Doom - Das Brettspiel - Brettspiel-Test, Brettspiel, Spielkultur - 4Players.de

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Doom - Das Brettspiel (Brettspiel) von Heidelberger Spielverlag
Doom - Das Brettspiel
Rollenspiel (Dungeon-Gefechte)
Entwickler: Kevin Wilson
Release:
Q2 2005
Spielinfo Bilder Videos
Welcher gemütliche Spielabend beginnt knietief in Leichen? Mit Kadavern, Kettensägen und Kills? Das ist schon etwas anderes als Agricola oder Galaxy Trucker. Schon die wuchtige Box mit ihrer fauchenden Fratze macht klar, worum es hier geht: Knallharte Action. Was id Software 1993 als düsteren Ego-Shooter konzipierte, wird hier für die ganze Familie ab zwölf Jahren inszeniert - in Runden, mit Würfeln, modularem Spielplan und 66 Figuren, die sich in Katakomben jagen. Kann der futuristische Kampf auf dem Brett überhaupt Spaß machen?

Monster stürmen den Mars

Alarmsirenen schrillen, Sicherheitstüren werden geschlossen, Waffen werden verteilt. Scheinbar ist irgendetwas mit den Dimensionstoren schief gelaufen, denn seltsame Kreaturen schlurfen, krabbeln und donnern plötzlich durch die Marsstation der Union Aerospace Corporation (UAC). Die Lage ist so brisant, dass die komplette Basis evakuiert werden soll. Das Problem für bis zu drei frisch zum Dienst erschienene Marines ist nur: Die verdammten Rettungsschiffe befinden sich auf der anderen Seite der Station! Und auf dem Weg dorthin lauert der Tod in vielen Varianten.

Doom ist ein taktisches Kampfspiel für zwei bis vier Spieler ab zwölf Jahren. Die deutsche Version erschien schon 2005 beim Heidelberger Spielverlag und ist für knapp 50 Euro erhältlich.
Doom ist ein taktisches Kampfspiel für zwei bis vier Spieler ab zwölf Jahren. Die deutsche Version erschien schon 2005 beim Heidelberger Spielverlag und ist für knapp 50 Euro erhältlich.
Wer will, lässt seiner Fantasie freien Lauf und erstellt mit den 59 Bauteilen und 14 Türen auf Standbeinen eigene Spielpläne samt Story, lädt sich im Internet andere Szenarien runter oder greift auf das vorgefertigte Abenteuer zurück - leider gibt es davon nur eines, wenn auch unheimlich langes in der Box. Doom ist aber modular aufgebaut, so dass man mit all den farbig bedruckten und angenehm stabilen Pappteilen zig Katakomben entwerfen kann. Der Inhalt der Box kann sich sehen lassen: Neben knapp 200 Spielsteinen und Plättchen, die Munition, Waffen, Leben oder Gegenstände symbolisieren gibt es als Highlight 66 monströse Plastikfiguren in drei Farben - von klein bis übergroß, von Zombie bis Cyberdemon. Die sind so markant modelliert, dass man sie auch sehr gut anmalen kann, wenn einem das Rot, Grün oder Blau zu monoton ist.

Eindringlinge unter Menschenführung

Die 66 Plastikminiaturen sind das Highlight, denn sie sind so gut modelliert, dass man sie auch detailliert anmalen kann - wir haben mal den Versuch gemacht.
Die 66 Plastikminiaturen sind das Highlight, denn sie sind so gut modelliert, dass man sie auch detailliert anmalen kann - wir haben mal den Versuch gemacht.
Aber bevor man selbst Hand an den Pinsel oder die Story legt, sollte man sich ins beiliegende Abenteuer stürzen - und das hat es in sich. Sehr schnell wird klar, dass man nur als schlagfertiges Team in den engen Korridoren überleben kann: Die Spieler der Marines (man kann auch zu zweit oder dritt loslegen, dann wird die Anzahl der Monster reduziert oder einer übernimmt einfach alle Marines) müssen ihre Waffen und Fähigkeiten optimal ausnutzen, denn sie sind von Anfang an in der Unterzahl. Und im Gegensatz zum Shooter reicht die Hand-Auge-Koordination nicht aus: Es geht um clevere Taktik und auch etwas Würfelglück.

Die knallharte Kampagne besteht aus fünf erzählerisch verknüpften Szenarien, die von einem Spielleiter inszeniert werden: Er bewegt nicht nur die Monster, sondern baut Stück für Stück das gerade sichtbare Gelände auf und liest dann die Gebietsbeschreibung oder Texte von gezogenen Karten vor - ähnlich wie anno dazumal in Hero- oder StarQuest. Es kann z.B. plötzlich dunkel werden, ein Verletzter schreit vielleicht oder verräterische Geräusche ertönen hinter einer Tür. Es gibt jedoch einen ganz wichtigen Unterschied zu einem Rollenspielmeister klassischer Prägung: Er gewinnt, wenn er die Marines killt. Was natürlich auch eine gewisse Motivation ist...

Kommentare

Beckikaze schrieb am
Wohl wahr. Tolles Spiel, das leider viel zu wenig Beachtung fand. :cry:
Sir Richfield schrieb am
Nuhahaha, habe das damals auf der Spiel in Essen für 30? + zweites Spiel bekommen. Hauptspiel wie Addon.
Ja, es ist ein saumäßiger Spaß, für alle Beteiligten. Als Gamemaster kann man hier auch so richtig fies sein (Protip: Spinnen spawnen - die machen dann einen RIESENbogen um Luftschächte, die Marines.)
Noch geiler ist, dass mit dem Addon auch Deathmatch dazu kam. Dann wird aus einer Runde einer gegen alle ein jeder gegen jeden. Wie damals.
Das einzige Problem an dem Spiel ist: Es braucht einen GROSSEN Tisch. Und ich meine groß! Zudem muss man den Tisch zwischen den Runden gerne mal stehen lassen, denn das Auf- und Abbauen dauert gefühlt ewig.
spielen damit macht aber saumäßig Spaß, absolute Empfehlung für jemanden, der noch reale Zockfreunde hat, die LANs vermissen. ;)
Nuoroda schrieb am
Vielen Dank! Hab´s gleich bestellt.
schrieb am

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