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Interview: Pfeiffer über Killerspiele

Ohne Spiele keine schlechten Noten? Ohne Spiele kein Amoklauf? Spiele wie Kinderpornographie behandeln? USK abschaffen, harte staatliche Kontrolle erschaffen und bestimmte Spiele gleich ganz verbieten? Die Kollegen von Krawall haben ein aufschlussreiches Gespräch mit Dr. Christian Pfeiffer (Kriminologisches Forschungsinstitut Hannover) zur aktuellen Killerspiel-Debatte geführt. Die Antworten lesen sich wie eine Achterbahnfahrt durch Sachlichkeit und Absurdität, durch Wissenschaft und Weltfremdheit. Hier die verkürzten Highlights:

Krawall.de: Nach dem jüngsten Amoklauf ist die Debatte rund um die Killerspiele erneut aufgeflammt. Zu Recht?

Prof. Pfeiffer: Das ist ein positiver Nebeneffekt dieser grässlichen Geschichte. Freilich verkürzt die Politik dies beträchtlich, denn die Verbotsforderung betrifft ja rechtlich nur Spiele, die vom Gewaltexzess her beispielsweise in die Nähe kommen von einem Pornofilm, bei dem real ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt wird und der Film anschließend für 4000 Euro ins Internet wandert. Das wird dann zu Recht vom Gesetz unter Strafe gestellt. In dieser Dimension bewegt sich unser Strafrecht, und nur wenige Computerspiele erreichen dieses abstruse Ausmaß an Brutalität. (...)

Krawall.de: Verständnisfrage: Das klingt für uns, als würden Sie einzelne Computerspiele auf einem Niveau sehen mit Kinderpornographie?

Prof. Pfeiffer: Ja. Diese Spiele sind aber gegenwärtig schon nach §131 Strafgesetzbuch strafbar. (...)

Wir dürfen nicht akzeptieren, dass wir -auch nicht spielerisch- Menschen in die Rolle bringen, wo sie als Schutzgelderpresser agieren, Frauen von hinten das Messer durch die Gurgel ziehen oder wie in -GTA San Andreas- als Zuhälter ihr Geld verdienen. Alles indiskutabel. Spiele, die derart unmoralische, ethisch nicht akzeptable Verhaltensweisen prämieren, würden bei mir alle vom Markt verschwinden.

Krawall.de: Das heißt, hätte er [der Amokläufer von Emsdetten] die Computerspiele nicht gehabt...

Prof. Pfeiffer: ...wäre er mit Sicherheit kein Amokläufer geworden. Früher hatten wir Amokläufe nur durch Erwachsene. Heute haben wir die Entwicklung, dass immer häufiger Jugendliche das machen. Ich denke, die Wahrscheinlich ist groß, dass er seinem Ärger auf anderem Wege Raum gegeben hätte. Vielleicht auch aggressiv, aber das ist natürlich nur eine Hypothese - genauso wie meine ganze Antwort jetzt selbstverständlich hypothetischen Charakter hat. Man muss sich vor Augen halten: Sämtliche Amokläufer unter 20 Jahre, die wir in der letzten Zeit sehen mussten, sind massiv durch Computerspiele beeinflusst gewesen. Sie haben Handlungsmuster nachempfunden, die sie als attraktiv erlebt haben, sind also quasi auf den Spuren ihrer Computerspiele unterwegs gewesen.

Kommentare

Roxul schrieb am
Der Mann gibt nur wieder was die Allgemeinheit zu denken glaubt, da ist das ansehen der Videospieler irgendwo zwischen Drogendealer und (Kinder-)Vergewaltiger.
Solange sich ein Teenager in den Medien, auf seinem Entwicklungsgrad äusert, ist es halt einfach mit den Zeigefinger auf uns, die bösen Videospieler, zu zeigen.
Was die Leute nicht dabei sehen, dass beim ausgestreckten Zeigefinger immer drei Finger auf einen selber zeigen. Als Beispiel nehmen wir mal die Schweiz! Meines Wissens nach hat dort jeder Wehrtüchtige seine Soldatenausrüstung daheim (Klamotten, Waffen usw.).
Wieso passieren in Deutschland (Prozentual) mehr Amokläufe als in der Schweiz?
Meine Vermutug ist dass wir den Lebensstil unseres großen Vorbildes immer mehr nacheifern und dort ist es so dass es keine soziale Kontrolle, seitens der Gesellschaft, gibt. Was seine Vor- und Nachteile hat. Jeder kann sich frei entfalten, aber keiner bekommt aber auch mit wenn bei Dir was schief läuft und Du abgleitest. In anderen Gesellschaften ist diese Kontrolle größer und Dein Umfeld reagiert früher vor der Eskalation. Exoten haben natürlich in letzteren Umfeld einen schweren Stand als in der Ersteren.
Wers nicht glauben will denkt doch bitte mal darüber aus welchem Land die Bostoner Teepartie herkommt oder der Christopher Street day.
Gruß
Roxul
P.S: Für Euch ganz verzweifelten unter uns kucken wir noch mal zurück in das 19. Jahrhundert, Stichwort Romane dass war für die Mehrheit der damaligen Leute/"Pfeiffers" Teufelszeug an dass die Jugend zugrunde geht. Heute ist es ein Kulturgut!
mosh_ schrieb am
frietz hat geschrieben:ohne spiele hätte es diesen "amoklauf" nicht gegeben. soso.
dann hätte ich mal eine frage. was haben eigentlich adolf hitler, josef stalin, die inquisitoren des mittelalters, nachweislich massenmörder der geschichte mit millionen mehr toten als alle amokläufer der letzten jahre zusammen, eigentlich gespielt?
diese frage sollte einmal ein reporter stellen.
wenn killerspiele und videos menschen zu amokläufern machen können, warum gibt es bei millionen spielern kaum amokläufe. warum laufe ich noch nicht amok? wenn dies kriterien eines amokläufers sein sollen, muss ich weggesperrt werden.
hoffentlich gibt es bald wieder ruhe und die planlosen politiker und "experten" widmen sich themen, von denen sie evtl mehr ahnung haben als von "killerspielen" und "internet". allein mir fehlt der glaube...

counter strike 1.2 gespielt-_-
Max Headroom schrieb am
Eine Info für alle... der Herr Pfeiffer ist keineswegs ein Dummkopf oder "unnützer" Professor! Wer sich das Interview bei Krawall durchliest, der wird spätestens auf der letzten der drei Seiten feststellen, dass der Mann durchaus sehr gute Argumente anbieten kann. Das Problem ist, das sie hier nur sehr kräftig gekürzt wiedergegeben worden sind. Und leider muss man auch sagen, das die gesammte erste Seite argumentationstechnisch in den Müll gehört. Seine Aussage von GTA und den Bezug zu Kinderpornografie ist wahrlich erschreckend und fern jeglicher Realität.
Allerdings bringt er auch kaum zu widerlegende "Beweise" für einige Argumente, die wirklich Hand und Fuß haben. Die "Intellektuellen" Menschen z.Bsp. vebringen ihre Zeit lieber im Theater als im Clan. Im Süden, wo die Bindung zwischen den Einwohnern enger sind, spielt man lieber draussen Fussball als sich in einer Halle abzuknallen. Natürlich ist dies extrem stark auf die Spitze getrieben, denn egal ob reich oder arm, ob Norden oder Süden... ist alles im Eimer, wird auf radikale Weise "Luft" gemacht. Der eine schlägt dem Nachbarn die Nase krumm, der andere vandaliert aus Frust Telefonzellen kurz und klein und wiederum andere rasieren sich die Köppe kahl. Das Problem liegt hierbei keinesfalls alleine in den "brutalen" Spielen, sondern ist woanders zu suchen. Die Spiele "spiegeln" nur die gegenwärtige Welt wider und erlauben dem Spieler, dem Kontrolleur, eine gewisse Freiheit von Tätigkeiten, die er in der ungespiegelten Realität *nicht* besitzt, da er sich an gegebenen Regeln halten muss. In der Realität darf ich Nachts nicht mit dem Wagen 260 KM/h Rennen und Powerslides machen. In der Realität habe ich nicht die Möglichkeit, ein Battalion an Panzern zu kommandieren und in der Realität darf ich wohl ebenfalls keine Geiseln halten und Bomben legen.
Das Computerspiel hingegen gibt dem Spieler die "Freiheit", gewisse Tätigkeiten zu...
johndoe-freename-103791 schrieb am
ja da muss ich hotohori recht geben, welcher fernsehsender würde sich denn für gamer stark machen? (ich sehe jetz mal davon ab giga oder ähnliche zu nennen da diese bei weitem keine massenmedien darstellen)
richtig! keine! die meinung bei den leuten die sich nicht auskennen ist längst gebildet! da würde niemand etwas dran ändern können, ausser die massenmedien selbst. und die würden es nicht tun da misstrauen entstehen würde bei den leuten denen sie ihre macht zu verdanken haben,nämlich die breite masse.
ich weiss nicht wann die erste debatte darüber aufkam allerdings stehts für mich fest das irgendjemand damit mal angefangen hat und das jetzt niemand mehr ändern will/kann.
was ich ausserdem als problem sehe, (sry wenn ich zu weit abschweife) und was an diesem beispiel wieder mal sehr schön zu sehen ist. ist das die politiker sich einfach nicht mehr sachlich und differenziert über themen äussern können ohne unbedingt die möglichst grösste wählerschafft für sich zu gewinnen.
also :
ereigniss kommt zur politik, wird gefiltert und das was für die meisten wähler "bekömmlich" erscheint wird wieder herausgegeben...auf den"kaffeesatz" der gesellschaft wird nicht geachtet bzw. im besten fall geschlichtet und besänftigt...
naja soviel dazu...diese politik macht mich krank!
Balmung schrieb am
Tjo, wenn man es so nimmt war selbst der Amoklauf irgendwo ein Hilferuf, denn oft wollen die Täter (ich würde sie eigentlich viel lieber Opfer nennen) damit ja auch Aufmerksamkeit auf die Probleme in unserer Gesellschaft lenken, doch statt dessen verstehen es gerade die Leute falsch, die was ändern könnten. Ich glaub wenn der Amokläufer mitkriegen würde, was wegen Ihm jetzt mit den "Killerspielen" abgeht, dann würde er direkt noch ein zweites mal Amok laufen, weil er praktisch nichts mit seinem brutalen Hilferuf erreicht hat.
Irgendwo ist doch wohl jeder Spieler extrem sauer, praktisch allgemein zum potenziellen Amokläufer gemacht zu werden. Wenn es nicht auch andere vernünftige Stimmen gäbe, könnte man echt durchdrehen bei soviel Dummheit von manchen Leuten. Schließlich ist das Thema "Killerspiele" verbieten kein harmloses, sondern eines das weitreichende Folgen haben kann und man daher nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.
Die grösste Frechheit ist ohnehin, das TV Sender derart falsch berichten dürfen, ohne das man praktisch was dagegen tun kann. Es wird schon nahezu mit voller Absicht falsch berichtet, um die Meinungen der Leute zu verdrehen, die nicht so viel Ahnung von dem Thema haben. Man erinnere sich nur mal an den Fall vor einigen Monaten, wo die Polizei ständig abstritt, das der Typ CS gespielt hat, dennoch haben so gut wie alle Medien das ignoriert.
Ich finde man sollte nicht nur gegen die sozialen Probleme vorgehen, die die wirklich Ursache für so ein Amoklauf sind, sondern auch gleich noch gegen die Medien, denn die haben heutzutage viel zu viel Macht um ihre Zuseher so zu beeinflussen, wie sie es gerade wollen.
schrieb am

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