Der richtige Mann
Ziel ist es, wie bei Total War Shogun zu werden, um das zerstückelte Land zu einen. Bei Sengoku gelingt dies aber nicht durch blutige Eroberung, sondern über die Charaktere, die das virtuelle Japan des 15. Jahrhunderts bevölkern. Jeder Clan wird von einem Adeligen geführt, der die Macht über seine Vasallen hat. Egal, ob man nun eine Leibwache aufstellen, Steuern eintreiben oder einen Feind in die Schranken verweisen will, man braucht dafür den richtigen Berater. So ist man als Herrscher z.B. auch verheiratet, was jedoch nicht nur Thronfolger generiert. Die Geschicke der Ehefrau verbessern dabei den eigenen Wert im Verhandeln. Und den Sohn kann man irgendwann als General in die Schlacht schicken.
Ehrloser Tyrann
Alles in Sengoku hängt an der Ehre, denn nur ein Ehrenmann kann Shogun werden, wofür man die Hälfte Nippons kontrollieren muss. So ist man stets darauf bedacht, den eigenen Ruhm zu mehren. Viele Aktionen bringen Ehre ein, die man z.B. für Diplomatie nutzen kann. Fällt der Wert auf null, ist man ehrlos und muss unfreiwillig aus dem Leben scheiden, denn jeder Charakter hat einen Schalter für Selbstmord (Seppuku). Damit es nicht zum Game Over kommt, kann man neben offenem Streit auch auf Geheimaktionen setzen. Es gibt die Möglichkeit, Komplotte gegen ein Haus zu schmieden und sogar die Ninjas loszuschicken, um einen Mord zu begehen. Ob das der Ehre zuträglich ist?
Ausblick
Sengoku versucht gar nicht erst, ein Soghun 2-Abklatsch zu sein. Zwar sind Szenario, historischer Hintergrund und Zielsetzung recht ähnlich, aber der Weg dorthin, wird gänzlich anders verlaufen. Setzt man bei Total War hauptsächlich auf Eroberung, Festungsbau und militärische Verbesserung, spielt gerade die Armee bei Sengoku nur eine Nebenrolle. Die automatisch ablaufenden Kämpfe können es niemals mit den taktischen Schlachten eines Shogun aufnehmen. Im Strategiespiel von Paradox geht es vielmehr darum, seine Feinde mittels Intrigen zu besiegen. Dafür kann man vom einfachen Komplott zum Sturz eines Herrschers bis zum politischen Mord gehen, den dann die Ninjas erledigen. Besser für das zentrale Ansehen ist es aber, seine Feinde eleganter auszumanövrieren. Es kommt also entscheidend auf die Personen an, die man im eigenen Clan hat: Taugen sie im Kronrat als Diplomaten, Leibwächter oder militärische Führer? Oder sollten sie wegen Dummheit lieber Seppuku begehen? Wir sind jedenfalls gespannt, was Sengoku alles noch bieten wird.Eindruck: gut
Fakten:
- Ziel ist es, Japan zu einen
- man führt einen Clan
- Ehre ausschlaggebend
- wer ehrlos wird, muss Selbstmord begehen
- Berater einstellen
- Provinzen ausbauen
- Komplotte schmieden
- Ninjas für Geheimmissionen
- Vasallen einsetzen
- automatische Schlachten
- basiert auf EU 3-Engine
- zoombare Karte von Nippon
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