World of WarCraft: Shadowlands - Test, Rollenspiel, PC

 

Test: World of WarCraft: Shadowlands (Rollenspiel)

von Marcel Kleffmann



World of WarCraft: Shadowlands: Totgesagte leben länger
Totgesagte leben länger
Release:
24.11.2020
Erhältlich: Digital, Einzelhandel
Spielinfo Bilder Videos
Mehr als drei Wochen haben wir uns in World of WarCraft: Shadowlands herumgetrieben. Wir haben einen Pakt geschmiedet, die Story nach dem Prolog weitergespielt und sowohl die mythischen Schlüsselstein-Dungeons als auch den ersten Raid besucht. Zeit ein Fazit zu ziehen.

Hinterm Horizont geht's weiter!

Shadowlands beginnt mit dem Übertritt in das Jenseits, denn Sylvanas hat aus nur ihr bekannten Gründen den Helm der Herrschaft zerstört und so den Schleier zwischen der Welt der Lebenden und der Toten durchbrochen. Kurz darauf werden bekannte Figuren entführt und was machen wir als Champions von Azeroth? Genau! Wir springen hinterher und versuchen alles zu retten.

Der erste Besuch führt in den Schlund. Dabei lernt man den Kerkermeister kennen, den Blizzard als neuen Übergegenspieler etablieren möchte, schließlich ist die Anzahl bekannter WarCraft-Fieslinge in den letzten 15 Jahren nahezu vollständig ausgelöscht und/oder wiederbelebt worden. Man findet heraus, dass der Kerkermeister alle Seelen und ihre innewohnende Anima-Kraft für sich beansprucht, die normalerweise auf alle Schattenland-Reiche verteilt wird. Er wird also immer mächtiger. Doch welchen Plan der Typ mit dem Loch in der Brust verfolgt, bleibt im Verborgenen. Stattdessen taucht er kurz in Zwischensequenzen auf, brummt wenig Spannendes und zeigt weniger Präsenz als der Lichkönig aus Wrath of the Lich King. Auch an seinen Sprüchen muss der Kerkermeister noch arbeiten.

Es bleibt zu hoffen, dass der Kerkermeister mit den Inhaltspatches bedrohlicher wird und Blizzard darauf verzichtet, Sylvanas eine Erlöser-Story auf ihren Banshee-Bauch zu binden. Die Olle soll endlich verschwinden!

Der Weg auf Stufe 60

Doch kurz zurück zur Level-Up-Phase: In ungefähr acht bis zehn Stunden ist die neue-alte Maximalstufe 60 erreicht. Beim ersten Durchlauf stattet man den vier Fraktionen einen linearen Besuch ab und erfahrt mehr über die Animadürre und die inneren Konflikte. Jedes Gebiet fußt auf einer eigenen Geschichte über den Tod, die Akzeptanz des Vergehens, Verlust, Wiedergeburt und Verrat - stellenweise mit richtig guten Akzenten.

Der Kerkermeister ist der neue Super-Gegenspieler. Er muss erst sehr umständlich eingeführt werden.
Der Kerkermeister ist der neue Super-Gegenspieler. Er muss erst sehr umständlich eingeführt werden.
In der Bastion geht es ruhig los - mit Ritualen nach dem Tod und Konfrontationen mit Erinnerungen, bevor man in einen inneren Konflikt hineingezogen wird. In Maldraxxus wird die Kampfkraft erprobt, mit Schleimen gespielt und es werden Tränke gebraut. Auch der Ardenwald wird von finsteren Gestalten bedroht, weswegen man an der Wilden Jagd teilnimmt und sich um einen mächtigen Samen kümmert. In Revendreth schlägt man sich mit hochnäsigen Adligen und zu vielen Aufzügen herum. Bei den Questaufgaben sollte man keine großen Überraschungen erwarten. Nach dem ruhigen Bastion-Auftakt wird viel getötet, gesammelt und angeklickt - inkl. steuerbaren Monstrositäten und Luftangriffen aus Engelshand. Trotzdem wirken einige Quests mit der heißen Nadel gestrickt und sind mitunter fehlerhaft, was einen Neustart der Aufgabe erfordert.

Freizeitpark aus schwebenden Inseln
Die Reise beginnt in der Bastion.
Die Reise beginnt in der Bastion.

Während das Weltdesign der vier himmlischen Themenwelten stellenweise famos ist, werden viele der interessanten Story-Aspekte kurz angeschnitten. Die meiste Zeit geht für die Exposition der abstrakten Welt und der vier Pakte drauf, was etwas langatmig sein kann, weil sich Cutscenes stapeln. Bekannte WarCraft-Seelen wie Uther, Kael'thas oder Lady Vashj haben nur Kurzauftritte. Ein wichtiger Drachenaspekt spielt bei den Nachtfae eine größere Rolle und sichert sich die bisher stärkste Szene des Add-ons. Bisher wurden verstorbene WoW-Figuren kaum genutzt, was die Schattenlande stärker an die altbekannte WarCraft-Welt gebunden hätte. Hier schlummert viel Potenzial. Zusammen mit der mageren Bedrohung kann man nur hoffen, dass dies nur ein Vorgeplänkel war und der Höhepunkt in den nächsten Patches kommt.

Kommentare

RyanDerPinguin schrieb am
Arkatrex hat geschrieben: ?27.12.2020 07:01
Ryan2k6 hat geschrieben: ?27.12.2020 07:01Sagt mal, wie ist das eigentlich mit Berufen inzwischen? Muss man da weiterhin komplett durch alle Addons hindurch skillen, wenn man bei 1 anfängt? Oder wurde das ebenfalls geshrinkt?
Nein, muss man nicht mehr. Die Berufe sind nach Addons gesplittet und wenn Du zum Berufslehrer gehst startest Du bei Stf 1 im neuen Addon meist bis 100 oder 115, je nach Handwerk.
Ist glaube ich seit Legion so.
Danke! Und puh, ein Glück.
Arkatrex schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?27.12.2020 07:01Sagt mal, wie ist das eigentlich mit Berufen inzwischen? Muss man da weiterhin komplett durch alle Addons hindurch skillen, wenn man bei 1 anfängt? Oder wurde das ebenfalls geshrinkt?
Nein, muss man nicht mehr. Die Berufe sind nach Addons gesplittet und wenn Du zum Berufslehrer gehst startest Du bei Stf 1 im neuen Addon meist bis 100 oder 115, je nach Handwerk.
Ist glaube ich seit Legion so.
RyanDerPinguin schrieb am
Sagt mal, wie ist das eigentlich mit Berufen inzwischen? Muss man da weiterhin komplett durch alle Addons hindurch skillen, wenn man bei 1 anfängt? Oder wurde das ebenfalls geshrinkt?
mar8125 schrieb am
seppiro hat geschrieben: ?23.12.2020 01:38 Habe bis lvl 50 17h gebraucht und bis 60 dann etwa 10-15 wenn ich mich nicht irre. Und wenn du das System nicht magst das dein Lvl überall angepasst wird dann ist Shadowlands nichts für dich weil da eig. überall dein Level bzw. das der Monster angepasst wird
alles klar, danke. Dann bleibe ich wohl erstmal bei Classic :)
Uwe sue schrieb am
4P|Marcel hat geschrieben: ?22.12.2020 11:41
Ryan2k6 hat geschrieben: ?21.12.2020 15:29 Danke Marcel, bei all dem CP2077 sollst du hier natürlich auch deine Klicks bekommen. :D
Wenn du die Addons schon einordnen möchtest, wo landen dann Pandaria und BC?
Ich teile übrigens deine Abneigung gegen Sylvanas, warum man die ausgerechnet jetzt so durch die Addons trägt, keine Ahnung. Hätte ich lieber vom Lich King gesehen.
Dieser Kerkermeister wirkt sehr öde auf mich, gibt es den überhaupt in der bisherigen Lore?
Das Addon klingt so, als könnte man damit auch noch etwas warten und muss es nicht sofort durchspielen*.
*bedeutet, auf max leveln, paar Instanzen machen und fertig.
Hallo,
danke für das Feedback (und die Klicks^^).
Ja, den Lich King und auch Sargeras haben sie irgendwie zu schnell verschossen, gerade diese Figuren hätten mehrere Add-ons getragen, aber Sylvanas? Letztendlich war auch Deathwing irgendwie schwach und bekam nur zwei Bosskämpfe (Rücken und Tentakelmatsch), irgendwie hatte ich da immer mehr erwartet ;)
Zur Einstung der noch fehlenden Add-ons.
BC hat den großen Bonus, das erste Add-on zu sein und Schwierigkeitsgrade eingeführt sowie sehr coole Schauplätze gehabt zu haben. Außerdem war das Raid-Attunement legendär (kompliziert). Ein herausstechendes Erweiterungsfeature abgesehen von der neuen Welt und einem besseren Endgame hatte BC nicht, daher würde ich es jetzt hinter Shadowlands einordnen. Also Shadowlands insgesamt etwas besser als BC, aber dazwischen liegen jetzt auch über zehn Jahre ... deswegen ist ein Vergleich schwer.
MoP. Mists of Pandaria fing (meiner Ansicht nach) recht mau an, wurde aber mit den andauernden Patches, der Sha-Story, den vier Celestials etc. später richtig gut. Aktuell sehe ich Shadowlands auf dem Niveau von Mists of Pandaria (nach dem Donnerinsel-Patch).
/winken
im ernst, du siehst shadowlands und MoP in etwa gleich? also für mich war tatsächlich MoP der grund warum ich aufgehört habe zu spielen - diese ewigen kung-fu-panda setting...
schrieb am