Test (Wertung) zu Assassin's Creed Valhalla (Action-Adventure, PlayStation 5)

 

Test: Assassin's Creed Valhalla (Action-Adventure)

von Matthias Schmid





FAZIT



Warum das gigantisch große und sehr ansehnliche Assassin’s Creed Valhalla einen Gold-Award verdient, habe ich hoffentlich schon im Test vor zwei Wochen erläutert. Trotz zu alberner Nebenquests, wenig Waffen-Sammel-Motivation und orientierungslosen Umherirrens im Fertigkeitenbaum kann man in England wahnsinnig viel Tolles und Schönes erleben: atemberaubende Panoramen auf dem Pferderücken, leichte Klettertouren in römischen Ruinen, simple Meuchelmorde in Kirchen und Klöstern, spannende Schatzsuchen unter Tage, wilde Räubertouren mit den Wikingerkollegen. Auf PS5 sieht das ebenso stark aus wie auf der Xbox Series X - von etwas unschönem Tearing abgesehen macht die Version eine super Figur, ohne allerdings die Möglichkeiten des DualSense-Controllers klug zu nutzen. Unterm Strich mehr Spielspaßprozente kann ich der PS5-Fassung im Vergleich zu PS4 Pro und Xbox One X aber nicht attestieren, wenngleich die Ladezeiten bei einem Open-World-Abenteuer deutlicher ins Gewicht fallen als zuletzt bei Call of Duty: Black Ops Cold War. Trotzdem: So richtig nach Next-Gen fühlt sich das starke Valhalla auch auf einer PS5 nicht an!
Entwickler:
Publisher: Ubisoft
Release:
10.11.2020
10.11.2020
12.11.2020
10.11.2020
10.11.2020
10.11.2020
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store, UPlay), Einzelhandel
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WERTUNG



PlayStation 5

„Auch auf PS5 gilt: Eivors Abenteuer bietet keinen fehlerfreien, aber immer unterhaltsamen Mix aus Erkundung, Story, Kampf und Siedlungsbau - und sieht dabei stets klasse aus.”

Wertung: 85%

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Echtgeldtransaktionen

"Wie negativ wirken sich zusätzliche Käufe auf das Spielerlebnis, die Mechanik oder die Wertung aus?"
Gar nicht.
Leicht.
Mittel.
Stark.
Extrem.
  • Es gibt Käufe für Fähigkeiten, Karten, Figuren, Waffen, Geld, XP oder Spielmodi.
  • Man kann die Spielzeit über Käufe verkürzen, Pay-to-Shortcut.

Erläuterung

  • Seit Mitte Dezember nachträglich eingefügt: dauerhafte XP-Booster via Echtgeld kaufbar. Der 40 Euro teure Season Pass versorgt ab Launchtag mit der Quest Die Legende von Beowulf und liefert in Frühling und Sommer 2021 zwei große Story-Erweiterungen nach, die in Irland und Frankreich spielen.

 

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Kommentare

Chilisidian schrieb am
Ich habe mich nun doch auch mal dran gewagt. Meine Erfahrung mit der Serie bisher: AC3, Origins und Odyssey. Wertungsmäßig bin ich irgendwo zwischen Mathias und der Gamestar. Meine Änderungen sind gut, manche gehen nach hinten los. Story finde ich gut, aber schwächer als in den beiden Vorgängern. Quests passen soweit, Weltereignisse statt Nebenquests definitiv ein Rückschritt. Kampfsystem dank Schild und Ausdauer taktischer als bei Odyssey, das finde ich gut. Loot war für mich in Odyssey definitiv zu viel, hier aber zu wenig. Welt, Design und Grafik gefallen wir total gut.
Hauptquest mir schon fast zu lang. Der Umfang insgesamt war in Odyssey zwar höher aber die Hauptquest. Absurd finde ich, dass einen Spiel zwingt wirklich alles mitzunehmen. Ansonsten ist die Stufe 340 einfach nicht zu erreichen. Das heißt nur die Hauptquests machen und alles anderen liegen lassen wir einem im Prinzip versperrt. Dann landet man nämlich am Ende irgendwo bei Stufe 200 und es geht nicht weiter.
johndoe839940 schrieb am
Eigentlich wollte ich einen großen Bogen um Valhalla machen, auch wenn mich das Setzung total anspricht. Nach den beiden Vorgängern war ich übersättigt, vor allem viele Mechaniken in Odyssey fand ich grauenhaft. Auf den ersten Blick sieht es auch nur nach einem Copy&Paste aus, aber bin nun absolut positiv überrascht. Das Erkunden, das Looten, die Story, das Missionsdesign, die Animationen (beim Parcour, Reiten etc.), der Protagonist, die Landschaften und das Kampfsystem mit der Ausdaueranzeige finde ich in Valhalla so viel besser. Für mich sind es da wirklich Details, die das Spiel im Vergleich zum Vorgänger bislang wesentlich besser machen. Sogar das Würfelspiel finde ich klasse.
Was mich bisher stört: Tonaussetzer und die Dialoge sind teilweise nicht synchron zu den Lippenbewegungen. Da kann man von einem AAA-Spiel schon mal mehr erwarten.
Und wenn das Spiel wirklich 100 Stunden lang ist, könnte es zum Ende hin schon mal repetitiv werden.
CHEF3000 schrieb am
Also wenn doppelte FPS und himmlische Ladezeiten nicht ausreichen um dem Spiel "mehr Spielspaß zu attestieren" dann weiss ich einfach nicht was ich dazu sagen soll.
Ich habe es 3 Tage auf der One X gespielt, bis dann die Series X eintraff und verdammt nochmal JA, es macht DEUTLICH mehr Spaß, ein Unterschied wie Tag und Nacht, wenn das Game sich butterweich anfühlt und ich für die Schnellreise 6 Sek. brauche.
traceon schrieb am
"ohne allerdings die Möglichkeiten des DualSense-Controllers klug zu nutzen"
Das ist die Krux an spezieller Hardware. Und gerade Ubisoft hat sich das in der Vergangenheit angetan, als Dritthersteller spezielle Hardware zu unterstützen (z.B. das Tablet der WiiU in ZombiU). Das Feedback der Controller-Trigger der Xbox-One hat eigentlich auch nur Microsoft wirklich unterstützt. Nur allgemein verfügbare Harware-Features haben die echte Chance, auch von Drittherstellern richtig unterstützt zu werden.
paulpaulsen schrieb am
Bin erst mit Odyssey in die Serie eingestiegen. Weil es da im Gameplay-Material wegen Item Sammelei und Gameplay etwas mehr nach Action-RPG aussah, als ich von der Serie erwartet hätte. Anscheinend war das eine späte Entwicklung bei AC. Mir hat das jedenfalls Spaß gemacht, weil man so verschiedene Builds mit spürbarer DMG-Entwicklung ausprobieren konnte.
In Valhalla fällt das fast komplett weg. Und damit auch ein Großteil an Motivation für mich. Wenn man die ersten dutzend Stunden im Spiel quasi an kein Equip für seinen Nahkampf/Bären Build rankommt, ist das schon ziemlich dämlich. Ich wüsste auch nicht, was sich jetzt nach 20h (?) noch jemals groß am Spielstil ändern sollte. Ich fange jetzt schon an in die anderen Talentbäume reinzuskillen. Bei Odyssey waren da die Unterschiede deutlicher bzw. man konnte min-maxen mit den Zusatztalenten.
Sogar die Nebenquests waren in Odyssey deutlich interessanter und länger. Wenn man sich die Zeit nimmt um auf Kreta eine Tourifalle rund um den Minotaurus aufzubauen inkl. kl. Jungen, der einen abzocken will, dann spricht das für Engagement im Spieldesign. Hier bekommt man 2min-Quests hingeklatscht.
Ich bin mittlerweile vom Spiel krass konditioniert worden. Beim letzten Raid habe ich vergeblich 5min nach einem Schlüssel gesucht, weil wirklich jeder Scheiß - egal obs Sinn macht, oder nicht - verschlossen ist. Die Tür zum Schatz war aber ausnahmsweise mal offen. Man trifft in dem Spiel sogar 150 Kilo Mobs in einem Turm, dessen Eingang verschüttet ist. Einziger Zugang: ein mit Brettern verrammeltes Außenfenster, dass über einen kl. Zweig erreichbar ist. Wie der Fettwanz sich da reinbekommen hat, und warum er die Fenster dann noch verrammelt haben soll, weiß keiner.
Open World auch teilw. fürn Arsch. Das Spiel suggeriert einem, dass Schätze über kl. Rätsel und Umwege erreichbar sind. Pech hat man aber, wenn man dank Symbolen auf der Map ewig nach einem Zugang zum Loot sucht, der aber erst später dank Storyfortschritt erreichbar ist.
Für...
schrieb am