Warhammer 40.000: Dawn of War 3 - Test, Strategie, PC - 4Players.de

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Warhammer 40.000: Dawn of War 3 (Strategie) von SEGA
Brachiale Echtzeit-Strategie
Echtzeit-Strategie
Entwickler: Relic Entertainment
Publisher: SEGA
Release:
27.04.2017
Spielinfo Bilder Videos

Seit der MOBA-Welle fristen klassische Echtzeit-Strategiespiele ein Schattendasein. Den ersten Wiederbelebungsversuch startete Halo Wars 2 im Februar, bot aber trotz aufwändiger Produktion nur oberflächliche und actionreiche Scharmützel. Der neue Hoffnungsträger heißt Warhammer 40.000: Dawn of War 3 von Relic Entertainment und SEGA. Ob die martialischen Schlachten mit Spaces Marines, Orks und Eldar überzeugen, klären wir im Test.



Kompakter Basisbau

Die Gefechte in Dawn of War 3 lassen sich am besten als Mischung aus Dawn of War und Dawn of War 2 beschreiben. Vereinfacht gesagt setzt sich das Spiel aus Basisbau, Einheitenproduktion und Ressourceneroberung aus dem ersten Teil sowie den steuerbaren Helden aus dem zweiten Teil zusammen. Das Tempo fällt etwas gemächlicher als bei StarCraft 2 aus, was keinesfalls negativ ist, da viele Einheiten im Kampf länger durchhalten, sofern sie nicht hart gekontert werden. Dadurch hat man etwas mehr Zeit für das Mikromanagement der Fähigkeiten und der Truppen, was dringend notwendig ist, denn der effiziente Heldeneinsatz erfordert Hotkey-Nutzung oder viele Mausaktionen pro Minute.

Die Schlachtfelder sind eine finstere Augenweide. Die Gefechte gehen in der Nahansicht ziemlich brutal und blutig vonstattengehen.
Die Schlachtfelder sind eine finstere Augenweide. Die Gefechte gehen in der Nahansicht ziemlich brutal und blutig vonstattengehen.



Vor den intensiven Kämpfen steht der Basisbau auf der Tagesordnung. Je nach Fraktion (Space Marines, Eldar, Orks) können Produktionsgebäude für Infanterie, schwere Infanterie und Fahrzeuge sowie ein Upgrade-Bauwerk hochgezogen werden - zusätzlich gibt es ein Warptor für die Eldar und ein Waaagh!-Turm für die Orks. Zur Sicherung von eroberten Ressourcenpunkten ist der Horchposten gedacht, der den Punkt und die Generatoren als produktionserhöhende Erweiterungen gegen leichte Einheiten verteidigt. Umfangreicher ist der Basisbau nicht. Alles ist auf raschen Aufbau ausgelegt.

Wie gewohnt müssen auf den Schlachtfeldern verteilte Kontrollpunkte erobert werden, die Anforderungspunkte und Energie für den Armeeausbau und die Forschung generieren. Neben der beinahe obligatorischen Einheiten-Beschränkung gibt es eine dritte (neue) Ressource: Elite-Punkte. Diese braucht man, um Elite-Einheiten bzw. Helden und Superfertigkeiten anzufordern. In der Kampagne werden diese Punkte automatisch über Zeit generiert. Im Mehrspieler-Modus darf man zusätzlich einen speziellen Ressourcenpunkt (violette Markierung) erobern. Hier entbrennen erfahrungsgemäß die intensivsten Gefechte. Und weil man sich möglichst schnell Zugang zu möglichst vielen Ressourcen beschaffen sollte, ist die anfängliche Schlachtphase zumeist von aggressiver Expansion geprägt.

Das Echtzeit-Strategiespiel erfordert eine dauerhafte Internetverbindung - sowohl für das eigentliche Spiel als auch für den Fortschritt (Freischaltung von Helden, Doktrinen, Farben für den Army Painter etc.).
Das Echtzeit-Strategiespiel erfordert eine dauerhafte Internetverbindung - sowohl für das eigentliche Spiel als auch für den Fortschritt.


Seite an Seite: Helden und normale Einheiten

Auf sich allein gestellt sind die Helden zwar stark, aber nicht übermächtig - und ohne heldenhafte Begleitung ist selbst die stärkste Streitmacht ein gefundenes Fressen. Alles läuft auf die geschickte Kombination aus Elite-Einheiten und Normalos hinaus, weil sie sich gegenseitig ergänzen und durch Elite-Doktrinen (Spezialfähigkeiten der Helden) verstärken. Man baut somit auf Synergieeffekte. Da die Fertigkeiten der Elite-Einheiten manuell ausgelöst werden müssen, ist Mikro-Management gefordert und wenn man mehrere Helden in den Angriff schickt, kann es hektisch zugehen, zumal man wissen sollte, welche Stärken und Schwächen die eigenen und vor allem die gegnerischen Helden haben. Dieser Helden-Fokus riecht zwar ein bisschen nach MOBA (DotA 2 oder League of Legends), doch dieser Schein trügt, denn ohne die Standard-Einheiten, die gesunde Mischung sowie die richtigen Konter/Taktiken sind die Helden schnell ausgeschaltet. Man muss adäquat auf seinen Gegner reagieren, sonst kann es passieren, dass selbst eine große Armee in Windeseile ausgeschaltet wird.

Die Eldar-Armee mit drei Helden versucht den geliebten Schrott der Orks zu zerstören.
Die Eldar-Armee mit drei Helden versucht den geliebten Schrott der Orks zu zerstören.

Dawn of War 3 ist also ein klassisches Echtzeit-Strategiespiel mit starken, aber längst nicht übermächtigen Helden, deren Vielfalt eine ordentliche Einarbeitungszeit erfordert. Die Helden können nicht mit neuen Ausrüstungsgegenständen versorgt bzw. verbessert werden.

Die Deckungsmechanik aus Dawn of War 2 wurde gestrichen, stattdessen gibt es auf den Schlachtfeldern verteilte Schutzschildpositionen, die sich erobern lassen und der verschanzten Infanterie einen Schutzschild gegen Fernkampfattacken spendieren. Nur mit Nahkämpfern und Deckungsbrechern lassen sich verschanzte Einheiten effektiv attackieren. Des Weiteren gibt es noch Tarnfelder auf den Karten, die für Hinterhalte genutzt werden können.

Kommentare

Leaks schrieb am
rDy2Die hat geschrieben: ?
Gestern 07:25
Leaks hat geschrieben: ?
22.04.2017 13:02
rDy2Die hat geschrieben: ?
22.04.2017 12:24

Und was ist für dich nicht mickriger Umfang? eine 4 Stunden CoD Kampagne ?
Das was früher Standard war. Und das waren keine 16 Missionen a 10 Minuten.
Achso und das die Missionen 10 Minuten dauern hast du welcher Glaskugel entnommen??
Das war doch deine Behauptung!!
rDy2Die schrieb am
Auch wenn Anno nicht in die Kategorie eingereiht wird für mich ist es RTS,
aber wenn selbst Mobas als Strategiespiel bezeichnet werden wundert mich nichts mehr :)
Sir Richfield schrieb am
rDy2Die hat geschrieben: ?
Gestern 10:20
Bei dieser Art von RTS ist das aber normal mit der Partiedauer, siehe Warcraft Starcraft und ähnliche ableger,
kann dir Anno empfehlen wenn du lange spiele haben möchtest :)
1) Ist Anno jetzt kein RTS
2) Factorio
:)
rDy2Die schrieb am
Sir Richfield hat geschrieben: ?
24.04.2017 17:08
Und hier sitzen mein Kumpel und ich und erinnern uns an die mehrstündige! Materialschlacht in DoW 1*, die uns klarmachte, dass wir zwei nicht mehr DoW gegeneinander spielen sollten. ;)
*Tau vs. IG
Und dann wäre da noch meine persönliche Meinung, dass 30 Min für eine Runde RTS eher so am unteren Ende meiner Erwartungshaltung sind. Aber das ist auch der Grund, aus dem ich nicht Online spiele und schon gar nicht mit Randos. Wenn das Spiel darauf ausgelegt ist, dass du nach den ersten drei Schritten schon "gg" sagen kannst, dann bin ich einfach nicht Zielgruppe.
Aber - das ist MEIN Problem, bzw. das vom Publisher, weil er halt mein Geld nicht bekommt. Solange es Leute gibt, die das gerne Spielen, um so besser. Gibt genug andere Spiele, die ich gerne mag, die andere halt mit der Kneifzange nicht anfassen würden.
Bei dieser Art von RTS ist das aber normal mit der Partiedauer, siehe Warcraft Starcraft und ähnliche ableger,
kann dir Anno empfehlen wenn du lange spiele haben möchtest :)
DoW 1 zumindest nachdem ich die Beta gespielt habe muss ich sagen hat mir mehr Spaß gemacht.
rDy2Die schrieb am
Leaks hat geschrieben: ?
22.04.2017 13:02
rDy2Die hat geschrieben: ?
22.04.2017 12:24
Leaks hat geschrieben: ?
22.04.2017 10:43

Test wurde gelesen. Du musst dir den mickrigen Umfang nicht schönreden.
Und was ist für dich nicht mickriger Umfang? eine 4 Stunden CoD Kampagne ?
Das was früher Standard war. Und das waren keine 16 Missionen a 10 Minuten.
Achso und das die Missionen 10 Minuten dauern hast du welcher Glaskugel entnommen??
schrieb am

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