Perception - Test, Action, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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Perception (Action) von Feardemic
Blindheit à la Lynch und King
Survival-Horror
Entwickler: The Deep End Games
Publisher: Feardemic
Release:
30.05.2017
30.05.2017
30.05.2017
Spielinfo Bilder Videos
Von Zeit zu Zeit wagt sich ein unabhängiger Entwickler an das Thema Blindheit. Beyond Eyes z.B. inszenierte das Fehlen visueller Sinne als dramaturgisch interessantes Adventure. Pulse hingegen bot mit seinem Ansatz des Action-Adventures viel Potenzial, konnte dies aber nicht ausschöpfen. Perception wiederum inszeniert die Erlebnisse der blinden Cassie als Mischung aus Erzählspiel und übersinnlichem Horror. Ob in der düsteren Welt Spannung aufkommt, klären wir im Test.

Geheimnisvoll

Man erfährt anfänglich nicht viel über die blinde Protagonistin Cassie, in deren Haut man schlüpft. Sie wird von Alpträumen geplagt, in denen u.a. ein Seil, ein Apfel oder eine Axt die Hauptrolle spielen. Und ein geheimnisvolles Haus, zu dem sie reist, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Alle weiteren Informationen über Cassie oder das
Das Artdesign bietet einen interessanten Ansatz, um Blindheit darzustellen. Denn nur selten ist die über Echhoortung erfasste Umgebung so "vollständig" wie hier.
Das Artdesign bietet einen interessanten Ansatz, um Blindheit darzustellen. Denn nur selten ist die über Echoortung erfasste Umgebung so "vollständig" wie hier.
verhängnisvolle Gebäude, das von einer merkwürdigen übersinnlichen Kraft besessen scheint und im Laufe der letzten Jahrhunderte für einige Unfälle sowie Todesfälle verantwortlich ist, bekommt man nach und nach in den vier Kapiteln der Geschichte. Teils über innere Monologe Cassies, teils über Audioaufzeichnungen oder Papiere, die von einer Text-zu-Sprache-App ihres Mobiltelefons wiedergegeben werden.

Und natürlich wird auch das sich mitunter verändernde und bestimmte Wege erst nach Ereignissen oder dem Finden bestimmter Gegenstände freigebende Haus als nicht zu unterschätzender Erzählfaktor genutzt. Zudem scheint Cassie Fähigkeiten als Medium zu besitzen: Beim Berühren mancher Gegenstände hat sie eine Vision von dem vorherigen Besitzer und erfährt über saubere Sprachfetzen, die wie der Rest in Englisch gut, in Deutsch passabel eingesprochen wurden, was es mit ihnen auf sich hat.

In jedem Kapitel ist man in einer anderen Epoche unterwegs, um das Geheimnis zu lüften und auch das Rätsel der eigenen Vergangenheit zu lösen. Man beginnt mehr oder weniger in der Gegenwart, erfährt dann von Geschehnissen, die sich in diesem schicksalhaften Domizil zur Zeit des Zweiten Weltkriegs zugetragen haben, bevor es ans Ende des 19. Jahrhunderts und schließlich sogar in die Ära der Hexenjagden geht. Und alles ist irgendwie mit diesem Haus verbunden, das wiederum den Schlüssel für Cassies Albträume darstellt. Doch nicht nur die Storyfäden, die nicht immer überzeugend gesponnen und miteinander verbunden werden, obwohl sie immer wieder zu punktuell
Das Anwesen steckt voller düsterer Geheimnisse.
Das Anwesen steckt voller düsterer Geheimnisse.
emotionalen Momenten führen, können verwirren. Auch die visuelle Darstellung, die wie auch die eingangs erwähnten Spiele versucht, die Blindheit für den Spieler greifbar und zu einem zentralen Element zu machen, hat ihren Anteil daran, dass man mitunter wie der Ochs vorm Berg steht und flucht, weil man wieder etwas „übersehen“ hat.

Schwarz, Weiß, Blau sind meine Farben


Die Bilder, die man als Cassie in Ego-Sicht erlebt, setzen sich aus Echoortung zusammen: Abhängig vom Untergrund werden die von der Hauptfigur erzeugten Geräusche genutzt, um ein Bild in dunklen Blau-, Schwarz- und Weißtönen zu zeichnen. Im Gegensatz zu Beyond Eyes oder Pulse bleibt das entstandende Bild allerdings nicht konstant, sondern muss immer wieder über Geräusche neu aufgebaut werden. Normale Schritte oder das Öffnen von Türen lassen die Umgebung nur in einem kleinen Umkreis erkennbar werden, bevor man wieder von Dunkelheit umgeben ist. Ein Klopfen mit dem Gehstock auf den Boden sorgt für ein komplettes und länger anhaltendes Bild. Doch auch das vergeht mit der Zeit. Ausnahmen bilden nur die beständigen Geräuschquellen, die entweder wie im Fall von defekten Heizungen oder Grammophonen für eine akustische Dauerberieselung sorgen und damit eine fast dauerhafte Erfassung der Umgebung ermöglichen.  Zusätzlich zeigen grüne Strukturen wichtige Elemente wie Türrahmen oder Kisten an, in denen man sich verstecken kann – quasi ein sechster Sinn, der ebenso wie die in etwa 80 Prozent der Spielzeit möglichen Anzeige des nächsten Zieles einen Fixpunkt in der Dunkelheit ausmachen kann.


Kommentare

Miieep schrieb am
Gut möglich. Ich schaue Horrorspiele eigentlich fast nur bei ihm, da er die Stimmung wirklich gut rüber bringt ohne dabei alles ins Lächerliche zu ziehen (wie bspw Gronkh manchmal).
muecke-the-lietz schrieb am
Miieep hat geschrieben: ?
08.06.2017 07:11
Also 67 Punkte finde ich etwas mau ... Hab mir vor kurzem ein paar Folgen von Bruugars Let´s Play dazu angesehen und es machte eigentlich einen soliden Eindruck. Wobei mir 20 ? aktuell definitv zu teuer sind. Leider sind die kleinen Indie-Horror-Spiele häufig recht kurz (z.B. The Park) und da finde ich den Preis noch zu hoch. Aber es kommt demnächst bestimmt noch ein Summer Sale oder sowas, da kann man dann zuschlagen.
Ja, ich schaue das auch gerade, habe aber das Gefühl, dass das Spiel stark von Bruugars Kommentaren profitiert.
Flojoe schrieb am
Schade das es nicht so gut ist wie ich gehofft hatte aber ich geb dem Spiel doch eine Chance... Wenn es 10? kostet. :mrgreen:
Miieep schrieb am
Also 67 Punkte finde ich etwas mau ... Hab mir vor kurzem ein paar Folgen von Bruugars Let´s Play dazu angesehen und es machte eigentlich einen soliden Eindruck. Wobei mir 20 ? aktuell definitv zu teuer sind. Leider sind die kleinen Indie-Horror-Spiele häufig recht kurz (z.B. The Park) und da finde ich den Preis noch zu hoch. Aber es kommt demnächst bestimmt noch ein Summer Sale oder sowas, da kann man dann zuschlagen.
schrieb am

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