Marvel vs. Capcom: Infinite - Vorschau, Prügeln & Kämpfen, PlayStation 4, PC, Xbox One

 

Vorschau: Marvel vs. Capcom: Infinite (Prügeln & Kämpfen)

von Mathias Oertel



Marvel vs. Capcom: Infinite (Prügeln & Kämpfen) von Capcom
Helden-Mashup für Anfänger
Entwickler:
Publisher: Capcom
Release:
19.09.2017
19.09.2017
19.09.2017
Erhältlich: Digital, Einzelhandel
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ab 31,99€
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Chris Redfield kämpft mit Thor gegen Iron Man, der seinerseits von Mega Man unterstützt wird. Mit der prügelnden Verbindung der hauseigenen Helden mit denen des Marvel-Universums ist Capcom seit 1998 aktiv – auch wenn abseits von Wiederveröffentlichungen der letzte Ableger schon gut sechs Jahre zurück liegt. Doch im September soll Marvel vs. Capcom Infinite an den Start gehen. Wir konnten einen ersten ausführlichen Blick auf den Prügler werfen – mehr dazu in der Vorschau.

MCU als Erfolgsbasis

Das seitens Marvel bis ins kleinste Detail geplante Marvel Cinematic Universe (MCU) befindet sich mittlerweile in Phase 3 und ging mit Iron Man im Jahr 2008 in seine erste Phase, die 2012 mit dem ersten Avengers-Film endete. Die von Capcom in Zusammenarbeit mit den Comic-Spezialisten produzierten Prügelspiele der Marvel-vs-Capcom-Serie, die 1996 mit X-Men vs. Street Fighter ihren Anfang nahmen, fanden just zu diesem Zeitpunkt ihr vorläufiges Ende: Origins erschien digital auf PS3 sowie 360 und bündelte aufgewertete Versionen von Marvel Super Heroes sowie Marvel vs. Capcom: Clash of Super Heroes. Der letzte „richtige“ Auftritt 2011 liegt sogar noch ein Jahr weiter zurück, als Ultimate Marvel vs. Capcom 3 (jüngst auf PS4 und One in neuem Glanz erstrahlend) erschien. Sprich: Noch bevor Capcom an dem vor allem seit dem Ende der ersten MCU-Phase enormen Erfolg der Filme partizipieren und dem Bekanntheitsgrad zehren konnte, machte man eine kreative Pause.

Wenn Strider seinen Spezialangriff aktivieren kann, wird es für den Gegner gefährlich.
Wenn Strider seinen Spezialangriff aktivieren kann, wird es für den Gegner gefährlich.
Denn trotz zweifellos vorhandener Qualität (Marvel vs. Capcom 3 erreichte bei uns im Test z.B. 86% samt Gold-Award) hatte es die Reihe neben dem Flaggschiff Street Fighter immer schwer, Fuß zu fassen und über den Status „Für Fans“ hinauszukommen. Und damit ist die Lage in etwa mit den Serien BlazBlue sowie Guilty Gear bei Arc System Works vergleichbar. Doch wie Producer Mike Evans von Capcom sagte, war dies nicht der Hauptgrund, um die Serie mit einem neuen Namen sowie einer frischen Ausrichtung zu starten anstatt Marvel vs. Capcom 4 auf die Beine zu stellen. Man habe vielmehr die Chance gesehen, in einer engen Zusammenarbeit mit Marvel, die aber kreative Freiheit nicht ausschließt, die Geschichte zu erzählen, wieso die Figuren mit- und gegeneinander kämpfen und wie diese beiden Universen aufeinandertrafen. Der Fokus auf die Geschichte, die in Anlehnung an das MCU mit einer kinoreifen Inszenierung punkten soll, ist innerhalb der Reihe ein ganz neuer Ansatz.

Mashup als Erfolgsformel

Die Vermischung der zwei Universen, die in sich jeweils individuelle Bereiche umfassen wie z.B. Street Fighter, Resident Evil oder Darksiders auf Capcom-Seite, ist das große Leitbild in Marvel vs. Capcom Infinite. So ist nicht nur der Haupt-Antagonist Ultron Sigma eine Kombination aus einer Marvel- sowie einer Capcom-KI-Figur (aus Mega Man X), die sich jeweils zum Ziel gesetzt hat, die Menschheit auszulöschen. Man darf natürlich weiterhin auch bei den Zweierteams, die man in die Duelle führt, frei wählen und z.B. schauen, wie sich Ryu in Kombination mit Hulk schlägt oder wie erfolgreich sich ein Team bestehend aus Hawkeye und Chris Redfield im Kampf um die Unendlichkeitssteine anstellen kann. Noch deutlicher wird das Mashup-System allerdings bei den Kampfarenen: Der Schauplatz „X-Gard“ z.B. ist ein Mix aus Thors Heimat Asgard sowie Abel City von Mega Man X und zeigt markante Elemente aus beiden Bereichen. Und obwohl die Arena "Stark Tower" eigentlich fest im Marvel-Universum verwurzelt ist, schleicht sich
Zwei "Blechbüchsen", ein schlagfertiges Team: Mega Man X und Iron Man.
Zwei "Blechbüchsen", ein schlagfertiges Team: Mega Man X und Iron Man, die mit all den anderen Helden von Marvel und Capcom gegen den neuen Antagonisten "Ultron Sigma" antreten.
Capcom hier in Form einer Dr.-Light-KI ein, mit der Tony stark anstelle seiner bekannten Jarvis-KI kommuniziert. Derartige Verknüpfungen sollen sich durch fast alle der Kampfumgebungen ziehen, wobei bisher noch offen ist, wie viele Areale es letztlich geben wird.

Offensichtlich als Kontrapunkt zu den in der Anfangsphase eher schmalen Modi von Street Fighter 5 wird hier vom Start weg mehr geboten. Offline z.B. kann man sich im Story-Modus austoben oder sich im Arcade-Modus die Zähne an der KI ausbeißen. Es wird einen Missions-Modus geben, der in etwa den üblichen auf jede spielbare Figur zugeschnitten Herausforderungen entspricht und der einen auf die Eigenheiten sowie die speziellen Bewegungen der Charaktere einstimmen soll. Und natürlich kann man sich auch einen zweiten Spieler schnappen, ihm oder ihr das Pad in die Hand drücken und sich gegenseitig vermöbeln. Das wird selbstverständlich auch online möglich sein. Neben "Casual" Matches wird es Ranglistenkämpfe geben, man wird Lobbies für bis zu acht Spieler öffnen können oder im Zuschauermodus die Tricks von Freunden oder Profis analysieren. Angaben, ob es Cross-Plattform in irgendeiner Form geben wird (z.B. wie bei Street Fighter 5 auf PS4 und PC), wurden bislang noch nicht gemacht.
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