Red Faction: Guerrilla - Vorschau, Action, PC, PlayStation 3, Xbox 360 - 4Players.de

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Action-Adventure
Entwickler: Volition
Publisher: THQ
Release:
05.06.2009
18.09.2009
05.06.2009
Spielinfo Bilder Videos
Wie üblich: Die Realität hinkt dem Zeitgeist meilenweit hinterher. Da hat Arnie schon längst einen Urlaubstrip in die virtuelle Mars-Realität hinter sich, da war selbst Ex-Batman Val Kilmer schon auf dem "Red Planet". Und was machen die ESA und deren Kollegen beim russischen Roskosmos? Sie quetschen sechs Probanden in ein nachgebautes Raumschiff - um erst mal herauszufinden, ob Menschen den Trip zum roten Planeten überhaupt überleben können! Da bleibe ich doch lieber bei der Fiktion. Da darf ich nämlich nicht nur zum Urlaub auf den Erdnachbarn reisen, sondern ihn gleich noch in seine physikalisch korrekten Bestandteile zerlegen!

Halb kaputtbar

Zugegeben, die Beschreibung ist nicht ganz korrekt. Im Grunde ist sie sogar denkbar ungenau. Denn wo man in den zwei Vorgängern die Umgebung zumindest teilweise deformieren konnte, bekommt der Mars im "Guerilla" betitelten dritten Teil keine Schramme ab. Nicht einmal  kleine Kratzer trägt das felsige Gestein davon.


Die Entwickler könnten euch natürlich erklären, wie ihre Physik funktioniert - aber die Hauptsache ist doch, dass es kracht!
Was umso merkwürdiger wirkt, sobald man sieht, was auf der Oberfläche geschieht. Denn anstatt Gebäude und Umwelt zu zerstören, zerfällt diesmal nur das, was die Menschen auf den Planeten gebracht haben - Unterkünfte, Brücken, Fahrzeuge, Radarstationen also.

Und WIE die Bauwerke hier in ihre Einzelteile zerfallen! Stellt euch nicht auf eine epische Handlung oder ein ausgefeiltes Charaktersystem ein: In Guerilla ist die Zerstörung der Star der Show. Während sich Fahrzeuge nämlich noch auf herkömmliche Art und Weise in ihre Einzelteile zersetzen, bestehen alle anderen Strukturen aus physikalisch korrekten Einzelteilen, die entsprechend ihrer "natürlichen" Beschaffenheit als Stützpfeiler oder nicht tragende Wände eingesetzt werden. Tatsächlich mussten die Entwickler Nachhilfe im Fach "Statik" nehmen, da sie von "einfachen" Level-Designern zu realen Architekten werden mussten.

Erinnert ihr euch an Bridge Builder, Pontifex oder das aktuellere Elefunk? In jedem dieser Spiele musste man mit aus verschiedenen Materialen bestehenden Bauteilen eine Brücke konstruieren, die anschließend einer großen Belastung standhalten musste. Und genau wie man dort beim Belastungstest sehen konnte, welches Bauteil wie stark beansprucht wird, berechnet auch das neue Red Faction zu jedem Zeitpunkt die Belastung, die auf jeden Bestandteil jedes Gebäudes einwirkt.

Schlag zu!

Ich gebe ja zu: In der Theorie klingt das ganz schrecklich langweilig. "Kann mir doch egal sein, dass die hoch detaillierten Drahtgittermodelle mitbekommen, wenn ich mich einfach nur gegen eine Wand lehne!" Oder? Stimmt, das Warum ist im Grunde egal - aber als ich zum ersten Mal in die Rolle des Alec Mason geschlüpft bin, um als Rebell in einer offenen Welt die skrupellose EDF-Armee in abwechslungsreichen kleinen Guerilla-Angriffen zu bekämpfen, wurde mir schnell klar, weshalb das Warum so  faszinierend sein kann: Hier fällt ein Gebäude nämlich nicht einfach auseinander, wenn ich irgendwo dagegen trete - hier brechen Gesteinsbrocken genau dort aus der Mauer, wo mein
In dieser Einöde beginnt euer Freiheitskampf. Später erhaltet ihr Zugang zu insgesamt sechs großen Zonen.
mächtiger Vorschlaghammer hinschlägt, wo eine Mine explodiert oder eine Rakete auftrifft. Falls ich nicht präzise auf die stützenden Pfeiler ziele, bleiben die Metallstreben dabei wie Teile eines Skeletts zurück. Irgendwann steht das Haus dann nur noch auf ein paar dünnen Trägern; ein letzter Hieb und das hohe Silo legt sich wie ein angetrunkener Dinosaurier behäbig zur Seite, bevor es sich beim Aufprall endgültig in seine Einzelteile zerlegt. Hier SIEHT man die Physik - und es macht teuflisch viel Laune, jedes bisschen Wissen um Statik zu nutzen, um möglichst effektiv Zerstörung anzurichten!

Weil hinter den Kulissen so viel passiert, sind es denn übrigens auch einfach technische Grenzen, die der zusätzlichen Deformierung der Umgebung einen Riegel vorschieben. Im Grunde ist das aber auch egal. Denn selbst, nachdem wir uns vier Stunden lang in Red Faction: Guerilla austoben konnten, hatte ich noch lange nicht genug davon, als wandelnde Abrissbirne über den Mars zu toben. Vor allem will ich sehen, welche Zerstörung ich mit anderen und verbesserten Waffen anrichten kann. Denn auch wenn sich die Entwickler in den letzten Monaten besonders um Handlung und Charaktere bemüht haben, so steht das Entzücken über jeden heraus gebrochenen Stein deutlich im Vordergrund.

     

Kommentare

GamePrince schrieb am
Eigentlich war mein Interesse an dem Spiel nur mässig, aber nach sovielen tollen Reviews bin ich doch richtig neugierig und heiß auf das Spiel. :D
Physikalisch korrekte Sci-Fi-Action auf'm Mars.
Baba O'Riley schrieb am
Das ist ja alles ganz nett mit vollständig zerstörbarer Umwelt und so. aber wie es aussieht wenn die gebäude in die einzelteile zerlegt werden erinnert mich das an das spiel "Abenteur auf der Lego Insel" aus dem Jahr 1998 8O ( hach das war ein tolles spiel *nostalgie* :cry: ) also ich weiss nich recht...
Odins son Thor schrieb am
Die demo war nich so der burner...
Aber (!!) ich hatt enoch nie so einen spaß, mit einem hammer rumzurennen und sämtliche gebäude einzureissen!
Schnell die säulen eingehaun und schon stürtzt alles zusammen ^^
aber ich denke mehr als das hat das spiel kaum zu bieten...
Außerdem war ich überrascht, das es kein ego shooter war sondern 3rd Person O_o
Ray-Jin schrieb am
Kann man eigentlich wie früher noch löcher in den Boden schießen oder haben die das raus genommen?
bati. schrieb am
TheInfamousBoss hat geschrieben:Ich freu mich drauf, einfach ein Physik-Overkill! :D

:D
schrieb am

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