Supreme Ruler 2020
USK: 12

Test: Supreme Ruler 2020

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  Fazit 

Autor:
Bodo Naser

Fazit

Supreme Ruler 2020 ist ein Geheimtipp mit Einschränkungen. Das hyperkomplexe Strategiespiel bietet auf der einen Seite eine fordernde Machtsimulation sowie eine Vielzahl an Start- und Entwicklungsmöglichkeiten - wer es komplex mag, liegt richtig. Es hat auf der anderen Seite allerdings seine klaren Defizite, was Bedienung, Übersicht und Präsentation angeht, die all zu große Euphorie nicht zulassen - wer es komplex und ansehnlich mag, liegt falsch. Trotzdem motiviert die Spielmechanik: Ihr könnt den Präsidenten einer westlichen Demokratie ebenso mimen wie einen afrikanischen Diktator. Die Bandbreite der modernen Probleme ist ebenso weit gefächert, von der Ölknappheit bis zu feindlichen Nachbarn. Gerade die ungewöhnliche Aufteilung in Kleinsaaten wie Westdeutschland bietet ausgeglichene Partien, da alle in etwa gleich stark sind. Zudem sind moderne Elemente eingeflossen wie aktuelle Kriegstechnik, moderne Medizin oder Satellitenüberwachung. Ihr könnt euch um den Bau neuer Fabriken ebenso kümmern wie um Finanzen oder das Militär. Möchtet ihr einen Teilbereich nicht übernehmen, macht das die KI für euch,. Das empfiehlt sich insbesondere im Krieg, bei dem ihr neben der Grundstrategie auch Rahmenbedingungen wie Einsatz von Reserven, Diplomatie und Wirtschaft kontrolliert. In die Kämpfe einzugreifen ist möglich, empfiehlt sich aber nur bedingt, da die wenig beindruckenden Schlachten trotz Pausenfunktion zu hektisch ablaufen. Das größte Manko ist aber die Unzugänglichkeit, da selbst ich als Fan des Genres angesichts der vielen, leider schlecht erklärten Optionen manchmal entnervt das Handtuch werfen wollte. Selbst nach tagelangem Spielen kommt man sich oft noch wie ein blutiger Anfänger vor, da man manche Bereiche immer noch nicht durchschaut hat. Das liegt nicht an der angenehmen Komplexität, sondern zu einem Gutteil an den überfrachteten Menüs, Karten und Statistiken, die es an Anschaulichkeit vermissen lassen. Wer sich gerne festbeißt und durchwühlt, sollte sich dennoch als virtueller Staatenlenker versuchen, auch wenn es auf Dauer nicht so bei der Stange hält wie Hearts of Iron 2.  
Pro
 
Kontra
Simulation der nahen Zukunft   Einstieg gar nicht einfach
alle Regionen der Welt spielbar   Bau von Gebäuden dauert
viele Möglichkeiten   verwirrende Schlachten
realistische Probleme    
ausgeglichene Partien    
KI übernimmt Teilbereiche    
Sonstiges
 
Sonstiges
moderne Einheiten   sehr nüchtern präsentiert
aktuelle Technologien   komplizierte Bedienung
    zu kleine Schaltflächen
    Größenunterschiede stimmen nicht
    teilweise nicht übersetzt

PC

„Komplexer Geheimtipp für alle Hobby-Staatschefs, der aber keinesfalls leicht zu haben ist.”

 

Kommentare

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  • kann mir jemand sagen wie man online spielt ich find da immer keine spiele da steht immer nur warten... :cry:
  • sehr gut eine 5 sterne super :D :) *gg*
  • dcc
    Ich hab noch kein Strategie game gesehn welches nach einer Einarbeitungszeit standhalten konnte. Immer scheiterte es an strunzdummer KI so das es kein Spaß mehr machte. Man musste die KI cheaten lassen damit überhaupt was geht und da hört Strategie für mich schon auf. Egal ob Civilization,  [...] Ich hab noch kein Strategie game gesehn welches nach einer Einarbeitungszeit standhalten konnte. Immer scheiterte es an strunzdummer KI so das es kein Spaß mehr machte. Man musste die KI cheaten lassen damit überhaupt was geht und da hört Strategie für mich schon auf. Egal ob Civilization, Medieval .......

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