Spartacus: Ein Spiel über Blut und Verrat - Brettspiel-Test, Brettspiel, Spielkultur - 4Players.de

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Spartacus: Ein Spiel über Blut und Verrat (Brettspiel) von Heidelberger Spielverlag
Arenakämpfe & Machtpolitik
Friede, Freude, Kooperation? Nein, das antike Rom bevorzugte die Konfrontation. Und für Harmonie ist auch kein Platz in Spartacus. Hier geht es um knallharte Machtpolitik und blutige Arenakämpfe. Das Brettspiel von Sean Sweigart bleibt der schonungslosen TV-Serie von Steven S. DeKnight treu. Ihr solltet einen großen Bogen darum machen, falls ihr soziale Beziehungen oder familiäre Bindungen festigen wollt.

Traue ihnen nicht, mein Kind…

Du Schwein! Entschuldigung, aber diese Worte sind tatsächlich so gefallen. An einem einfachen Tisch, in einer gewöhnlichen Familie, als ein Mann seine Frau schamlos hinterging – vor den Augen der Kinder. Aber in einem Brettspiel, wohlgemerkt. Oder besser: Als sich der ehrgeizige Dominus des Hauses Tullius (Papa) den Zorn der Domina des führenden Hauses Batiatus (Mama) zuzog. Warum? Weil er in der Intrigenphase auf sehr unverschämte Art intrigierte.

Zunächst bat der Schuft charmant um Unterstützung, denn er hatte zu wenig Einflusspunkte für das Ausspielen einer Machenschaft – das sind meist hinterhältige Manöver, die man als Karten verdeckt in der Hand hält. Daraufhin schüttelten zwar die Spieler des Hauses Glaber (Kind 1) und Solonius (Kind 2) mit dem Kopf, aber die Spielerin von Batiatus zeigte sich gönnerhaft und spendete die fehlenden Punkte. Wer hat, der hat! Der Zorn entstand, als der Beschenkte doch tatsächlich seine Machenschaft gegen die Gönnerin ausspielte…

Gewalt erzeugt Gegengewalt

Spartacus beruht auf der gleichnamigen TV-Serie und ist komplett auf Deutsch beim Heidelberger Spielverlag erschienen. Es kostet knapp 40 Euro und ist für drei bis vier Spieler ausgelegt.
Spartacus beruht auf der gleichnamigen TV-Serie und ist komplett auf Deutsch beim Heidelberger Spielverlag erschienen. Es kostet knapp 40 Euro und ist für drei bis vier Spieler ausgelegt.
Autsch. Ist das frech? Ja, aber man muss dazu sagen: Ziel des Spiels ist es, zwölf Einflusspunkte für sein Haus zu gewinnen – egal wie. Und Batatius hatte ja schon neun. Außerdem konnte sich Tullius nicht lange über diesen miesen Schachzug freuen: Denn mit einem schüchternen Grinsen bot der Spieler des Hauses Glaber der Betrogenen an, eine„Reaktion“ als Karte zu spielen und die Machenschaft zu kontern. Für einen kleinen Obolus von fünf Gold,  versteht sich.

Die Domina schlug ein, aber sie hatte daraufhin keine Lust mehr auf gewiefte Realpolitik, sondern auf blutige Rache – auch dafür ist das Brettspiel Spartacus bestens geeignet. Um es kurz zu machen: Papa Tullius konnte sich von der anschließenden Fehde mit Mama Batatius nicht mehr wirklich erholen. Und am Ende gewann Kind 1 mit einem breiten Grinsen und der wirklich altklugen Schlussfolgerung: Wenn zwei sich streiten, freut sich…ach so: Kind 2 spielt übrigens „nie mehr“ Spartacus, weil die Eltern so „zickig wurden“.

Kommentare

otothegoglu schrieb am
)FireEmblem(Awakening hat geschrieben:Cool. i miss Spartacus. Dagegen sind so viele Serien einfach nur ein Schuss in den Ofen. Anfangs wirkt es oberflächlich und Brutal. Aber je länger man es schaut desto mehr sieht man sich zwischen Intrigen, einer packenden Geschichte und Helden auf beiden Seiten wieder. Es fühlte sich immer so hautnah an mit jeder Träne, jedem Hieb und jedem Block. Und keine langweiligen dürren in anzügen gekleideten strohalme, sondern echte gut aussehende Männer. Kein Wunder warum die meißten da eifersüchtig wurden.
Bin auch ein großer Fan von Spartacus und finde es sehr schade, dass das "richtige" Gladiatoren-Dasein nur in Staffel 01 + Pre-01 stattfand, aber man muss STARZ schon zu gute halten nicht wie DEXTER die Melkkuh daraus gemacht zu haben und sich, ähnlich wie bei Breaking Bad, einfach ihre Story durchziehen zu lassen.
(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt schrieb am
Cool. i miss Spartacus. Dagegen sind so viele Serien einfach nur ein Schuss in den Ofen. Anfangs wirkt es oberflächlich und Brutal. Aber je länger man es schaut desto mehr sieht man sich zwischen Intrigen, einer packenden Geschichte und Helden auf beiden Seiten wieder. Es fühlte sich immer so hautnah an mit jeder Träne, jedem Hieb und jedem Block. Und keine langweiligen dürren in anzügen gekleideten strohalme, sondern echte gut aussehende Männer. Kein Wunder warum die meißten da eifersüchtig wurden.
Die Karten sehen schön illustriert aus und schon wegen Batiatus Gesicht Gold wert.
ronny_83 schrieb am
Wobei das Wort ACTION bei einem Brettspiel eh das falsche Wort ist.
4P|T@xtchef schrieb am
Der Veranstalter wechselt ja im Normalfall ständig - zumindest, wenn die drei anderen Spieler bei der Auktion der Rechte nicht immer pleite sind. Aber dann sind sie auch selber schuld. :wink: Ach so: Die reine Action in der Arena ist auch nicht der Fokus des Spiels; die Kämpfe sind eher Mittel zum Zweck, um Einfluss zu gewinnen. Spartacus entfaltet seine Reize, wenn man es rein machtpolitisch angeht. Wer fiese Spiele à la Junta mag, müsste auf seine Kosten kommen.
M_Coaster schrieb am
Ich finde das Spiel zumindest mit 4 Spielern furchtbar schlecht. Man kann mit gewissen Mechaniken, gerade als Veranstalter viel zu leicht das Spiel bestimmen. Fand es höchst unausgegoren, der Actionteil ist auch nur mittelmäßig.
schrieb am

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