Call of Duty: Ghosts (Shooter) von Activision
Call of Duty: Ghosts
Call of Duty: Ghosts
Military-Shooter
Entwickler: Infinity Ward
Publisher: Activision
Release:
05.11.2013
05.11.2013
05.11.2013
08.11.2013
05.11.2013
15.11.2013
Spielinfo Bilder Videos
Alle Jahre wieder erscheint Anfang November eine neue Ausgabe von Call of Duty. Dieses Jahr ist Infinity Ward an der Reihe und wagt mit dem Sprung auf die nächste Generation einen Neustart in einem Paralleluniversum. Kann die Welt der Ghosts im Test überzeugen?

Call of Conquer: Der ODIN-Konflikt

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Die letzte Grenze: Call of Duty: Ghosts beginnt im Weltraum.
Schon kurz nach dem Intro stellte sich mir folgende Frage: „Warum zur Hölle?“. Dieser Frage folgten im Laufe der Geschichte einige recht ähnlich formulierte. Warum zur Hölle die US-Armee z.B. dachte, dass eine orbitale Superwaffe eine gute Idee sein könnte, wird sich mir so schnell  nicht erschließen. Frei nach dem Motto „Was soll schon schiefgehen?“ hat man das Satellitensystem Odin, voll mit seismischen Superraketen, in den Orbit bugsiert, von wo aus man die Rivalen in Schach halten kann. Dumm nur, dass diese in Form der südamerikanischen Föderation kurzerhand ein Shuttle in den Orbit schicken, Odin entern und die USA in Schutt und Asche legen. Zehn Skriptsequenzen und zig Explosionen später jagt Odin als Feuerball in Richtung Erde, Amerika ist nahezu unbewohnbar und Protagonist Logan Walker zusammen mit seinem Bruder und Vater flüchtet vor den Einschlägen der Raketen.

Orbitgestützte Superwaffe? Südamerikanische Föderation? Während mich noch das Gefühl beschleicht, dass eigentlich nur noch NOD-Übelwicht Kane fehlt, um das Crossover aus Call of Duty und Command & Conquer perfekt zu machen, nimmt die abstruse Handlung ihren
Der große Shootervergleich

Wie schlägt sich Call of Duty: Ghosts gegen Battlefield 4? Wir machen den dreiteiligen Direktvergleich! Im letzte Abschnitt geht es um die Technik: Wer brennt das größere Effektfeuerwerk ab?

Hier geht es zum Vergleich.
Lauf. Zehn Jahre später haben die Reste der US-Armee nämlich auf der Höhe von Los Angeles ein militärisches Patt erzwungen - wie auch immer das gegen einen so überlegenen Gegner möglich ist. Die mysteriöse Spezialeinheit der Ghosts wird zu einem  zentralen Bestandteil der vorhersehbaren Handlung, in der vor allem das ehemalige Ghost-Mitglied Rourke eine wichtige Rolle spielt. In dümmlichen und vor Pathos triefenden Dialogen wird von platten Charakteren die Soldatenehre (die hier auch mit Familienehre gleichzusetzen ist) beschworen. Die Ghosts werden so zu überirdischen Heldenwesen, die mit 50.cal und Sturmgewehr Frieden und Freiheit verbreiten. Ich bin sehr froh, dass Infinity Ward sich für ein fiktives Szenario entschieden hat, denn selbst so ist das Geschwafel streckenweise schwer zu ertragen. Was hat sich Syrania-Autor und Oscarpreisträger Stephen Gaghan bei diesem Quatsch bloß gedacht?

Moorhuhn of Duty

Schlau ist das nicht: Statt mit Klasse überzeugt das Militär der Föderation eher mit Masse.
Schlau ist das nicht: Statt mit Klasse überzeugt das Militär der Föderation mit Masse.
Dabei ist die Handlung zwar recht dümmlich, erreicht aber immerhin das trashig-komische Niveau eines B-Movies, das sie von Battlefield 4 mit seinem platten pseudorealistischen Hintergrund angenehm abhebt. Auch das plakative, aber dennoch fiese Feindbild kann unterhalten und schafft eine ordentliche Motivation zum Weiterschießen. Während man sich mit der fiktiven Handlung also immer mehr von den Modern-Warfare-Wurzeln des Call of Duty à la Infinity Ward entfernt, kann man von der Spielmechanik genau das Gegenteil behaupten. In engen Levelschläuchen trifft man auf eine riesige Anzahl dämlicher Gegner, die sich zu Hunderten abknallen lassen. Wie angewurzelt stehen, knien oder liegen sie in ihrer Deckung und bewegen sich selten und fast nur auf Skriptanweisung hin, während ich wild ballernd durch die Botanik ziehe. Taktik? Flankieren? Fehlanzeige! Es sei denn, das nächste Skript sieht genau das vor. Anspruch geht wahrlich anders.

Auch am mittlerweile traditionellen Spielablauf auf Schienen hat sich nichts geändert. Noch immer öffnen skriptgesteuerte KI-Kameraden jede Tür, noch immer wird das Verlassen des vorgesehenen Weges  vom Spiel entweder mit einem Missionsabbruch („Sie haben ihr Squad alleine gelassen“) oder völligem Unverständnis quittiert. Ist Ersteres noch ziemlich frustrierend, kann Letzteres zu unfreiwillig komischen Situationen führen. Etwa dann, als ich den Lasst-sie –vorbei-Befehl meines Vorgesetzten ignorierte und die lemmingartig in ihren Tod laufenden Feinde fein säuberlich auslöschte. Die Konsequenz: keine. Eigeninitiative des Spielers ist nicht vorgesehen. Als Folge dessen hat man leider auch die Entscheidungen wieder rausgeworfen, die erst bei Black Ops 2 Einzug hielten. Hier wird gespielt wie die Entwickler es vorschreiben.

Kommentare

  • Peng... Tod.... Peng... Tod... Peng... Tod... und so weiter.... Naja...
  • Bieberpelz schrieb:
    Guten Tag, nachdem ich von Nintendo die Wii U Version zugeschickt bekommen habe, habe ich doch einen Ausflug gewagt. (Normalweise meide ich COD) Anders als erwartet hat es mir viel Spaß gemacht und sieht super aus. Da mein bester Freund nur eine X-Box 360 hat
     [...]
    Bieberpelz schrieb:
    Guten Tag, nachdem ich von Nintendo die Wii U Version zugeschickt bekommen habe, habe ich doch einen Ausflug gewagt. (Normalweise meide ich COD) Anders als erwartet hat es mir viel Spaß gemacht und sieht super aus. Da mein bester Freund nur eine X-Box 360 hat und wir zusammen spielen wollten, habe ich überlegt mir diese Version zu kaufen. Da die Wii U Version hier schlechter abgeschnitten hat und auch die Grafik nicht so gut sein soll... Zitat:
    ?Auf der Wii U läuft der Grafikmotor nicht ganz rund und die Gamepad-Steuerung reagiert nicht so flott wie auf den anderen Plattformen.?
    ... habe ich Bedenkenlos zugegriffen. Und mit enttäuschen musste ich feststellen das man es wieder einmal nicht hin bekommen hat ordentlich "Plattform-übergreifend" zu berichten. Der Unterschied der Grafik war nicht gering, vor allem im Multiplayer. Im ganzen Bericht wird nur erwähnt das man die Bildwiederholungsrate von 60 Bilder pro Sekunde nicht immer einhalten könne. Aber mal ehrlich... wen interessiert so etwas? Ich für meinen Teil konnte "nichts" davon merken, der Spielspaß war an keiner Stelle getrübt. Allerdings konnte ich merken das die 360 Version um einiges hässlicher ist und das Feeling, das ich auf der Wii U hatte, bei weitem nicht gehalten werden konnte. Es macht einfacher weniger Spaß (vor allem in der Kampagne) obwohl es nur die Grafik ist. Zum genaueren Testen habe ich dann den Single Player/die Kampagne ausprobiert. Das selbe Problem. Ich finde es Schade das dieser Vorteil nicht erwähnt worden ist, statt dessen wurde die Wii U Version Grafisch schlechter gewertet obwohl diese eindeutig besser ist. Die Lichteffekte und ähnliches machen da einiges her. Getestet habe ich beide Spiele auf einem 51" Plasma von Samsung und hatte daher auch den direkten Vergleich.
    Das mit der angeblichen schlechteren Grafik packt 4Players in fast jedem Test rein. Und genauso oft wie sie es reinpacken, so oft liegen sie falsch. Ich kann nur vermuten dass sie auf der WiiU-Konsole mit denen sie testen, die Grafikeinstellungen falsch justiert haben.
  • D_Radical schrieb:
    sourcOr schrieb:
    [spoiler]Der Hund? Der Überlebt.[/spoiler]
    Da er ja wohl nur ne Nebenrolle spielt, ist es nicht so wichtig, aber meinetwegen hättest du ruhig Bedameisters Beispiel bezüglich des Spoiler-Tags
     [...]
    D_Radical schrieb:
    sourcOr schrieb:
    [spoiler]Der Hund? Der Überlebt.[/spoiler]
    Da er ja wohl nur ne Nebenrolle spielt, ist es nicht so wichtig, aber meinetwegen hättest du ruhig Bedameisters Beispiel bezüglich des Spoiler-Tags folgen können.
    Es ist wirklich nicht so wichtig. Zu dem Zeitpunkt spielt er keine Rolle mehr und ganz ehrlich kommt die Frage im Spiel garnicht auf, ob er überlebt oder nicht. ABER wenns noch geht und es die Gemüter beruhigt, pack ich noch Spoiler-Tags rein!

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