Darksiders 3 - Test, Action, PC, PlayStation 4 Pro - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Darksiders 3 (Action) von THQ Nordic
Mit Raserei zur Selbstfindung
Action-Adventure
Entwickler: Gunfire Games
Publisher: THQ Nordic
Release:
27.11.2018
27.11.2018
27.11.2018
27.11.2018
27.11.2018
Alias: Darksiders III
Spielinfo Bilder Videos
Die Freude war groß, als THQ Nordic letztes Jahr Darksiders 3 ankündigte. Immerhin konnten die Spiele um die apokalyptischen Reiter sowohl stilistisch als auch inhaltlich überzeugen. Ob es dem Team von Gunfire Games gelungen ist, der schnell reizbaren Fury eine adäquate Fortsetzung für die Action-Adventure von Krieg und Tod zu spendieren, klären wir im Test.

Wer? Wie?

Als Fury, einer der apokalyptischen Reiter, zum feurigen Rat beordert wird, befindet sich die Welt bereits in einem schier aussichtslosen Kampf zwischen Himmel und Hölle. Ihr Bruder Krieg ist in Ketten und wird angeklagt, die Apokalypse eigenmächtig angezettelt zu haben. Tod, ein weiterer Reiter, ist verschwunden und Hader, der letzte der Geschwister, scheint ebenfalls verhindert. Wer mit Darksiders bisher nichts zu tun hatte, wird trotz der richtig guten deutschen Lokalisierung sowohl mit der Einführung in die Geschichte als auch den Figuren Probleme haben. Wer oder was ist der Feurige Rat? Was hat Krieg gemacht? Wo ist Tod? Wieso muss die hitzköpfige Schwester die sieben Todsünden jagen und erledigen?  Wieso hat man bei Fury den englischen Namen behalten, während alle anderen eingedeutscht wurden und man ihr mit Raserei oder Wut ebenfalls einen lokalisierten Namen hätte geben können? Warum wird sie immer als Reiter bzw. im englischen Original als Horseman und nicht als Reiterin bzw. Horsewoman bezeichnet? Und wieso wurden die Reiter im Gegensatz zur biblischen Überlieferung  verändert?

Sehr schön: Darksiders 3 stellt viele Bezüge zu den Vorgängern her. Weniger schön: Als Neueinsteiger bleibt vieles unklar.
Sehr schön: Darksiders 3 stellt viele Bezüge zu den Vorgängern her. Weniger schön: Als Neueinsteiger bleibt vieles unklar.
Obwohl THQ Nordic mit der Warmastered Edition des ersten Darksiders sowie der Deathintive Edition der Fortsetzung HD-Versionen für die aktuellen Systeme veröffentlichte, macht man erzählerisch den Fehler, davon auszugehen, dass die Vorgeschichten bekannt seien. Eine Zusammenfassung der Geschehnisse wäre sinnvoller gewesen als die zwar dramatische, aber stilistisch etwas spröde Einführung, die hier gezeigt wird. Kenner der Vorgänger werden hingegen zu schätzen wissen, dass Gunfire Games durchaus erfolgreich versucht hat, die Geschichte in den bestehenden Kanon einzufügen. Hier zahlt sich aus, dass einige Team-Mitglieder bereits zu Zeiten des ursprünglichen Darksiders-Entwicklers Vigil Games mit den Reitern Bekanntschaft machten, die seinerzeit von Comic-Maestro Joe Madueira (Uncanny X-Men Comics, Battle Chasers Nightwar) ins Leben gerufen sowie stilistisch geprägt wurden.

Wut im Bauch

Apropos stilistisch: Obwohl man mit den gewaltigen Comic-Einflüssen, der prägnanten Farbgebung und den klaren Strukturen eindeutig das Artdesign weiterführt, das auch in den Vorgängern zu finden war, kann es nicht mehr ganz so faszinieren wie noch in den Teilen 1 und 2. Das Figuren- sowie Gegnerdesign ist zwar gelungen und die mitunter etwas tristen Umgebungen spiegeln die im Kriegszustand befindliche, von Menschen nahezu verlassene Erde gut wider. Doch es fehlt das gewisse Etwas, das Besondere – vielleicht das Genie, das Madueira mitbrachte und damit die Welt der Apokalpyse veredelte. Hier wirken die sechs thematischen Bereiche zwar stimmungsvoll, aber eben nicht mehr außergewöhnlich. Zudem haben sowohl die PC- als auch vor allem die PS4-Version mit technischen Problemen zu kämpfen: Manche Umgebungsspiegelungen im Wasser (vor allem in den ersten Tutoral-Bereichen) wirken schlichtweg unnatürlich. Doch das legt sich irgendwann, ganz im Gegensatz zu den Textur-Blitzen bei Kameradrehungen, wenn die Tapeten erst im sichtbaren Bereich auf die Levelarchitektur geklatscht werden. Das passiert auch mit dem aktuellen Patch 1.03 immer wieder und nagt am technischen
Mit aktiviertem "Macht-Hollow" hat man nicht nur einen Hammer im Kampf zur Verfügung - auch bei der Levelerkundung ergeben sich neue Möglichkeiten.
Mit aktiviertem "Macht-Hollow" hat man nicht nur einen Hammer im Kampf zur Verfügung - auch bei der Levelerkundung ergeben sich neue Möglichkeiten.
Gesamtindruck – wie auch die gelegentlichen Bildratenverluste, die auf PS4 Pro häufiger auftreten als am PC. Zur Xbox-One-Version können wir noch nichts sagen, da diese zum Test nicht vorlag. Hier werden wir schnellstmöglich den Text und die Wertung ergänzen.

Dass Gunfire Games die verwendete Unreal Engine auch anders einzusetzen versteht, wird im letzten Viertel der gut 22 bis 25 Stunden langen Reise deutlich, wenn man z.B. einem gefährlichen Mega-Tornado begegnet, der dem aus Just Cause 4 durchaus ebenbürtig ist – auch wenn die angerichtete Zerstörung deutlich geringer ausfällt. Und auch die Gefechte, die neben den Erkundungsreizen mit überraschend vielen Geheimnissen im Fokus stehen, können sich sehen lassen. Zu großen Teilen wurden die Kämpfe gut animiert und mit ordentlichen Effekten ausgestattet. Allerdings lässt die Kameraposition in bestimmten Situationen zu wünschen übrig, woraus einem aber nur selten Nachteile entstehen. Ungewöhnlich grob bzw. sehr uneinheitlich ist die Mimik der Figuren: Dezidierte Dialogszenen gibt es zwar nur wenige. Doch gerade angesichts dessen wäre es sinnvoll gewesen, die Gesichtsanimationen zu optimieren. Vor allem die Mund- und Lippenbewegungen wirken häufig unsauber und abgehackt, so dass man von den eigentlich in der Szene vermittelten Emotionen abgelenkt wird. Denn im Kern ist die Geschichte um den Selbstfindungsprozess der ihren Namen vollkommen zu Recht tragenden Fury durchaus interessant – und dazu plausibel in die Apokalypse und die Geschichten ihrer Brüder integriert.


Kommentare

Civarello schrieb am
Stalkingwolf hat geschrieben: ?
08.12.2018 20:11
was bei Darksiders 3 so nicht ist.
Sie verschwinden später.
Ui, habe ich persönlich bis jetzt noch nicht bemerkt. Meine Seelen waren immer an dem Ort, an dem ich gestorben bin. Ich bin aber auch immer direkt wieder hin um sie wieder zu holen.
Stalkingwolf hat geschrieben: ?
08.12.2018 20:11
Die Dark Souls mäßigen Spiele haben mich bisher leider alle enttäuscht. Dark Souls 1+3 und Demon's Soul sind hier IMO top notch.

Absolut. Demon´s Souls, Dark Souls 1-3 und auch Bloodborne sind noch heute die Speerspitze im "Soulslike"-Genre. Als Favorit würde ich auch heute noch Demon´s Souls nennen; noch vor Bloodborne und Dark Souls. Am meisten hat mich NIOH als "Non-FROM"- Spiel überzeugt; und auch dort gibt es einigen Verbesserungsbedarf. Nicht unbedingt was das Kampfsystem angeht, eher die Gegnervielfalt und die Levelvariationen. Aber auch bei der Lore bzw. der Art diese einzubinden ist FROM noch immer auf Platz 1 wie ich finde.
Stalkingwolf schrieb am
was bei Darksiders 3 so nicht ist.
Sie verschwinden später.
Die Dark Souls mäßigen Spiele haben mich bisher leider alle enttäuscht. Dark Souls 1+3 und Demon's Soul sind hier IMO top notch.
Civarello schrieb am
Sten cal Dabran hat geschrieben: ?
07.12.2018 18:03

Ich habe mich seinerzeit an Demon's Souls und auch Lords of the Fallen probiert, die mich überhaupt nicht angesprochen haben.
Wo das Kampfsystem mit denen viel gemein haben soll, ist mir ein Rätsel.
Ja, gewisse Gegner hauen einen mit zwei Schlägen aus den Latschen. Die studiert man eben so lange, bis man ihnen vernünftig ausweichen kann. Und wenn man dann austeilen darf, geht es wieder zügig zur Sache.
Wenn man von "Souls-Ähnlichkeit" spricht bzw. wenn generell die Rede von "Souls-likes" ist meint man nicht nur das Kampfsystem. Die Hauptähnlichkeit bei den "Souls-likes" (und auch Darksiders 3) ist wohl, dass man die jeweilige Währung/Erfahrung bei einem Tod verliert, und man diese danach wieder bekommen kann; vorausgesetzt man stirbt nicht noch einmal auf dem Weg dorthin.
TeddyBärXL schrieb am
Ich weiß bis jetzt nicht was es mit dem Schwierigkeitsgrad zu tun haben soll, wenn ich während irgendwelcher Animationen Schaden erleiden kann. In welchen Spielen ist das denn so? Das hat für mich nichts mit dem Schwierigkeitsgrad zu tun, das ist einfach nur unnötig. Dann bitte sämtliche Animationen ausbauen. Ich denke gerade an Doom und stelle mir vor ich mache einen dieser ohnehin schon super langen Finisher und rundherum werde ich von 10 Dämonen aus allen Rohren torpediert. Man würde jedes Mal binnen 2 Sekunden das Zeitliche segnen und seinen Spielstil komplett ändern müssen, um irgendwelche spaßigen Animationen zu vermeiden. Und nein da geht es nicht um Skill, das ist das Spieldesign. Wenn das Spieldesign darauf ausgelegt ist, solche Finisher am Fließband machen zu können, darf ich dabei auch nicht verwundbar sein, sonst hätte man sich das auch gleich sparen können. Genau so verhält es sich doch auch mit Ausweichrollen, Kombo-Ketten (Animationen) und ähnlichen Dingen die man als Spieler gar nicht abbrechen kann.
Sten cal Dabran schrieb am
Konnte dann als großer Fan der Reihe nicht widerstehen und habe doch schon nach dem ersten Patch zugeschlagen.
Ich habe kaum Gründe, mich zu beschweren. Als jemand, der auf den ganzen Sammelwahn aus 2 sehr gut verzichten kann, tun mir die Einschnitte der RP-Elemente nicht allzu weh.
Ich habe mich seinerzeit an Demon's Souls und auch Lords of the Fallen probiert, die mich überhaupt nicht angesprochen haben.
Wo das Kampfsystem mit denen viel gemein haben soll, ist mir ein Rätsel.
Ja, gewisse Gegner hauen einen mit zwei Schlägen aus den Latschen. Die studiert man eben so lange, bis man ihnen vernünftig ausweichen kann. Und wenn man dann austeilen darf, geht es wieder zügig zur Sache.
Die Geschichte reißt mich bisher nicht vom Hocker, auch die Charaktere bleiben eher blass. Kennt man ja schon aus dem zweiten Teil. Was den Schauplatz angeht haben die Entwickler was die Vernetzung angeht echt nicht gelogen, das ist sehr gut gelungen. Schränkt aber natürlich auf der anderen Seite auch die Kreativität stark ein. Augenöffner gibt es selten zu sehen. Ebenso kleine Kopfnüsse, die vermisse ich eigentlich am meisten.
Bin jetzt beim zweiten Vulgrim-Shop der Unterwasserwelt (sehr schön gestaltet) angekommen und gespannt, was noch auf mich wartet.
schrieb am

Angebote

Billiger.de Angebotshinweise:

Preise können jetzt höher sein.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.

Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.

Darksiders 3
Ab 59.99€
Jetzt kaufen