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Midway: Merkwürdige Bonusforderungen

Derzeit werden die Umstände des Verkaufs Midways untersucht, steht doch der Verdacht des Insiderhandels im Raum. Jetzt macht auch das Management des mittlerweile offiziell insolventen Publishers von sich reden, hat man doch beim Insolvenzverwalter um Erlaubnis gebeten, Gesamtboni in Höhe von bis zu 3,755 Mio. an 29 "zentrale" Angestellte des Unternehmens auszuzahlen, sollten bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Dazu zählt der Verkauf der Vertriebsrechte an Wheelman an Ubisoft - ein Abkommen, das bereits vor einiger Zeit über die Bühne gegangen war. Sollte man die Rechte an der Marke "Mortal Kombat" verkaufen oder einen Plan zur Umstrukturierung Midways abliefern können, würde ein weiterer Bonus fällig werden. Sollte jener Plan abgenickt werden, würde ebenfalls eine Zahlung anstehen, so jedenfalls der Wunsch der Bittsteller.

Das zuständige Verwaltungsgericht und die Parteien, denen der Publisher Geld schuldet, sahen das allerdings etwas anders. Hinsichtlich der Wheelman-Kondition heißt es: Es sei schlichtweg unehrlich, rückwirkend eine Belohnung für etwas zu fordern. Der Verkauf der Prügelspielreihe und das Erarbeiten eines Umstrukturierungskonzepts bedürfe ebenfalls keiner Anreize sondern sei die naturgemäße Aufgabe jener Leute unter diesen Umständen. Das Management sollte keine Boni für Dinge verlangen, zu denen sie im Rahmen des Insolvenzrechts verpflichtet sind. Zudem sei nicht garantiert, dass die derartig prämierten Angestellten Midway nicht gleich nach der Auszahlung verlassen.

Selbst wenn die Boni gerechtfertigt wären, so würde die Höhe der Forderungen doch "ungeheuerlich" sein. Der Bonus für die gleiche Gruppe von Personen sei im Jahr zuvor - also zu einem Zeitpunkt, als Midway noch nicht offiziell pleite war - viermal geringer ausgefallen.

Aufgrund jener Rückmeldung hat das Unternehmen seine Forderungen jetzt revidiert. Die Wheelman-Klausel wurde ersatzlos gestrichen. Ein Bonus für den Verkauf von Marken soll außerdem nur dann ausgezahlt werden, wenn Midway all seine Lizenzen und andere Besitztümer abtreten kann - nicht nur Mortal Kombat. Ein Umstrukturierungsplan soll weiter belohnt werden, so er denn grünes Licht erhält - allerdings nur, wenn auch der neue Hauptaktionär Mark Thomas zustimmt, oder seine Ansprüche in Höhe von 30 Mio. Dollar ausgezahlt bekommt. Außerdem sollen nur diejenigen Angestellten einen Bonus erhalten, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Firma verbleiben.

Kommentare

Sorvar schrieb am
Wenn ich sowas lese kriege ich das Kotzen. Nicht nur das es unverschämt ist, rückwirkend Boni zu fordern, auch noch die Frechheit zu besitzen in dieser Situation überhaupt Boni zu fordern! Das Geld sollte stattdessen dafür verwendet werden Schulden zu bezahlen, das Fortbestehen der Firma zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten.
schrieb am

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