F1 Race Stars - Test, Rennspiel, Xbox 360, PlayStation 3, PC

 

Test: F1 Race Stars (Rennspiel)

von Michael Krosta



Release:
16.11.2012
16.11.2012
16.11.2012
2014
Erhältlich: Digital (Steam)
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Schaden, Boxenstopps und Benzinmanagement

Achtung, Schaden.Bei einem Wolkenbruch wird es rutschig und die Geschwindigkeit wird gedrosselt.
Rempeleien können Schäden nach sich ziehen - genau wie Treffer von Geschossen oder das Rasen in aufgestellte Fallen, denn Codemasters hat seinen F1 Race Stars tatsächlich ein Schadensmodell spendiert. Das zeigt sich nicht nur visuell durch zunehmend qualmende Motoren, abfliegende Kart-Teile und eiernde Reifen, sondern wirkt sich auch auf die Höchstgeschwindigkeit der kleinen Flitzer aus. Zum Glück findet sich unabhängig von Start/Ziel gleich mehrere Boxengassen, in denen die Boliden während der Durchfahrt automatisch repariert werden. Ein nettes Feature, auch wenn der Zeitverlust durch die Reparatur-Umleitung manchmal unverhältnismäßig hoch ausfällt. Zudem kann es passieren, dass man schon kurz nach der Ausfahrt von einer Angriffskombo erwischt wird, die aus dem frisch reparierten Boliden binnen weniger Sekunden wieder ein lahmes Wrack macht.

In späteren Veranstaltungen spielt sogar das Benzinmanagement eine Rolle. Genau wie in der realen Formel Eins gilt dann auch hier: Je weniger Benzin, desto leichter und schneller das Auto. Trotzdem muss man aufpassen nicht plötzlich mit leerem Tank über die Piste zu kriechen, weshalb man ständig abwägen muss, ob man die Tank-Icons einsammelt oder nicht. Zusammen mit Power-Ups, Boxenstopps und Fahren könnte das junge Zielpublikum allerdings genauso überfordert sein wie in den Duellen gegen die übermächtige KI.

Variationen & Modifikatoren

In den KERS-Zonen lädt man die Batterie durch Pumpen des Gaspedals auf.
In den KERS-Zonen lädt man die Batterie durch Pumpen des Gaspedals auf.
Immerhin gibt es weitere Variationen, die z.T. Bestandteil der Karriere sind, aber auch Einzel- und Mehrspielerrennen ausgewählt werden dürfen. Ausscheidungsrennen laufen nach dem bekannten Muster ab, nach dem der jeweils Letztplatzierte nach Ablauf eines Zeitlimits aus dem Rennen fliegt. Seltsamerweise dürfen Ausgeschiedene hier immer noch als Geisterwagen weiterfahren und sogar aktiv durch Rempeleien oder das Abfangen von Power-Ups in Geschehen einwirken. Bei „Trophäenjäger“ zählt dagegen das Einsammeln von Pokal-Symbolen, bis man eine vorher festgelegte Anzahl erreicht hat. Doch Achtung: Bei Treffern verliert man einen Teil seiner Beute. „Pole Position“ prämiert dagegen nur den Führenden mit Punkten - wer die Position am längsten halten kann, gewinnt.

Im Modus „Slalom“ werden dagegen farbige Tore aufgestellt, die beim Durchfahren das Punktekonto erhöhen. Im Schaukampf zählen dagegen nur Treffer mit Power-Ups sowie andere Aktionen, die Punkte bringen (z.B. Überholmanöver, KERS-Boost etc.). In der Sektorsause wartet eine Jagd auf die Sektorenbestzeiten. Schön: Für jeden Modus lassen sich Modifikatoren wie die umgekehrte Streckenführung, ewige Boosts, abgeschaltetes HUD oder eine Flip-Flop-Steuerung beim Führenden aktivieren. Zudem lässt sich die Sensibilität des Schadensmodells und die Power-Up-Balance in mehreren Stufen festlegen - wer will, kann sogar ganz auf die Waffensysteme verzichten oder sie auf bestimmte Typen einschränken.

Packende Mehrspieler-Gefechte?

Neben Karriere und Einzelrennen werden Solisten noch mit dem Zeitfahren bedient, das dem aus F1 2012 ähnlich ist. Pro Strecken werden drei Zielzeiten geboten, die es für den Gewinn der Bronze-, Silber- und Goldpokale zu schlagen gilt, wobei die eigenen Geisterwagen automatisch für den Vergleich mit Freunden hochgeladen werden, wenn man online ist.

Puh, Ziel knapp verfehlt!
Ein Ziel suchendes Geschoss geht auf die Reise...
Der Fokus von Funracern liegt aber bekanntlich im Mehrspielerbereich, wenn man sich aufregende Duelle gegen Freunde und Spieler aus aller Welt liefert, anstatt sich über die unfaire KI zu ärgern. So überrascht es kaum, dass auf allen Plattformen Rennen am geteilten Bildschirm möglich sind - sogar auf dem PC dürfen bis zu vier Raser um den Sieg kämpfen. Besser noch: Alle vier können auch an einer Konsole (oder dem PC) zusammen in Online-Partien einsteigen, die bis zu zwölf Teilnehmer erlauben. Leider wird auf den Konsolen schon im zweigeteilten Bildschirm die Bildrate drastisch reduziert und bremst das ohnehin nicht hohe Geschwindigkeitsgefühl noch weiter aus. Drei oder vier Spieler machen die Sache natürlich nicht besser. Nur der PC ist fein raus: Hier zeigen die Race Stars selbst am viergeteilten Bildschirm noch eine klasse Grafikperformance.
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Kommentare

silverarrow schrieb am
Also im MP macht das Spiel superlaune und hat AUCH was mit Leistung, statt nur mit Glück und Zufall zu tun, wie ich das aus so manchen anderen Fun-racern kenne.
eduke schrieb am
Ich habs die letzte Zeit ziemlich intensiv gespielt und kann die Wertung verstehen. Das größte Problem ist meiner Meinung nach die KI. Im Karrieremodus, etwa ab dem 5. Pokal fängts an richtig gemein zu werden. Da freut man sich, mal auf den ersten Platz gekämpft zu haben, fährt ne halbe Minute sicher vorne her und plötzlich wundert man sich, dass man 2. oder 3. Platz ist. Ein Blick auf die kleine "Minimap" zeigt dann, dass sich die KI reichllich nach vorne teleportiert hat, sogar uneinholbar, wenn man sich in der letzten Runde befindet. Da hört bei mir der Spaß auf. Und das ist kein Problem, das hin und wieder auftritt, sondern in wirklich jedem einzelnen Rennen. In in keinem der zig Rennen, die ich gefahren bin, ist das auch nur einmal mir passiert. Und Teleport-Items hatte ich schon ne ganze Menge bekommen. Das ist nichts, was einem nicht auffällt. Ich weiß nicht was die QA-Abteilung da gemacht hat.
rhymee schrieb am
Auch ich hab´s mir jetzt durch PS+ geladen und muss sagen, dass das Spielchen mal locker wenigstens 10 Prozentpünktchen mehr verdient hätte. Wenn überhaupt Fun Racer, dann doch lieber Mario Kart - aber F1 Race Stars ist echt auch nicht übel. Es ist zwar furchtbar albern und die Darstellung der Fahrer geht für mich eigentlich gar nicht, aber auch mich stört es keineswegs, dass man nicht driften kann und ich finde es erfrischend anders, dass mein Bolide auch mal Schaden nimmt.
Nach Eurem Test hier war ich auf jeden Fall positiv überrascht.
EnricoPalazzo schrieb am
Hab es mir mal geladen, weil es momentan für PS+ Mitglieder gratis zu haben ist. Also ich muss sagen ich hatte Spaß! Die Wertung kommt mir auch sehr hart vor. Im Offline-Multiplayer ist es bestimmt noch unterhaltsamer. Im Online-Rennen hatte ich leider auch nur maximal 3-4 Mitspieler.
johndoe816286 schrieb am
Sehe es derzeit genauso wie mein vorschreiber. Das Spiel macht echt unangenehm Spaß! Vor allem mit 3-4 Leuten. Was ich ziemlich bemerkenswert finde ist, dass man Karriere sowie Online mit seinen 3 Freunden Splitscreen spielen kann. Das ist echt eine starke Leistung.
Zum Thema Fairness:
Ich finde es durchweg fair, letzte Plätze kriegen gute Power-Ups, so wie bei Mario Kart, man kann andere Power-Ups abwehren wenn man sie vernünftig abwehrt und das lenken in Kurven ist einfach gewöhnungsbedürftig.
Mir gefällt es im allgemeinen besser als Mario Kart, bezogen auf das Setting. Schade ist nur, dass nicht allzu viel los in der Lobby ist. Xbox aber anscheinend mehr als auf dem Pc. Kann man immer hin und wieder online daddeln, aber mein Favorit ist ganz klar das mit Freunden zu spielen.
Es könnte eventuell noch mehr Strecken geben, und ich finde 400 Points für (anscheinend) 1 Strecke etwas sehr viel. Wenn man aber Kampagne spielt, gibt es ja noch paar andere Strecken.
Hoffe dass noch einige Spieler dazukommen werden.
schrieb am