von Sören Wetterau,

Mario + Rabbids: Sparks of Hope - Ubisoft von Verkaufszahlen enttäuscht

Mario + Rabbids Sparks of Hope (Taktik & Strategie) von Ubisoft
Mario + Rabbids Sparks of Hope (Taktik & Strategie) von Ubisoft - Bildquelle: Ubisoft / Nintendo
Das zurückliegende Jahr 2022 war für Ubisofts Geschäfte kein einfaches. Einer der Gründe? Die enttäuschenden Verkaufszahlen von Mario + Rabbids: Sparks of Hope und Just Dance 2023.

Dies verkündete Ubisoft im Rahmen seines aktuellen Finanzberichts. Der französische Publisher sei von der schwachen Performance während des Weihnachtsgeschäfts und den ersten Wochen im neuen Jahr ziemlich überrascht gewesen. Für die Zukunft von Mario + Rabbids bedeutet das vermutlich nichts Gutes.

Mario + Rabbids: Sparks of Hope – Schwache Verkäufe trotz guter Wertungen



"Trotz hervorragender Wertungen und Spielerresonanz, sowie eines ehrgeizigen Marketingsplans wurden wir von Mario + Rabbids: Sparks of Hope in den letzten Wochen des Jahres 2022 und Anfang Januar enttäuscht", heißt es von Yves Guillemot, dem CEO von Ubisoft im Finanzbericht. Selbiges gilt auch für Just Dance 2023, welches ebenso enttäuschte.

Weiter ins Detail geht Ubisoft an der Stelle nicht und stellt selbst keine direkten Vermutungen auf, warum der zweite Teil der Mario + Rabbids-Reihe bei den Verkaufszahlen zurückgeblieben ist. Das Unternehmen sieht sich jedoch laut Guillemot "mit einer gegensätzlichen Marktdynamik konfrontiert", in der immer mehr in Richtung großer Franchises expandiert wird.

An der grundsätzlichen Qualität des Strategiespiels sollte es aber eigentlich nicht gelegen haben. Sowohl in unserem Test zu Mario + Rabbids: Sparks of Hope als auch in den internationalen Wertungen wusste das von Ubisoft Milan entwickelte Spiel sehr zu überzeugen.

Fokus auf etablierte Marken



Aus der für Ubisoft aktuell schwierigen Marktlage zieht der Publisher entsprechende Konsequenzen. In Zukunft will sich das Unternehmen vor allem auf etablierte Marken wie Assassin's Creed oder Far Cry konzentrieren. Aus dem Grund hat man intern bereits drei Spiele eingestellt, die bisher noch unangekündigt waren.

Außerdem verschob man im selben Atemzug ein weiteres Mal den Release von Skull and Bones, um dem Piratenspiel noch den letzten Feinschliff zu verpassen. Bei Mario + Rabbids: Sparks of Hope geht es dennoch 2023 weiter, denn im Laufe des Jahres sollen zumindest noch drei große DLC-Pakete erscheinen.

Letztes aktuelles Video: GameplaySneakPeekTrailer

Quelle: Ubisoft

Kommentare

Alanthir schrieb am
Was man beim Gegenüberstellen der Verkaufszahlen beider M+R Spiele ebenfalls noch bedenken muss ist, dass die 7.5 Millionen des ersten Teils auch zu einem großen Teil daher kommen, dass es bereits im August 2017 erschienen ist, Einem Zeitraum, der an großen Spielen bis dato eigentlich nur wirklich Zelda BotW zu Release hatte. Allgemein war die Spieleauswahl im ersten halben Jahr nach Release ja noch recht überschaubar, das in Kombination mit den überraschend guten Kritiken am Spiel haben dem Ganzen einen erheblichen Boost erteilt.
LeKwas schrieb am
Ubisoft-Angestellte in Paris wollen streiken: Die Gewerkschaft Solidaires Informatique Jeu Vidéo rief Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pariser Ubisoft-Büros dazu auf, ihre Arbeit am Nachmittag des 27. Januars niederzulegen. Damit reagiert die Gewerkschaft auf Aussagen von Ubisoft-Chef Yves Guillemot, der in einer internen Mail seine Angestellten nach schwachen Geschäftszahlen in die Pflicht genommen hat.
https://www.heise.de/news/Streik-bei-Ub ... 62373.html
https://www.thegamer.com/ubisoft-paris- ... nt-cycles/
Auslöser waren wohl Guillemots interne Rundmails nach dem jüngsten Jahresbericht, und Entwickler fühlten sich vor den Kopf gestoßen, weil ihnen der schwarze Peter für den Misserfolg zugeschoben würde.
Angedeutet wird in dem Schreiben auch, dass es wohl ziemlich viel Crunch bei Mario + Rabbids und Just Dance gegeben haben soll, um die Releasedaten im letzten Herbst einzuhalten - welche zugleich wahrscheinlich auch ein Grund für den Misserfolg beider Titel gewesen sein könnten, denk ich zumindest, Mario + Rabbids erschien nahezu zeitgleich mit Persona 5 Royal und Just Dance vier Tage nach Pokemon.
Todesglubsch schrieb am
Ich denke das einzige was man da rausziehen kann ist, dass ein erfolgreicher Vorgänger nicht automatisch ein Garant für einen erfolgreichen Nachfolger ist.
Ob das nun am schnellen Preisverfall von Ubisoft-Titeln liegt, an der Spiele-Konkurrenz im Release-Zeitraum oder daran, dass die Nachfrage einfach mit dem einen Spiel schon gedeckt wurde, das dürfen die Experten ausklamüsern.
cM0 schrieb am
Stimmt, eine Sättigung könnte auch bei vielen vorhanden sein. Ich habe das Add-on des 1. Teils auch erst sehr viel später gespielt, weil ich vom Hauptspiel, so gut es auch war, noch genug hatte.
Levi  schrieb am
greenelve hat geschrieben: ?13.01.2023 10:57 Dann könnte man auch den Schuh daraus drehen, sonyexklusive Spiele verkauft sich ziemlich schlecht. :Häschen:
I see what you did there :ugly:
...
cM0 hat geschrieben: ?13.01.2023 12:20
Einen Punkt möchte ich noch erwähnen und ich denke, das wird nur einen kleinen Teil ausmachen, aber ich vermute, den Vorgänger werden auch einige jüngere Leute gekauft haben, weil Mario auf der Packung war, ohne zu wissen, um was für ein Spiel es sich handelt. Mein damals 8 jähriger Neffe wollte das Spiel haben, wusste allerdings nicht, dass es ein rundenbasiertes Strategiespiel ist. Nachdem ich ihm das erklärt hatte, war sein Interesse verflogen, aber ich kann mir vorstellen, dass einige Eltern sich nicht informiert haben. Die kaufen den Nachfolger dann natürlich nicht mehr. Aber wie gesagt, das dürfte ein sehr kleiner Teil sein und die Hauptgründe sind sicher die schlechte Wahl des Releasezeitraums und der schnelle Preisverfall des Vorgängers.
Ich glaube, den Punkt sollte man garnicht zu niedrig aufhängen.
Auch ist der Umfang des ersten Spieles ja nun nicht gerade klein..
Irgendwo ist da unter Umständen auch schnell nach bereits einen Teil eine Sättigung eingetreten (vor allem die Rabbids kann man eh nur in kleinen Dosen genießen....)
schrieb am
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