Hollow Knight - Test, Geschicklichkeit, PC - 4Players.de

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Hollow Knight (Geschicklichkeit) von Team Cherrry
Biene Maja à la Tim Burton
Jump&Run
Entwickler: Team Cherrry
Publisher: Team Cherrry
Release:
24.02.2017
07.2017
Spielinfo Bilder Videos

Das mit knapp 57.000 Dollar über Kickstarter finanzierte Hollow Knight erschien zwar schon im Februar für den PC. Aber angesicht der Veröffentlichung erster kostenloser Zusatzinhalte sowie der Switch-Ankündigung haben wir uns für einen Nachtest entschieden. Außerdem hat das handgezeichnete 2D-Abenteuer des australischen Team Cherry für nur zehn Euro sehr viel Stimmung, Spannung und Qualität zu bieten - und das über 30 Stunden.



Der gehörnte Held

 

Falls ihr auf der Suche nach magischen Momenten seid und Plattformer wie Outland, Headlander oder Guacamelee! mögt, empfehle ich euch dringend Hollow Knight zu spielen. Dabei fühlt es sich zunächst gar nicht so besonders an, wenn man mit dem gehörnten Helden durch die schwarzweißen Kavernen und Tropfsteinhöhlen wandert. Die Kulissen sind handgezeichnet und wirken liebevoll, aber man springt ganz vertraut über Abgründe oder Fallen und verkloppt recht simpel kleine Käfer - mit einem Nagel als Schwert, wie putzig!

 

 

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Der gerhörnte Held trifft immer wieder auf Charaktere, die ein wenig von der Spielwelt erzählen und Aufträge vergeben.

Aber der gewöhnliche Schein der Spielmechanik trügt. Die interessant konzipierte Käferwelt weckt mit ihrer melancholischen Stimmung, skurrilen Charakteren sowie der apokalpytischen Ausgangslage die Neugier. Dabei hält sich die Story mit wenigen Dialogen stark zurück, so dass man lediglich erfährt, dass unter der nahezu verlassenen Stadt ein riesiges verlorenes Königreich schlummert. Immerhin weiß ein Ältester, was zu tun ist: Es braucht natürlich einen Helden, der es von all den Monstern befreit und wachküsst! Klingt bekannt märchenhaft und stereotyp, aber erinnert sehr angenehm an die apokalyptische Eröffnung der Soulsreihe. Und je weiter man mit dem kleinen Ritter wandert, desto mehr charmante Déjà-vus kann man entdecken. Aber wo sind die magischen Momente, die ich versprochen habe?. 

 

Hirschkäfer im Galopp


Hier ist einer: Als ich zum ersten Mal mit dem kleinen Helden eine Stationsglocke läute,

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Die handgezeichneten Kulissen erzeugen zusammen mit der wunderschönen Musik eine melancholische Stimmung.

donnert es plötzlich. Und aus dem Hintergrund galoppiert ein riesiger Hirschkäfer heran, der schnaubend vor mir wartet. Das klingt banal, aber die Animationen sind so eindringlich, der Stil ist so markant, dass ich mich sofort an den epischen Charme der Zeichentrickfilme der 80er erinnert fühlte. Das Artdesign wirkt so, als hätte Tim Burton mit dunklen Farben die Biene Maja interpretiert. Oder anders: Das Düstere und das Putzige, das Skurrile und das Niedliche gehen hier eine stimmungsvolle Symbiose ein.

 

Dieses spektakuläre Reittier ist übrigens auch sehr nützlich, denn die Käferwelt unter Tage ist riesig und über ein Wegenetz verbunden. Während man diese über etwa 30 Stunden mit all ihren Fahrstühlen, Schächten und Kavernen erkundet, schaltet man an der Oberfläche immer mehr Figuren und Händler frei, bei denen man einige Gegenstände, seltsame Artefakte (was macht man mit einem ranzigen Ei oder einer Maskenscherbe?) sowie den wichtigen Kartenkomfort erstehen kann. Man kann im wahrsten Sinne des Wortes nicht alles sofort durchschauen! Und diese Rätselhaftigkeit gehört zu den großen Stärken des Spieldesigns. Zunächst hat man nämlich weder einen Kompass noch eine Feder oder Marker für besondere Orte wie Quellen, so dass man sich in den spärlich beleuchteten Untiefen verirren kann. Zwar kann man eine Karte aufrufen, aber die gibt in ihrer Standardversion lediglich rudimentäre Hinweise.

Kommentare

Thjan schrieb am
Vielleicht eine blöde Frage aber ist das Spiel 21:9 kompatibel?
Usul schrieb am
Ich möchte kurz auf einige einzelne Details eingehen, damit es da keine Mißverständnisse gibt:
Leuenkönig hat geschrieben: ?
23.07.2017 13:32

Ich persönlich finde das nicht schlimm. Wenn ich Super Metroid/ Zero Mission spiele, dann ist das da genauso. Du hast Blöcke, die dann mit erkunden freigeschaltet werden.
Das Erkunden ist gar kein Problem - und gehört ja zum Spiel. Was mich stört, ist, daß auf der - doch recht weitläufigen - Karte nicht ersichtlich wird, warum man einer Stelle nicht weiterkommt bzw. weitergekommen ist. Weil man einfach nicht in den nächsten Raum gegangen ist? Weil da, wo es weitergeht, ein neuer Kartenbereich beginnt, für den man die Karte nicht hat? Weil da eine aktuell unüberwindbare Stelle ist (wo man z.B. Doppelsprung braucht, aber noch nicht hat)? Es ist mehr als einmal passiert, daß ich mir die Karte angeschaut habe, wenn ich mal von einem Boss genervt war, und mir einfach noch paar Gegenden anschauen wollte, die ich noch nicht erkundet hatte - und dann steht man da und sieht, daß es gar nicht weitergehen kann, weil man die entsprechende Fähigkeit (oder den Schlüssel z.B.) nicht hat. DAS nervt.
Bank und Kompass finde ich schlichtweg eine künstliche Verkomplizierung des Ganzen. Im Spielsetting schön eingebettet, aber spielmechanisch ganz und gar nicht mein Ding. Gerade ein Spiel, das auf Erkundung setzt, sollte diese dann nicht unnötig erschweren.
Zu den Bossen, das mit dem Speicherpunkt ist beschissen ja, aber wenn man das bei souls mag, dann kann man das jetzt auch nicht so stark hier anprangern.
Das mag sein... allerdings sollte ich erwähnen, daß ich kein Fan der Souls-Reihe...
Leuenkönig schrieb am
Usul hat geschrieben: ?
22.07.2017 22:55
Leuenkönig hat geschrieben: ?
09.07.2017 22:42
TL;DR Goty mit sehr viel potential für einen zukünftigen Nachfolger. Sorry Zelda.
Ich finde, das sich das Spiel irgendwann zieht... ich bin jetzt bei 30 Stunden und hab noch 3, 4 Gebiete, die ich noch gar nicht erkundet habe. Ich denke weiterhin, daß einige Elemente absolut unnötig sind und das Spielerlebnis sinnlos schmälern. Vor allem die Karte. Irgendwann wird es zu komplex für meinen Geschmack... und man findet sich in Abschnitten, die man nicht sieht auf der Karte - weil man entweder die Karte nicht hat oder sich erst mal auf der Bank ausruhen muß, damit die Karte aktualisiert wird - wer diese Idee hatte, gehört mal ordentlich verprügelt.
Gegen Komplexität habe ich nichts, aber es gibt hier so vieles, daß ich einfach nicht den Überblick behalten kann. Ohne die entsprechenden Hilfe-Seiten hätte ich vermutlich nach 10 Stunden bereits aufgehört. Wenn man auf der Karte wenigstens sehen würde, wo man warum nicht weiterkommt. Stattdessen sieht man halt, daß irgendwo die Karte aufhört. Und wenn man sich nicht gemerkt hat, warum man da nicht weitergekommen ist, geht man irgendwann wieder hin - und kann wieder nicht weiter, wenn man nicht zuvor das nötige Upgrade gefunden/erhalten hat.
Auch wäre es schön gewesen, wenn auf der Karte auch die (Zwischen-)Bosse eingezeichnet würden, damit man weiß, wo wer ist.
Usw....
schrieb am

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