisen" und "Überkleben" anders gelöst werden hätte können. Aber so ist es nunmal.

1. Ist es nicht einfach 1 x Durchspielen wie beispielsweise T.I.M.E Story. Man spielt 12-24 mal das Spiel komplett. Einfach jedesmal mit anderen Regeln. Es hält dich auch nichts davon ab jeden Monat 100 mal zu spielen wenn du nur bei den ersten beiden die Sticker klebst.
2. Nein man hätte es nicht anders lösen können weil das Erelebnis nicht das gleiche wäre. Der permanente Aspekt verändert alles. Hätte es einfach eine Kampagne wie Decent wäre es für mich kein Problem einen Charakter sterben zu lassen. Im nächsten Kampagnen Durchgang kann ich hin ja wieder wählen, oder können ihn andere wählen also ja kein Problem. Wenn du aber jedes Spiel individuell anders verläuft erarbeitet man ein einmaliges und ewiges Erlebnis und Erinnerung. Mit dem Gedanken, dass was ich jetzt mache, mach ich einmal im leben und nie wieder. Dies hat schon einen...
Numrollen schrieb am
@Z2000: Diese "Dann geh halt 1x nicht ins Kino" Taktik hat noch nie gezogen. Wenn man danach geht dann trinke ich nicht mehr, rauche nicht mehr, hab kein Handy mehr, gehe nie wieder ins Kino usw.." :P
Ich habe mit 100? Brettspiel (Hauptspiel+addons) schon mehr als 200 Stunden hinter mir. Heisst das jetzt das alles was darunter ist P/L scheisse ist?
Es ist fakt das für 1x durchspielen das ganze teuer ist. Wegwerfmentalität in der die Story ja Abzweigungen und das "Zerreisen" und "Überkleben" anders gelöst werden hätte können. Aber so ist es nunmal.
Ich habe das Orginal Orginal Pandemie und konnte, obwohl es gut ist, nicht überwinden das Remake mit den Addons alles neu zu kaufen obwohl 99% alles gleich ist. Auch wenn das hier wohl umfangreicher sein soll ist ein OneWay Game nichts für meine wechselnden Brettspielleute.
Eezocker schrieb am
Wow, das klingt ja super! Als erfahrener Spieler vom alten Pandemie muss ich mir Legacy auf jeden Fall zulegen :)
Z2000 schrieb am
Mako88 hat geschrieben:Kann mir das jetzt jemand ganz langsam erklären? Ich verstehe das irgendwie nicht ganz. Man zerstört nach und nach ein Spiel für 50?? Ich verstehe nicht wo der Sinn dahintersteckt? Reicht es nicht irgendwelche Klötzchen zu platzieren, muss man die Kartenteile überkleben?
Und was wenn man irgendwann durch ist mit dem Spiel? Heißt es, man kann es nie wieder bespielen?
[...]

Ja man erschaft sich ein nach jedem Spiel ein neues Spiel und das Zerstören macht gerade den Reiz aus. Jede Entscheidung ist Permanent was für ein Brettspiel vollkommen neue Gefühle erweckt und nie dagewesene Geschichten erzählt.
Dein Charakter erhält ein Narbe und darf dadurch nie mehr in die Stadt welche ihm die Narbe verursachte.
Dein Charakter den du Aufgebaut hast und durch 4 Monate durch die Welt gehetzt hast, muss in einer Stadt bleiben die bald ausbrechen könnte. Wenn er dort bleibt könnte er sterben weil er schon zwei Narben hat und du kannst ihn danach nie mehr verwenden. Macht er den Zug aber nicht so ist das Spiel vermutlich verloren.
Das alles Permanent fixiert ist führ zu entscheide die wirklich und nachhaltig von Bedeutung sind.
Über den Preis lässt sich streiten, jedoch ist wo ich lebe ist eine Kino Nacht zu viert gleich teuer wie das Spiel und dafür finde ich das Spiel günstig. Für das Erlebnis welche es einem bietet finde ich die 50? schon fast ein Schnäppchen.
schrieb am

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