Alien: Isolation - Test, Action, Xbox One, PlayStation 4, PC, Xbox 360 - 4Players.de

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Alien: Isolation (Action) von SEGA / Koch Media
Vom Jäger zum Gejagten
Survival-Horror
Entwickler: Creative Assembly
Release:
07.10.2014
27.10.2015
27.10.2015
07.10.2014
07.10.2014
07.10.2014
07.10.2014
Spielinfo Bilder Videos
Zuletzt stand das Alien-Universum unter keinem guten Stern: Zuerst stampfte Sega das fast fertige Rollenspiel von Obsidian ein. Danach folgte das Debakel rund um Aliens: Colonial Marines. Selbst Alien-Regisseur und Altmeister Ridley Scott kam mit seiner Vorgeschichte Prometheus gewaltig ins Straucheln. Jetzt liegt es an Creative Assembly, mit Alien: Isolation nicht nur das Horror-Flair des Filmklassikers einzufangen, sondern auch das verlorene Vertrauen in die Marke zu erneuern.

Dunkle Zeichen

Ein Alien. Ernsthaft? Ich lege mich hier mit nur einem einzigen Alien an? Pah! Lachhaft! Immerhin habe ich in den letzten Jahren hunderte von den Biestern mit meiner Pulse Rifle, Flammenwerfern sowie anderen Wummen zerlegt, die schleimigen Eier abgefackelt und unzählige Facehugger vernichtet. Und jetzt soll ich mich als Amanda Ripley bei der Erkundung der ausgemusterten Raumstation Sevastopol auf der Suche nach dem geborgenen Flugschreiber der Nostromo vor dieser einen Kreatur fürchten? Das wird doch ein Klacks! Das Biest mit seinem Schnapp-Gebiss und ätzender Säure statt Blut sollte eher Angst vor mir haben als ich vor ihm...

Doch es kam anders. Ganz anders. Denn die Entwickler schaffen hier etwas, was all den auf Action fokussierten Ablegern von Alien versus Predator über Colonial Marines bis hin zur Alien Trilogy nicht oder höchstens im Ansatz gelingt: Der Respekt und die Angst vor diesem perfekten Killer-Organismus! Endlich wird man sich beim Schleichen durch spärlich beleuchtete Gänge und dunkle Schächte wieder bewusst, dass nur eines dieser Dinger fast die gesamte Crew der Nostromo ausgelöscht und eine Gefängnis-Kolonie in ein blutiges Schlachtfeld verwandelt hat. Und genau wie ihre Mutter an Bord des Raumfrachters ist auch Tochter Amanda dem Schrecken fast hilflos ausgeliefert. Sie hat weder gut ausgerüstete Colonial Marines als Bodyguards um sich herum noch steht ihr ein riesiges Waffenarsenal zur Verfügung. Immerhin: Blend- oder Rauchgranaten werden nach einem ähnlichen Prinzip wie in „The Last of Us“ genauso mit den rar gesähten Ressourcen zusammengebaut wie Heilpakete, Molotow-Cocktails oder die begehrten Geräuschmacher. Für Letztere verkabelt man z.B. einen
Mit Leuchtfackeln bringt man Licht ins Dunkel - erregt aber auch Aufmerksamkeit.
Mit Leuchtfackeln bringt man Licht ins Dunkel - erregt aber auch Aufmerksamkeit.
Lautsprecher mit einer Batterie, umwickelt die Konstruktion mit Klebeband und hat damit ein erstklassiges Ablenkungsmanöver zur Hand. Zuvor müssen allerdings die entsprechenden Baupläne gefunden werden – eine Suche, die oft mit zusätzlichen Risiken verbunden ist.

Ungewissheit als Nervenkitzel

Denn genau wie in den ersten beiden Teilen von Dead Space und Resident Evil als einem der Urväter des Survival-Horror darf auch hier der Spielstand nur an festen Speicherstationen gesichert werden. Man muss also ständig abwägen, ob man sich lieber weiter vorwagt oder doch besser zum letzten bekannten Speicherpunkt zurück begibt – ein schöner zusätzlicher Nervenkitzel. Denn egal was man tut: Das Alien ist unberechenbar! Obwohl sein Auftritt in manchen Situationen bewusst geskriptet und entsprechend bedrohlich inszeniert wird, bewegt es sich ansonsten dank cleverer KI-Routinen völlig frei durch die Station und verlässt sich dabei in erster Linie auf seine Sinne. Und die haben es in sich: Die tödliche Kreatur profitiert bei ihrer Jagd von einem übernatürlich gut ausgebildeten Gehör- und Geruchssinn. Zu laute Schritte, das Zischen der Automatiktüren, Schüsse oder sogar unachtsam ausgelöste Geräusche beim Stolpern über Gegenstände können das Alien anlocken.  

Viele Gefahren

Die Speicherstationen sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel.
Die Speicherstationen sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel.
Ein Umstand, den man auch zum eigenen Vorteil einsetzen kann, denn neben dem Wesen lauern an Bord der Station viele weitere Gefahren, die von schießwütigen Agenten bis hin zu aggressiven Droiden reichen. Also warum nicht einfach einen Geräuschmacher in eine Gruppe von Feinden schleudern, um sie nicht nur abzulenken, sondern gleichzeitig das Alien anzulocken, um die Drecksarbeit erledigen zu lassen. Doch so schön es auch ist, dem initiierten Gemetzel zuzschauen, sollte man sich lieber schnell aus dem Staub machen, bevor man selbst der nächste wird, der entweder Bekanntschaft mit dem schnappenden Kiefer macht, von den Klauen aufgeschlitzt oder vom spitzen Schwanz durchbohrt wird.

Kommentare

saxxon.de schrieb am
In Nostromo spielt man quasi die Flucht von Ripley am Ende des ersten Films nach. Das war's auch schon. Die anderen DLCs sind im Prinzip nur Erweiterungen für den Challenge Mode. Wenn die DLCs im Preis mit drin sind, fein. Wenn man sie nicht hat, verpasst man gar nichts.
Nuracus schrieb am
Kann ich mir nicht vorstellen.
Das Hauptspiel lässt einen lange in Ruhe entdecken, um tutorialmäßig das Spiel überhaupt kennenzulernen. Irgendwie glaube ich nicht, dass der DLC einem diese Ruhe lässt.
Nostromo erzählt jetzt auch nicht unbedingt die Vorgeschichte zu Alien: Isolation, sondern eher die Story vom ersten Film, mehr oder weniger (gut ... der Film ist natürlich irgendwo die Vorgeschichte zu A: I).
MannyCalavera schrieb am
Mal ne Frage, vielleicht kann mir wer helfen. Habe mir das Spiel auf Steam incl. der DLCs (Nostromo etc.) gekauft. Mit was soll man anfangen? Da der Nostromo DLC ja (logischerweise) VOR dem hauptspiel spielt würde er sich ja anbieten oder?
casanoffi schrieb am
Prof_Dr_Faust hat geschrieben:Ich bin bei Kapitel 16 und hab jetzt nicht einmal mehr die Muße das verdammte Spiel zu beenden.
Um ehrlich zu sein, finde ich es ziemlich langweilig.
Schade. Dabei hat es relativ vielversprechend begonnen und das Leveldesign finde ich durchaus gelungen.

Ja, A:I fängt extrem stark an, kann aber das Niveau in der zweiten Spielhälfte leider nicht ganz halten.
Man hätte die Spielzeit nicht so sehr durch zu viel Action und Backtracking strecken müssen und mehr Wert auf das Lösen von Rätseln/Problemen legen dürfen - und vor allen die inflationären Aufeinandertreffen mit diesen nervtötenden Working Joes reduzieren müssen...
Abgesehen davon ist A:I für einen Alien-Fan wie mich immer noch ein feuchter Traum ^^
Legacy of Abel schrieb am
Ich bin bei Kapitel 16 und hab jetzt nicht einmal mehr die Muße das verdammte Spiel zu beenden.
Um ehrlich zu sein, finde ich es ziemlich langweilig.
Schade. Dabei hat es relativ vielversprechend begonnen und das Leveldesign finde ich durchaus gelungen. Das habe ich jedoch bei Dead Space auch...das und noch viel mehr.
schrieb am

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