Layers of Fear 2 - Test, Action, PC - 4Players.de

 

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Layers of Fear 2 (Action) von Gun Media Holdings
Kreuzfahrt in die Seele
Survival-Horror
Entwickler: Bloober Team
Release:
kein Termin
kein Termin
kein Termin
Alias: Project Méliès: Layers of Fear 2
Spielinfo Bilder Videos

Mit Layers of Fear machte das Bloober Team erstmals auf sich aufmerksam und entführte den Spieler in die psychischen Abgründe eines Malers, der zunehmend dem Wahnsinn verfällt. Jetzt geht es auf eine Kreuzfahrt, in der man sich in der Rolle eines Schauspielers seinen inneren Dämonen stellt. Ob sich der bizarre Psychotrip auf hoher See lohnt, verraten wir im Test zu Layers of Fear 2.



Bekanntes Schema

Räume, in denen man plötzlich kopfüber steht; Gänge, die nach dem Umschauen im Nichts verschwinden; Türen, die sich von selbst öffnen und schließen. Oder vermeintliche Filmsets an Bord des Schiffs, die sich in einem Wimpernschlag von einer trügerischen Idylle in eine bizarre Parallelwelt verwandeln, in der nicht nur Animatronik-Figuren für Unbehagen sorgen, sondern finstere Kreaturen eine reale Bedrohung darstellen.

Obwohl Layers of Fear 2 bei vielen Psychotricks, Effekten und Filtern in die Recycling-Kiste greift, unterscheidet es sich in diesem zentralen Punkt deutlich von seinem Vorgänger. Wurde dort die Bedrohung nur angedeutet oder mit der Angst gespielt, muss man hier häufiger in Fluchtsequenzen die Beine in die Hand nehmen, um dem sicheren Tod zu entkommen. Eigentlich eine gute Sache, doch entpuppen sich diese Abschnitte häufig als frustrierendes Trial & Error, zu dem auch die fummelige Steuerung beiträgt, wenn man die Tür zur Sicherheit rechtzeitig schließen muss. So wird aus der vermeintlichen Bereicherung schnell ein verhasstes Spielelement. Gleiches gilt für die leichten Schleichansätze, bei denen man z.B. einem Lichtkegel oder einer Art „Lichtsturm“ ausweichen muss. Warum man ausgerechnet in einer solchen „Todesschneise“ ein Dokument platzieren muss und während des Lesens dahingerafft werden kann, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Immerhin sind die automatischen Speicherpunkte fair platziert, so dass man davor bewahrt wird, längere Passagen mehrmals spielen zu müssen.

Wenig Horror, schwache Rätsel

Zudem muss man den Entwicklern zugute halten, dass die besagten Sequenzen immerhin für eine gewisse Dynamik im Spielverlauf sorgen. Denn den Großteil der Zeit verbringt man nur damit, gemütlich den linearen Pfaden zu folgen, dabei über Notiz-Zettel und Gegenstände zu stolpern oder ein paar kleine Rätsel zu lösen, während man gleichzeitig den Effekt- und Filter-Overkill sowie die Orientierungslosigkeit genießt oder Schockeffekte über sich ergehen lässt, die ihre Wirkung aber leider oft verfehlen. Das mag man zu einem gewissen Teil dem Vorgänger zuschreiben, der im Hinblick auf die Psychospielchen  sensibilisiert hat. Doch so richtig kann und will bei der höchst bizarren Reise kein echter Horror aufkommen. Trotzdem wird man stetig von einer stimmungsvollen Atmosphäre begleitet, bei der die eindringliche Klangkulisse trotz manch redundanter und kurzer Musik-Schleifen einen entscheidenden Anteil hat. Das Niveau des Vorgängers hat der zweite Teil für mich aber zu keinem Zeitpunkt erreicht, obwohl es ein paar kreative Ansätze gibt, wenn man z.B. mit Hilfe eines Dia-Projektors die Umgebung verändert und eine Tür sichtbar macht. Aber das Anwesen aus dem ersten Teil in Kombination mit
Die Idylle trügt.
Die Idylle trügt.
der Künstler-Thematik waren für mich interessantere Ansätze, um den Abstieg in den Wahnsinn zu erleben.

Obwohl man eigentlich erfahren will, was genau es mit der zunächst kryptischen Hintergrundgeschichte auf sich hat, verliert man sich irgendwann in einer Flut aus Metaphern oder Anspielungen auf Filme wie Metropolis und fragt sich als Spieler nicht selten, was einem der Künstler hier eigentlich genau sagen will. Bei den Rätseln ergibt sich ein ähnliches Bild: Es ist schwer, den Sinn eines verschlossenen Tresors zu erkennen, wenn man auf dem Weg dorthin die richtige Kombination schon zwei Mal in Form von Notizen serviert bekommt und am Ende sogar noch ein Zettel mit den entsprechenden Zahlen direkt über dem Schloss klebt. Zum Glück muss man sich manchmal etwas genauer nach Lösungen umschauen, doch bei manchen Puzzle-Einlagen erkennt man partout kein Muster, was man überhaupt machen soll und warum.         

Die Qual der Wahl

Hin und wieder wird die strenge Linearität durch Entscheidungen aufgebrochen, die den weiteren Verlauf, vor allem aber das Ende beeinflussen und daher zu einem erneuten Durchlauf anregen sollen. Aber ob man den fünf- bis siebenstündigen Psychotrip dafür noch ein weiteres Mal auf sich nehmen möchte? Vor allem das dritte von fünf Kapiteln empfand ich mit seiner ermüdenden Dauerschleife schon beim ersten Durchgang als regelrechte Qual, die ich mir zusammen mit den
Die Entwickler haben sich auch von Büchern und Filmen inspirieren lassen.
Die Entwickler haben sich auch von Büchern und Filmen inspirieren lassen.
Trial&Error-Passagen eigentlich nicht nochmal antun möchte.

Schade, denn audiovisuell wird eigentlich viel geboten: Die Kulisse überzeugt mit knackigen Texturen und einer stimmungsvollen Beleuchtung. Die Künstler durften sich mit dem allgegenwärtigen Einsatz von Farbfiltern und Effekten wie Bildstörungen genauso kreativ austoben wie bei der fantasievollen (Um-)Gestaltung der Schauplätze. Manche Abschnitte sind allerdings selbst bei angeblich idealer Gamma-Einstellung etwas zu dunkel geraten und die Orientierung geht endgültig verloren. Gute Arbeit leisten die englischen Synchronsprecher - insbesondere auch die jüngeren Akteure. Auf eine deutsche Sprachausgabe muss man aber verzichten und sich mit Untertiteln begnügen. Setzte das Team im Vorgänger noch auf die schwächelnde Unity-Engine, ist man mittlerweile auf Unreal umgestiegen, was auch der Performance – insbesondere auf den Konsolen – zugute kommen dürfte. Uns lag zum Test allerdings nur die PC-Version vor.

Kommentare

HellToKitty schrieb am
Sn@keEater hat geschrieben: ?
03.06.2019 21:50
Nagel hat geschrieben: ?
01.06.2019 10:07
Danke für den Test. Auf frustrierende Abschnitte kann ich gerne verzichten. Damit hat sich für mich das Spiel erledigt. Teil 1 hat sich für mich gezogen wie Kaugummi. Ich war damals froh das Ende erreicht zu haben. Den DLC fand ich dagegen besser, weil der eben nicht so langgezogen war.
Spiel mal Alien Isolation :D
Haha, bei Alien Isolation dachte ich irgendwann auch mal: "Hört das denn nie auf?".
Sn@keEater schrieb am
Nagel hat geschrieben: ?
01.06.2019 10:07
Danke für den Test. Auf frustrierende Abschnitte kann ich gerne verzichten. Damit hat sich für mich das Spiel erledigt. Teil 1 hat sich für mich gezogen wie Kaugummi. Ich war damals froh das Ende erreicht zu haben. Den DLC fand ich dagegen besser, weil der eben nicht so langgezogen war.
Spiel mal Alien Isolation :D
@Topic
In gegensatz zu den anderen hat mir Layers of Fear 1 richtig gut gefallen. Und sonderlich lang war es eigentlich auch nicht.
Schade um Teil 2 aber...hatte vorher schon ein komisches Gefühl gehabt :?
El Spacko schrieb am
Der erste Teil war ok. Typischer walking simulator eben. Die Atmosphäre und die Effekte waren schon gut.
Eben ein typisches Spiel, das man irgendwann für nen 5er in nem Sale mitnimmt.
So werde ich es mal auch beim zweiten Teil halten.
Eisenherz schrieb am
Observer fand ich absolut genial, besser als Layers of Fear. Allein schon die Atmosphäre konnte man in ganz dicke Scheiben schneiden. Dieses umschalten zwischen den drei Sichtmodi und das erkunden der Welt damit, war hervorragend umgesetzt. Hab mich mehr als einmal ertappt, wie ich die Modi durchgeswitcht habe, weil ich mich in der "echten Welt" mit ihrem ekligen Cyberpunk-Horror unwohl fühlte. Ich hoffe, dass es ein Observer 2 geben wird!
HellToKitty schrieb am
Der erste Teil war bereits nichts anderes als eine hübsche Grafikdemo. Ganz weit weg von einem Spiel.
schrieb am