History Line: 1914 - 1918: Geschichtsstunde als Computerspiel - Special

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Runden-Strategie
Entwickler: Blue Byte
Publisher: Blue Byte
Release:
1992
kein Termin
Spielinfo Bilder  
Historisch korrekt

Zwar wurden die Karten allesamt fiktiv gestaltet und griffen keine realen Schauplätze auf, doch überzeugte das Spiel dennoch durch seine historische Korrektheit und die zahlreichen Hintergrundinformationen. Sämtliche Einheiten basierten auf realen Pendants, die man auch als Vorbild nahm, um Faktoren wie Kampfstärke oder Bewegungsradius möglichst akkurat einzufangen. Selbst die technischen Weiterentwicklungen in den Kriegsjahren wurden im Spiel widergespiegelt: Da die Uhr mit jeder abgeschlossenen Karte um zwei Monate weitergedreht wurde, bekam man anhand von Zwischensequenzen nicht nur aktualisierte Informationen zum Kriegsverlauf und kulturellen Ereignissen aus der Zeit, die teilweise sogar mit eingescannten Bildern oder historischen Dokumenten unterlegt wurden. Auch bekam man nur Zugriff auf solche Einheiten, die zum jeweiligen Zeitpunkt bereits existierten. Für den Einsatz von Panzern musste man sich z.B. bis zum Jahr 1916 gedulden.

Hier hat der rechte Spieler ein Depot entdeckt und eingenommen.
Hier hat der rechte Spieler ein Depot entdeckt und eingenommen.
Vor allem dieser Sinn für historische Details zeichnete History Line: 1914 – 1918 aus und machte das Spiel aus Deutschland dank der Verwandtschaft zu Battle Isle nicht nur zu einer packenden und anspruchsvollen Rundenstrategie, sondern ihm gelang auch das Kunststück, gleichzeitig das Wissen über die Geschichte des Ersten Weltkrieges auf nüchterne, aber dennoch interessant Art und Weise an die Spieler zu vermitteln. Eine Geschichtsstunde in Form eines Computerspiels? Blue Byte hat 1992 gezeigt, wie es geht!

Ihr wollt noch etwas über andere Spiele erfahren, die das Szenario des Ersten Weltkriegs aufgegriffen haben? Dann sei euch unser Special zu diesem Thema ans Herz gelegt.

Kommentare

[Shadow_Man] schrieb am
Bussiebaer hat geschrieben: ?
05.12.2018 08:17
[Shadow_Man] hat geschrieben: ?
05.12.2018 00:18
Schade, dass es das bisher noch nicht auf gog.com gibt.
Hat sich nur gut versteckt: Battle Isle Platinum
Contains full versions of the following strategy games in one package:
? Battle Isle 1 including Data Disk 1 & Battle Isle ?93 & Historyline: 1914-1918
? Battle Isle 2 including Scenery CD ?Titan?s Legacy?
? Battle Isle 3 along with extensive video sequences
? Incubation and The Wilderness Missions,
Allesamt tolle Spiele, wenn man Rundenstrategie mag
Das ist ja geil. Ich danke dir :)
Minando schrieb am
Also, was lernt man aus dem Edutainment-Krieg?
'Hätte ich damals das Sagen gehabt und nicht dieser Typ mit dem albernen Bärtchen...'
...
Nee, das nicht. Hoffentlich nicht. :Vaterschlumpf:
Knarfe1000 schrieb am
Pommern hat geschrieben: ?
04.12.2018 19:04
Incubation, Schleichfahrt...ein breites Portfolio. Später bei Ubisoft nur noch Siedler crap.
Schleichfahrt - *schwärm*. Was für ein tolles und seither unerreichtes Spielerlebnis.
Kajetan schrieb am
cujo31 hat geschrieben: ?
05.12.2018 13:01
Dort verschanzte man sich mit seiner Infanterie bzw. Kavallerie (und wenn nötig Luftabwehr) vor seiner mittleren bzw. schweren Ari, die sich Zug um Zug verbesserte während man immer im Rückraum Infanterie oder Kavallerie als Ersatz für die erste Verteidigungslinie gehalten hat um ggf. angeschlagene Einheiten rauszuziehen und zu reparieren. Irgendwann, spätestens wenn die Ari`s das eiserne Kreuz hatten, kippte dann die materielle Überlegenheit des Gegners, weil seine Nachschübe als Kanonenfutter reihenweise am Verteidigungsring zerschellten. Spätestens wenn man materiell Pari und ggf. auch die Luftüberlegengheit hergestellt hatte, konnte man schrittweise seinen Verteidigungsring nach vorn schieben und den Gegner in die Defensive zwingen. Geduld war das Zauberwort.
Korrekt. Das war das einzige Manko an HL14-18. Es gab eigentlich nur diese eine Strategie, gleichgültig ob Du nun die deutsche oder allierte Karten gespielt hast, weil dem Gegner IMMER mehr Einheiten und IMMER mehr Nachschub zur Verfügung stand. Man hat die KI kommen lassen, hat ihre EInheiten ausgelöscht, dabei die Ari aufgelevelt und dann gemächlich die restlichen Einheiten und Stellungen zermalmt.
Insofern war das bis auf die Schlussoffensive eine genau Wiedergabe des Stellungskrieges. Jeder Angriff auf die eigenen Stellungen bleibt im Stacheldrahtverhau und schwerem Artilleriefeuer stecken. Nur die Schlussoffensive, die war dann unrealistisch, den "in Echt" sind ja auch diese schnell wieder mehr oder minder ergebnislos steckengeblieben.
cujo31 schrieb am
Veteran of Gaming hat geschrieben: ?
05.12.2018 11:21
Ich hatte die Spiele damals auf dem Amiga und heute bei Gog. Mit den Kampagnen bin ich allerdings nie warm geworden. Die ersten Level kindisch einfach und plötzlich wird es total unfair. Bei Battle Isle etwa der Level, wo man mit 3 mittleren oder schwachen Einheiten startet und in Reichweite hat der Computer einen mit 5 - 10 zT. starken Einheiten im Grunde umzingelt. Das habe ich seinerzeit mit allen möglichen Varianten versucht und irgendwann entnervt aufgegeben. Bereits in der zweiten Runde quasi vernichtet zu werden war mir einfach zu blöd, genauso, wie durch trial & error mühsam herauszubekommen, welche vermeintliche Lösung es gibt.
Im SP waren die Spiele keine Strategie, sondern Puzzle Spiele, um die miese KI zu kaschieren. Ich spiele ja auch nicht mit 3 Bauern und dem König gegen feindliche Dame, Türme und Springer. Sowas ist auch kein Schach, sondern ein Schachrätsel, wenn überhaupt.
Gegen menschliche Spieler hat es mir viel Spass gemacht, meinen Gegnern meist weniger. :lol:
Seh ich zumindest in History Line nicht so, die Level waren niemals unfair. Klar wurde später die KI in Sachen Einheitenmenge bevorteilt (und clever war sie wirklich nicht, weil sie nie wirklich taktisch auf extreme Verteidigungspositionen reagierte, sondern schiere Masse entgegensetzte), logisch, Deutschland hatte nun mal mit fortschreitendem Kriegsverlauf nicht die Ressourcen wie Frankreich mit seinen Verbündeten. Aber das musste und konnte man eben strategisch ausnivellieren, indem man eben auch mal zu Beginn eines...
schrieb am