WD Black P50 - Test, Hardware, PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X

 

Test: WD_Black P50 (Hardware)

von Michael Krosta



WD_Black P50 (Hardware) von Western Digital
Daten-Turbo mit Handbremse
Hardware
Entwickler: Western Digital
Publisher: Western Digital
Release:
2020
2020
2020
2020
2020
Spielinfo Bilder  
Mit der WD_Black P50 hat Hersteller Western Digital eine externe SSD-Festplatte im Sortiment, mit der man sich speziell an Gamer richten will. Wir haben die Peripherie daher vornehmlich an den Konsolen der neuen und alten Generation ausprobiert. Ob sich die Anschaffung lohnt, erfahrt ihr im Test...

Spieler im Sinn

Dass man vornehmlich Spieler als Zielgruppe auserkoren hat, lässt sich schon beim Blick auf die Verpackung ausmachen: Dort wird die Festplatte als „Game Drive“ bezeichnet und auch beim gleichnamigen Aufdruck auf dem Gehäuse geht nochmal deutlich hervor, für welchen Einsatzzweckt das Gerät in erster Linie gedacht sein soll. Obwohl neben dem PC  hinsichtlich der Kompatibilität nur PlayStation 4 und Xbox One angegeben werden, funktioniert die SSD selbstverständlich auch an der PlayStation 5 und Xbox Series X|S, wo sie ihre Stärken in puncto Geschwindigkeit erst richtig ausspielen kann – dazu später mehr.

Erhältlich ist die P50 in den Kapazitäten 500 GB, 1TB, 2TB und 4TB. Zum Testzeitpunkt reicht die Preisspanne dabei von 140,99 Euro für die 500GB-Variante bis hin zu 719,99 Euro für das Top-Modell. Für den Test wurde uns vom Hersteller die kleinste Version der Reihe zur Verfügung gestellt. Im Lieferumfang befindet sich neben der tragbaren SSD auch ein USB-C-auf-USB-C-Kabel und ein USB-C-auf-USB-A-Kabel mit einer Länge von jeweils 30cm. Das sind zehn Zentimeter weniger als bei den üblichen USB-Kabeln, die in der Regel bei externen Festplatten mitgeliefert werden. Entsprechend hält sich der Spielraum mehr in Grenzen, wo man die P50 neben der Konsole oder dem PC platzieren kann. Darüber hinaus wird noch eine Schnellanleitung beigelegt.

Hohe Wärmeentwicklung

Das recht massiv wirkende Gehäuse der WD_Black mit den Maßen 118 x 61,8 x 14 mm bringt 112 Gramm auf die Waage und besteht aus Aluminium für eine ideale Wärmeableitung. Im Betrieb wird es allerdings ganz schön heiß: Man verbrennt sich zwar nicht die Finger, aber angesichts der hohen Temperaturentwicklung ist es auch nicht mehr angenehm, die P50 anzufassen, falls man sie woanders hinstellen oder abklemmen möchte. Übrigens gewährt Western Digital nicht nur ein 30-tägiges Rückgaberecht, sondern auch eine Garantie von fünf Jahren.

Das schwarze Aluminium-Gehäuse ist mit einem weißen Aufdruck versehen.
Das schwarze Aluminium-Gehäuse ist mit einem weißen Aufdruck versehen.
Der weiße Aufdruck auf der schwarzen Oberfläche sorgt derweil optisch für einen schönen Kontrast. Zwar kommt es bei einer externen SSD in erster Linie auf die inneren Werte an, aber tatsächlich hat das Gerät mit dieser Aufmachung auch etwas fürs Auge zu bieten. Auf der Unterseite finden sich außerdem vier kleine Gummifüße für eine stabile und rutschfeste Platzierung. Eine weiße LED neben dem USB-Anschluss zeigt zudem an, wenn die Platte mit Strom versorgt wird und blinkt langsam beim Zugriff.

„Startprobleme“ an der Xbox

Schließt man die P50 im Auslieferungszustand an eine Xbox-Konsole an, könnte man erstmal einen kleinen Schock erleben: Zwar wird die Festplatte als „Volume“ für das Ablegen von Videos und Screenshots erkannt, doch ploppt umgehend eine Anzeige auf, in der behauptet wird, die angeschlossene SSD sei selbst für diese Anwendungen zu langsam. Darüber hinaus gab es in den Einstellungen der Konsole keine Option, die P50 als externen Speicher für Spiele zu formatieren – weder auf dem Ur-Modell der Xbox One noch bei der Xbox Series X. Auf Nachfrage beim Hersteller zeigte man sich überrascht, verwundert und ratlos. Haben wir für den Test vielleicht ein Montagsmodell erwischt?

Im Lieferumfang befinden sich neben der externen Festplatte auch zwei etwas kurz geratene USB-Kabel.
Im Lieferumfang befinden sich neben der externen Festplatte auch zwei etwas kurz geratene USB-Kabel.
Meine Idee für einen Workaround hat sich ausgezahlt: Ich habe die WD_Black daraufhin an die PS4 angeschlossen und konnte sie dort als erweiterten Speicher formatieren. Nachdem ich meine Testläufe und Messungen dort abgeschlossen hatte, versuchte ich mein Glück erneut bei den Xbox-Modellen. Und siehe da: Jetzt wurden mir umgehend die üblichen Formatierungsoptionen angeboten und die SSD funktionierte wie vorgesehen. Es dürfte wahrscheinlich sein, dass man das gleiche Ergebnis auch durch eine Formatierung der Platte am PC erreicht hätten. Da wir nach dem Auslieferungszustand aber nur einen Versuch hatten, konnten wir diese Option nicht mehr selbst testen. Gleiches gilt für weitere Eindrücke an der Xbox, weil uns nur ein Exemplar (und damit eine P50 im Auslieferungszustand) zur Verfügung stand.

Kommentare

Xris schrieb am
Soweit ich weiß kann die PS5 PS4 Spiele ohnehin nur max 560 MBs lesen und schreiben?. Und gilt das selbe nicht auch für die PS4? Dementsprechend tuts ne ältere 2,5 Zoll SSD mit nem entsprechenden Adapter auf USB. Das ist deutlich günstiger und führt zum selben Ergebnis. Ich hab insgesamt keine 100 Euro für 1TB bezahlt. PS4 Spiele laufen genauso flott wie auf der internen SSD. Weil eh bei 560MBs lesen Ende ist.
EDIT:
Okay, ihr habt euch genau darüber auch schon ausführlich im Thread ausgelassen.
andreiu schrieb am
"Eine Samsung 870 QVO SSD im Externen 10Gbit/s Gehäuse, (4TB für momentan 280?)..."
...alternativ dazu für ca. den gleichen Preis stattdessen 1 TB intern (...) und 2 TB extern (crucial mx500 z.B.) wäre auch schon mal nich schlecht.
myn4 schrieb am
Eine Samsung 870 QVO SSD im Externen 10Gbit/s Gehäuse, (4TB für momentan 280?) tut ziemlich genau das was die PS5 kann.
- PS5 Spiele kann man da relativ schnell drauf schieben und auf ner Menge Platz lagern
- PS4 Spiele lassen sich auf der PS5 von der externen Platte auf die Sekunde genau so schnell laden, wie vom internen PS5 Speicher somit muss kein PS4 Game mehr den raren internen PS5 Speicher mehr "verschwenden"
Das ist imo nahezu maßgeschneidert auf die PS5 USB Gegebenheiten, man benötigt einfach keinen schnelleren externen Speicher.
(Denke es lässt sich auch auf die Xbox adaptieren).
4P-1606198828Pxxfu schrieb am
Vaskr hat geschrieben: ?06.09.2021 12:12
4P-1606198828Pxxfu hat geschrieben: ?06.09.2021 12:06 Mmh, was ist denn der Use Case z. B. an der PS5 von dem Ding, wenn ich von der Platte kein Spiel starten kann? Dann kann ich doch stattdessen bei Platzmangel auf der internen Platte Content löschen und bei Bedarf wieder laden. Oder was übersehe ich?
Von externen Platten kannst du aber PS4 Spiele starten (auf der PS5). Lediglich PS5 Spiele funktionieren nur auf der internen SSD. Sobald Sony mal die neue Firmware freigibt, ist es trotzdem schlauer einfach eine zweite interne SSD nachzurüsten, falls man jemand ist der sich gerne Spiele "für später" in den Speicher holt und den zukleistert. :mrgreen:
Danke!
mafuba schrieb am
@Pong kein Wunder:
Während die PS5 immerhin Anschlüsse mit USB 3.2 Gen 2 bietet, die mit 10 Gbit/s immerhin die Hälfte der potenziellen Datenübertragung der P50 meistern, setzt Microsoft bei der Xbox Series X|S sogar nur auf den USB 3.2 Gen 1 Standard mit einer maximalen Datenübertragung von 5 Gbit/s.

Die daten können bei der Box nur mit 25% der möglichen Geschwindigkeit übertragen werden
schrieb am