Counter-Strike: Global Offensive: Youtuber täuschen Zuschauer mit angeblich unvoreingenommenen Videos über ein Wettportal, das sie selbst führen - 4Players.de

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Military-Shooter
Publisher: Valve Software
Release:
22.08.2012
21.08.2012
21.08.2012
21.08.2012
08.2012
Test: Counter-Strike: Global Offensive
57

“Lahme Technik, abgespeckte Spielerzahl und eine lausige Steuerung trüben den Konsolen-Ballerspaß deutlich.”

 
Keine Wertung vorhanden
 
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Test: Counter-Strike: Global Offensive
76

“Counter-Strike bleibt sich treu - technisch knapp an der Schmerzgrenze, spielerisch für Shooter-Profis ein unverändert großer Spaß.”

 
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Counter-Strike: Global Offensive - Youtuber täuschen Zuschauer mit angeblich unvoreingenommenen Videos über ein Wettportal, das sie selbst führen

Counter-Strike: Global Offensive (Shooter) von Valve Software
Counter-Strike: Global Offensive (Shooter) von Valve Software - Bildquelle: Valve Software
Ein Comedy-Kanal auf Youtube namens H3h3 Productions hat in einem aktuellen Video zwei Youtuber entlarvt, die als scheinbar unvoreingenommene Nutzer von einem Wettportal schwärmen, dessen Besitzer sie selbst sind. Als Grundlage dient dem Kanal vor allem die zweiteilige Recherche eines Kollegen, der unter HonorTheCall Videos veröffentlicht.

H3h3 geht es dabei nur nicht nur um das fragwürdige Wetten an sich, an dem u.a. Minderjährige teilnehmen dürfen - das Video zeigt vor allem auf, dass sowohl Trevor Martin, der die Youtube-Kanäle TmarTn und TmarTn2 betreibt, als auch Thomas Cassell (TheSyndicateProject sowie SyndicateCentral auf Youtube) ursprünglich an keiner Stelle darüber informierten, dass sie Präsident und Vizepräsident des beworbenen Wettportals CSGO Lotto sind.

Selbst auf LinkedIn informieren weder Cassell noch Martin gegenwärtig über ihre Beteiligung an dem Unternehmen. In einem inzwischen gelöschten Video (verfügbar gemacht von einem Nutzer namens Marie Antoinette) behauptet Martin zwar, dass seine und Cassells Verbindungen zu dem Wettportal kein Geheimnis seien, H3h3 habe allerdings nirgendwo eine entsprechende Erwähnung finden können.

Über Googles Cache sei nicht zuletzt zu sehen gewesen (das entsprechende Video ist inzwischen nicht mehr öffentlich zugänglich), dass Martin den Hinweis auf eine Zusammenarbeit von seinem Kanal mit GSGO Lotto erst unmittelbar nach Veröffentlichung des ersten HonorTheCall-Videos hinzugefügt habe.

H3h3 erwähnt außerdem die Möglichkeit, dass die beiden Inhaber des Unternehmens ihre in entsprechenden Videos gezeigten Wetten und die überraschten Reaktionen auf erfolgreiche Ergebnisse fingiert haben, wobei ein hervorgehobener Beitrag von Martin mit dem Titel "How to win $13.000 in 5 Minutes (CS:GO Betting)" ebenfalls nicht mehr öffentlich verfügbar sind - Marie Antoinette stellt auch dieses Video zur Verfügung. Tatsächlich wettet Cassell in einem Video sogar gegen seinen Geschäftspartner TmarTn - das Risiko dieser Wette dürfte sich in Grenzen gehalten haben.

Cassell war zudem schon im vergangenen Jahr in eine ähnliche Affäre verwickelt, als er und ein weiterer Youtuber sich in Videos zu Dead Realm nicht als Mitbegründer des Publishers 3BlackDot zu erkennen gaben.

Auf Twitter gelobte Cassell alias Mr. Syndicate inzwischen Besserung: "Ich entschuldige mich bei allen, die das Gefühl haben, sie seien in Bezug auf meine Beteiligung an CSGO Lotto in die Irre geführt worden", so der Besitzer des Wettportals. "Ich werde in Zukunft stets genauer informieren." Wenig später gibt er noch zu Protokoll, dass er CSGO Lotto immer als Sponsor seiner Videos erwähnt hat, was zumindest im Hinblick auf eine Stichprobe der Wahrheit entspricht.

Das Wetten auf Lackierungen der Waffen in Counter-Strike: Global Offensive ist ein Phänomen, das sich einen Teil von Valves Geschäftsmodell zunutze macht: Aus (virtuellen) Belohnungskisten erhalten aktive Spieler ständig neue Lackierungen (Skins), die sie für Echtgeld verkaufen können. Obwohl Plattformbetreiber Valve dabei 15 Prozent der Erlöse einstreicht, verdienen manche Spieler mehrstellige Beträge mit diesem Handel. Bloomberg griff das Thema erst im April auf: Dem Artikel zufolge wurden im vergangenen Jahr Lackierungen im Echtgeld-Wert von insgesamt 2,3 Mrd. Dollar allein in Wetten eingesetzt.

Gewettet wird oft auf den Ausgang von E-Sports-Partien, CSGO Lotto basiert allerdings auf einem anderen Prinzip: Zwei Spieler werfen mehrere Skins in einen Lostopf und der vom Zufallsgenerator bestimmte Gewinner erhält den gesamten Pott.

Die rechtliche Frage dieser relativ neuen Art Glücksspiel ist nicht endgültig geklärt. Valve argumentiert damit, dass die Lackierungen ohne den Einsatz von Geld erspielt und gehandelt werden können, grundsätzlich also lediglich Ingame-Gegenstände ohne echten Wert sind.

Letztes aktuelles Video: ESL One Cologne 2015 Official Aftermovie


Quelle: H3h3 Productions

Kommentare

Temeter  schrieb am
Captain Obvious hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:Kommentar eines Anwalts, der sich auf Internetrecht konzetriert:
http://www.pcgamer.com/esports-lawyers- ... eddit-ama/

"In our work," Ifrah (/u/ifrahlaw) contends, "the question is whether the skins are a 'thing of value.' Generally, in traditional gambling cases, this means cash or chips. There is a recent court decision from Maryland?Mason v. Machine Zone?that stressed the distinction between virtual things of value and things of value with 'real world' value. I think this case will be instructive in the future. Skins, even with secondary markets, hold their value because of the gaming, which puts it squarely in the virtual world. If the skins are virtual things of value, using them for gambling would be OK under most laws."
Interessante Sichtweise, wusste garnicht, dass die US-Gesetze da einen Unterschied machen.

Yep, reinstes chaos, weil es eben nirgends echte Regelungen gibt.
Gerade das von Lumilicious gequotete Video enthält ja massig kritisches Material, da müssen sich die Gerichte irgendwann mal durchwühlen.
Lumilicious schrieb am
Das ganze scheint wohl noch viel tiefgreifender zu gehen als sich das viele vorgestellt haben.
https://www.youtube.com/watch?v=dY3ltGjUBUo
Hier hat man anscheinend eindeutige Beweise dafür das die Wetten manipuliert wurden (nicht CSGOlotto, sondern CSGOShuffle) und der Streamer die Skins vom Coder der Seite auf seinen Bot geschickt bekommen hat.
Captain Obvious schrieb am
Temeter  hat geschrieben:Kommentar eines Anwalts, der sich auf Internetrecht konzetriert:
http://www.pcgamer.com/esports-lawyers- ... eddit-ama/

"In our work," Ifrah (/u/ifrahlaw) contends, "the question is whether the skins are a 'thing of value.' Generally, in traditional gambling cases, this means cash or chips. There is a recent court decision from Maryland?Mason v. Machine Zone?that stressed the distinction between virtual things of value and things of value with 'real world' value. I think this case will be instructive in the future. Skins, even with secondary markets, hold their value because of the gaming, which puts it squarely in the virtual world. If the skins are virtual things of value, using them for gambling would be OK under most laws."
Interessante Sichtweise, wusste garnicht, dass die US-Gesetze da einen Unterschied machen.
Temeter  schrieb am
Sir Richfield hat geschrieben:Ich fände auch viel interessanter ob die FTC den YouTubern noch ein paar Briefchen schreibt.
Klagen gegen Valve sind eher unspannend, mindestens die nächsten paar Jahre.

Jap, Glücksspiel an tausende Kinder verkaufen ist schon viel fragwürdiger. Musst dir diese Seiten nur mal anschauen, da fehlt nicht nur die Alterskontrolle, sondern sie fragen dich nur, ob du über 13 bist.
Sir Richfield schrieb am
leifman hat geschrieben:es bleibt aber spannend wie letztendlich hier entschieden wird.

Prognose:
Stufe 1: Versuch, das Verfahren im Vorfeld so teuer zu machen, dass der Ankläger aufgibt.
Stufe 2: Chewbacca Verteidigung
Stufe 3: Verhalten und Aussagen von Richtern beobachten und abwägen
Stufe 4: Entweder aussergerichtlich einigen und dem Ankläger eine NDA reindrücken, dass er über die Summe nichts sagt oder durchziehen und gewinnen.
Restrisiko: Kläger zieht trotzdem durch und gewinnt, dann zurück zu Stufe 1, nur eine Instanz höher.
Gut, dafür braucht es keine Glaskugel, ich kenne noch keine Firma, die sich anders verhalten hätte.
Ich fände auch viel interessanter ob die FTC den YouTubern noch ein paar Briefchen schreibt.
Klagen gegen Valve sind eher unspannend, mindestens die nächsten paar Jahre.
schrieb am

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