Resident Evil Village - Vorschau, Action-Adventure, PC, PlayStation 5, Xbox Series X, PlayStation 4, Xbox One, Stadia

 

Vorschau: Resident Evil Village (Action-Adventure)

von Michael Krosta



Resident Evil Village: Die Zombies sind tot!
Die Zombies sind tot!
Entwickler:
Publisher: Capcom
Release:
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
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Der Horror geht weiter für Ethan Winters: Kaum hat er beim Serien-Einstand seine entführte Frau Mia aus den Fängen von übernatürlichen Hillbillys befreit, erwarten ihn in Resident Evil Village Begegnungen mit Werwölfen und einer groß gewachsenen Vampir-Dame. Wir hatten die Möglichkeit, in einer Preview-Präsentation tiefere Einblicke in den neuen Survival-Horror von Capcom zu erhalten. Welchen Eindruck die mehr als 60 Minuten an PS5-Spielszenen hinterlassen haben, verraten wir in der Vorschau.

Viele Déjà-vus

Erinnert sich noch jemand an das ursprüngliche Konzept von Resident Evil 4? Genau: Eigentlich sollte es Protagonist Leon S. Kennedy damals auf ein düsteres Geisterschloss verschlagen, bevor man sich schließlich für das ländliche Szenario mit infizierten Dorfbewohnern entschied. Thematisch wollte sich Capcom außerdem stärker dem Paranormalen zuwenden und statt mit Zombies & Co lieber mit Geistern sowie gruseligen Erscheinungen den Puls in die Höhe treiben.

Mit diesem Hintergrundwissen wird man beim Betrachten der Spielszenen das Gefühl nicht los, als hätte Capcom für Village die verworfenen Konzepte aus der Mottenkiste geholt und dann geschaut, ob man sie vielleicht doch noch irgendwie mit der Neuausrichtung der Reihe verwenden kann. Wenn Ethan panisch um sich ballert, während von allen Seiten Gegner auf ihn zustürmen, oder er sich in einem Haus verschanzt und hektisch Möbel als Barrikaden vor Fenster und Türen schiebt, werden schnell Erinnerungen an den Terror aus Resident Evil 4 wach. Spätestens wenn die Glocke ertönt und der aggressive Mob trotz zahlenmäßiger Überlegenheit umgehend das Weite sucht, ist das Déjà-vu perfekt. Nur Fan-Service, eine bewusste Referenz an Shinji Mikamis Meisterwerk von 2005 oder steckt vielleicht doch mehr dahinter?

„Not enough cash, stranger“

Die Zombies haben wohl endgültig ausgedient - stattdessen setzt Capcom verstärkt auf Folklore rund um Werwölfe und Vampire.
Die Zombies haben wohl endgültig ausgedient - stattdessen setzt Capcom verstärkt auf Folklore rund um Werwölfe und Vampire.
Neben dem dörflichen Szenario und der dramatischen Hetzjagd springt eine weitere Parallele zu Resident Evil 4 ins Auge: der Händler feiert ein Comeback in Form des gut genährten Dukes. Er bietet Ethan nicht nur seine Waren wie Waffen samt Upgrades oder nützliche Gegenstände an, sondern ist auch offen für An- und Rückkäufe aus dem beschränkten Inventar. Das zum Handel nötige Kleingeld der Ingame-Währung „Lei“ hinterlassen Gegner nach ihrem Ableben, bei dem sie sich übrigens in Luft auflösen. Oder man wird fündig, indem man Holzkisten, Vasen und andere zerstörbare Behältnisse mit dem Messer zertrümmert. Wo diese Mechaniken Einzug in die Reihe gehalten haben? Richtig: in Resident Evil 4. Das Waffenarsenal, das neben Messer und Pistole u.a. wieder die Shotgun umfassen wird, dürfte nicht selten zum Einsatz kommen: Wenn man die Umgebung dank explosiver Fässer in ein flammendes Inferno verwandelt und angesichts der Gegner-Überzahl wild um sich ballert, wirkt Village in manchen Szenen mehr wie ein Ego-Shooter. Capcom selbst merkt ebenfalls an, dass der Kampf „ziemlich intensiv“ werden kann. Neben Bleispritzen wird aber auch die Verteidigung eine Rolle in den Auseinandersetzungen spielen, indem man seine Arme im richtigen Moment als Deckung vor sein Gesicht reißt.

Technisch hinterlässt Village mit atmosphärischen Gemäuern und prächtigen Außenarealen einen sehr guten Eindruck.
Technisch hinterlässt Village mit atmosphärischen Gemäuern und prächtigen Außenarealen einen sehr guten Eindruck.
Doch es wird auch einige ruhige, spannende Passagen geben, in denen man sich wieder im direkten Vorgänger wähnt. Dafür sorgt nicht nur die beibehaltene Ego-Ansicht, sondern auch die leise Erkundung eines verlassenen Hauses voller Blutspuren, bei der auch die fesselnde Klangkulisse mit dezentem Knarzen und weiteren Soundeffekten die beklemmende Atmosphäre effektvoll unterstützt. Hier fühlt man sich mit der Taschenlampe im Anschlag tatsächlich genauso ins Baker-Anwesen zurückversetzt wie bei der Verwendung des altgedienten Bolzenschneiders, mit dem man einmal mehr diverse Schlösser knackt. Beim Blick auf das Inventarmanagement sowie der Markierung und Interaktion von Objekten fühlen sich Kenner des Vorgängers ebenfalls sofort heimisch. Gleiches gilt für die Crafting-Optionen zur Herstellung von Munition und weiteren Gegenständen, auch wenn dieser Bereich mit weiteren Zutaten und sogar käuflichen Händler-Rezepten erweitert werden soll. Offenbar lassen sich sogar Tiere wie Schweine oder Hühner jagen, um deren Fleisch oder Fell als Ressource zu verwenden.
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Kommentare

Civarello schrieb am
Schopenhauer hat geschrieben: ?Gestern 21:46
Aber Qualitäten kann man objektiv bewerten. Eine reine Geschmacksäußerung wie z. B. "Ich mag keine Vampire!" sollte niemals eine Rolle bei der Bewertung spielen. Wenn die Vampire in puncto Art Design und spielerisch sinnvoller Implementierung überzeugen, kann man das objektiv feststellen, ohne über die bloße Existenz von Vampiren zu meckern. Wenn alles zusammenpasst, gibt es keinen Grund, negativ zu werten. Grafik wäre übrigens auch objektiv bewertbar.
Wie will man denn die Qualität in punkto Vampir-Artdesign objektiv beurteilen ? Ist ein Dracula (also eher klassisch angehaucht) vom Design her objektiv besser als zb. das Design der Vampire in From Dusk ´til Dawn ? Ist das Design der Vampirlady in RE: Village objektiv gut oder schlecht ?
Es gibt Dinge, die man in Spielen objektiv bewerten kann. Zb. ob die Bildrate konstant ist. Grafik generell aber würde ich widersprechen. Manche mögen Motion Blur oder Chromatic Aberration, andere (wie ich) schalten das sofort ab. Das Design spielt bei der Grafik eine zu große Rolle um sie nur nach Qualität der Schattendarstellung, Texturschärfe, wie gut macht das Anti Aliasing seinen Job etc. zu beurteilen.
Wie die schon oft geforderte Objektivität aussehen kann haben viele Magazine in den 90ern gezeigt. Die Play Time zb. hatte Punkte in 3 Kategorien vergeben: Grafik, Musik, Gameplay (sofern das kleine Joystick-Icon für das generelle Gameplay stehen sollte, und nicht nur für die Steuerung). Die Endwertung war dann der Durchschnitt dieser 3 Wertungen (ohne Gewichtung). Furchtbar.
Davon ab bin ich aber der Meinung dass die Subjektivität (auch hier bei 4Players) zuweilen als Schutzschild gegen berechtigte Kritik gebraucht wird.
Khorneblume schrieb am
Schopenhauer hat geschrieben: ?Gestern 21:46 Grafik wäre übrigens auch objektiv bewertbar.
Absolut, nicht. ;)
Schopenhauer schrieb am
Beksinski hat geschrieben: ?Gestern 13:52
NoBoJoe hat geschrieben: ?19.04.2021 19:27 Tests (!) sollten so objektiv wie möglich sein und persönliche, subjektive Meinungen haben in der Wertung einfach nichts verloren.
Nein, sollten und können sie nicht. Spaß kann nicht objektiv bewertet werden.
Aber Qualitäten kann man objektiv bewerten. Eine reine Geschmacksäußerung wie z. B. "Ich mag keine Vampire!" sollte niemals eine Rolle bei der Bewertung spielen. Wenn die Vampire in puncto Art Design und spielerisch sinnvoller Implementierung überzeugen, kann man das objektiv feststellen, ohne über die bloße Existenz von Vampiren zu meckern. Wenn alles zusammenpasst, gibt es keinen Grund, negativ zu werten. Grafik wäre übrigens auch objektiv bewertbar.
DeusHelios schrieb am
ICHI- hat geschrieben: ?19.04.2021 23:35 Hab mir eben die Demo angesehen und ja auch wenn das eine frühe Einschätzung ist aber
ist ein Rückschritt zu Resident Evil 7 und bin mir realitv sicher das die Wertungen insgesamt unter
Resident Evil 7 sein werden und deutlich unter dem Remake von Teil 2.
Man was Capcom hier wieder geritten hat und es ist mir echt egal was die RE4 Fans dazu sagen ,
wegen dieser "Fans" ist sowas wie Resident Evil 6 überhaupt erst entstanden.
Stimmt nicht, Resident Evil 6 hatte sich damals an den großen Erfolg von Call of Duty orientiert.
https://metro.co.uk/2012/01/20/resident ... om-291416/
schrieb am

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