Half-Life: Die (R)evolution des Shooters - Special

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Half-Life (Shooter) von Sierra / VUGames
Die (R)evolution des Shooters
Science Fiction-Shooter
Entwickler: Valve Software
Publisher: Sierra / VUGames
Release:
kein Termin
kein Termin
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Spielinfo Bilder  
Puuuh...ist das echt schon wieder zehn Jahre her, dass Valve mit Half-Life 2 die Spielewelt aufmischte? Auch wir haben dem Meisterwerk damals mit 93% eine Traumwertung verpasst und es mit dem Platin-Award sowie zum „Spiel des Jahres 2004“ ausgezeichnet. Doch seit 2007 warten Fans vergeblich auf „Episode 3“ oder eine vollwertige Fortsetzung. Zur Feier des Tages kramen wir nicht erneut den Jubilar hervor, sondern reisen noch weiter zurück in die Vergangenheit. Genauer gesagt ins Jahr 1998, als ein gewisser Gordon Freeman zum ersten Mal in Erscheinung trat.

Bang, Boom, Bang

Ego-Shooter. Das damals noch sehr junge Genre stand vor allem für stupide, aber trotzdem unterhaltsame Action, die vor allem von der starken Immersion lebte, welche die neue „Ich-Perspektive“ ermöglichte. Charaktere? Nebensache. Story? Unwichtig. Hauptsache, da war dieses Fadenkreuz in der Mitte, es gab fette Wummen (oder Kettensägen) und genug Gegner, die man wegrotzen konnte. Nein, nicht nur KI-Widersacher, denn Quake & Co faszinierten damals wie heute vor allem durch die packenden Mehrspieler-Partien.

Und dann kam Half-Life. Klar, viele Elemente bewährter Shooter fanden sich auch hier. Da war das übliche Arsenal mit Pistolen, Shotgun oder Raketenwerfer – aber auch experimentelle Waffen wie die Gauss und Gluon Gun sowie futuristische Alien-Knarren bereicherten die Auswahl. Zudem zählte Half-Life zu den ersten Titeln, die einen sekundären Feuermodus anboten. Und auch ohne einen Mehrspieler-Modus konnte und wollte man nicht auskommen. Gut so, immerhin entstand auf dieser Basis einer der populärsten und bekanntesten Team-Shooter überhaupt: Counter-Strike. Doch damit nicht genug, denn auch auf technischer Ebene fand sich die DNA von
Willkommen bei Black Mesa!
Willkommen bei Black Mesa!
Pionieren des Genres, diente als Basis für die verwendete GoldScr-Engine doch der Quake-Code von id Software, der zusätzlich mit Code der id-Tech2-Engine angereichert wurde.

Eine neue Ära


Aber Half-Life war anders. Anders als alles, was man zuvor in der Ich-Perspektive am PC erlebt hatte. Denn Valve rückte nicht nur die Kampagne in den Mittelpunkt, sondern hievte sie mit interessanten Charakteren, der glaubwürdigen Spielwelt, einer spannenden Geschichte und nicht zuletzt der packenden Inszenierung auf ein neues Qualitätsniveau. Statt einzelner Level, wie man sie z.B. von Doom bis Duke Nukem vorfinden konnte, wanderte man hier nur mit kurzen Nachladeunterbrechungen durch eine kontinuierliche Spielwelt, indem man sich durch den verwinkelten Komplex von Black Mesa kämpfte und später im Rahmen der insgesamt 17 Kapitel sogar dem Heimatplaneten der außerirdischen Invasoren einen Besuch abstattete. Und wo andere Spiele ihre Geschichten in aufwändigen Zwischensequenzen erzählten, erlebte man hier alles von Anfang bis Ende aus der Sicht des Protagonisten Gordon Freeman, den man dadurch zwar nie selbst zu Gesicht bekam oder sprechen hörte, aber gefühlt näher am Geschehen dran war und quasi niemals die Kontrolle aus der Hand geben musste.

Übergang zerstört? Dann muss man wohl nach alternativen Wegen Ausschau halten.
Übergang zerstört? Dann muss man wohl nach alternativen Wegen Ausschau halten.
Auch der gehäufte Einsatz von Skript-Sequenzen war damals ein Novum, von dem die Inszenierung profitierte. So eröffneten z.B. Explosionen neue Wege oder einer der Gegner rammte eine Tür aus dem Weg, um auch dem Spieler einen Ausweg zu bieten. Darüber hinaus war auch das Leveldesign erster Güte: Anstatt nur wild zu ballern, erlaubten die kleinen Erkundungsabschnitte immer wieder Zeit zum Durchatmen – oder regten die grauen Zellen an. Denn auch Umgebungsrätsel standen in der Forschungsanlage auf der Tagesordnung und reichten von einem einfachen „Knopfdrücken“ über das Zerschlagen von Glas mit dem kultigen Brecheisen bis hin zum Stapeln und Verschieben von Kisten, um sich eine Treppe zu bauen. Auch im Kampf mit den Gegnern erwies sich das Umfeld oft als hilfreich: Da Munition eher knapp bemessen war, schaltete man sie z.B. aus, indem man durch das Drehen eines Ventils auf heißen Dampf statt Kugeln setzte. Selbst die vereinzelten Bosskämpfe gegen physisch überlegene Widersacher löste man besser mit Köpfchen als mit purer Waffengewalt.

Kommentare

casanoffi schrieb am
Vin Dos hat geschrieben: ?
24.11.2018 13:57
Das Gefühl bekommt man leider nicht mehr wieder. Deshalb kann ich auch HL1 nicht mehr durchzocken. Ich nehm es mir immer wieder vor, aber es klappt nicht. Nach ner Stunde ist schluss und alle Nostalgie ist den Bach runter.
Geht mir leider genau so.
Hatte es erst kürzlich mit HL2 versucht, aber nach einer Stunde war der Zauber verflogen wie ein warmer Furz im Wind.
Vin Dos schrieb am
Hat wahrscheinlich auch damit zu tun dass ich die komplette "Jedes-Jahr-Aufrüsten-Phase" mitgenommen hab und HL2 das Fass zum überlaufen gebracht hat. Nichts desto trotz erinnere ich mich gerne daran zurück, an HL Deathmatch im LAN, die ersten CS Versionen, Global Warfare und die ganzen mods. HL2 hat mir in die Richtung nicht das gegeben was ich mir erhofft hatte.
Ich weiß noch wie ich von Unreal begeistert war mit den ganzen Wassereffekten und der Graphik, dann HL gekauft und erstmal gedacht hab wie schrottig alles aussieht. Dass es mich dann mit den geskripteten Geschichten und der Story so weggeholt hat war schon toll. Das Gefühl bekommt man leider nicht mehr wieder. Deshalb kann ich auch HL1 nicht mehr durchzocken. Ich nehm es mir immer wieder vor, aber es klappt nicht. Nach ner Stunde ist schluss und alle Nostalgie ist den Bach runter.
casanoffi schrieb am
Vin Dos hat geschrieben: ?
23.11.2018 05:41
Insgesamt war das eine gute Zeit, für mich aber eher weniger. Mit HL2 ist der PC bei mir gestorben. Nicht nur dass ich extrem enttäuscht war von HL2 und ich nach dem Steam-Debakel (Online Aktivierung) nie wieder was damit zu tun haben wollte, sondern mit der Source Engine ist auch noch CS über den Jordan gegangen. Ich habe zwar noch eine Weile CS 1.5 weiter gespielt, aber eigentlich war es das Ende meiner PC Ära :cry:
Danke für diesen ehrlichen Kommentar, kommt nicht häufig vor, dass sich für jemanden diese Ära so schlecht entwickelte. Das ist natürlich enttäuschend...
Vin Dos schrieb am
casanoffi hat geschrieben: ?
21.11.2018 09:53
Vin Dos hat geschrieben: ?
21.11.2018 05:44
Dann hätte man nach Teil 1 aufhören sollen. Alles was danach kam fand ich nicht schlecht, hatte für mich aber nichts mehr mit dem Original zu tun. Der ganze Flair war ein anderer.
Ich sprach auch mehr von der gesamten Ära.
Steam war noch nicht DAS goldene Kalb, das alle anderen frisst und Valve haute einen genialen Hit nach dem anderen raus (mit HL2 als Vorzeigemodel für modernes Gamedesign).
Und die Source Engine war ein Traum für Modder.
Das war einfach nur eine geile Zeit für den PC.
Insgesamt war das eine gute Zeit, für mich aber eher weniger. Mit HL2 ist der PC bei mir gestorben. Nicht nur dass ich extrem enttäuscht war von HL2 und ich nach dem Steam-Debakel (Online Aktivierung) nie wieder was damit zu tun haben wollte, sondern mit der Source Engine ist auch noch CS über den Jordan gegangen. Ich habe zwar noch eine Weile CS 1.5 weiter gespielt, aber eigentlich war es das Ende meiner PC Ära :cry: .
Nach, ich weiß nicht wie vielen Jahren PC- Abstinenz und reinem Konsolen zocken komme ich wieder zurück :Hüpf: . Hab mir vorgenommen über den...
James Dean schrieb am
Switch-Man hat geschrieben: ?
20.11.2018 18:00
Rooobert hat geschrieben: ?
19.11.2014 19:32
HalfLife war auch mein Liebling. HL2 war für mich dagegen der letzte Rotz. Trotz toller Physik.
Kann ich so bestätigen. Die ersten paar Minuten waren noch wirklich gut, danach ging es steil bergab.
Z.B. selbst für die damalige Zeit ultramiesen Bodentexturen.... grausig. Die Immersion aus dem ersten Teil wurden lange nicht wieder erreicht.
Den ersten Teil deshalb hunderte Stunden gespielt, den 2. Teil nach ein paar wenigen Stunden enttäuscht weggelegt.
Bei mir ist es komischerweise genau umgekehrt. Half Life 1 damals (zugegeben: Erst nach Teil 2) gespielt, war ganz gut, dann nach und nach immer wieder mal erneut versucht, durchzuspielen. Inzwischen ist es eine Aneinanderreihung von "Ach ne, jetzt kommt ja DAS schon wieder ...", von den dämlichen Hüpfpuzzles über diese grüne Atomplörre bis hin zu dieser dämlichen Wagenfahrt oder dieser Taucherei in der Kanalisation.
Dieses Gefühl hatte ich aber nie bei Half Life 2, abgesehen von dem Part, wo man sich zu einem zerstörten Rathaus oder was das war durchkämpfen musste in einem Vorpark voller Strider. Aber Ravenholm und die Bootsfahrten, ja sogar den Buggypart finde ich heute immer noch trotz der blöden Steuerung unterhaltsam und abwechslungsreich.
Aber Black Mesa kann ich mir anstelle von HL1 immer noch geben.
schrieb am