SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein! - 4Players.de

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Aufbau-Strategie
Entwickler: Maxis
Publisher: Electronic Arts
Release:
07.03.2013
Test: SimCity
50

“Im gegenwärtigen Zustand (Abstürze, Server-Probleme) ist SimCity trotz seines zwischendurch spürbaren Potenzials eine Enttäuschung. ”

Leserwertung: 61% [8]

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SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!

SimCity (Strategie) von Electronic Arts
SimCity (Strategie) von Electronic Arts - Bildquelle: Electronic Arts
Als ob der Online-Zwang die Gemüter nicht schon genug erhitzt hätte, wurden die Spieler beim US-Start von SimCity vor wenigen Tagen mit Login-Warteschleifen und allgemeinen Server-Problemen konfrontiert, die jedoch in Angriff genommen wurden und behoben schienen. Dementsprechend gab man sich bei Electronic Arts gestern zuversichtlich, dass zum heutigen Start des Städtebaus in Europa alles ohne Widrigkeiten ablaufen würde.

Weit gefehlt: Zwar waren bereits gestern die meisten Server online, doch seit dem offiziellen Start ab heute Nacht 00:01 Uhr nahmen die Probleme bis jetzt immer weiter zu. Das begann bei Wartezeiten beim Login auf bestimmten Servern (die sich im Rahmen von etwa 20 Minuten aufhielten), bevor der nächste (Fehl-)Versuch unternommen wurde. Das ging weiter mit Tutorials, die zwar gestartet, bei denen aber bereits der erste Lernschritt nicht eingeblendet wurde - dies sei auf ein serverseitiges Problem zurückzuführen, das nach Aussage im offiziellen Forum auch nicht alle Server beträfe. Ebenfalls häufig anzutreffen war das Problem, das man zwar eine Karte auswählen, dann aber kein Stadtgebiet für sich "beanspruchen" konnte. Sprich: Man konnte sich zwar einloggen, das Spiel ließ sich aber nicht zum Starten bewegen. Und gegenwärtig scheinen die Server überhaupt nicht mehr ansprechbar zu sein - zumindest hängt SimCity entweder ohne Fortschritt bei der Suche nach Updates oder kann trotz positiver "Verfügbarkeits-Anzeige" keine Verbindung herstellen. Laut Forum arbeite man an der Behebung aller Widrigkeiten, konnte aber bislang keine Schätzung abgeben, wann mit einem reibungslosen Serverbetrieb zu rechnen sei.

**Update 11:20 Uhr**: Die ersten Server, darunter auch die beiden "Europa (West)", sind derzeit (teilweise) wieder bereit, auf US-Servern ist trotz "Verfügbar" immer noch mit Wartezeit zu rechnen.

**Update 15:30 Uhr**: Die SimCity-Server laufen noch immer so stabil wie ein auslaufender Öltanker. Obwohl wir mittlerweile einige Stunden spielen konnten, sind die Server erneut nicht erreichbar. Zudem sind manche der auf den EA-Servern gespeicherten Städte "beschädigt", können aber nicht repariert werden, da keine Verbindung hergestellt werden kann. Und der Launcher des Spiels kann momentan gar keine Verbindung mehr aufbauen - selbst Nachrichten und Bilder fehlen.

Nun liegt auch ein Statement von Kip Katsarelis (Senior Producer) zu den Server-/Startproblemen vor. Er gelobt jedenfalls Besserung: "Wir sind vom enthusiastischen Zuspruch und der Unterstützung unserer Fans völlig überwältigt, was es umso schlimmer für uns macht, dass in den letzten 24 Stunden mehr und mehr technische Probleme aufgekommen sind.

Wir haben in unserer Serverarchitektur einige Probleme, was sich für die Spieler in Bugs oder langen Wartezeiten äußert. Das ist ganz offensichtlich nicht die Situation, die wir uns für die Launch-Woche ausgemalt haben und wir versichern euch, dass wir alle Resourcen, die uns zur Verfügung stehen, nutzen, um diese Probleme zu beheben.

In den nächsten zwei Tagen werden wir mehr Server zur Verfügung stellen, was dabei helfen wird, viele der bestehenden Probleme zu verbessern.

Wir schenken außerdem all den Bug-Reports von unseren Spielern große Beachtung (Anmerkung: das Team bekommt regelmäßig eure Bug-Reports vom Answer HQ Team zugeschickt).

Wir haben daraufhin in den letzten Tagen schon einige Updates eingespielt. Unser Live-Ops Team arbeitet 24/7 daran, die Probleme zu beheben und Fixes für Bugs so schnell wie möglich aufzuspielen.

Auch wenn die bestehenden Probleme uns Sorgen bereiten, können wir doch ebenso sehen, dass viele Spieler wirklich großen Spaß am Spiel haben. Innerhalb von nur 24 Stunden wurden mehr als 38 Millionen Gebäude gebaut, fast 7,5 Millionen Kilometer Straßen gebaut, 18+ Millionen Feuer sind ausgebrochen (meine Lieblingsstatistik) und über 40 Millionen Rohre haben sich mit Abwasser gefüllt."


**Update 17:30 Uhr**: Um die Performance zu verbessern und die Serverschwierigkeiten zu beheben, haben die Entwickler folgende Funktionen deaktiviert: Bestenliste, Erfolge und Regionsfilter. "Durch Deaktivierung dieser Funktionen wird deine Grund-Spielerfahrung nicht beeinflusst", heißt es von EA.

Kommentare

Hardy30680 schrieb am
Hardy30680 hat geschrieben:
Paranidis68 hat geschrieben: Es geht nämlich garnicht um Städte bauen, sondern um die Vernetzung der Spieler und die Abhängigkeit selbiger. Und was der eine vllt kauft, will oder muss der andere vllt auch haben :wink:
Sehe ich auch so. Wobei es meiner Meinung nach eher um Wettkampf geht. Die Spieler sollen mehr im Wettkampf zueinander stehen. Und wenn man im Wettkampf zu anderen steht, dann will man natürlich gut aussehen, und dafür ist man dann auch bereit, viel Geld neben dem Anschaffungspreis ins Spiel zu investieren. Im aktuellen NFS ist der wettkämpferische Mehrspielermodus mit Autolog ja auch der Hauptteil des Spiels, soweit ich weiß. Und auch beim neuen Command & Conquer sollen die Spieler im Wettkampf zueinander stehen, einen Offline-Modus gegen eine KI wird´s wohl nicht geben. Die spielentscheidenen Generäle (ich kenne den Vorgänger nicht) wird man wohl mit viel Geld aufrüsten können und das wird wohl auch fast jeder sofort machen, um von anfang an mithalten zu können. Kaum einer wird sich die Aufrüstungen für die Generäle selber zeitaufwändig erspielen, denn während dieser Zeit kriegt man wohl ständig von den Leuten auf die Nuss, die sich die Erweiterungen schon gekauft haben. Und keiner will ständig verlieren, also wird gleich sofort alles gekauft. Wobei das neue C&C ja F2P wird, aber man muss wohl davon ausgehen, dass die Aufrüstungen für die Generäle weit mehr als 50 Euro kosten werden, denn mit F2P will man ja mehr verdienen als mit einem Vollpreistitel.
Hardy30680 schrieb am
Paranidis68 hat geschrieben: Es geht nämlich garnicht um Städte bauen, sondern um die Vernetzung der Spieler und die Abhängigkeit selbiger. Und was der eine vllt kauft, will oder muss der andere vllt auch haben :wink:
Sehe ich auch so. Wobei es meiner Meinung nach eher um Wettkampf geht. Die Spieler sollen mehr im Wettkampf zueinander stehen. Und wenn man im Wettkampf zu anderen steht, dann will man natürlich gut aussehen, und dafür ist man dann auch bereit, viel Geld neben dem Anschaffungspreis ins Spiel zu investieren. Im aktuellen NFS ist der wettkämpferische Mehrspielermodus mit Autolog ja auch der Hauptteil des Spiels, soweit ich weiß. Und auch beim neuen Command & Conquer sollen die Spieler im Wettkampf zueinander stehen, einen Offline-Modus gegen eine KI wird´s wohl nicht geben. Die spielentscheidenen Generäle (ich kenne den Vorgänger nicht) wird man wohl mit viel Geld aufrüsten können und das wird wohl auch fast jeder sofort machen, um von anfang an mithalten zu können. Kaum einer wird sich die Aufrüstungen für die Generäle selber zeitaufwändig erspielen, denn während dieser Zeit kriegt man wohl ständig von den Leuten auf die Nuss, die sich die Erweiterungen schon gekauft haben. Und keiner will ständig verlieren, also wird gleich sofort alles gekauft.
ZackeZells schrieb am
Balmung hat geschrieben:Naja, es wäre ja schön, wenn die Leute wirklich etwas merken würden, sobald etwas am Boden liegt. Aber selbst dann gibt es noch mehr als genug Leute, die mit anderen Ausreden kommen. Ich könnte zum Beispiel bei MMORPGs darauf wetten, dass wenn das Genre völlig am Boden liegt, die Leute dann mit Sprüchen ankommen wie "die Zeit für MMORPGs ist halt abgelaufen" anstatt zu merken was wirklich falsch läuft. Nicht anders ist es mit vielen anderen Dingen. Warum sollte die breite Masse auch gerade dann plötzlich eine Erleuchtung heimsuchen? Merkbefreit bleibt merkbefreit.

Als Mainstream Orientiertes Unternehmen ist die Aussage "die Zeit für MMORPGs ist halt abgelaufen" nicht falsch oder soo einfach dahergesagt - Als Mainstream Orientiertes Unternehmen ist das einfach nur eine Aussage das man weniger MMORPG´s produzieren wird, weil man schon den nächsten Hype Train erklimmt/erklommen hat und mit ihm so lange seine Runden dreht bis auch dies von der Masse verzehrt und konsumiert wurde und man auf den nächsten Hype--Train aufspringt.
Balmung schrieb am
Naja, es wäre ja schön, wenn die Leute wirklich etwas merken würden, sobald etwas am Boden liegt. Aber selbst dann gibt es noch mehr als genug Leute, die mit anderen Ausreden kommen. Ich könnte zum Beispiel bei MMORPGs darauf wetten, dass wenn das Genre völlig am Boden liegt, die Leute dann mit Sprüchen ankommen wie "die Zeit für MMORPGs ist halt abgelaufen" anstatt zu merken was wirklich falsch läuft. Nicht anders ist es mit vielen anderen Dingen. Warum sollte die breite Masse auch gerade dann plötzlich eine Erleuchtung heimsuchen? Merkbefreit bleibt merkbefreit.
Sir Richfield schrieb am
Naja, die Musikindustrie hat nicht ganz freiwillig einsehen müssen, dass die Leute ihre Musik ungern auf ein Gerät festgenagelt haben.
Der Kunde möchte seine Musik halt gerne auf dem PC UND dem Smartphone UND dem MP3 Player UND im Auto hören.
Apple hat das dann brutal geliefert, wenn auch mit dem goldenen Käfig iTunes, aber Details.
Und als die Industrie dann sah, dass die ihrem Kram fast nur über Apple loswurden, haben sie halt eingelenkt.
Damit will ich Apples Einfluss jetzt nicht zu hoch hängen, aber ich glaube von alleine wären die nicht drauf gekommen und man hätte versucht, dass SONY Music Musik nur auf Walkmen läuft. (Und wäre hoffentlich kläglich untergegangen).
Die Spieleindustrie hat ja der Vorteil, dass die Triple-A Spiele auf Konsolen und schweren PC sind, damit per se nicht mobil und dann kommt ja das behämmerte "Wer 2013 noch kein Internet hat, der ist Primitiv" Unargument. (Gerade in Deutschland sollte man sich da vornehm zurückhalten, wenn deutlich kleinere und ärmere Länder vormachen, wie man das GANZE Land ins Netz bekommt.)
Insofern ist es für die einfacher, dem Konsumenten diesen Blödsinn aufzudrücken, ohne dass er sich großartig wehrt.
Ich fürchte hier hilft nur noch, dass die endlich ALLE Daueronline DRM haben und kein Spiel mehr in den ersten drei Wochen sauber läuft und Server nach 1,5 Jahren abgeschaltet werden.
Bis der letzte merkt, dass er verkohlt wird und auch zur inzwischen florierenden Indie Szene gewechselt ist.
Die dann den Kreislauf erneut beginnen kann, weil ich nicht so blöd bin zu glauben, dass die als Masse klüger sind. Den ein oder anderen Nachsinger des Major Liedes gibt es ja schon. Aber das halte ich für Balzverhalten, die wollen nur aufgekauft werden.
schrieb am

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