Shadow Warrior 2 - Test, Shooter, PC - 4Players.de

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Shadow Warrior 2 (Shooter) von Devolver Digital
Duke Nukem wäre stolz auf Lo Wang
Arcade-Shooter
Entwickler: Flying Wild Hog
Publisher: Devolver Digital
Release:
13.10.2016
Q2 2017
Q2 2017
Spielinfo Bilder Videos

Rasante Action, überzeichnete Gewalt und bescheuerte Sprüche. Lo Wang macht in Shadow Warrior 2 genauso weiter wie im gelungenen Comeback aus dem Jahr 2013. Nur diesmal legt er noch eine Schippe drauf, darf seine Waffen mit Beute à la Borderlands erweitern und das Hackfleisch schnittgenau produzieren. Außerdem können bis zu vier Spieler teilnehmen. Doch reicht das aus, um sich vor Doom und aktuelle Shooter zu setzen?



Fuck it!

"Today is a good day to die for you", frotzelt Lo Wang nachdem ich mit den Zwillingsklingen das Yakuza-Mitglied in mehrere handliche Brocken zerschlagen habe. Als dann Kreaturen, die problemlos bei den Zerg mitmachen könnten, am Horizont auftauchen m, und ich die messerscharfen Nahkampfklingen wegstecke, um zu dem mit Totenköpfen übersäten Maschinengewehr zu greifen, jage ich Dutzende Projektile in die Viecher rein, während ich rasant nach links und rechts ausweiche. Und was sagt Lo Wang mitten im Gemetzel zu den zerschossenen Gegnern: "Look, you are full of holes". Ja, Lo Wang reißt auch im zweiten Teil von Shadow Warrior wieder reichlich saublöde, beleidigende und urkomische Sprüche inklusive Peniswitze, sowohl in den Gefechten als auch in den Gesprächen. Doch abseits von Lo Wangs spitzer Zunge bleibt die wichtigste Frage: Wie schlägt sich Shadow Warrior 2 als Shooter?
 
Old-School aber mit Tempo

Nahkampf oder Fernkampf? Lo Wang hat stets die Wahl.
Nahkampf oder Fernkampf? Lo Wang hat stets die Wahl.

Im Eifer des Gefechts spielt sich Shadow Warrior 2 prinzipiell wie Doom - also wie ein klassischer Ego-Shooter ohne automatische Lebensregeneration oder irgendwelchen Deckungsmanöver. Regeneriert wird mit Healthpacks, Gesundheitsschrein oder per Chi-Heilung. Dank Lo Wangs reichhaltiger Bewegungsmöglichkeiten geht es oftmals wirklich rasant zu. Der Schnetzelmeister kann nicht nur Doppelsprünge vollführen, sondern auch nach vorne, hinten oder zur Seite preschen - entweder um auszuweichen, die Angriffsrichtung zu verändern oder sich einfach fortzubewegen. Und nein, eine Stamina-Leiste oder so etwas, die das Voranpreschen unterbindet, gibt es nicht. Fallschaden kennt Lo Wang als Badass-Ninja übrigens nicht, was gut ist, denn im Gegensatz zum Vorgänger sind die Levels nicht nur viel weitläufiger und offener gestaltet, nein, es geht öfters in die Höhe oder die Tiefe. Dass die Levels dabei teilweise prozedural generiert werden, fällt kaum auf, da vorgefertigte Levelpassagen bzw. Muster neu zusammengewürfelt werden und sich die Positionen der Gegner verändern - also nichts mit No Wang’s Sky! Handgemachte Geheimnisse gilt es ebenfalls zu entdecken. Gelegentlich fallen jedoch einige längere gegnerlose Passagen auf.
 
Nahkampf oder Fernkampf? Beides!

Zwischendurch dürfen Glückskekse mit stets
Zwischendurch dürfen Glückskekse mit stets 'weisen Sprüchen' geöffnet werden.

Das diesmal deutlich umfangreichere Gegnerarsenal von dämonischen Fleischbergen über Cyber-Soldaten, Drohnen und Yakuza darf im Nahkampf oder Fernkampf ausgeschaltet werden. Dabei ist es völlig egal, welchen Stil ihr bevorzugt - beide Varianten haben ihre Berechtigung und sind gut integriert. Shadow Warrior 2 funktioniert als klassischer Shooter und Nahkampf-Actionspiel. Und da man Waffen sowie Fähigkeiten individuell an den gewünschten Stil anpassen kann, bleibt es dem Spieler überlassen, für welchen Killermaschinentyp man sich entscheidet - oder man kombiniert einfach Nah- und Fernkampf, was sich bei manchen Gefechten empfiehlt.

Nahkämpfer dürfen mit Katana, Doppelklingen, Cyberschwertern, Kettensäge und Co. auf den Gegner zustürzen, 360°-Grad-Attacken ausführen oder mit der Klinge parieren. Ist man von Feinden umringt, hilft ein Chi-Schubser oder man flieht mit hektischem Preschen und Doppelsprüngen. Dennoch hätte das Nahkampfsystem etwas mehr Tiefe oder zusätzliche Fähigkeiten vertragen können. Aber wenn man die Schatten-Furie (Berserker-Modus) zuschaltet und später den niedergemetzelten Fleischsalat erblickt, fällt es oft schwer, sich ein Grinsen zu verkneifen. Apropos Fleischsalat: Im Gegensatz zum Vorgänger, bei dem die Gegner über Sollbruchstellen verfügten, werden die Feinde diesmal akkurater in ihre Einzelteile zerlegt.

Im Berserker-Modus ist Lo Wang eine noch unaufhaltbarere Killermaschine.
Im Berserker-Modus ist Lo Wang eine noch unaufhaltbarere Killermaschine.

Selbst große Einschusslöcher von der Schrotflinte sind aus der Ferne noch gut zu erkennen. Alles in allem ist die Gewaltdarstellung so dermaßen überzeichnet, dass sie nicht ernst genommen werden kann - genauso wie der Hauptcharakter.

Auch in Sachen Fernkampfwaffen und Shooter-Dynamik überzeugt der zweite Auftritt von Lo Wang. Mit Pistolen, Granatwerfer, Nagelknarre, Maschinengewehr und weiteren bizarren Vertreten darf man die Gegner eindecken. Jede Waffe verfügt über individuelle Werte (Feuer- und Streurate), die sie in Handhabung und Effektivität voneinander unterscheiden. Das Trefferfeedback ist aufgrund der Blutdarstellung und der Schadenszahlen, die alternativ abgeschaltet werden können, hervorragend.

Kommentare

$tranger schrieb am
Ich hab's durchgespielt und es hat mir gefallen. Besonders die dummen Sprüche und die Bosskämpfe. Weniger die Schusswaffen und die langweiligen Upgrades.
Vom reinen Gunplay und Spielfluss her fand ich Doom aber besser, wenn wir jetzt spiele mit Dämonen und Gegnerwellen vergleichen. War spaßig, aber GOTY wird's bei mir nicht, eben wie der letzte Teil.
Schnurx schrieb am
Habe den ersten Teil gespielt und am WE dann auch den zweiten. 24 Stunden Spieldauer, alle Nebenmissionen gemacht.
Die Lootschwemme ist ein bischen sinnlos, aber ansonsten ist das einer der besten Shooter/eines der besten Actionspiele der letzten Jahre.
Von den Bewegungsabläufen bis zu den Waffen paßt eigentlich alles.
Sogar ganz leichte "Stealth-Ansätze" (Ok, ist eher ein Scherz) sind möglich. Bogen nehmen, auf "Poison" ausrüsten und aus der Ferne Gegner erledigen. Immer wieder erhebend, wenn dann andere Gegner zum gefallenden Kollegen laufen und dann Opfer der Gift-Explosion seiner Leiche werden :)
Sehr schönes Spiel ohne nennenswerte Schwächen oder Probleme, war den Vollpreis alle mal wert!
Hans Gruber schrieb am
Letztendlich hab ich noch nie groß was auf youtuber oder streamer gegeben, auch auf die tests hier kann man sich nicht verlassen. Da frag ich lieber kumpels, da weis ich was ich zu erwarten hab. TB fand ich immer ganz gut, weil er eben auf die ganzen Einstellungsmöglichkeiten eingegangen ist, mittlerweile reiht er sich direkt bei Angry Joe und den ganzen Vögeln ein..
KaZper schrieb am
Scorcher24_ hat geschrieben:Ob das jetzt ein Review ist oder nicht, das ist doch Erbsenzählerei. Er redet sich da halt raus mit seinem "Ich spiels nur kurz an", die Regel bricht er aber ständig. Noch dazu führt eben genau das dann zu einem Verriss der unnötig gewesen wäre, wenn er sich mit dem Game a bissl beschäftigt hätte. Und am Ende bewertet er das Spiel wie ein normaler Test. Nur halt ohne Zahlen. Und da viele Idioten so viel Gewicht in seine Worte legen, labern die ihm alles nach, weil sie zu bescheuert sind den Unterschied zu sehen. Die sind eigentlich noch das größere Problem. Seine fanatischen Fanboys, die jeden und alles verdammen der TB nur a bissl kritisiert.

Aber du kannst ihn ja schlecht für seine Fanboys verantwortlich machen, erstrecht nicht wenn er so vehemmt gegen jedes Fanboytum argumentiert.
Finde es schlicht und einfach unfair ihn anhand von Kriterien zu bewerten denen er versucht, so gut es nun einmal geht, auszuweichen (Review, Test).
Die Definition eines Formats halte ich nun für doch etwas gewichtiger als Erbsenzählerei. Eine Kolumne ist auch kein Artikel und eine Analyse keine Interpretation.
Scorcher24_ schrieb am
Ob das jetzt ein Review ist oder nicht, das ist doch Erbsenzählerei. Er redet sich da halt raus mit seinem "Ich spiels nur kurz an", die Regel bricht er aber ständig. Noch dazu führt eben genau das dann zu einem Verriss der unnötig gewesen wäre, wenn er sich mit dem Game a bissl beschäftigt hätte. Und am Ende bewertet er das Spiel wie ein normaler Test. Nur halt ohne Zahlen. Und da viele Idioten so viel Gewicht in seine Worte legen, labern die ihm alles nach, weil sie zu bescheuert sind den Unterschied zu sehen. Die sind eigentlich noch das größere Problem. Seine fanatischen Fanboys, die jeden und alles verdammen der TB nur a bissl kritisiert.
schrieb am

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