Assassin's Creed Odyssey - Test, Action, PC, Xbox One X - 4Players.de

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Action-Adventure
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Release:
05.10.2018
05.10.2018
05.10.2018
05.10.2018
05.10.2018
Spielinfo Bilder Videos

Obwohl man auch schon u.a. in Assassin‘s Creed 3 vor dem Hintergrund des amerikanischen Bürgerkrieges einige entscheidende Schlachten von aufeinandertreffenden Truppen inszenierte, hat man erst mit Odyssey die Entscheidung getroffen, den Spieler nicht nur zu einem handelnden, sondern beeinflussenden Bestandteil zu machen. Jede Insel, jede Landmasse auf der üppigen Karte steht entweder unter spartanischer oder athenischer Herrschaft. Durch bestimmte Aktionen vom Leeren der Kriegskassen bis hin zum Töten des jeweiligen Anführers kann man den Einfluss der Fraktion auf die Region verringern – bis hin zu dem Punkt, an dem eine Schlacht bevorsteht. In dieser kann man sich auf die Seite des Verteidigers schlagen (die leichtere Option) oder den Angreifer unterstützen. Was daraufhin entbrennt, ist allerdings keine taktische Kriegsführung, in der Truppen versuchen, sich im Gelände oder durch Formationen Vorteile zu verschaffen, sondern erinnert von der Struktur eher wie ein besser organisierter Abschnitt aus Tecmo-Koeis Musou-Action. Spartaner und Athener kämpfen in kleinen Gruppen miteinander, während der Spieler jederzeit eingreifen und seine gewählte Fraktion unterstützen kann, damit der „Energiebalken“ der Armee schneller verschwindet als beim Gegner. Zwar lauern hier vermehrt Gefahren einer Unterzahl, vor allem wenn andere Söldner beim Feind unter Vertrag stehen können und einen zum bevorzugten Ziel machen. Doch unter dem Strich sind auch diese Scharmützel nur wenig mehr als eine weitere Option, um Erfahrung und epische Gegenstände einzuheimsen, die auf den Sieger warten. Man hat hier keinerlei Gelegenheit, nachhaltig die politischen Verhältnisse zu beeinflussen. Und es hat auch keinerlei Auswirkungen irgendeiner Form, ob man nun die Athener oder die Spartaner unterstützt – es gibt keinerlei Fraktionsparameter, die man verändern und darüber entscheiden könnte, wie freundlich einem die jeweilige Besatzungsmacht im nächsten zu besuchenden Gebiet gegenübersteht.

Nur Kleinigkeiten?

Das Konzept der Eroberungs-Schlachten ist gut. Die Umsetzung ist jedoch kaum mehr als eine erweiterte Musou-Action.
Das Konzept der Eroberungs-Schlachten ist gut. Die Umsetzung ist jedoch kaum mehr als eine erweiterte Musou-Action.

Diese sehr oberflächliche Behandlung einer im Kern potenziell sehr interessanten Mechanik ist für mich die größte Enttäuschung in Assassin‘s Creed Odyssey. Natürlich ist mir bewusst, dass bis auf wenige mit der Hauptgeschichte zusammenhängende Schlachten (in der man dann auch entsprechend keine Seitenwahl treffen darf) die Kriegsführung ebenso optional ist wie die Tower-Defense-Variante in Assassin‘s Creed Brotherhood. Doch hier stecken noch viele ungenutzte Möglichkeiten, das Spielgefühl zu erweitern und die persönliche Odyssee von Alexios oder Kassandra noch stärker mit dem Schicksal Spartas zu verknüpfen. Daneben gibt es noch ein paar untergeordnete Mankos, die Ubisofts antikes Griechenland mit nahezu allen anderen Spielen mit offener Welt teilt und die zwar ebenfalls nur wenig Einfluss auf die finale Wertung haben, aber gelegentlich auffallen. Während die Kulisse vor allem bei Landschaftsgestaltung, Wettereffekten sowie der Architektur punktet, einen größtenteils hervorragenden Eindruck hinterlässt und sowohl Protagonisten als auch die wichtigsten Nebenfiguren mindestens passabel darstellt, lassen die meisten NPCs zu wünschen übrig. Sie können hinsichtlich des Detailgrades nicht mit den Hauptcharakteren mithalten und zeigen auf Dauer zudem eine Tendenz zum Kloneinsatz, der allerdings den Gesamteindruck nur unwesentlich vermindert – wie auch die gelegentlich Clipping-Probleme, die man u.a. beim Ein-Knopfdruck-Klettern beobachten kann. Etwas verstörender ist da der bislang bei über 65 Stunden zwei Mal aufgetretene Fehler, dass das Gegenüber bei einem Dialog zwar spricht und auch die Lippen bewegt, sich dahinter aber keine Mundhöhle, sondern ein geschlossener Mund befindet – gruselig. Und man muss sagen, dass sich Odyssey im Vergleich mit anderen Action-Rollenspielen bei der Mimik der Protagonisten hinter The Witcher 3 und Horizon Zero Dawn einsortieren muss.

Man kann seinen Helden in drei Fähigkeitsbäumen stärken.
Man kann seinen Helden in drei Fähigkeitsbäumen stärken.

Das Kopfgeld-System ist theoretisch ebenfalls eine gute Idee: Sollte man es mit Lagerüberfällen oder dem Töten von Anführern übertreiben und allgemein eher eine Geißel der Gesellschaft sein, werden Kopfgeldjäger engagiert, die sich aus dem Pool der anderen ägäischen Söldner rekrutieren. Dass man diese seinerseits jagen und in ihrer Rangliste aufsteigen kann, ist ebenfalls nett, steht aber auf einem anderen Blatt. Diese nehmen nun ziemlich resolut die Fährte auf und können sich im schlimmsten Fall in ein Gefecht einmischen, das für eine Mission besondere Bedeutung hat. Damit habe ich allerdings keine Probleme. Auch nicht mit der Methode, das Kopfgeld loszuwerden: Entweder tötet man den Sponsoren des Kopfgeldes oder aber man zahlt das vergleichsweise niedrige Strafgeld. Ein kleiner Faux Pas ist allerdings, dass die Bounty Hunter einen bereits in Sichtweite haben, man dann aber im Pausemenü für die Absolution löhnen kann und bei der Rückkehr in die Spielwelt die Jäger so tun, als ob man nicht existiert. Wenn es wenigstens eine kleine Verzögerung bei der Übermittlung der Kopfgeld-Zahlung an die ausführenden Jäger gäbe, wäre das gesamte System nachhaltiger und würde eher dafür sorgen, dass man Verantwortung für seine Taten übernimmt.

Kommentare

Danilot schrieb am
Hab mir das Game vor 2 Tagen im Sale geholt und muss sagen: Verdammt das macht echt Spaß! Was haben die denn aus der Serie gemacht? Black Flag und Revelations habe ich damals nach ein paar Stunden weggelegt: Ein Ein-Button-Press-Kampfgameplay, ein unterirdisches Stealthsystem, interessante, aber mies ausgearbeitete Charaktere in dünnen Storys mit Valium-Charme.
Dieser Teil macht nichts neu, es gibt sogar das echt dümmliche Rekrutierungs-Kidnapping-System aus MGS 5: "Ich verpass dir eine und danach möchtest du für mich arbeiten!" Aber die Welt ist interessant, die Lootkisten gammeln nicht mehr auf Häuserdächern rum...
Die Hauptcharaktere sind interessant, die Geschichte solide bis sehr gut erzählt. Die NPC's sehen nicht mehr wie Wachsfiguren aus, es gibt sogar mal interessante Nebenmissionen, und das von Ubisoft? Ich dachte sowas dürfen die da gar nicht mehr programmieren. Das Game hat eine Story - nach Ghost Recon eigentlich undenkbar...
Das Kampfsystem ist solide und macht Spaß, das Seegeln sieht echt cool aus. Aber nochmal zum Kampfsystem: Schade, dass sie das Pfeilschießen nicht so gut wie in HZD hinbekommen haben und auch der Schwertkampf ist nicht immer super durchdacht. Der Hechtsprung zur Seite sollte durch schnelles Doppeldrücken aktiviert werden, nicht durch Taste-gedrückt-halten. Und einen Block-Konter auf zwei Tasten zu legen ist auch nicht gut, eine Taste wäre besser gewesen. Aber unterm Strich funktioniert es und macht viel Spaß als arcadige Variante von Bloodborne.
Letztlich bin ich besonders überrascht, dass sie die Nebenquests und die Gesprächsoptionen besser umgesetzt haben als in HZD. Dort war die Hintergrundstory sehr gut, aber Aloys Alltag so mehr "Mäh, wo ist der nächste Robokampf?" Mich hat da fast nie interessiert, was Aloy im Gespräch in Optionen sagen könnte (lag auch am weichgespülten Charakter).
Auch muss man wiedermal sagen, The Witcher 3 hat den Bereich OW-Games sehr stark geprägt (Fragezeichen, Nebenquests,...
Wortgewandt schrieb am
Rabidgames hat geschrieben: ?
08.10.2018 23:18
Wortgewandt hat geschrieben: ?
08.10.2018 22:55
Rabidgames hat geschrieben: ?
08.10.2018 15:04

Immerhin konntest du zu sinnlosem Dreisatzer mal noch ein bisschen ad hominem beigeben. Aber passt schon, ganz Kleiner. Und gibt Pap wieder schnell sein Telefon, bevor es zurück in den Kindergarten geht. Siehste, das kann ich auch!
Allerdings war es bei dir komplett unangemessen und ziemlich plump artikuliert. Davon abgesehen haben deine Tippfehler sämtlichen Humor im Keim erstickt. Daran musst du unbedingt arbeiten, willst du es mit mir aufnehmen können. Also, ich wiederhole mich ungerne - aber mach deine Hausaufgaben, Kleiner.
"Mit dir aufnehmen können"? Sind wir hier im Kindergarten oder was?
Ach nee, da spricht nur der obligatorische Forentroll, der vom eigentlichen Thema nicht mal den Hauch einer Ahnung hat. Aber ich musste lachen, von daher 8/10.
P.S. "ungerne"? Meinst du vielleicht "ungern"? Denn "ungerne" gibt es laut Duden nicht. So viel zum Thema Rechtschreibung.
Damit sinkst du leider auf 5/10, denn ein echter Troll achtet auf solche...
gnadenlos-GER schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
22.10.2018 23:59
Die Leute die nur die Story spielen wollen hast du alleine schon wegen den Vorgängern (die ich nicht gespielt bzw nur Black Flag mal angespielt habe) dabei, die diesbezüglich ja offenbar weniger Open World und weniger SQs geboten haben. Im Prinzip wurde aus AC spätestens mit dem aktuellen Teil ein anderes Spiel. Um es mal vorsichtig auszudrücken. Eigentlich wurde aus einem "nicht allzu anspruchsvollem Spiel" ein passables Sand Box Hack n Slay.
Ich frag mich ja woher dieser Sinneswandel bei Ubsi tatsächlich kommt. Kann mir aber gut vorstellen das viele aus der ursprünglichen Zielgruppe nun Geld fuer ihren Fortschritt ausgeben.
Ich habe jedes AC seit Teil 3 gespielt, einige auch abgeschlossen und Open World Spiele, bei denen Nebenaufgaben zum vollständigen Spielerlebnis gehört haben, waren das schon immer. Auch RPG-Elemente sind nicht neu, wurden nur mit Origin/Odyssey weiter ausgebaut.
Schon bei AC3 konnte man z.B. Tiere für ihr Fell jagen, es gab eine Basis die man ausbauen konnte, ein (sehr schlechtes) Handelsrouten-System, Händler bei denen man seine überschüssigen Tierfelle verkauften konnte, usw. Der Ausbau des Schiffs bei Odyssey stammt sogar fast komplett aus Black Flag und Syndicate hatte einen ziemlich umfangreichen und in drei Bereiche unterteilten Skill-Tree, den man mit Nebenaufgaben wie Boxkämpfen (jetzt eben als Arena integriert) schneller füllen konnte.
Bild
Der Begriff "Ubisoft-Formel" zur Beschreibung des Gameplay-Loops in vielen Open World Titeln kommt ja nicht von ungefähr und...
JunkieXXL schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
22.10.2018 23:59
Die Leute die nur die Story spielen wollen hast du alleine schon wegen den Vorgängern (die ich nicht gespielt bzw nur Black Flag mal angespielt habe) dabei, die diesbezüglich ja offenbar weniger Open World und weniger SQs geboten haben. Im Prinzip wurde aus AC spätestens mit dem aktuellen Teil ein anderes Spiel. Um es mal vorsichtig auszudrücken. Eigentlich wurde aus einem "nicht allzu anspruchsvollem Spiel" ein passables Sand Box Hack n Slay.
Ich frag mich ja woher dieser Sinneswandel bei Ubsi tatsächlich kommt. Kann mir aber gut vorstellen das viele aus der ursprünglichen Zielgruppe nun Geld fuer ihren Fortschritt ausgeben.
Ich habe Odyssey noch nicht gespielt, aber nach allem, was man so hört, mutiert Assassins Creed immer mehr zum epischen Rollenspiel. Ich stelle mal die naheliegende These auf, dass die beeindruckenden und erfolgreichen Rollenspiele der letzten Jahre, insbesondere The Witcher 3, Ubisoft den Impuls dafür gegeben haben. Ubisoft hat gesehen, solche Spiele kommen bei den Kunden an und sie haben erkannt, dass sie genügend Know-how haben, selbst Spiele dieser Art machen zu können. Zudem wissen sie, soll das ausgelatschte Franchise nicht untergehen, braucht es Veränderung und Erneuerung. Dass Ubisoft bei der Assassins-Creed-Reihe nun diesen Weg geht, finde ich nicht nur schön, sondern auch logisch.
Xris schrieb am
Die Leute die nur die Story spielen wollen hast du alleine schon wegen den Vorgängern (die ich nicht gespielt bzw nur Black Flag mal angespielt habe) dabei, die diesbezüglich ja offenbar weniger Open World und weniger SQs geboten haben. Im Prinzip wurde aus AC spätestens mit dem aktuellen Teil ein anderes Spiel. Um es mal vorsichtig auszudrücken. Eigentlich wurde aus einem "nicht allzu anspruchsvollem Spiel" ein passables Sand Box Hack n Slay.
Ich frag mich ja woher dieser Sinneswandel bei Ubsi tatsächlich kommt. Kann mir aber gut vorstellen das viele aus der ursprünglichen Zielgruppe nun Geld fuer ihren Fortschritt ausgeben.
schrieb am

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