MXGP3 - The Official Motocross Videogame - Test - 4Players.de

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MXGP3 - The Official Motocross Videogame (Rennspiel) von Square Enix
Modernisiertes MotoCross
Rennspiel
Entwickler: Milestone
Publisher: Square Enix
Release:
30.05.2017
30.05.2017
14.11.2017
30.05.2017
Spielinfo Bilder Videos
Angesichts der jährlichen Veröffentlichungen von Milestone ist MXGP 3 keine große Überraschung. Doch während inhaltlich vieles beim Alten bleibt, markieren die jüngsten MotoCross-Ausflüge hinsichtlich Technik einen echten Neubeginn: Zum ersten Mal setzen die Italiener auf die moderne Unreal Engine! Ob sich der Umstieg ausgezahlt hat, klären wir im Test…

Das übliche Programm

Dank FIM-Lizenz enthält die dritte Auflage selbstverständlich alle Fahrer, Teams und Strecken der Klassen MXGP und MX2. Erstmals wird man sich außerdem auf den Sattel von 2-Stroke-Bikes schwingen dürfen. Neben Meisterschaften mit den 18 Läufen des offizielles Rennkalenders darf man alternativ eine eigene Saison zusammenstellen, in Einzelrennen antreten oder beim Zeitfahren um Plätze auf der Online-Bestenliste kämpfen. Ebenfalls wieder mit dabei ist der Wettbewerb Monster Energy FIM MXoN, bei dem die Piloten eine Art Nationalmannschaft formieren und gemeinsam für ihr Land auf Punktejagd gehen. Wie zuvor hat man erneut die Wahl, ob man verkürzte oder komplette Rennwochenenden (inkl. Qualifikation) absolvieren möchte. Wer sich dagegen ins Fahrerlager verirrt, wird einen schönen Trainingsspielplatz voller Hügel und enger Kurven vorfinden – also die perfekte Vorbereitung für die späteren Gerangel auf den MotoCross-Pisten, auf denen sich dann bis zu 22 MX-Bikes tummeln. Neben der mehrstufig einstellbaren KI darf man sich selbstverständlich auch in Online-Rennen mit bis zu elf anderen Spielern messen, sei es in Einzelrennen oder sogar kompletten Meisterschaften. Offenbar hat Milestone nicht nur in die Unreal-Technik, sondern auch seine Server investiert: Im Rahmen unserer Testläufe liefen die Rennen über das PSN angenehm rund und ohne störende Lags. Nur auf Komfort wie eine Zuschauerfunktion muss man weiterhin verzichten. Immerhin gibt es als Alternative zum automatischen
Milestone will hoch hinaus...
Milestone will hoch hinaus...
Match-Making auch einen Lobby-Browser sowie die Möglichkeit, private Sitzungen zu erstellen. Nur Duelle am geteilten Bildschirm sucht man wieder vergeblich.

Im Mittelpunkt steht aber einmal mehr die Karriere, deren Konzept sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert hat. Nach alter Codemasters-Manier startet man mit seinem eigenen Fahrer zunächst in Wildcard-Rennen, macht durch gute Leistungen sowie ein steigendes Ansehen die Teamchefs für eine Festanstellung auf sich aufmerksam und kümmert sich neben der guten Performance auf dem Sattel auch um Deals mit Sponsoren. Im Gegensatz zu den übrigen Modi, wo man lediglich beim rudimentären Setup am Fahrwerk und der Übersetzung schrauben darf, stehen innerhalb der Karriere auch Tuning-Optionen zur Auswahl. So lassen sich die mühsam verdienten Preisgelder nicht nur in optischen Schnickschnack wie neue Motorrad-Komponenten oder Biker-Ausrüstung vom Helm bis zu den Schuhen investieren. Mit lizenzierten Upgrades für Auspuff, Federung oder Bremsen verbessert man sowohl Leistung als auch Fahrverhalten seines Fuhrparks, der sich mit entsprechenden Einnahmen ebenfalls kontinuierlich erweitern lässt. Gleichzeitig wirken sich die Vorstellungen auf der Strecke auf die Fahrerwerte in den Bereichen Bremsen, Regenfähigkeit, Gaskontrolle und Steuerung aus. Wer übrigens keine Lust hat, mit den offiziellen Piloten in den anderen Modi durchzustarten, darf alternativ auf seinen eigenen Fahrer zurückgreifen, obwohl der Editor mit dem Festlegen von Namen, Nationalität und Hautfarbe nur wenige Anpassungen erlaubt.

Viele Verbesserungen


Erstmals wird es auch 2-Stroke-Bikes im Fuhrpark geben.
Erstmals wird es auch 2-Stroke-Bikes im Fuhrpark geben.
Aber was zählt, ist auf dem Sattel. Und hier hat Milestone erfreuliche Fortschritte gemacht: Vor allem die in Echtzeit deformierbaren Oberflächen sehen dank Unreal-Power nicht nur viel besser aus, sondern wirken sich endlich spürbar auf die Fahrphysik aus. Die lässt sich einmal mehr in drei Stufen skalieren und vermittelt zusammen mit der manuellen Haltung per Analogstick ein ähnlich gutes Gefühl am Lenker wie im Vorjahr. Die Whips erfordern jetzt allerdings etwas mehr Feingefühl und Korrekturen, um das Bike nach dem Absprung im richtigen Moment zur Seite zu legen und danach wieder ordentlich zu landen.

Doch vor allem durch zwei Faktoren gestalten sich die Rennen bei MXGP 3 wesentlich angenehmer als im Vorjahr: Zum einen enden Gerangel mit den KI-Fahrern nicht mehr so häufig in Unfällen, bei denen meist der Spieler den Kürzeren zieht. Hier geht es bei Positionskämpfen zwar weiterhin hart und kontaktreich zur Sache, aber die Piloten bleiben dabei meist auf ihren Satteln. Zum anderen wird der Rennverlauf nach kurzen Ausflügen abseits der Strecke nicht mehr umgehend mit einem automatischen Zurücksetzen gestört. Und sollte es doch mal zu Unfällen oder anderen Problemen kommen, darf man weiterhin auf die optionale Rückspulfunktion zurückgreifen, die sich unendlich oft verwenden lässt und einen ordentlichen Bereich abdeckt. Selbst der Gummiband-Effekt wurde auf ein erfreuliches Maß reduziert. Zwar bleiben einem vor allem in der Rolle des Führenden die Verfolger oft überraschend dicht auf den Fersen und es gibt eine deutliche Diskrepanz zwischen (langsamen) Quali-Zeiten und dem wesentlich flotteren Auftreten im Rennen, aber insgesamt fühlen sich die Duelle sowie Abstände hier natürlicher und damit authentischer an als im Vorjahr. Schade nur, dass man nicht konstant oder zumindest regelmäßiger über Vorsprünge zum Verfolgerfeld bzw. den Abstand zum Vordermann informiert wird, sondern sich lediglich durch sporadische Einblendungen oder den bewährten Blick über die Schulter einen Überblick verschaffen kann.                       


Kommentare

ronny_83 schrieb am
cash222 hat geschrieben: ?
11.07.2017 10:31
Das Spiel ist von der Grafik wirklich Top technisch nichts aus zu setzen . Aber!!!!! Mir fehlt einfach Leben im Karrieremodus .
Das stimmt leider. Ich spiele es zwar immer noch, weil ich die Rennen spannend finde und die KI deutlich besser ist als bei Teil 1. Aber wie bei fast allen modernen Rennspielen ist die Karriere eigentlich für´n Arsch. Keine Ahnung, warum so viele Rennspiel-Entwickler auf dieses emotionslose Abspulen von Rennen setzen.
Richtig dumm auch, dass das Spiel gerade bei Prime für 40? zu haben ist. Ich hab vor wenigen Wochen noch 70? bezahlt. Das macht einen echt sauer.
cash222 schrieb am
Das Spiel ist von der Grafik wirklich Top technisch nichts aus zu setzen . Aber!!!!! Mir fehlt einfach Leben im Karrieremodus . Ein Bezug zum Fahrer . Ich habe einfach das Gefühl man kommt nicht voran ! Sieht alles hübsch aus, daran gibt es nichts aus zu setzen . Aber nach ein Paar Runden im Karriere Modus wird es mir einfach zu langweillig ! Mir fehlt ne Storry ! Es passiert einfach nichts, man fährt seine Runden fertig . Das kann man spannender gestalten! Mal ganz ehrlich !! 70 Euro! Da möchte ich mehr haben !Ich würde gern länger spielen ! Aber nach ein Paar Runden ist die Luft raus !!
ronny_83 schrieb am
Je länger ich spiele, desto mehr kristallisieren sich die Feinheiten heraus, die die Unterschiede zu den Vorgängern ausmachen. Die KI ist auf "realistisvh" schon sehr fordern und man muss schon sehr gut fahren um mitzuhalten. Es gibt diesmal auch richtig tolle Zweikämpfe, die man ausfechten kann über weite Strecken ohne zu viel Angst vor Stürzen haben zu müssen bei Kontakt. Cool auch: die KI wechselt auch gerne die Fahrlinien. Vorher eine Kurve innen genommen, versucht sie es beim nächsten Mal außen.
Bin in der Karriere gerade in Thailand gewesen bei strömendem Regen. Hier hab ich sehr gut gemerkt, wie sehr der Fahrbahnbelag das Fahrverhalten beeinflusst. Unbefahren war die schlammige Piste durchweg schmierig hat sich aber verbessert, je mehr die unterschiedlichen Linien ausgefahren wurden. Bleibt man in den Linien, ist man deutlich schneller und kann besser aus Kurven herausbeschleunigen. Dabei merkt man aber immer, wie das Hinterrad im Matsch gerne durchdreht. Gas dosieren hilft da.
Hab auch gemerkt, dass die Strecke in schnelleren Kurven aber auch schmierig bleibt und man nach außen rutscht. Verlässt man die Fahrlinien, muss man Geschwindigkeit rausnehmen, da man sonst die Kurve nicht bekommt.
Nass ist auch deutlich langsamer als trocken. Und abtrocknend geht auch nach Regen.
Was ich auch bemerkt hab: es bringt klare Geschwindigkeitsvorteile auf eine Runde gesehen, wenn man z.B. bei Halbautomatik das Hochschalten manuell unterstützt. Ohne manuelles Hochschalten hängt die Halbautomatik nämlich zu lange im Limiter und man verliert Geschwindigkeit.
Gaspedal schrieb am
Ich habs mir doch noch für 19,89? gekauft (PC) dank Key Shops und bin sehr zufrieden. Aktivierung über Steam hat wunderbar geklappt und bin gerade noch am testen... :D
Das ist der Vorteil von PC's gegenüber Konsolen ;) :D :D
Update:
So, getestet: Zum Glück nur 19,89? ausgegeben, mehr ist das Spiel auch nicht wert, aber es macht trotzdem Spass. Fürs zwischendurch nicht schlecht. :)
ronny_83 schrieb am
ShadowXX hat geschrieben: ?
01.06.2017 17:29
Amazon selbst hat relativ wenig mit dem Preis zu tun
Ich finde, in gewisser Weise haben sie doch was mit dem Preis zu tun. Ich hielt es eigentlich nicht mehr für Gang und Gebe, dass Spiele tatsächlich für 70? verkauft werden. Im Einzelhandel vielleicht, aber nicht bei Online-Riesen. Und selbst bei Media Markt und Co. bekommt man sehr viele Spiele am Erscheinungstag ja auch schon für 50-60?. Amazon hat hier tatsächlich auf die volle Marge bestanden, was mich doch sehr verwundert hat.
schrieb am

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