Hollow Knight - Test, Geschicklichkeit, PC - 4Players.de

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Hollow Knight (Geschicklichkeit) von Team Cherrry
Biene Maja à la Tim Burton
Jump&Run
Entwickler: Team Cherrry
Publisher: Team Cherrry
Release:
24.02.2017
12.06.2018
Spielinfo Bilder Videos

Das mit knapp 57.000 Dollar über Kickstarter finanzierte Hollow Knight erschien zwar schon im Februar für den PC. Aber angesicht der Veröffentlichung erster kostenloser Zusatzinhalte sowie der Switch-Ankündigung haben wir uns für einen Nachtest entschieden. Außerdem hat das handgezeichnete 2D-Abenteuer des australischen Team Cherry für nur zehn Euro sehr viel Stimmung, Spannung und Qualität zu bieten - und das über 30 Stunden.



Der gehörnte Held

 

Falls ihr auf der Suche nach magischen Momenten seid und Plattformer wie Outland, Headlander oder Guacamelee! mögt, empfehle ich euch dringend Hollow Knight zu spielen. Dabei fühlt es sich zunächst gar nicht so besonders an, wenn man mit dem gehörnten Helden durch die schwarzweißen Kavernen und Tropfsteinhöhlen wandert. Die Kulissen sind handgezeichnet und wirken liebevoll, aber man springt ganz vertraut über Abgründe oder Fallen und verkloppt recht simpel kleine Käfer - mit einem Nagel als Schwert, wie putzig!

 

 

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Der gerhörnte Held trifft immer wieder auf Charaktere, die ein wenig von der Spielwelt erzählen und Aufträge vergeben.

Aber der gewöhnliche Schein der Spielmechanik trügt. Die interessant konzipierte Käferwelt weckt mit ihrer melancholischen Stimmung, skurrilen Charakteren sowie der apokalpytischen Ausgangslage die Neugier. Dabei hält sich die Story mit wenigen Dialogen stark zurück, so dass man lediglich erfährt, dass unter der nahezu verlassenen Stadt ein riesiges verlorenes Königreich schlummert. Immerhin weiß ein Ältester, was zu tun ist: Es braucht natürlich einen Helden, der es von all den Monstern befreit und wachküsst! Klingt bekannt märchenhaft und stereotyp, aber erinnert sehr angenehm an die apokalyptische Eröffnung der Soulsreihe. Und je weiter man mit dem kleinen Ritter wandert, desto mehr charmante Déjà-vus kann man entdecken. Aber wo sind die magischen Momente, die ich versprochen habe?. 

 

Hirschkäfer im Galopp


Hier ist einer: Als ich zum ersten Mal mit dem kleinen Helden eine Stationsglocke läute,

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Die handgezeichneten Kulissen erzeugen zusammen mit der wunderschönen Musik eine melancholische Stimmung.

donnert es plötzlich. Und aus dem Hintergrund galoppiert ein riesiger Hirschkäfer heran, der schnaubend vor mir wartet. Das klingt banal, aber die Animationen sind so eindringlich, der Stil ist so markant, dass ich mich sofort an den epischen Charme der Zeichentrickfilme der 80er erinnert fühlte. Das Artdesign wirkt so, als hätte Tim Burton mit dunklen Farben die Biene Maja interpretiert. Oder anders: Das Düstere und das Putzige, das Skurrile und das Niedliche gehen hier eine stimmungsvolle Symbiose ein.

 

Dieses spektakuläre Reittier ist übrigens auch sehr nützlich, denn die Käferwelt unter Tage ist riesig und über ein Wegenetz verbunden. Während man diese über etwa 30 Stunden mit all ihren Fahrstühlen, Schächten und Kavernen erkundet, schaltet man an der Oberfläche immer mehr Figuren und Händler frei, bei denen man einige Gegenstände, seltsame Artefakte (was macht man mit einem ranzigen Ei oder einer Maskenscherbe?) sowie den wichtigen Kartenkomfort erstehen kann. Man kann im wahrsten Sinne des Wortes nicht alles sofort durchschauen! Und diese Rätselhaftigkeit gehört zu den großen Stärken des Spieldesigns. Zunächst hat man nämlich weder einen Kompass noch eine Feder oder Marker für besondere Orte wie Quellen, so dass man sich in den spärlich beleuchteten Untiefen verirren kann. Zwar kann man eine Karte aufrufen, aber die gibt in ihrer Standardversion lediglich rudimentäre Hinweise.

Kommentare

LePie schrieb am
np, und um ehrlich zu sein, betätige ich mich manchmal auch gern als Leichenfledderer >.>
Bzgl. dem verspäteten Hollow Knight Test: Das Spiel hatte damals einfach Pech, dass im selben Frühjahr für die Zeit ungewöhnlich viele Hochkaräter erschienen, und ging zu Release bei Käufern wie auch Testern (nicht nur hier auf 4p) gnadenlos unter. Erst nach einigen Monaten hat es dann schließlich an Fahrt gewonnen, und davon auch noch äußerst viel - was sehr ungewöhnlich ist, denn wenn so ein kleines Indiegame bei Release keine Aufmerksamkeit generiert, dann war's das normalerweise.
Bspw. Cosmic Star Heroine erschien etwa in demselben Zeitraum und hatte nicht so viel Glück (siehe einen Neogaf-Thread des Entwicklers). Diesen August versuchen sie einen zweiten Anlauf mit einem Switch-Port.
PickleRick schrieb am
LePie hat geschrieben: ?
06.07.2018 13:31
Und dafür muss man einen ein Jahr alten Thread aus dem Grab schaufeln und auf einen ebensolang inaktiven User antworten?
Meine Meinung hat kein Verfallsdatum, aber ich gebe Dir recht. Das ist wohl vergebene Liebesmüh und ich habe irgendwie verpasst, dass der Thread so alt ist.
Da sei die Forenpolizei vor, gut gemacht!
Mea culpa!
LePie schrieb am
Und dafür muss man einen ein Jahr alten Thread aus dem Grab schaufeln und auf einen ebensolang inaktiven User antworten?
PickleRick schrieb am
hullabaloo hat geschrieben: ?
04.07.2017 16:12
Geil, jetzt werden PC Titel erst getestet wenn sie für die Switch angekündigt werden.
Die Begründung ist ja wohl ein Scherz.
Wirst 4Players-Stammleser, zahlst wie viele andere Geld, kann 4Players mehr Leute einstellen, werden mehr Spiele getestet.
schrieb am