Star Ocean: The Last Hope - Test, Rollenspiel, Xbox 360

 

Test: Star Ocean: The Last Hope (Rollenspiel)

von Jens Bischoff



Entwickler:
Publisher: Square Enix
Release:
05.06.2009
28.11.2017
12.02.2010
28.11.2017
Erhältlich: Digital
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ab 9,90€
Spielinfo Bilder Videos
Kollektive Bastelstunde

Ein weiteres Markenzeichen von Star Ocean ist neben den rasanten Echtzeitkämpfen das vielfältige Crafting-System. Auch im vierten Teil dürfen wieder jede Menge Waffen, Rüstungen und andere Gegenstände kreiert werden. Entsprechende Rezepte müssen entweder direkt im Spiel gefunden oder aber in kollektiven Brainstorming-Sessions ausgetüftelt werden.
Das motivierende Crafting-System lässt sich leider nur an Bord der Calnus nutzen.
Das Ergebnis hängt dabei nicht nur von individuellen Begabungen, sondern auch der jeweiligen Gruppenzusammensetzung ab. Einmal erforschte Rezepte sind dafür nun unfehlbar und gelingen, die zur Erstellung benötigten Zutaten vorausgesetzt, immer. Das erspart viel Zeit und Ärger. Zudem kann man seine gekochten, geschmiedeten oder anderweitig synthetisierten Kreationen später noch mit individuellen Attributen aufwerten und verfeinern.

Doch freut euch nicht zu früh, denn die ganze Sache hat einen nicht unerheblichen Haken: Crafting ist ausschließlich an Bord der Calnus möglich. Das wäre nicht weiter schlimm, könnte man den aktuellen Aufenthaltsort schnell und problemlos wechseln. Doch genau hier liegt der Hund begraben. Zwischen eurer Party und der Calnus liegen oft kilometerweite Gewaltmärsche durch monsterverseuchte Gebiete. Manchmal könnt ihr sogar überhaupt nicht an Bord zurückkehren, wer dann nicht schon alles dabei hat, muss sich eben ohne zusätzliche Heiltränke oder plötzlich doch vorteilhafte Schutzamulette durchbeißen. Auch bei den zahlreichen Sidequests ist nichts ärgerlicher als einen Gegenstand, für den man das Rezept und alle Zutaten besitzt, nicht herstellen zu können, weil man erst zurück ins Raumschiff und dann wieder den ganzen Weg dorthin latschen muss, um den Auftrag erfüllen zu können...

Viel zu tun

Das gilt auch für die Erkundung einiger Dungeons, die man stundenlang nicht verlassen kann oder aber zwischendurch wieder in langen Märschen verlassen muss, um falsch verwendete Schlüsselobjekte wieder zurückzusetzen. Alle bis dahin getöteten Gegner sind dann allerdings auch wieder da... Zusammen mit den oft mehr als rar gesäten Speicherpunkten eine Qual, die eigentlich nicht sein müsste. Dafür gibt es gelegentlich auch mal kleine Rätseleinlagen, auflockernde Nebenbeschäftigungen wie Kolosseumskämpfe und Hasenwettrennen oder magisch versiegelte Schatzkisten, Türen und andere Barrieren, die man erst überwinden kann, wenn man entsprechende Elementarringe besitzt.
In den abwechslungsreichen Spielabschnitten gibt es auch abseits der Story einiges zu entdecken.
Zudem darf man wie üblich Einfluss auf das Beziehungsgeflecht seiner Gefährten ausüben, um unterschiedliche Ereignisse und Spielenden zu genießen, diverse Bonusinhalte freischalten und jede Menge Daten und Auszeichnungen sammeln. So gibt es für das Erreichen bestimmter Kampfziele einmal mehr spielinterne Trophäen und wer immer wieder dieselben Gegner zur Strecke bringt, darf irgendwann deren Charakteristika extrahieren und seine Ausrüstung damit modifizieren.

Auch die Entwicklung der Charaktere lässt trotz vorgegebener Richtungen viel Freiraum für individuelle Vorlieben. Zauber und Spezialangriffe werden zwar automatisch gelernt und auch die Attribute verbessern sich ohne euer Zutun, aber beim Aneignen und Verbessern von Kenntnissen, Talenten und Fertigkeiten hat man relativ freie Hand und bestimmt, worauf sich die einzelnen Figuren konzentrieren sollen. Auch der Kampfstil lässt sich anpassen. Unterm Strich sind die Möglichkeiten jedenfalls reichhaltig genug, um eigene Prioritäten in die Tat umzusetzen, aber nicht zu reichhaltig um am Ende ein austauschbares Heer an Alleskönnern zu dirigieren. Lob verdient auch die ordentliche deutsche Übersetzung, Sprachausgabe gibt's hingegen nur auf Englisch, wobei die Synchro teils wirklich grauenvoll ist, auch wenn die Sprecher vermutlich keine Schuld trifft. Nervige Dialoge bleiben halt nervige Dialoge, egal wer sie spricht. Die Qualität des Soundtracks schwankt ebenfalls stark. Teils erklingt wirklich übelste Synthie-Mucke jenseits der akustischen Schmerzgrenze. Aber die meiste Zeit ist die musikalische Untermalung ganz ordentlich, teils sogar grandios - vor allem dann wenn ruhigere Töne angeschlagen werden.   
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Kommentare

Ultimatix schrieb am
kuronokei hat geschrieben:der tutorialkampf is echt behindert gemacht. das war gefühlt die schwerste stelle im spiel^^ und ich übertreibe wirklich nich. naja aber mittlerweile müsstest du begriffen haben dass blindsides doch chillig sind oder?
Das war definitiv die schwerste Stelle im Spiel, denn bei allen anderen Endbossen und Gegnern hatte ich garkeine Probleme gehabt, es war stellenweise schon zu einfach ^^ Bin jetzt in der Mitte von Disk 2, Blindsides machen wirklich Spaß, aber nach einer Zeit wird das Kampfsystem dadurch einfach nur monoton und es kommt mir auch ziemlich eintönig vor, so richtig begeistern kann mich das Kampfsystem immer noch nicht. Deswegen sind die Cutscenes noch das einzigste was mich beim spielen motiviert, aber die sind ja auch nicht das gelbe vom Ei und teilweise einfach zu lange 8O
Jarnus schrieb am
moin moin,
bin grad mit dem spiel angefangen, schöne abwechslung zu Lost Odyssey, welches ich vorhin durchgezockt hab...
einführung in die story ist auf jeden fall sehr geil, zocke seit NES zeiten jRPGs, aber die ganze StarOcean reihe is bisher
an mir vorbei gegangen...
leider hab ich aber ein kleines problem mit dem spiel...ich hab oben und unten einen jeweils ca 1-2cm breiten, schwarzen
streifen! meine konsole ist über VGA am 37` zoll fullHD TV angeschlossen und auf Breitbild-1920*1080 eingestellt...andere
spiele haben das problem nicht (hab mehrere dutzend im regal ;))...ingame läst sich nichts verstellen, TV menü sagt 1920*1080,
16:9, 60hz...also alles standart!
ist das nen bekannter "fehler"? hab übrigens die normale deutsche version mit englischer syncro...
_Petrus_ schrieb am
Deine Meinung kann ich so 100% unterschreiben.
Story und Charakterdesign sind wirklich unterirdisch aber das Kampfsystem und das Crafting rettet vieles allerdings gehört die Zutatensuche mit den Irre langen Laufwegen auch noch erwähnt da man ja eig erst zum Schluß so was wie ne Schnellreisefunktion bekommt.
Naja mir hats trotzdem Spaß gemacht um einiges mehr als FF13 bin allerdings ein SO2 Fan und es hatte daher nen Bonus...
P.s. Zum Crafting noch was, anscheinend wurde das in der Ps3 Fassung geändert die Tricks die man im Netz zur Microsoft Fassung findet funktionieren nicht mehr.
Xris schrieb am
Ich bin bei dem Spiel SO froh das ich kein Storyspieler bin.... die CS laden echt zum wegdrücken ein. Und mit Arumat und Myuria gibt es genau 2 Charaktere die mir nicht ständig auf die Nüsse gegangen sind. Ich habe ja nichts gegen abgefahrenes JP Design, aber die Persönlichkeit der meisten Charaktere.... pubertierende-Heulsusen.... besonders Edge ist mit nervtötend noch nett beschrieben. Auch weil vieles worüber ausreichend rumgeheult wird,g kaum nachvollziehbar ist. Emotionen wirken in 99,9% der Fälle lächerlich und übertrieben. Und dabei sind die CS so ausufernd lang und der Inhalt so unbeschreiblich nebensächlich bin uninteressant. Einzig eine Hand voll optionaler Gespräche (jene ohne CS) mit der PT sind teilweise interessant.
CS (nach Priorität) die mir in der Storyline tatsächlich gefallen haben:
Spoiler
Show
- Faize verläst die PT
- Faize segnet das Zeitliche
- Arumat tritt der PT bei
- Myuria tritt der PT bei
Ich mag das Spiel tortzdem, der Grund dafür liegt aber einzig und alleine im Gameplay begründet. Star Ocean 4 ist das einzigste JRPG in dieser gen bisher, das mich im Post Game nach herzenslust, farmen, metzeln und vor allem umfangreich craften läst. Oben drauf kommt das gelungene Kampfsystem, mehrere Schwierrigkeitsgrade, optionale Boss Monster und Dungeons.
Zudem kann ich bei einem spiel, dass ich mir für 30? oder weniger gekauft habe, über ein paar kritikpunkte hinwegsehen, wenn sie nicht zu stark sind.

Ich denke genauso. Allerdings hätte ich im nachhinein eher für SF4 die 60 Euro anstatt für Final Fantasy XIII nezahlen wollen, wo in meinen Augen kaum ein gutes Haar zu finden ist.
gargaros schrieb am
Nee, wenn ein spiel wirklich schlecht ist, dann wird auch dann gemeckert. Allerdings ist der erwartungshorizont um einiges geringer, als z.B. bei 60?. Zudem kann ich bei einem spiel, dass ich mir für 30? oder weniger gekauft habe, über ein paar kritikpunkte hinwegsehen, wenn sie nicht zu stark sind.
schrieb am