Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs
USK: 6

Test: Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs

So testet 4Players
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Autor:
Jörg Luibl

Kampagne, Freies Spiel & Co

Eine beschauliche Furt und der Nebel des Krieges: Mit eurem Anführer könnt ihr ihn lüften und auf dem fremden Gebiet einen Turm bauen - dann gehört es euch!
Immerhin kann man in Sachen Spielmodi aus dem Vollen schöpfen und sowohl Einsteiger als auch Veteranen zufrieden stellen: Freut euch auf eine epische Kampagne über 16 Kapitel, die die Geschichte des darionischen Reiches erzählt und euch auf dem Weg über eine edle fiktive Weltkarte mit diversen Aufgaben betraut. Als Bösewicht steht euch der Rote Prinz samt erzgemeiner Lady gegenüber, der natürlich allen Reichtum des Landes unter seine Fittiche bringen will.

Ist die erste Mission noch ein schneller Schnupperkurs, geht es in der zweiten schon richtig ausufernd zur Sache - ihr müsst nicht nur eine Siedlung aufbauen, sie vor Banditen schützen, Wikinger abwehren und ihre Rohstoffversorgung sichern, sondern auch noch Leuchtfeuer entzünden und ein Kloster retten. Es gibt viel zu tun und viel zu erleben, obwohl manche Ereignisse zu stark gescriptet sind: Selbst wenn man schon mit Kriegern am Kloster steht, kann man die einfallenden Wikinger nicht attackieren - das ist ebenso ärgerlich wie die Tatsache, dass es in den ersten Missionen noch Beschränkungen hinsichtlich des Gebäudeausbaus gibt, obwohl man eigentlich genug Rohstoffe für die Expansion hätte.

In der Kampagne zeigt euch eine edle Karte, was und vor allem wo etwas zu tun ist: Mal müsst ihr Häfen wieder zugänglich machen, Klöster beschützen oder Banditenlager ausheben.
Nichtsdestotrotz macht die Kampagne Spaß, da man hier vor jedem Auftrag den Anführer wählen kann. Die Kandidaten brüten über einer Karte und bieten sich euch mit ihren speziellen Talenten an. Der Auserwählte hat natürlich den Vorteil, dass er in der Karriereleiter wieder einen Schritt nach oben klettern kann und neue Rechte besitzt - letztlich entscheidet ihr, mit wem ihr losziehen wollt. Wer keine Lust auf diese epischen Ausmaße hat, stürzt sich in eine von 16 vorgefertigten Missionen von der Größe S bis XL. Alle Klimazonen sind dabei und jede Karte verlangt eine andere Herangehensweise - mal müsst ihr einfach nur frei siedeln oder Ziele erreichen: In "Kagunda" müsst ihr euch aus einer Verteidigungsstellung in die Offensive begeben; in "Die Dürre" müsst ihr den Brunnen eines tyrannischen Verwalters zerstören; in "Wintermond" müsst ihr in eisiger Kälte, bedroht von Wolfsrudeln eine funktionierende Stadt aufbauen.

Kampf & KI

Spielmodi

- Kampagne mit 16 Karten in vier Akten
- Freies Spiel (Karten-Editor bei Release)
- Mehrspieler-Modus für 4 Spieler
* im Netzwerk
* Online über Ubi.com

Dass sich BlueByte gegen eine Erweiterung der Kampfmechanik und für einfache Mechanismen in der Schlacht entschieden hat, ist lobenswert. Ich will hier Aufbauen und keine Echtzeit-Strategie mit zig Formationen oder Manövern erleben, sondern komfortable Duelle als Ergänzung zum Stadtmanagement. Und die bekommt ihr geboten, denn bis auf die Fußtruppen und Bogenschützen gibt es nicht viel zu kommandieren. Schön ist auch, dass euer berittener Held deutlich schwächer ist als im Vorgänger: Wer ihn einfach in ein feindliches Lager schickt, wird sich wundern und schwer verletzt in seiner Burg wieder aufwachen - also muss man seine Invasionen gut vorbereiten.

Außerdem verhalten sich eure Krieger vorbildlich, wenn sich Fernkämpfer automatisch hinten postieren oder Karren von A
In der Burg rekrutiert ihr Diebe, die ihr ins Feindesland schicken könnt. Außerdem wird ein Anführer im Fall einer schweren Verletzung hier kuriert.
nach B eskortieren - nur warum kann der Held das eigentlich nicht? Gerade zu Beginn wäre es hilfreich, mit ihm die wertvolle Ware zu begleiten, denn überall lauern Banditen. Es gibt einige interessante Finessen, die den Kampf unterhaltsam gestalten: Zum einen könnt ihr Gebäude der Feind niederbrennen, wenn eure Recken genug Fackeln dabei haben - erst, wenn sie bis zu den Grundmauern zerstört sind, kommt auch kein Nachschub an Feinden nach. Zum anderen könnt ihr später Belagerungsgerät wie Katapulte ins Feld schicken sowie eure Türme und Mauern bemannen. Hier ist dieses Spiel sogar Age of Empires III überlegen, denn ihr könnt eure Bogenschützen auch auf Wehrgänge hinauf schicken; von da oben haben sie freies Sicht- und Schussfeld.

Enttäuschend ist lediglich das Verhalten der Feinde: Da liegt ein Banditenlager direkt an eurem Gebiet. Und der Anführer meldet sich mit seiner Tributforderung zu Wort. Bis hierhin ist alles in Ordnung: Das animierte Portrait sieht gut aus, die Drohung kommt dank emotionaler Sprachausgabe gut rüber. Sie kommt einmal, zweimal, dreimal. Dann das vierte Mal mit der Drohung "Wir sind jetzt Feinde bis aufs Blut!". Und was passiert? Nix! Die Banditen fallen nicht in meine Stadt ein, sondern bewegen sich teilweise zur Grenze hin und wieder im Kollektiv zurück - wie blöde Lemminge. Das passiert zwar nicht immer, aber wirkt lächerlich.
    

Kommentare

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  • Zitat:
    Wenn ich den Bildschirm ausmache, ruckelt es auch nicht.
    @ Kajentan :lol: der war gut! Aber ist es denn nicht so: wenn ein Game"hohe Hardwareanforderungen" hat ist es im grunde schlecht programmiert, es müßte eigentlich immer so heißen, aber klar,  [...]
    Zitat:
    Wenn ich den Bildschirm ausmache, ruckelt es auch nicht.
    @ Kajentan :lol: der war gut! Aber ist es denn nicht so: wenn ein Game"hohe Hardwareanforderungen" hat ist es im grunde schlecht programmiert, es müßte eigentlich immer so heißen, aber klar, das würde in einem Test zu doof klingen, versteh ich auch. Also eigentlich gibt es keine zu hohen Anforderungen ( Ausnahme hier: ein neues Game das einen krassen, weil technisch aktuellen Rechner "will" ) nur schlechte Programmierung, bzw. einen Entwickler der Verträge mit diversen Herstellern hat ( wie zb. Ubisoft! :x ). Es gibt bei Spielen so riesige Unterschiede was die Anforderungen angeht weil eben die fähigkeiten der Entwickler + auch manchmal die anktuelle Technik so extrem schwanken.
  • "Hardware-Anforderungen: Als äußerst positiv sind die Systemanforderungen zu sehen. Bereits mit einem Pentium 4 mit 2 GHz und 512 MB Arbeitsspeicher kann das Siedeln losgehen. Selbst Freude von Details und hohen Auflösungen kommen nicht zu kurz, auch wenn der hemische PC nicht mehr der  [...] "Hardware-Anforderungen: Als äußerst positiv sind die Systemanforderungen zu sehen. Bereits mit einem Pentium 4 mit 2 GHz und 512 MB Arbeitsspeicher kann das Siedeln losgehen. Selbst Freude von Details und hohen Auflösungen kommen nicht zu kurz, auch wenn der hemische PC nicht mehr der aktuellste ist. Der Siedlespaß begnügt sich mit einem sehr moderaten Rechner. " Quelle] Nach euren Kommentaren zu Urteilen, frisst das Spiel ja viel mehr. Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren. Wenn das Spiel auf meinem Mittelklasse PC, der Gears of War (U3 Engine) und Bioshock auf Maximum fast ruckelfrei gepackt hat, unspielbar ist oder stark ruckelt, dann haben es die Entwickler definitiv total versaut! Denn dann können, wie bereits gesagt, maximal 5% der Zielgruppe dieses Spiel überhaupt spielen.
  • Ich find das Siel ist perfekt geworden! Und in der Demo waren ein paar Fehler die in dem Spiel aber wieder behoben wurden. Ich würde dem Spiel 94% geben. :lol: