Agricola - Brettspiel-Test, Brettspiel, Spielkultur - 4Players.de

 

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Worker Placement (Arbeitersetzspiel)
Entwickler: Uwe Rosenberg/ Lookout Games
Release:
10.06.2013
10.06.2013
kein Termin
kein Termin
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Q2 2007
Spielinfo Bilder Videos
Die Evolution des Bauernhofs

Aller Anfang ist arm: Man beginnt mit einem Ehepaar (zwei rote Spielsteine) in Holzhütten und hat auf dem Hof weder Pflanzen noch Tiere. Dafür hat man je sieben Ausbildungs- und Anschaffungskarten.
Was in der ersten Runde mit zwei Hütten beginnt, entwickelt sich mit der Zeit zu einem ansehnlichen Gehöft mit Weiden und fruchtbaren Äckern. Aber man kann nicht einfach so drauflos zeugen und bauen, denn das zweite Problem neben den Mitspielern sind die begrenzten Rohstoffe: Zum einen muss man zu jeder Erntezeit dafür Sorge tragen, dass man seine Familie auch ernähren kann - satte zwei Nährwerte braucht man pro Person! Und wer das nicht schafft, der muss eine Bettelkarte mit drei Minuspunkten ziehen, die in der Endabrechnung richtig weh tut. Gute Spieler knacken da zu Beginn höchstens die 30er-Marke.

Zum anderen kann man nur dann Material wie Holz, Lehm, Schilf oder Stein sowie Tiere nach Hause holen, wenn es der Nachbar nicht schon stibitzt hat. Also achtet man mit Argusaugen auf das Angebot auf dem Markt in der Mitte des Spielfeldes und lässt seinen Bauer oder seine Frau dort arbeiten, wo man sich für die Zukunft auch Erträge erhofft.

Und dieser Markt der Möglichkeiten wird jede Runde um eine Karte erweitert, die quasi ein Jahr symbolisiert: Es kann sein, dass man plötzlich die Möglichkeit bekommt, Nachwuchs zu zeugen, seine Hütte zu renovieren oder einen Acker zu pflügen und gleichzeitig auszusäen - das sind quasi zwei wertvolle Arbeiten in einem. Eine wichtige Rolle spielt da natürlich die Reihenfolge: Es kann entscheidend sein, dass man als erster Bauer aktiv werden darf! Deshalb profitiert die Spieldynamik davon, dass man über eine Aktion auch den Startspielerstein an sich reißen kann; das ist die einzige fiese Handlungsmöglichkeit.

Taktische Flexibilität

Aber schon bald wächst die Hofwirtschaft: Es kommen Schafe und Äcker für Getreide hinzu. Aber Vorsicht, denn zu jeder Erntephase muss man seine Familie ernähren - sonst gibt es Bettelabzug!
Für die Aufbaustrategie bedeutet das: Man muss manchmal kurzfristig umdenken. Der dümmste Bauer erntet die dicksten Kartoffeln? Nicht in Agricola, denn der Zufall spielt hier quasi keine Rolle. Man muss taktisch flexibel sein: Hat ein anderer Spieler das Holz abgeerntet, sollte man anstatt Zäune für die Schafe zu bauen vielleicht erstmal Korn zum Aussähen besorgen. Und während das Spiel läuft, wächst das Angebot: Neue Rohstoffe wie Steine oder wertvolle Tiere wie Rinder kommen erst in späteren Runden, danach werden sie aufgefüllt. Wenn sich also niemand für die Steine interessiert, stapeln sie sich und irgendwann kann ein schlauer Bauer fünf auf einmal abstauben!

Das Geniale an Agricola ist auch die Simulation des Wachsens und Erntens: Wer Korn auf einem Feld aussät, legt drei gelbe Steine darauf. Danach darf man sich zu jeder Ernte einen Weizenstein nehmen - aber danach liegt das Feld brach. Pflanzt man Weizen also gleich auf einem anderen Feld an oder isst man es gleich auf? Oder investiert man in die Ausbildung seines Bauern zum Brauer, so dass man aus einem Weizen gleich drei Nährwerte für Bier schöpfen kann? Auch die Tiere pflanzen sich fort: Wer zwei Schafe auf einer Weide hält, bekommt irgendwann ein drittes. Und natürlich muss man sich fragen, ob und wie man es schlachtet. Schließlich kann man einfache Kochtöpfe anschaffen oder eine Schlachterei betreiben. Natürlich bringt ein Rind mehr Fleisch als ein Schaf&



Kommentare

SpookyNooky schrieb am
Heute auch für Freundin und mich gekauft, um die Park-Besuche im Sommer etwas aufzupeppen. :D Das Material sollte auf den Teppich passen. Ich fand nur den Preis von ca. 40 Euro (+ Versand) etwas happig. Bin gespannt, die Kaufentscheidung rührt auch komplett vom Brettspiel"test" hier auf 4players her(genau wie damals Galaxy Truckers und Civilization - Das Brettspiel). Weiter so.
gracjanski schrieb am
Die Moorbauern Erweiterung lohnt sich auf jeden Fall. Ergänzt sich bestens in der Spielmechanik, ich freue mich schon auf die nächste Runde, aber vorher kommt noch Caylus und ich schätze Caylus wird dann verkauft, wenn sie sich zu ähnlich sind.
4P|T@xtchef schrieb am
Viel Spaß, Agricola gehört in meine All-Time-Top-3! :wink:
Kleiner Tipp: Setz frühzeitig auf Schafe, Rinder und sonstige Tiere - die vermehren sich ohne Zusatzkosten, sobald man mind. zwei auf einer Weide hat!
BloodyJoe schrieb am
Jörg dein Test hat mich auch hier wieder überzeugt! Heute Abend ist unsere erste Runde Agricola. Man bin ich gespannt!
Fankman schrieb am
Mindflare hat geschrieben:
Null. hat geschrieben: Ich habe mir dieses fantastische Spiel nur auf der Spielemesse 2008 (?) in Essen gekauft, einzig und allein aufgrund des Sonderpreises Komplexes Spiel in Verbindung mit einem so vermeintlich simplen Thema.
Kommt hin, da ist es auch Spiel des Jahres geworden!
Hat jemand schon Erfahrungen mit der Moorbauern Erweiterung? Es gibt wohl Wälder brandroden und Torf stechen als neue aktionen. Dann muss das Haus auch noch geheizt werden. Dazu gibt es noch Pferde als neues Getier.
Ja die Moorbauern-Erweiterung ist ganz geil.
Das Spiel wird dadurch noch taktischer, da man zusätzlich noch Gratisaktionen hat, die man ohne Einsatz einer Person brauchen kann. Diese sind aber nicht so mächtig wie die regulären Aktionen, so muss man immer abwägen ob man die Gratisaktion zuerst nehmen will und dadurch in Kauf nimmt dass einem die guten Aktionen weggeschnappt werden oder ob man mit den Gratis-Aktionen warten will und dann vielleicht leer ausgeht :evil:
schrieb am