Lebenssimulation
Entwickler: Maxis
Publisher: Electronic Arts
Release:
04.09.2008
04.09.2008
21.04.2011
 
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Test: Spore
80
 
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Leserwertung: 84% [24]

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Spore: Was kommt danach?

Spore (Simulation) von Electronic Arts
Spore (Simulation) von Electronic Arts - Bildquelle: Electronic Arts

In einem extrem umangreichen, aber ebenso lesenswerten Interview gibt Will Wright einen Einblick in Spore. Er schildert fast schon philosophierend die Grundidee hinter dem Spiel, aber auch Gedanken, welcher Evolutionslehre Maxis' neueste Produktion repräsentieren könnte. Wie sind denn eigentlich diese  Minispiele verbunden, und wie muss man sich die Struktur des Spiels vorstellen?

"Ich habe mir das Spiel immer fast so vorgestellt wie ein T, wo man sich erst die Basis nach oben durcharbeitet von Zelle zur Evolution zum Stamm zur Zivilisation. Sobald man allerdings den Weltraum erreicht hat, geht das Spiel in die Breite - so wie der obere Teil des Ts. Dort hat man dann verschiedene Metaspiele, verschiedene Metaziele denen man nachgehen kann.

Es wird also quasi wie ein Sandkasten (Sandbox Design) mit offenem Ende im Weltraum. Es ist also so, dass man an der Basis ein lineareres, stärker gelenktes Gamplay hat, das sich dann an der Spitze öffnet und zur freien Spielwiese wie in GTA wird."

Derzeit arbeiten um die 100 Entwickler an dem Spiel, das offiziell für den PC und laut EAs Finanzbericht auch für den Nintendo DS kommen soll. Klingt viel, ist es laut Wright aber nicht - das Team, das an den Godfather-Spielen arbeitet umfasse schließlich 300 Leute.

Offensichtlich spielt das Interface auch eine große Rolle, warum man sich bisher auf diese Systeme konzentriert - Wright legt großen Wert auf die Art der Steuerung und scheint die Maus als ideales Eingabegerät zu sehen. Konsolencontroller hingegen sagen ihm weniger zu; mit der Ausnahme der Wiimote, die seiner Ansicht nach der Maus sehr nahe kommt.

Generell könnte das Spiel aber auf vielen Systemen gespielt werden, da die grundlegende Architektur, mit der Welten generiert und geteilt werden, nicht abhängig von einer bestimmten Plattform ist. Sie denken auch darüber nach, ob das Spiel oder Teile davon auf Mobiltelefonen realisiert werden könnten - auf Grund der relativ kleinen Datenmengen, würde das durchaus möglich sein.

Auch redet er darüber, wie die Spieler untereinander verbunden sind und dass man auch die Möglichkeit habe, anderen Leuten Feedback über deren Kreationen zu hinterlassen. Neben weiteren unzähligen Details redet Wright aber auch über Die Sims, und erklärt beispielsweise, warum Die Sims Online kein Erfolg beschieden war.

Wright denkt, dass der Reiz der Sims für viele Leute gerade darin besteht, sehr viel Kontrolle über die Spielwelt zu haben. Die sei in der Onlineversion nichtgegeben. Außerdem wäre es nicht einfach, den typischen Sims-Spieler davon zu überzeugen, ein Abo-Verhältnis einzugehen und zehn Dollar pro Monat für etwas zu zahlen.

Und was soll nach Spore kommen? Wright möchte verständlicherweise noch nicht allzu viel darüber reden, schildert aber schon mal, in welche Richtung es gehen könnte. Sein nächstes Projekt soll soziale Relevanz haben.

"Sozial, ja. Die Leute durch Spiele stärker mit der Wirklichkeit verbinden. Weil ich denke, dass wir alle in unseren kleinen Blasen/Welten leben, und wir alle unsere kleinen Leben leben. Doch da draußen gibt es diese riesige Welt, in der so viel passiert, was wir allerdings kaum wahrnehmen. Vielleicht nimmt mal man eine Zeitung in die Hand oder guckt Nachrichten.

Und diese Welt so so komplex. Da wirken einfach viele merkwürdige, verdrehte Kräfte, da passieren interessante Sachen, die die Zukunft formen, in der unsere Kinder dann leben werden. Wenn wir es schaffen würden, diese Welt und die Art wie sie funktioniert den Leuten nur etwas bewusster zu machen, und das Feedback in sie einfließen zu lassen, dann könnte das Spielen ein unglaublich mächtiges Instrument sein."

Zwar seien Dinge wie Umweltschutz, Wirtschaft oder Politik verdammt komplexe Dinge mit einer furchtbar hohen Anzahl an Variablen - aber wenn es gelingen würde, die Gebiete auch nur ein bißchen verständlicher und zugänglicher zu machen, so würde dies schon einen riesigen Fortschritt bedeuten und den Einfluss auf das System stärken.

 


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