In einer Galaxie weit weit entfernt...
Wie schon Star Wars: Knights of the Old Republic
(kurz KotOR) spielt The Old Republic weit vor den Ereignissen der Filme. Und nein, Darth Vader und Konsorten kommen nicht vor. 300 Jahre sind seit KotOR vergangen und ein zerbrechlicher Waffenstillstand hält das Machtgefüge zwischen dem "Sith-Imperium" und der "Galaktischen Republik" zusammen. Doch es kriselt an allen Ecken und Enden...
Dies ist der Zeitpunkt, an dem ihr euch für eine der beiden rivalisierenden Fraktionen entscheidet und entweder als Sith-Anhänger oder Republik-Sympathisant in das Online-Universum einsteigt. Dabei werdet ihr im Verlauf der Charakterentwicklung (Stichwort: Level-ups) immer wieder Entscheidungen in Quests und den cineastisch präsentierten Dialogsequenzen fällen müssen, welche eure Gesinnung auf dem Weg zur hellen oder dunklen Seite der Macht beeinflussen werden.
Entscheidungen 1.5
Generell wird bei The Old Republic viel Wert auf Dialoge (komplett vertont; auch in deutscher Sprache) gelegt, damit die Charaktere mit denen ihr interagiert, einen Hintergrund haben und keine x-beliebig austauschbaren Personen sind. BioWare möchte, dass sich das Universum, in dem ihr euch bewegt, glaubhaft und zugleich einzigartig anfühlt. Daher sollt ihr in vielen Quests zwischen mehreren Handlungsmöglichkeiten wählen können - und zwar durch Dialog-Optionen im Gespräch. Je nach Entscheidung ändern sich die Konsequenzen und so bekämpft ihr andere Gegner, erhaltet unterschiedliche Beute, bekommt neue Schauplätze zu Gesicht oder erlebt andere Reaktionen der NPCs - allerdings sollen die Konsequenzen nicht so weit reichend sein wie bei Dragon Age: Origins
I killed / saved the Captain!
Während ich die Charaktere in mehreren Kameraeinstellungen bei ihrem Plausch beobachte, darf ich eine Wahl treffen: Den Kapitän quasi als Bestrafung für seine Verfehlungen töten oder Gnade walten lassen -
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| Lange Laserschwert-Duelle sind ein Höhepunkt bei The Old Republic. |
Zeit für einen Seitenwechsel: Als ich die Quest zum zweiten Mal anging, war ich so gnädig und gestattete dem Kapitän, sein unwürdiges Leben weiterführen zu dürfen. Und siehe da, seine Kompetenz beim Gefecht zahlte sich aus. Zwar konnte der anstehende Angriff nicht vermieden werden, aber der Weg durch die gegnergefluteten Schiffsinnereien fühlte sich kürzer an und brachte meinen Sith-Warrior an Örtlichkeiten, die er vorher nicht zu Gesicht bekam. Am Ende wartete wieder der fiese Jedi als Zwischenendgegner, der viele Treffer einstecken und zugleich ordentlich austeilen konnte. Nur die Kombination der Fähigkeiten des Sith Warriors half mir gegen den mächtigen Feind. "Würgen" (bekannt von Darth Vader), "Anstürmen" und ein "Flächenbetäubungsangriff" ließen mich alsbald das Laserschwert aus seinen kalten toten Händen erbeuten. Fortan gehörten mir zwei Lichtschwerter...

