Metal Slug Anthology - Test, Action, PlayStation 2 - 4Players.de

 

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Arcade-Action
Entwickler: SNK
Publisher: Atari
Release:
17.07.2007
01.02.2007
29.03.2007
Spielinfo Bilder Videos
Die Metal Slug Anthology hatte es bislang nicht gerade leicht. Im Grunde ihres Herzens der Traum aller Retro-Actionfreunde, litten beide bisherigen Veröffentlichungen unter schwerwiegenden Nachteilen: Die PSP-Variante bot neben einigen der übelsten Ladezeiten diesseits von Smackdown vs. Raw 2006 auch erhebliche Geschwindigkeitsprobleme, die Wii-Fassung offerierte zig Steuerungsvarianten, von denen keine einzige ideal war. Doch je später der Abend, desto schöner die Gäste - und so bietet die PS2 der Serie jetzt endlich die Plattform, die sie verdient: Hier und nur hier erblüht Metal Slug zu der Klasse, die man von der Serie kennt und liebt!

Schlitz das Alien!

Wer in den letzten Jahren Geld für die Einzelveröffentlichungen von Metal Slug 3, 4 und 5 ausgegeben hat, dürfte sich jetzt ärgern: Auf der handlichen DVD tummeln sich alle bisher erhältlichen Teile von 1 bis 6, zusätzlich rollt Metal Slug X (das im Grunde ein aufgemotztes Remake des zweiten Teils ist, mit der Technik des dritten) ins Bild - mehr Metal Slug als je zuvor! Moment... ihr kennt Metal Slug nicht? Schande! Lasst euch aufklären: Bis zu zwei Spieler ballern sich durch umfangreiche, meist horizontal scrollende Levels, an deren Ende ein dicker Bossgegner auf seine gerechte Bestrafung wartet. Auf dem Weg dahin werden mehrere Hundertschaften fieser Feinde, vom Pseudo-Nazi über Giganto-Skorpione bis zu Mumien, Yetis oder Zombies mit abgefahrenen Waffen niedergemäht. Erwähnten wir schon, dass all das ganz oldschoolig in 2D passiert? Pixelpracht galore!

Für Fußfaule: Die Slugs (hier: Elephant Slug) sind mächtig bewaffnet und halten einige Treffer aus.
 Die Spiele entsprechen ihren Arcade- bzw. Neo-Geo-Pendants: Ihr habt die Wahl unter mehreren Figuren, Männlein und Weiblein, die sich, von der Optik abgesehen, nicht die Bohne unterscheiden - jedenfalls in allen Teilen außer dem sechsten, wo die Protagonisten leicht unterschiedliche Eigenschaften haben. Alle können rennen, springen, schießen und mit Granaten um sich werfen. Ihr kämpft euch alleine oder zu zweit durch lange Levels, vom Strand über Pyramiden bis hinein in ein Alienschiff. Fast alle Welten verfügen über mehrere Wege, die zu unterschiedlichen Abschnitten führen, so dass sich mehrmaliges Durchspielen lohnt, um wirklich alles zu sehen. Gelegentlich wird auch die Scrollrichtung gewechselt, so dass ihr nicht mehr von links nach rechts, sondern von unten nach oben zischt. So weit, so vertraut, allerdings sind nicht alle Teile gleich gut: Während die ersten drei konsequent besser wurden, ging's mit dem vierten und fünften dezent bergab - der sechste ist dann wieder super, bringt er doch neben vielen kleinen Verbesserungen (wie neuer Musik und Soundeffekte sowie der Möglichkeit, zwei Waffen gleichzeitig tragen zu können) auch viele nützliche Neuerungen in die Reihe: Zwei Schwierigkeitsgrade, die direkte Auswirkungen auf die Wummen und die Spiellänge haben, die Figuren (zwei davon aus der King of Fighters-Serie) sehen nicht nur anders aus, sondern haben auch dezent unterschiedliche Eigenschaften. Außerdem ist die Kamera nicht mehr statisch, sondern zoomt bei besonders dicken Endgegnern ein Stück weit raus.

Jubel Slug

Im Gegensatz zum normalen Arcade-Shooter seid ihr hier nicht sehr oft zu Fuß unterwegs: Panzer, Riesenbohrer, Kamele, Elefanten oder Zweibein-Roboter, eben die Namen gebenden »Slugs«, warten an Land auf euch - in der Luft sind es entsprechend Helikopter bzw. Flugzeug, unter Wasser dann U-Boot oder einfach nur ein formschöner Taucheranzug. Alle Vehikel verfügen über extrastarke Waffen und vertragen natürlich mehr Treffer als ihr. Seid ihr doch auf Schusters Rappen angewiesen, kann sich euer Knarren-Arsenal aber auch sehen lassen: Raketen- und Flammenwerfer, schweres MG, Laser, zielsuchende Raketen oder das gute Nahkampfmesser halten die Bedrohung gut im Schach. Die Ausrüstung bekommt ihr meist von herumlungernden Gefangenen, die nur auf ihre Befreiung warten. Wie von früheren Fassungen gewohnt, habt ihr in jedem der drei Schwierigkeitsgrade auf Wunsch unendlich viele Continues, was die an sich teuflisch schweren Games ziemlich vereinfacht.

Pixelperfektion: Die Metal Slug-Reihe bietet Retro-Fans eine Augenweide nach der anderen.
 Die Präsentation der Metal Slugs ist so oldschool, wie es nur sein kann: 2D bis zur Ekstase, mit mehr Liebe pro Pixel als in jedem 3D-Monster auf Ubernext-Gen-Konsolen! Ja, man kann davon auch Augenkrebs bekommen, wenn man diese Art Spiel nicht gewohnt ist, aber die Metal Slugs dürfen sich mit Fug und Recht zu den Spielen zählen, die schon Kunst sind: Hintergründe, Figurendesign, Animationen - alles ist hochklassig! Aber das weiß der Kenner ja alles schon, deswegen wenden wir uns den Neuerungen der Anthology zu: Ihr könnt nach Belieben den Spielstand sichern, diesen allerdings nur zum Start laden - also keine Quicksave/-load-Orgien! Faulpelze können Dauerfeuer aktivieren, außerdem gibt es diversen Bonuskram freizuspielen - diverse Musikstücke sowie ein Textinterview (!) mit den Entwicklern sind von Anfang an verfügbar. Leider haben die Designer auf moderne Grafikoptionen verzichtet - kein Filtering weit und breit, was die Pixelei gerade auf großen Fernsehern dezent blockhaft aussehen lässt. Darüber hinaus ist das Bild immer ein Stück nach oben verschoben, was sich nicht nachkorrigieren lässt. Außerdem wurden die Spiele nicht optimiert auf die PS2 portiert, sondern laufen 1:1 über einen eher simplen Emulator - was bedeutet, dass sie an denselben Stellen langsamer werden wie in der Spielhalle. Und natürlich dürft ihr ganz in Metal Slug-Tradition zu zweit kooperativ gegen das Übel der Welt antreten - und beim gegenseitigen Waffen-Wegschnappen die Freundschaft testen!

    

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