Marvel's Spider-Man - Test, Action, PlayStation 4 Pro - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Marvel's Spider-Man (Action) von Sony Computer Entertainment
Kinoreife Story in offener Welt
Action-Adventure
Entwickler: Insomniac Games
Release:
07.09.2018
07.09.2018
Alias: Spider-Man
Spielinfo Bilder Videos
Seit nunmehr fast 20 Jahren schwingt sich Spider-Man auf diversen Systemen unter der Fahne von Activision durch offene Welten oder kämpft in klassischen Action-Adventures gegen seine Erzfeinde. Das neue Abenteuer des Spinnenmannes ist nicht nur exklusiv auf der PS4 zu haben. Mit Insomniac Games (Ratchet & Clank, Resistance) steht zugleich ein Studio hinter der Entwicklung, das es versteht, klassischen Konzepten neue Facetten abzugewinnen. Im Test klären wir, ob sich Peter Parker unter frischer Regie zu Hochform aufschwingen kann.

Gestandener Held

Insomniac verzichtet darauf, zum x-ten Mal die Ursprungsgeschichte von Spider-Man bzw. seinem zivilen Alter Ego Peter Parker zu erzählen. Stattdessen wird man mit einem nahtlosen Übergang von Zwischensequenz zum Spiel direkt ins Geschehen geworfen, in dem Spidey seit gut acht Jahren für Ordnung sorgt. Genauer gesagt: Man schwingt sich sehr intuitiv durch Manhattan, auf dem Weg zum ersten Ganoven, den man in Form von Wilson „Willy“ Fisk, besser bekannt als Kingpin, dingfest machen möchte. Der Kniff, auf die Ursprünge zu verzichten, hat hier positive Auswirkungen. Nicht nur, weil mittlerweile eigentlich jedem halbwegs interessierten Fan bekannt sein müsste, dass Peter von einer genetisch veränderten Spinne gebissen wurde und er sich bedingt durch den gewaltsamen Tod seines Onkels zum Verbrechensbekämpfer aufgeschwungen hat. Sondern vor allem auch, weil man dramaturgisch gleich Vollgas geben kann. Und das Tempo hält man über drei Akte und insgesamt gut 28 bis 35 Stunden (je nach Nebenaufgaben) bis zum spannenden Finale. Hier zahlt sich aus, dass Insomniac für die Erstellung der Figuren und Hauptgeschichte eng mit Marvel zusammengearbeitet hat. Kinoreif inszeniert sowie unterstützt von einem richtig guten Drehbuch und überzeugenden virtuellen Protagonisten, wird hier bei der Kerngeschichte eine Tour de Force abgefackelt, die inhaltlich keine Probleme hätte, sich in das aktuelle „Cinematic Universe“ einzusortieren.

Die Inszenierung der Hauptgeschichte ist von Anfang bis Ende überzeugend und legt nicht nur einen Fokus auf Action, sondern setzt auch ruhige Momente ein.
Die Inszenierung der Hauptgeschichte ist von Anfang bis Ende überzeugend und legt nicht nur einen Fokus auf Action, sondern setzt auch ruhige Momente ein.
Ruhige Momente wechseln sich ab mit dramatischen, wobei natürlich auch die Action nicht zu kurz kommt und teils pompös eingefangen wird. Dass zudem die wesentlichen Story-Elemente oder –Konsequenzen mehr oder weniger mit den ersten Aktionen von Spider-Mans Jagd auf Kingpin zusammen hängen, ist dabei erzählerisch ein sehr gelungener Kniff. Ebenfalls gelungen: Insomniac gibt Spider-Man und vielen mit ihm verbundenen Personen wie Mary Jane Watson (MJ), Harry Osborne oder Tante May, bislang eher selten oder noch gar nicht genutzte Rollen und neue Facetten, so dass auch Fans, die nahezu jedes Abenteuer von Peter Parker herunterbeten können, überrascht werden dürften. Aus Spoiler-Rücksicht möchten wir an dieser Stelle allerdings nicht auf Details eingehen. Dass Insomniac bei der Gestaltung eines „eigenen“ Spider-Man die volle Unterstützung von Marvel hatte, zeigt sich auch in dem ganz speziellen Anzug, den er trägt und den es (bislang) nur im Spiel gibt. Dennoch gibt es leichte Berührungspunkte zum Filmuniversum: Die Augen der Spider-Maske können sich hinsichtlich der Größe ähnlich verändern wie bei dem Anzug, den Tom Holland als Peter in Spider-Man Homecoming oder Avengers: Infinity War trägt. Und wer genau hinhört, dürfte auch bei der in jeder Hinsicht gelungenen dynamischen Hintergrundmusik Themen entdecken, die an Homecoming erinnern. Zusätzlich scheint sich Insomniac aber auch die Filme von Sam Raimi mit Tobey Maguire angeschaut zu haben, da auch hier einige Zitate bzw. Verbeugungen ausgemacht werden können.

Postkarten-Grüße aus Arkham City

Im angenehm großen, aber nicht überfrachteten New York City kann man mit Spider-Man immer wieder stimmungsvolle Panoramen erleben.
Im angenehm großen, aber nicht überfrachteten New York City kann man mit Spider-Man immer wieder stimmungsvolle Panoramen erleben.
Bei der Mechanik, die einen von Anfang bis Ende begleitet, zeigt sich einerseits die Erfahrung, die sich Insomniac mit dem Xbox-One-Ausflug Sunset Overdrive angeeignet hat: Wenn man mit Spidey durch den urbanen Dschungel des erstaunlich großen und teils sehr akkurat nachgebildeten New York City vom Central Park bis zur Freiheitsstatue schwingt, kommt eine angenehme Dynamik auf. Dass man sich dabei nur höher schwingen kann, wenn entsprechende Gebäude in der Nähe sind, erhöht den „Realismus“ dieser Fortbewegungsart, die einen über 97% der Zeit beschäftigt. Später kommen auch noch Sonderbewegungen hinzu, mit denen man die Schwunggeschwindigkeit erhöhen und den Hochhaus-Parcours des Big Apple schneller durchqueren kann. Gleichzeitig werden aber auch Erinnerungen an Rocksteadys Batman-Abenteuer heraufbeschworen, bei denen der letzte Ausflug Arkham Knight bei Weitem nicht an den mit Gold prämierten Vorgänger Arkham City heranreichen konnte. Die Dynamik und auch die Übergänge zwischen der Erkundung der Stadt auf der einen Seite sowie Kämpfen oder Nebenaufgaben auf der anderen, erinnert ebenfalls an den Dunklen Ritter. Doch nicht nur in diesem Bereich hat sich Insomniac ganz genau angeschaut, welche Mittel bei Batman zum Erfolg geführt haben.


Kommentare

Scorplian190 schrieb am
Stalkingwolf hat geschrieben: ?
12.10.2018 14:42
Ich verstehe immer noch nicht warum man das schwingen schwerer haben will oder das sogar Fallschaden existieren soll.
Das System ist Mittel zum Zweck um von a nach b zu kommen und dafür ist es genau richtig.
Der Fokus im Spiel liegt auf dem Kampf und der Story.
So gesehen ist das die Kritik!
Ich hätte lieber, wenn das Schwingen eben nicht nur Mittel zum Zweck wäre. Wenn es die größte Herausforderung wäre.
Ein schwierigere Steuerung gepaart mit deutlich mehr von diesen Dronen-Herausforderungen (oder ähnliches) hätte mir richtig gut gefallen.
Stalkingwolf hat geschrieben: ?
12.10.2018 14:42
Wo ich dir recht geben sind die Bosskämpfe. Zum einen zu wenig und zum anderen zu unspektakulär. Vermutlich wusste man nicht wie man die am besten integrieren soll.
Für mich leiden die halt leider alle nur unter dem Story-Fokus.
Besonders der letzte Kampf (ich erklärs Spoilerfrei!) war mir zuviel auf die Inszenierung ausgelegt. Alles sah super krass und dramatisch wie in einem Film aus, aber das Gameplay dabei war für meinen Geschmack totale Grütze.
Stalkingwolf schrieb am
Ich verstehe immer noch nicht warum man das schwingen schwerer haben will oder das sogar Fallschaden existieren soll.
Das System ist Mittel zum Zweck um von a nach b zu kommen und dafür ist es genau richtig.
Der Fokus im Spiel liegt auf dem Kampf und der Story.
Wo ich dir recht geben sind die Bosskämpfe. Zum einen zu wenig und zum anderen zu unspektakulär. Vermutlich wusste man nicht wie man die am besten integrieren soll.
Scorplian190 schrieb am
So, hab Spider-Man nun durch und ich bin nach wie vor zwiegespalten.
Es schmiegt sich für mich leider in diesen aktuellen Sony-Trend ein. Alles muss Inszeniert aufgebaut sein (primär Story-Missionen) und dadurch mutieren vor allem Bosskämpfe halb zu Filmen ohne besonderes Gameplay. Mich persönlich hat wirklich kein einziger Bossfight vom Hocker gehauen =/
Zu meinen ursprünglichen Kritikpunkten bzgl Schwingen:
Eine Sache muss ich schonmal zurücknehmen, nämlich die Sache mit dem "festhalten in der Luft". Das war ein Irrtum von mir, da ich beim ersten zocken noch nicht so wirklich auf all die Objekte auf Dächern (Wassertürme usw.) geachtet hab. Ich denke in allen Fällen, hat er sich daran festgehalten. Auch der Netzzug, der mir seltsam vorkam, scheint einfach nur eine tierisch hohe Reichweite zu haben.
Beim Rest bin ich aber immernoch so ziemlich selber Meinung wie vorher. Wobei ich das meiste mit der Zeit ignorieren konnte. Leider viel mir dann aber ein neuer wirklich unschöner Faktor auf. Nämlich das die Schnur physikalisch im Spiel nicht vorhanden ist.
Simples Bsp.: Man ist am Gebäude befestigt und schwingt dabei an einem Kran vorbei. Die Schnur geht da einfach durch.
Es wäre schon wirklich cool gewesen, wenn die Schnur allgemein mit Objekten interagieren würde =/
Aber mal die ganze Feinheiten ignoriert, hab ich zum Schwingen ein ganz simples Fazit:
Es ist viiiieeel zu leicht. So leicht, dass ich einfach Null Spaß durch Erfolgsgefühle haben konnte... denn es gab keine ^^'
Was ich gut am Spiel fand:
- Optik und Originalgetreue zu Vorlagen
- Sammelkram
- die ganzen Anzüge
zmonx schrieb am
DARK-THREAT hat geschrieben: ?
23.09.2018 12:34
zmonx hat geschrieben: ?
18.09.2018 09:38
Es wäre mMn schon sehr cool, Fallschaden einzusetzen um das Schwingen etwas herausfordernder zu gestalten. Ähnliche Wünsche gibt es da auch bei Assassins Creed, wo sich das klettern wie "auf Schienen" anfühlt, wo man nix falsch machen kann. Weit bekannt und mit eines der Hauptkritikpunkte eigentlich.
Ich habe bis jetzt ein Assassins Creed gespielt. Auch noch das seichtere Unity. Ich glaube das Klettern und springen...ich bin so oft drauf gegangen oder gestorben, oder habe mich verirrt, wegen der Kamera, dass ich nicht wusste wo ich war. Nee, also AC ist schon so schwer genug... schade, dass man das Spiel nicht auf "leicht" stellen konnte. Im Tutorial-Anfang war das mir teilweise viel zu schwer, weil es sich nicht wie andere 3rd-Person Spiele spielen lässt... Und die Kletterei nervt sowieso.
Gegen einen optionalen "No die-Modus" hätte ich nix... Wenn du aber auch darauf anspielst, dass es Fallschaden gibt - Ja, den hat AC, habe da auch nie was gegenteiliges behauptet ;)
AC:Unity habe ich noch nicht gespielt, bei den anderen Teilen war es aber immer so, dass man eigentlich immer nur eine Taste gedrückt halten musste (die Sprinttaste?!) um über alles hinweg zu jumpen und Wände...
Stalkingwolf schrieb am
Klar ist nicht jedermanns Sache. Jedes Openworld Spiel muss ich mir auch nicht geben, wenn der Sinn und Zweck nur da Openworld für sich selbst ist. z.b Mirrors Edge 2 habe ich mir direkt geschenkt.
Witcher 3 hast du aber etwas gewaltiges verpasst. Ich brauchte zwar selber auch 2 Anläufe, weil Anlauf 1 mich irgendwann gelangweilt hat, aber in Anlauf 2 habe ich es dann inkl Bood&Wine durchgesuchtet. Tolles Spiel.
Spider-Man hat einen kleinen Vorteil. Man bekommt nicht direkt den gesamten Sammelkram an den Kopf geworfen, sondern erst nach und nach.
schrieb am

Angebote

Billiger.de Angebotshinweise:

Preise können jetzt höher sein.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.

Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.