Need for Speed Heat - Test, Rennspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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Need for Speed Heat (Rennspiel) von Electronic Arts
Need for Underground
Arcade-Racer
Entwickler: Ghost Games
Publisher: Electronic Arts
Release:
08.11.2019
08.11.2019
08.11.2019
Alias: Need for Speed 2019 , NFS Heat
Jetzt kaufen
ab 59,99€
Spielinfo Bilder Videos
In Need for Speed Heat wollen Electronic Arts und Ghost Games alles unter einen Hut bringen: Offizielle Rennveranstaltungen à la Pro Street, illegales Racing bei Nacht im Stil von Underground und wilde Verfolgungsjagden wie bei Hot Pursuit. Gelingt am Ende ein Best-of oder doch nur ein Forza Horizon für Arme? Die Antwort gibt es im Test!

Ying und Yang

Cops gegen Raser – es ist das ewige Duell! Doch in Palm City greifen die Hüter des Gesetzes unter der Leitung von Lt. Frank Mercer besonders hart und skrupellos durch - Körperverletzung inklusive. Das hält die PS-Junkies trotzdem nicht davon ab, neben den offiziellen Veranstaltungen des Festivals Speedhunters Showdown bei Tag die Positionskämpfe in ihren aufgemotzten Kisten nach Sonnenuntergang auf öffentlichen Straßen fortzusetzen. Die an Miami angelehnte Metropole und das Umland laden regelrecht dazu ein, selbst abseits von Events und Story-Missionen die Sau hinter dem Steuer rauszulassen: Überall stehen Rampen für halsbrecherische Sprünge, es gibt die üblichen Radarfallen und in Driftzonen wird für Punkte lässig durch Kurven geschlittert. Leider gibt es im Gegensatz zu Forza Horizon kein System, das kontinuierlich den Fahrstil bewertet und belohnt. Manöver wie Windschattenfahren, die Zerstörung der Umgebung oder Rasen im Gegenverkehr mit Fast-Berührungen sind daher beim Cruisen durch die offene Welt nur dann lohnenswert, wenn sie sich auf der Liste mit den aktuellen Bonus-Herausforderungen befinden.

Hat man sich für eine der generischen und jederzeit austauschbaren Hipster-Figuren entschieden, führt nach der actionreichen Einführung der erste Weg zu einem bekannten Schrauber in der Stadt, der bereitwillig eines seiner Fahrzeuge zur Verfügung stellt. Danach folgt das übliche Prozedere: Man erhöht den Kontostand, indem man bei Tageslicht erfolgreich beim Speedhunters Showdown teilnimmt und steigert beim illegalen Streetracing inklusive Verfolgungsjagden mit den Cops seine Reputation, um sich in der Szene einen Namen zu machen und mit Rangaufstiegen sowohl weitere Fahrzeuge als auch Tuningteile freizuschalten.

Tuning-Wahnsinn

Das Fahrzeug lässt sich in zahlreichen Bereichen mit neuen Teilen aufrüsten.
Das Fahrzeug lässt sich in zahlreichen Bereichen mit neuen Teilen aufrüsten.
Steht zu Beginn lediglich eine überschaubare Anzahl an Upgrades zur Verfügung, wird man irgendwann regelrecht mit Verbesserungen für Motor, Chassis und Antrieb überschüttet. Vor allem beim Fahrwerk wird die Auswahl mit der Zeit riesig, weil man die Boliden gezielt für den Einsatz in Straßenrennen, Drift-Wettbewerben oder in holprigen Offroad-Gefilden zusammenbauen kann. Im Zusammenspiel mit den passenden Reifen wird die Spezialisierung perfekt. Dabei reicht es heutzutage leider nicht mehr aus, einfach nur eine normale Auswahl an Teilen anzubieten. Stattdessen muss wieder eine Kategorisierung von einfachen Standardausführungen über Pro und Super bis hin zu Elite Plus her.

Wann hat dieser Quatsch überhaupt angefangen? Aber was viel wichtiger ist: Wann hört diese dämliche Unterteilung und Einfärbung von Gegenständen endlich wieder auf? Das hier ist immer noch Need for Speed und kein verdammtes Diablo oder Borderlands! Wobei man sich angesichts der ausufernden Anpassungsmöglichkeiten der Charaktere ohnehin fragen muss, ob der Fokus überhaupt noch auf dem Rennerlebnis liegt. Bei dieser gigantischen und völlig überflüssigen Auswahl an Frisuren, Klamotten sowie hippen Mode-Accessoires von Kopf bis Fuß wirkt der Tuningaspekt für die Fahrzeuge vergleichsweise mickrig. Wem es bei den Karren primär um den Bling-Faktor geht, wird dagegen nicht enttäuscht: Angefangen bei Modifikationen der Karosserie über eine schöne Auswahl an schicken Felgen bis hin zur Unterbodenbeleuchtung kann man sich aus dem breit gefächerten Fuhrpark seinen Traumwagen kreieren und sogar Details wie die Farbe des Nitros oder Reifenqualms festlegen. Neben der Hupe lässt sich selbst der Klang von Motor und Auspuff anpassen – nicht schlecht! Hinzu kommt ein Design-Editor, in dem man sich dank guter Werkzeuge und Vorlagen kreativ austoben kann. Wie bei Forza lassen sich die Werke hier ebenfalls innerhalb der Community teilen, so dass man auch dank der externen App bereits jetzt eine große Bibliothek an coolen Designs vorfindet.

Leer und doch zugemüllt

Cool: Selbst der Klang von Motor und Auspuff lässt sich anpassen.
Cool: Selbst der Klang von Motor und Auspuff lässt sich anpassen.
Künstler, die noch weitere Motive für ihre Folien haben wollen, werden mit etwas Glück beim Cruisen durch die offene Welt fündig. Dort entdeckt man immer wieder besondere Graffiti, die man auf Knopfdruck einsammeln kann. Zur weiteren Beschäftigungstherapie abseits der Rennveranstaltungen zählt zudem die Zerstörung von meist hoch platzierten Werbetafeln als Reminiszenz an Burnout Paradise, Sprünge über alle aufgestellten Rampen und das Überrollen von Flamingo-Aufstellern, um zusätzlich Geld und Reputation zu gewinnen. Obwohl die Welt durch diesen Schnickschnack ziemlich zugemüllt wurde, ist sie andererseits erschreckend leer: Selbst bei den offiziellen Festival-Rennen sieht man lediglich am Start ein paar Leutchen am Streckenrand, aber ansonsten herrscht offenbar ein Ausgangsverbot für alle, die nicht als Renn- oder Sonntagsfahrer hinter dem Steuer sitzen. Trotzdem besitzt Palm City einen gewissen Charme, zu dem auch das dynamische Wetter, die verschiedenen Distrikte und der Tag-/Nachtwechsel ihren Teil beitragen. Auf den Konsolen muss man sich zwar selbst bei den leistungsstärkeren Modellen mit einer Bildrate von 30fps begnügen, doch dafür bleibt die Darstellung meist angenehm flüssig, wobei die Fassung für Xbox One mit Tonaussetzern und vereinzelten Rucklern etwas schlechter optimiert wurde als das PS4-Pendant. Am besten präsentiert sich die PC-Version mit ihrer höheren Bildrate, obwohl auch hier das langsame Nachladen von Texturen stört und mitunter sogar Grafikfehler auftreten.

Kommentare

fflicki schrieb am
darkchild hat geschrieben: ?
Gestern 10:08
So, bin schwach geworden und hab es mir dann doch geholt. Der Ersteindruck nach 2-3 Stunden ist zumindest so, dass ich wohl das bekomme, was ich erwartet habe. Kein Vergleich zu einem Horizon, aber das war mir bewusst. Kritikpunkte wären auf Anhieb die anstrengenden Gummiband-Cops (hatte allerdings bislang nur eine Verfolgungsjagd auf freier Strecke), die anonsten recht leere, offene Welt und die natürlich zu vernachlässigende Fancy-Fancy-Story.
Insgesamt bestimmt kein Must-Have, aber ein solider Hirn-Aus-Fun-Racer.

Da gewöhn dich aber mal schnell an die echt harten Cops in dem Spiel.
Hab ich mich in den letzten Teilen noch daran gestört das die Cops viel zu Zahm sind, komme ich in diesem Teil so gut wie nie ohne Verhaftung in meine Garage.
Hatte mir die Tage 140 000 Dollar ingame in Rennen erspielt um mir einen neuen Wagen damit zu kaufen, doch hatte mir für meinen Wunschwagen meine Rep Stufe aber noch nicht gereicht, Rep gibt es ja nur in den Nachtrennen. Fahre ich eben noch einige von denen um das fehlende Rep zu bekommen.
Natürlich wurde ich da auch immer irgendwann von den Cops erwischt und hatte danach nur noch 60 000 Dollar, mein Wunschwagen war deshalb erst mal dahin.
Hab mir dann eben einen kleineren von dem Geld gekauft, den durch den Gewinn bei Tagrennen noch etwas weiter aufgetuned, um auch mithalten zu können.
Und gerade eben versuche ich in Nachtrennen genug Rep zu verdienen um für den Wagen einen neuen leistungsstarken Motor kaufen zu können.
Dazu brauche ich Rep Stufe 19, hab mich bisher auch schon auf Rep 17 Hochgearbeitet.
Nur ganz wichtig, Geld hab ich gerade Null auf meinem Ingame Konto, da ich eh permanent von den Cops gefasst werde und es dann schnell weg ist.
Bevor ich Nachtrennen starte, stecke ich mittlerweile mein ganzes Geld in Optik und Leistungs Tuning, dann ist es wenigstens nicht verloren.
Zum Spiel selber, für mich ist es mit Abstand das beste Need for Speed in dieser Generation, hier wurde...
darkchild schrieb am
So, bin schwach geworden und hab es mir dann doch geholt. Der Ersteindruck nach 2-3 Stunden ist zumindest so, dass ich wohl das bekomme, was ich erwartet habe. Kein Vergleich zu einem Horizon, aber das war mir bewusst. Kritikpunkte wären auf Anhieb die anstrengenden Gummiband-Cops (hatte allerdings bislang nur eine Verfolgungsjagd auf freier Strecke), die anonsten recht leere, offene Welt und die natürlich zu vernachlässigende Fancy-Fancy-Story.
Das Fahrverhalten geht in Ordnung. Ist halt ein Arcade-Racer mit etwas gewöhnungsbedürftiger Drift-Steuerung. Passt für aber soweit für mich. Ist jetzt nichts, was mir negativ aufgefallen wäre. Davon ab find' ich diese Diskussionen bei unrealistischen Racern ohnehin etwas schräg. Ich meine, ich habe relativ vor Kurzem noch sehr, sehr viel Ridge Racer 7 auf der PS3 gesuchtet. Ich liebe es, aber streng genommen bietet das doch auch ein Fahr- bzw. Driftverhalten fernab jeglicher Realität und bedarf zudem auch etwas Einarbeitung, sofern man in späteren Klassen gut um die Strecke kommen möchte. Der beste Kompromiss beim Fahrverhalten ist aber sicherlich auch hier die Horizon-Serie.
Insgesamt bestimmt kein Must-Have, aber ein solider Hirn-Aus-Fun-Racer.
Ruuudi007 schrieb am
Also ich habe jede Menge Spaß mit dem Spiel. Wie kann man einem derart abwechslungsreichen Game nur 64 Punkte geben, wenn das todlangweilige GRID schon 75 bekommt? Sorry, aber da sollte mal jemand seine Bewertungskriterien überprüfen. Das hat schon nichts mehr mit der üblichen Subjektivität zu tun ...
Danny. schrieb am
BitteeinByte hat geschrieben: ?
11.11.2019 22:21
Spoiler
Show
Nicht nur die Autos. Ich kaufte das Grundspiel vor ca. sechs Wochen und habe mich nach dem ersten Start gleich mal gewundert wie penetrant (aktiv als auch passiv) die DLCs im Spiel beworben werden. Darauf hin habe ich in Day1-LetsPlays reingeschaut und da wurde meine Befürchtung bestätigt, dass der Mist nach Release reingepatcht wurde. Hier mal die Punkte die mir auffielen:
- Wenn ich aus dem Spiel ins Hauptmenü zur Garage möchte muss ich jedes mal mit der Schultertaste durch die Reiter hämmern um zur Garage zu gelangen. Und das kommt verdammt oft vor in einer Session. Warum hat man die Zusatzinhalte nicht einfach hinten dran gehängt?
- Dann die dicken Icons zu den DLC-Schnellreiseorten in der Weltkarte. Muss das default so sein?
- Und wie oft wollte ich einen Wagen kaufen, worauf sich dann das Kaufmenü zum entsprechenden Carpack öffnete. Das frustriert auf dauer. Weiß gerade nicht ob nur im Carshop oder auch im Autohaus, da ich das kaum nutzte.
- Dazu kam dann die demotivierndste aller Horizon-Erfahrungen: das meines ersten S2-Rennens. Ich klickte hellwach und fokussiert auf Start um dann während des Rennstarts rechts im Grid ein Legoauto zu entdecken. Ich konnte es nicht fassen, ehrlich. Kein Hauch von Immersion mehr möglich, ich brach das Rennen ab und begrub die ganze Klasse.
Ich weiss ja nicht ob ich übertreibe, aber ich fühle mich als Spieler so dermaßen für dumm verkauft, dass förmlich Hass aufkommt. Sagt es frei raus wenn ich mich hysterisch oder empfindlich anhöre, vielleicht habe ich auch zu lange pausiert und bin für AAA-Games nicht mehr gemacht.
@Purple Heart
FM4 war mein letztes Forza und das ist mein erster Horzion-Teil.
NFS würde man übrigens in der Luft zerfetzen für solche Praktiken.
mit dem Lego DLC haben sie auch viele vergrault, mich auch
aufgrund des absoluten Mangels solcher Spiele bin ich aber doch wieder schwach geworden :oops:
die Lego-Welt meide ich zwar gekonnt, aber dass einem in den...
Purple Heart schrieb am
BitteeinByte hat geschrieben: ?
11.11.2019 22:21
@Purple Heart
FM4 war mein letztes Forza und das ist mein erster Horzion-Teil.
NFS würde man übrigens in der Luft zerfetzen für solche Praktiken.
FM4 ist bis heute auch der Favorite vieler FM Fans. ^^
schrieb am

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