Thief: Deadly Shadows - Test, Action, PC, Xbox - 4Players.de

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Stealth-Action
Entwickler: ION Storm
Publisher: Eidos
Release:
11.06.2004
11.06.2004
Spielinfo Bilder Videos
Leise, listig, lukrativ: Meisterdieb Garrett ist zum dritten Mal auf leisen Sohlen unterwegs, um Freunde eleganter Stealth-Action zur verzücken. Kann er an alte Stärken anknüpfen? Oder sogar neue zeigen? Wir haben den Langfinger auf seinem düsteren Trip ins Mittelalter begleitet und verraten im Test, ob alles gülden glänzte, was in unserem Beutel landete!

Veteran auf Beutezug

Die Wache schlendert summend den Gang hinab, begleitet vom grellen Lichtkegel der Fackel. Ihr Schatten wird immer länger, ihre Schritte hallen immer leiser. Plötzlich löst sich eine dunkle Gestalt aus einer Nische und schleicht geduckt hinterher. Wenn man jetzt die Perspektive wechselt, kann man den leisen Verfolger genau beobachten: Unter der tief hängenden Kapuze funkelt ein mechanisches Auge, die schmalen Lippen sind konzentriert zusammengepresst.

Still & heimlich: Garrett in Aktion.



(PC)

Der Beutelschneider par excellence zeigt dank der neuen Schultersicht zum ersten Mal seit dem Debüt im Jahre 1998 sein Gesicht. Ähnlich wie in Splinter Cell kann man die fein modellierte Figur jetzt in einem 360-Grad-Schwenk in Augenschein nehmen: Er ist in dunkles Leder gekleidet, hält einen Knüppel locker in der Rechten und bewegt sich katzengleich vorwärts. Es ist Garret, der Meisterdieb. Als passionierter Zyniker und Sammler seit sechs Jahren in diversen Gemäuern einer fiktiven mittelalterlichen Stadt unterwegs.

Düsteres Abenteuer

Bei seinem dritten Einsatz hängt das Schicksal der namenlosen Metropole an einem seidenen Faden: Eine uralte Prophezeiung spricht vom Nahen eines dunklen Zeitalters. Und Garrett scheint darin eine wichtige Rolle zu spielen.  Die um politisches Gleichgewicht bemühte Organisation der Hüter hat den stadtbekannten Langfinger gebeten, konspirativ zu recherchieren.  Denn hinter den Kulissen rumort es bereits zwischen zwei verfeindeten Parteien.         __NEWCOL__Da wären die naturverbundenen, aber höchst blutrünstigen und schaurigen Riten frönenden Heiden. Und schließlich die Inquisitions-ähnlich organisierten Hammeriten, die sich als fanatischer Orden dem Fortschritt und der Macht der Maschinen verschrieben haben. Inklusive der Hüter könnt ihr euch drei Fraktionen im Laufe des Spiels zum Freund oder zum Feind machen.

Aber trotz dieser Konfliktsituation kann der Einstieg zunächst nicht das Mittendringefühl entfachen, das z.B. die ersten 30 Deus Ex: Invisible War -Minuten auszeichnete. Dazu kommt die Story einfach zu schleppend in Gang. Das Intro ist nicht mehr als ein vager Zusammenschnitt düsterer Szenen, das viele Fragezeichen hinterlässt, aber kaum auf die bizarre Welt zwischen Strom und Magie einstimmt.

Garretts diebische Talente werden zudem in einem knackigen, aber unansehnlich inszenierten Tutorialeinsatz reaktiviert.   Es gibt hier keine Sprachausgabe, sondern plump eingeblendete Bildschirme. Es ist vollkommen unverständlich, warum man eine Kultreihe hier so lieblos präsentiert. Auf dem PC wird man auch noch mit ausgefranster Schrift an die Möglichkeiten der Steuerung herangeführt.

Den Nahkampf sollte man besser meiden und fliehen.


(Xbox)

Zwar kann sich der Dieb geduckt bewegen, springen, an Vorsprüngen hochziehen, stehend an die Wand drücken und mit einem Ausfallschritt um Ecken lugen, aber man vermisst doch einige Bewegungsfinessen: Warum kann er sich z.B. nicht geduckt an die Wand schmiegen? Oder seitwärts rollen? Warum tänzelt er nicht eleganter über Balken in der Höhe? Hier werden dieselben Animationen gezeigt wie auf dem Boden. Das akrobatische Repertoire von Sam Fisher ist da wesentlich reichhaltiger.           

Kommentare

pcj600 schrieb am
Es gab einige packende KI-Momente, die man derzeit nur mit dem Meisterdieb erlebt. Hier gibt Ion Storm bereits einen Vorgeschmack auf die nahe Zukunft, in der nicht mehr die realistische Polygonfigur, sondern das realistische Verhalten im Vordergrund steht.

wie naiv-optimistisch man doch im jahre 2004 noch sein durfte :Häschen: *träum*
MangaDeath14 schrieb am
Hi erstmal
Ich habe die ersten beiden Spiele gespielt (Dark Project 1 und 2) und das Thief 3 hat meine erwartungen nicht erfüllt
Es hat sie bei weitem übertroffen!Die Story ist so dermassen gut durchddacht , dass ich schon dachte , dass das keinem Menschen eingefallen sein kann.Alleine die Sache mit Caduca und Gamell (so hiess das kind doch , oder?)Die Sache mit den Prophezeiungen und dem Glockenturm und was weiss ich!Wer von der Story nicht hingerissen ist , der hat gar kein gefühl für sowas und kann sich vorallem nicht in eine Story hineinversetzen.
Erstmal zum thema langweiliger einstieg...
wer das sagt , der muss alle möglichen guten spiele als schlecht befinden , heisst dark Project 1 und 2 , Morrowind , die gothic-teile ect.
Wegen Splintercell , ihr könnt diese beiden spiele überhaupt nicht vergleichen.Die Dark Project-teile waren der Beginn dieser Art von Actiongames , ausserdem geht es in thief nicht darum , alles gnadenlos nieder zu schiessen , was man sieht .
Grafik:Habt ihr euch die anderen Teile angesehen?zwischen Dark Project 1 und 2 war kein sichtbarer Unterschied , und jetzt...
Ladezeiten: Ok , die ladezeiten stören etwas , bringen aber doch keinen um , oder?klar , es ist schade dass dauernd geladen wird und einen die monster aus der kanalisation (Gamells(oder wie das kind heisst) versteck ) nicht in die snob-stadt verfolgen...
Umsetzung=ich glaube , jeder hier kennt Eidos Finanzlage , oder?Klar , ist schade dass Thief darunter gelitten hat , aber wenn die die Finanzkriese überstehen , werfen sie (hoffe ich jedenfalls ) einen nächsten teil mit besserer Umsetzung hinterher
zu der Umsetzung kann man auch gleich das argument mit der bewegung hinterherwerfen.Mit mehr geld hätten die bestimmt auch das gemacht , aber EIGENTLICH ist Thief , genau wie Dark Project 1 und 2 ja ein Egosicht-spiel , ne?deshalb gibts auch das zur seite bücken-kommando.denkt mal drüber nach.
Und nun zum abschluss...
johndoe-freename-73049 schrieb am
Für mich bleibts eines der Highlights dieses Jahres.
Grade wegen des schon genannten Tiefgangs.
Den sucht man meist vergebens.
johndoe-freename-70596 schrieb am
Thief, für mich das beste Spiel seit Half Live!
Grafik und Atmosphäre toll, viel Freiheit im Spiel und vor allem nie Frust!
Ich kaufe nie wieder Spiele, welche in Tests einen hohen Schwierigkeitsgrad bescheinigt kriegen (Aquanox, Turok, etc.) Da kann die Grafik noch so toll sein, die Wummies noch so groß ...
Das Wort \"Spiel\" heißt Spass haben und ich scheue mich nicht mehr davor ein 60? teures Spiel bei nicht Gefallen zurück zu bringen.
Aber Thief hat mir gefallen, vom Leveldesign, hin zur KI bis zum Gameplay.
Mehr davon!
Mortalvision schrieb am
Die KI der Gegner war in den ersten beiden Teilen weit besser.
Suchten damals die Gegner noch in allen dunklen Ecken nach, liefen in die Richtung aus der die Pfeile kamen und rannten einem so schnell nach, daß man nicht einfach um die Ecke rennen brauchte.
All das macht Thief 3 nicht mehr so realistisch, weil die KI trotz mehreren Morden nicht genug reagiert, z.B. mehrere Wachen, Häuserpatrouillen oder Schattenläufer im Pärchenlook ;)
Die Story fand ich übrigens ganz nett, aber es wird auf die Dauer doch zuu langatmig, vor allem wenn man einmal rausgefunden hat, daß mit der kleinen Wunder-Leserin doch nicht so alles stimmen kann :P
schrieb am

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